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Lustige Geschichte ĂŒber die Freunde 11/12 Jahre Lesen 15 min. VerfĂŒgbar als Hörgeschichte

Das Geheimnis der kichernden ParkbÀnke

Vier Freunde entdecken, dass die ParkbÀnke kichern, weil sprudelnde Limonade durch einen angeschlossenen Schlauch die BÀnke kitzelt; gemeinsam folgen sie der Spur, um das RÀtsel zu lösen.

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Ein etwa 12-jĂ€hriger Junge, Milo, chĂątain kurze Haare, hellblaue leichte Jacke, lĂ€chelnd und selbstbewusst, klatscht in die HĂ€nde und schaut seine Freunde an; eine circa 11-jĂ€hrige Lina mit braunen Zöpfen und grĂŒnem Sweatshirt steht mit HĂ€nden in den HĂŒften und hĂ€lt einen großen Pappbecher bereit; Jonas, etwa 11, zerzauste blonde Haare, gestreiftes Hemd, mit einem glĂ€nzenden Tropfen Limonade an der Augenbraue und etwas FlĂŒssigkeit auf der Wange, neigt den Kopf zum Becher, als wĂ€re er gerade bespritzt worden; Faris, etwa 12, dunklere Haut, kurze schwarze Haare, trĂ€gt eine große gelbe Tauchbrille auf der Stirn und hĂ€lt einen flexiblen Schlauch, aus dem Limonade tropft, hockend neben einem Metallgitter; der Kioskbesitzer, ein etwa 40-jĂ€hriger Mann mit kurzem Bart und SchĂŒrze, steht im Hintergrund beim kleinen Holzkiosk, die HĂ€nde leicht erhoben, zerknirscht aber amĂŒsiert; Schauplatz: ein stĂ€dtischer Park bei DĂ€mmerung mit hellem Kiesweg, einer Reihe alter grĂŒner HolbbĂ€nke mit abgenutzten Kissen, Metallgittern im Boden, runden Laternen, gestapelten GetrĂ€nkekisten am Kiosk und goldenem Licht, fallenden BlĂ€ttern; Hauptsituation: die Kinder ziehen einen Schlauch aus dem Netz bei den BĂ€nken, ein Strahl Limonade hat Jonas getroffen, Milo applaudiert, Lina hĂ€lt den Becher fĂŒr Spritzer, Faris lĂ€chelt schuldbewusst mit Tauchbrille, die BĂ€nke wirken kichernd (durch kleine Wellen und stilisierte Lachnoten angedeutet). Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

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Dauer der Hörgeschichte: 18:35

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Kapitel 1: Die BĂ€nke, die kichern

Im Stadtpark klang es heute, als hĂ€tte jemand eine Keksdose voller Lachen geöffnet. Das kam von den alten HolzbĂ€nken am Kiesweg. Die knarrten nicht nur, sie tuschelten auch. Und manchmal
 kicherten sie.

Milo, elf Jahre alt und so ermutigend wie ein Pausenhof-Coach, stellte seinen Rucksack ab und klopfte einer Bank freundlich auf die Lehne. „Na, ihr PlappermĂ€uler.“

Die Bank antwortete mit einem leisen „Hihihi“, als hĂ€tte sie sich am eigenen Witz verschluckt.

„Bravo“, sagte Milo automatisch, wie immer, wenn etwas gut gelang oder einfach nett war.

Da kamen auch schon seine Freunde:

Lina, die bei jeder Idee zuerst die Augenbrauen hob und dann loslegte.

Jonas, der alles wörtlich nahm und trotzdem irgendwie recht behielt.

Und Faris, der so gern GerÀusche nachmachte, dass sogar Tauben manchmal verwirrt guckten.

„Wieso sagst du gerade ‚bravo‘ zu Holz?“, fragte Lina.

