Lukas liegt in seinem Bett. Die Decke ist weich. Neben ihm liegt sein Kissen. Das Kissen atmet leise: „Ein… aus… ein… aus…“
Lukas hört es. Ganz ruhig. Ganz leise. „Hallo, Kissen“, flüstert Lukas. Das Kissen antwortet: „Du bist nicht allein.“
Lukas schließt die Augen. Er stellt sich vor: Atmen ist wie Wellen. Einatmen… eine Welle kommt. Ausatmen… die Welle geht.
„Welle, Welle, trage mich“, flüstert Lukas. Er fühlt sich leicht.
Er sieht in seiner Fantasie eine Höhle. Die Höhle glitzert. Kristalle leuchten bunt. Alles klingt weich. „Wellen, könnt ihr mit mir gehen?“
„Ja“, flüstert eine unsichtbare Stimme. Sie klingt warm und freundlich. Lukas spürt eine kleine Hand. Sie ist weich und unsichtbar. Lukas lächelt.
„Du bist da“, sagt Lukas.
„Ich bin immer bei dir“, sagt der unsichtbare Freund.
Lukas atmet ein. Die Höhle leuchtet heller. Er atmet aus. Alles wird ganz ruhig.
Lukas spürt sein Herz: bum-bum, bum-bum. Da kommt ein großes Lächeln. Das Lächeln ist warm wie die Sonne. Es füllt die Höhle mit Licht.
Lukas wird müde. Alles wird still. Nur das Atmen bleibt: ein… aus…
Der Schlaf kommt langsam. Der Schlaf ist wie ein sanfter Kuss. Alles ist weich. Alles ist ruhig.
Lukas ruht. Der Stille-Kuss ist wie eine Umarmung. Alles ist gut.