Milo deutete auf die Bank. „Weil sie gelacht hat. Und weil sie's kann. Bravo.“

Jonas beugte sich vor, als wĂŒrde er ein seltenes Tier beobachten. „Kann eine Bank ĂŒberhaupt lachen?“

Die Bank machte: „Höhöhöh.“

Faris hielt sich den Bauch. „Die klingt wie mein Opa, wenn er versucht, leise zu niesen.“

Milo grinste. „Seht ihr? Hier ist heute was los.“

In dem Moment rutschte ein kleines Schild von der Banklehne und klappte auf den Boden. Darauf stand mit krakeliger Schrift:

„Bitte nicht kitzeln.“

Alle starrten auf das Schild. Dann starrten sie sich an.

„Wer kitzelt denn eine Bank?“, fragte Lina.

Faris hob langsam die Hand. „Also
 theoretisch? Ich. Vielleicht. Aus Versehen.“

Die Bank kicherte wieder, als wĂŒrde sie das Ganze sehr unterhaltsam finden.

Milo rieb sich die HĂ€nde. „Okay, Team. Wir gehen der Sache nach. Und egal was passiert: Bravo, dass wir zusammen sind.“

„Bravo?“, wiederholte Jonas vorsichtig, als wĂ€re das ein Passwort.

„Bravo“, bestĂ€tigte Milo.

Die BÀnke am Weg entlang schienen das Wort zu mögen. Ein Chor aus Knarzen und Kichern lief durch die Sitzreihe wie eine Welle.

Kapitel 2: Der Kitzel-Verdacht

Sie setzten sich auf die „Bitte nicht kitzeln“-Bank. Sofort vibrierte das Holz leicht, als wĂŒrde es sich zusammenreißen, nicht loszuprusten.

Lina flĂŒsterte: „Vielleicht sind da Federn drunter. Oder eine versteckte Lachmaschine.“

„Oder Termiten mit Humor“, murmelte Faris und machte ein „Trrrtrrr“-GerĂ€usch wie ein winziges Schlagzeug.

Jonas klopfte an die SitzflĂ€che. „Wenn etwas vibriert, gibt es eine Ursache. Physik.“

Die Bank prustete: „Pffft!“

„Okay“, sagte Jonas, „manche Ursachen sind
 emotional.“

Milo beugte sich vor. „Bank, warum lachst du?“

Die Bank knackte, als wĂŒrde sie ihre Stimme ölen. Dann kam ein deutliches, wenn auch knarzendes FlĂŒstern: „Weil
 jemand
 mich
 kitzelt!“

Alle sprangen gleichzeitig auf.

„Wer?!“, rief Lina und drehte sich im Kreis, als könnte ein Kitzelgeist hinter einem Busch stehen.

„Unsichtbare Eichhörnchen“, sagte Faris sofort. „Die sind gefĂ€hrlich. Die klauen auch Pommes.“

Milo hob beide HĂ€nde wie ein Schiedsrichter. „Ruhe! Bravo, dass wir nicht schreiend weglaufen. Wir bleiben cool.“

„Ich schreie nicht“, sagte Jonas. „Ich analysiere laut.“

Da wackelte die Bank wieder. „Hihihi! Da! Unter mir!“

Lina kniete sich hin und spĂ€hte unter die Bank. „Ich sehe nur
 Kies. Und einen Gummiball. Und—“

Plopp. Etwas Kleines, Schwarzes rutschte aus dem Kies. Eine Art runder Deckel. Dann noch einer. Dann ein dritter. Als hĂ€tten winzige MaulwĂŒrfe ihre MĂŒtzen verloren.

Faris schnappte sich einen. „Das ist ein Flaschenverschluss.“

Jonas nickte. „Und das ist
“ Er tippte auf den Bereich unter der Bank. „
eine Rohröffnung?“

Milo bĂŒckte sich und roch vorsichtig. „Riecht nach
 Limo.“

Die Bank kicherte verlegen. „Ich
 ich habe
 Sprudel an den FĂŒĂŸen.“

Lina stöhnte. „Jemand hat Limo in das Rohr unter der Bank gekippt?“

„Vielleicht wollte jemand die Bank zum BĂ€uerchen bringen“, schlug Faris vor und machte ein unverschĂ€mt realistisches „Bööörp“.

Die Bank lachte so stark, dass sie kurz knarrte wie ein Piratenschiff im Sturm. „Hahaha! Nicht so! Das kitzelt!“

Milo klatschte einmal in die HĂ€nde. „Plan: Wir finden heraus, wo das Rohr hinfĂŒhrt, und stoppen den Sprudel. Bravo, Team.“

„Bravo“, sagte Lina, obwohl sie dabei so guckte, als hĂ€tte sie gerade mit einer Bank einen Vertrag unterschrieben.

Kapitel 3: Die Spur aus Sprudel

Sie folgten dem Kiesweg. Neben den BĂ€nken verlief eine Reihe kleiner Metallgitter im Boden, wie winzige TĂŒren fĂŒr Regenwasser. Unter einem Gitter blubberte es leise.

Jonas legte sein Ohr hin. „Es macht ‚blub-blub‘. Das ist eindeutig.“

Faris legte auch sein Ohr hin. „Ich hör nur, dass du mit dem Boden flirtest.“

Milo lachte. „Bravo fĂŒr diese Form von Wissenschaft.“

Lina zog Jonas am Kapuzenrand hoch. „Komm, Professor Boden. Wir brauchen eine Karte. Oder
 wir folgen dem GerĂ€usch.“

Sie gingen von Gitter zu Gitter, wie bei einem komischen Schatzspiel. Blub hier. Kicher dort. Und immer wieder dieses leise Knarzen der BĂ€nke, als wĂŒrden sie heimlich kommentieren.

Als sie an der nĂ€chsten Bank vorbeikamen, rief Milo: „Alles okay?“

Die Bank seufzte dramatisch. „Ich versuche wĂŒrdevoll zu sein. Aber es
 blubbert.“

„Bravo, dass du's versuchst“, sagte Milo.

Lina flĂŒsterte: „Du sagst ‚bravo‘ sogar zu Möbeln.“

„Möbel haben GefĂŒhle“, meinte Faris todernst. Dann stupste er eine Parklaterne an. „Gute Arbeit, Laterne.“

Die Laterne schwieg.

„Sie ist schĂŒchtern“, sagte Faris. „Voll verstĂ€ndlich.“

Am Kiosk des Parks standen leere GetrÀnkekisten. Daneben ein Schlauch, der aussah, als wÀre er vor kurzem noch irgendwo angesteckt gewesen.

Jonas hob ihn an wie ein wichtiges BeweisstĂŒck. „Hier. Das passt zur Limo-Theorie.“

„Limo-Theorie klingt wie ein schlechter Film“, sagte Lina. „In Teil zwei kommt dann die Cola-Verschwörung.“

Milo beugte sich ĂŒber den Schlauch und las das Etikett: „Sprudelbrause – extra prickelnd.“

Faris machte ein erschrockenes „Pschhh“ wie eine Flasche, die geöffnet wird. „Extra prickelnd. Das erklĂ€rt den Kitzel!“

Vom Kiosk aus fĂŒhrte der Schlauch Richtung der BĂ€nke. Jemand hatte ihn wohl in ein Regenrohr gesteckt.

„Wir mĂŒssen den Schlauch da rausziehen“, sagte Lina.

Jonas schĂŒttelte den Kopf. „Wenn wir einfach ziehen, könnte es spritzen. Und Limo im Auge ist
 unangenehm.“

Faris grinste. „Ich kenne jemanden, der eine Taucherbrille hat. Mich.“

Milo hob den Daumen. „Bravo fĂŒr Vorbereitung!“

„Ich habe die im Rucksack, weil ich
 Ă€h
 vorbereitet bin“, sagte Faris. „Nicht weil ich gestern versucht habe, unter Wasser zu lachen.“

Lina legte die HĂ€nde in die HĂŒften. „Gut. Taucherbrille auf, Schlauch raus, fertig. Und dann sagen wir dem Kioskbesitzer Bescheid.“

Die BĂ€nke in der NĂ€he schienen mitzuhören. Eine knarrte: „Vorsicht
 es
 kitzelt
 sehr
“

Milo nickte der Bank zu. „Keine Sorge. Wir kĂŒmmern uns. Bravo fĂŒr dein Durchhalten.“

Kapitel 4: Operation Spritzschutz

Sie schlichen zum Rohrgitter, wo es am stÀrksten blubberte. Faris setzte feierlich die Taucherbrille auf. Sie war knallgelb und machte ihn aussehen wie ein sehr entschlossener Frosch.

„Ich bin bereit“, sagte er mit tiefer Stimme. „Sagt meiner Familie, ich war mutig.“

„Du gehst nur an ein Rohr“, sagte Lina.

„Das Rohr könnte zurĂŒckschlagen“, sagte Faris und machte ein bedrohliches „Blub!“

Milo hielt den Schlauch fest, Jonas hielt das Gitter mit einem Stock leicht hoch, und Lina stand bereit mit einem großen Pappbecher, den sie am Kiosk gefunden hatte.

„Warum der Becher?“, fragte Milo.

Lina grinste. „Falls es spritzt. Dann fange ich es auf. Limo ist zu wertvoll fĂŒr den Boden.“

Die Bank neben ihnen flĂŒsterte: „Bravo
“

Milo strahlte. „Hört ihr das? Sogar die Bank sagt bravo.“

„Ich sag's ja“, murmelte Jonas. „Emotionale Ursache.“

Faris griff unter das Gitter. „Ich fĂŒhle den Schlauch. Der ist glitschig. Wie ein Aal, der Limo getrunken hat.“

„Zieh langsam“, sagte Milo. „Ganz langsam. Bravo fĂŒr vorsichtig.“

Faris zog. Nichts passierte. Er zog noch einmal. Der Schlauch gab nach—und plötzlich schoss ein dĂŒnner Strahl Sprudelbrause heraus und traf Jonas genau auf die Stirn.

Jonas blinzelte. „Ich bin
 klebrig.“

Lina hielt ihm schnell den Pappbecher hin. „Stirn in den Becher!“

„Was?!“, rief Jonas.

„Stirn. Becher. Jetzt!“, sagte Lina.

Jonas tat es, und es sah aus, als wĂŒrde er seinem Becher ein Geheimnis erzĂ€hlen. Faris prustete los. Milo auch. Sogar die Bank machte ein langgezogenes „Hahahahaha“, als wĂ€re das der beste Witz des Jahrhunderts.

Milo klopfte Jonas auf die Schulter. „Bravo, du hast die Lage
 mit der Stirn gelöst.“

Jonas hob den Kopf. Ein Brause-Tropfen hing an seiner Augenbraue wie ein glitzernder Diamant. „Ich möchte festhalten, dass das nicht geplant war.“

„Aber effektiv“, sagte Lina. „Der Strahl ist weg. Weiterziehen!“

Faris zog den Schlauch endlich ganz heraus. Das Blubbern verklang wie ein erschöpftes Lachen.

Die Bank atmete auf. „Ahhh
 keine Sprudel-FĂŒĂŸe mehr.“

Milo nickte zufrieden. „Bravo, Team. Problem fast gelöst.“

„Fast?“, fragte Faris und wischte sich Limo vom Handschuh, den er nicht trug.

Jonas zeigte auf den Schlauch. „Wir mĂŒssen herausfinden, wer ihn angeschlossen hat. Sonst passiert es wieder.“

Lina schaute zum Kiosk. Dort stand ein Mann mit SchĂŒrze und einem Gesicht, das aussah, als hĂ€tte er gerade seinen eigenen Fehler entdeckt.

„Ähm“, sagte der Mann und hob eine Hand. „Kinder? Habt ihr
 zufĂ€llig einen Schlauch gesehen?“

Faris zog die Taucherbrille hoch. „Kommt drauf an, ob Sie einen Schlauch meinen, der gerade versucht hat, Jonas zu karamellisieren.“

Kapitel 5: Der Kiosk und das große „Ups“

Der Kioskbesitzer, Herr Kroll, kratzte sich am Kopf. „Oh je. Das war ich. Ich wollte den Schlauch ins Regenrohr stecken, damit ich den Tank ausspĂŒle. Dann kam ein Kunde, dann noch einer, dann
 mein Kopf war plötzlich wie Popcorn.“

„Popcorn-Kopf“, wiederholte Faris begeistert. „Das klingt nach einer neuen Sportart.“

Lina verschrĂ€nkte die Arme, aber sie grinste schon. „Sie haben also aus Versehen die BĂ€nke gekitzelt.“

Herr Kroll sah zu den BĂ€nken, die jetzt verdĂ€chtig unschuldig knarrten. „Ich
 wollte niemanden kitzeln. Wirklich nicht.“

Jonas wischte sich die Stirn mit einem Taschentuch. „Die FlĂŒssigkeitsverteilung war ungĂŒnstig.“

„Er meint: Er ist klebrig“, ĂŒbersetzte Milo freundlich. „Aber bravo, dass Sie es sagen.“

Herr Kroll blinzelte. „Bravo?“

„Das sagt Milo immer“, erklĂ€rte Lina. „Auch zu BĂ€nken.“

Die Bank neben ihnen rĂ€usperte sich. „Ich fand's nett.“

Herr Kroll starrte kurz auf das Holz, als wĂŒrde er ĂŒberlegen, ob er zu wenig geschlafen hatte. Dann beschloss er offenbar, dass im Park alles möglich ist. „Also
 Entschuldigung. Wie kann ich das wieder gutmachen?“

Faris hob den Finger. „Gratis Limo?“

„Faris!“, sagte Lina.

„Nur ein kleines Glas“, verteidigte sich Faris. „FĂŒr die Wissenschaft. Wir mĂŒssen prĂŒfen, ob sie wirklich extra prickelnd ist.“

Milo lachte. „Bravo fĂŒr
 wissenschaftlichen Durst.“

Herr Kroll nickte schnell. „In Ordnung. Vier kleine Becher. Und
“ Er sah zu Jonas. „Einer extra fĂŒr die Stirn.“

Jonas seufzte. „Ich trinke nicht mit der Stirn.“

„Schade“, flĂŒsterte Faris. „Das wĂ€re ein Talent.“

Sie setzten sich wieder auf die Bank. Diesmal blieb sie ruhig. Keine Vibration, kein Blubbern. Nur ein zufriedenes Knarzen, wie ein altes Sofa nach einem Nickerchen.

Milo hob seinen Becher. „Auf die Rettung der wĂŒrdevollen BĂ€nke. Bravo.“

„Bravo“, sagten Lina und Faris im Chor.

Jonas zögerte kurz, dann hob auch er den Becher. „Bravo“, sagte er, als wĂŒrde er ein Experiment abschließen.

Die Bank murmelte: „Bravo
 endlich
 Ruhe.“

Alle lachten, nicht zu laut, eher warm und kitzelig im Bauch.

Kapitel 6: Ein leiser Ausklang auf Holz

Die Sonne rutschte langsam tiefer, und der Park bekam diese goldene Farbe, als hĂ€tte jemand den Nachmittag mit Honig bestrichen. Die BĂ€nke redeten nun weniger. Eher so, als wĂŒrden sie zufrieden zuhören.

Lina lehnte sich zurĂŒck. „Weißt du, Milo, du sagst ‚bravo‘ so oft, dass man irgendwann selbst daran glaubt.“

Milo nahm einen Schluck und zuckte mit den Schultern. „Warum nicht? Wenn jemand was versucht, ist das schon mutig. Bravo.“

Jonas nickte. „Ich dachte frĂŒher, man muss alles allein schaffen. Aber
 zu viert ist es weniger klebrig.“

Faris grinste. „Vor allem, wenn man nicht als Zielscheibe benutzt wird.“

„Du warst doch der Taucher“, sagte Lina.

„Ein Taucher braucht ein Publikum“, sagte Faris ernst. „Sonst ist es nur Baden mit Drama.“

Herr Kroll kam noch einmal vorbei und hob die Hand. „Danke, dass ihr mir vertraut habt. Ich pass besser auf. Versprochen.“

Milo stellte seinen Becher ab und stand auf. „Bravo, dass Sie's ernst meinen.“

Die Bank knarrte zustimmend, diesmal ohne Kichern, eher wie ein alter Mann, der sagt: „Ja, so ist es richtig.“

Lina stand ebenfalls auf. „Dann ist die Mission erledigt.“

Jonas streckte die Hand aus. „Abschlussprotokoll?“

Faris tat so, als wĂŒrde er eine unsichtbare Liste ablesen. „Punkt eins: Bank nicht kitzeln. Punkt zwei: Schlauch nicht ins Rohr. Punkt drei: Jonas' Stirn ist kein Messbecher.“

Alle lachten noch einmal, dann wurde es ruhiger. Der Park rauschte sanft. Ein Vogel hĂŒpfte vor ihnen her, als wĂŒrde er den Heimweg zeigen.

Milo sah seine Freunde an. „Danke, dass ihr mitgemacht habt. Ich hab mich auf euch verlassen.“

Lina nickte. „Wir auf dich.“

Jonas sagte leise: „Das mit dem Vertrauen
 klappt ganz gut, wenn man dabei lachen kann.“

Faris hielt seine Hand hin. „Dann machen wir's offiziell. Freundschafts-Finale.“

Milo legte seine Hand in Faris' Hand. Lina legte ihre dazu, Jonas auch. Dann lösten sie es in eine richtige, feste Handshake-Kette auf: Milo schĂŒttelte Faris, Faris schĂŒttelte Lina, Lina schĂŒttelte Jonas, Jonas schĂŒttelte Milo.

„Bravo“, sagte Milo zum Schluss, ganz ruhig.

Und diesmal klang es nicht wie ein Ausruf, sondern wie ein warmes Versprechen.

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Tuschelten
Leise und heimlich miteinander reden, oft so, dass andere es kaum hören.
Knarrten
Ein hartes, altes GerÀusch machen, wenn Holz sich bewegt.
Kicherten
Leise und wiederholt lachen, meist weil etwas lustig oder peinlich ist.
Ermutigend
So, dass es Mut oder Vertrauen gibt, etwas zu versuchen.
Lehne
Der hintere Teil einer Bank, an den man sich zum Sitzen lehnt.
Rohröffnung
Die offene Stelle eines Rohrs, durch die Wasser oder Luft kommt.
Sprudel
Wasser oder GetrÀnk mit vielen kleinen Blasen.
Blubberte
GerĂ€usche machen, wenn FlĂŒssigkeit mit Luftblasen aufsteigt.
Prickelnd
Mit vielen kleinen Blasen, die auf der Haut kitzeln oder kribbeln.
WĂŒrdevoll
Sich ruhig und respektvoll verhalten, so dass man achten will.
VerdÀchtig
So, dass etwas seltsam wirkt und man sich fragt, ob es ein Problem ist.
Prustete
Plötzlich kurz und laut atmen oder lachen, oft ĂŒberraschend.
Seufzte
Tief ausatmen, oft weil man mĂŒde, erleichtert oder enttĂ€uscht ist.
Durchhalten
Nicht aufgeben und weitermachen, auch wenn es schwer ist.
Taucherbrille
Eine feste Brille, die Augen unter Wasser schĂŒtzt und klares Sehen erlaubt.

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