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Lustige Geschichte des verzauberten Königreichs 5/6 Jahre Lesen 12 min.

Das freche W und das große Willkommen im Königreich Kicherfunkel

Prinzessin Lilli bereitet mit einem magischen Willkommensband die Begrüßung der Feenkönigin vor; als ein freches „W“ davonhüpft, lernen die Kinder, wie Freundlichkeit und Zusammenhalt helfen, es wiederzufinden.

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Prinzessin Lilli, lächelnd und entschlossen, mit blonden Zöpfen und leicht schief sitzender silberner Krone, in einem rosa Rüschenkleid mit Farbflecken, hält ein großes weißes Band mit der Aufschrift WILLKOMMEN und hebt vorsichtig den noch zappelnden, glänzenden Buchstaben W; der königliche Kater Mopsi, ein kompakter grauer Samtpelz, sitzt auf ihrem Schuh und blickt mit neugierigen runden Augen und zusammengezogenen Schnurrhaaren auf das W; Lehrerin Frau Funkelfeder (ca. 40), mit funkelnder Brille und grünem Kleid, steht links im Hintergrund, lächelt sanft und beobachtet; rechts applaudierender Trolljunge (ca. 7) mit zerzaustem Haar, hellgrüner Haut und lustigem Rucksack nahe einem Sandkasten; ein Elfmädchen (ca. 6) mit spitzen Ohren und himmelblauem Kleid hält Kreide und hat ein großes Herz auf den Boden gemalt, auf dem das W ruht; Schauplatz: ein verzauberter, farbenfroher Schulhof mit gepflastertem Boden und Regenbogenkreidezeichnungen, einer singenden Holzschaukel, einem lachenden Baumstamm links, leuchtenden Blumen, Papiergirlanden und einem Mini-Regenbogen auf dem Banner; fröhlicher, leichter Moment, in dem die Prinzessin den lebendigen Buchstaben W zurückholt, um das Willkommensband anzubringen, alle Figuren strahlen Verbundenheit, helle Stimmung, weiche Texturen, satte Farben und ausdrucksstarke, mangaartige, übertriebene Gesten und Mimik. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Anfang: Das Willkommen-Band im Königreich Kicherfunkel

Es war einmal eine Prinzessin, die hieß Lilli Lachenstern. Sie lebte im Königreich Kicherfunkel, wo die Wolken nach Vanille rochen und die Brunnen nicht nur Wasser spritzten, sondern manchmal auch Seifenblasen, die „Plopp!“ sagten, wenn sie platzten.

An diesem Morgen hüpfte Lilli aus dem Bett wie ein Flummi. Heute sollte ein besonderer Gast kommen: die Feenkönigin Flirriflapp, die immer ein bisschen glitzerte, sogar wenn sie nur niese… „Hatschi!“ machte.

„Wir brauchen ein Willkommen!“, rief Lilli. „Ein richtig großes Willkommen!“

Im Schlossflur stand schon der königliche Bastelwagen. Darin lagen Stoff, Pinsel und eine Rolle Band, so lang wie eine Schlange, die sich gerade streckt. Lilli zog die Rolle heraus. Sie machte „Wuuusch!“ und rollte und rollte. Ein Diener stolperte darüber und landete weich in einem Haufen Kissen, die zum Glück genau dort lagen, weil Kicherfunkel ein sehr vorsichtiges Reich war.

„Auf das Band schreiben wir: Willkommen!“, sagte Lilli.

„Und vielleicht noch: Bitte nicht kitzeln!“, flüsterte der Hofkater Mopsi. Er hatte nämlich eine große Angst vor kitzelnden Feen.

Lilli kicherte. „Nur Willkommen. Groß und freundlich. So freundlich, dass es sogar ein Stein versteht.“

Sie malte Buchstaben, dick wie Pfannkuchen: W I L L K O M M E N. Der Pinsel machte dabei leise „schlapp, schlapp“. Jede Farbe war ein bisschen magisch. Das Rot roch nach Erdbeere, das Blau nach Regen, und das Gelb nach Zitronenkuchen.

Als sie fertig war, klatschte sie in die Hände. „Jetzt hängen wir es auf!“

Da kam die Hof-Zauberin Zippa Zing vorbei und trug einen Korb voller Glitzerkekse. „Aufpassen“, sagte sie, „dieses Band ist sehr freundlich. Manchmal ist es so freundlich, dass es wegläuft, um noch freundlicher zu sein.“

„Ein Band, das wegläuft?“, fragte Lilli.

„Nur manchmal“, sagte Zippa und tat so, als wäre das ganz normal. In Kicherfunkel war es das auch.

Lilli nahm das Band fest in die Arme. „Dann laufen wir mit. Willkommen muss ja überall hin, wo es gebraucht wird.“

Und so begann das Abenteuer: Eine Prinzessin, ein Band und ein großes, kicherndes Willkommen.

Mitte: Die Schulhof-Überraschung und das freche Zauber-W

Lilli wollte die Banderole zuerst an das große Tor hängen. Doch als sie zum Tor kam, war da schon Gedränge: kleine Drachen mit Ranzen, Kobolde mit Brotdosen und ein paar Elfenkinder, die sich gegenseitig die Ohren wackeln ließen. Heute war nämlich Schultag, und die Schule von Kicherfunkel lag direkt hinter dem Schlossgarten.

„Oh!“, sagte Lilli. „Vielleicht braucht die Schule das Willkommen zuerst.“

Der Schulhof war ein bunter Platz. Der Boden hatte Kreidebilder von Regenbogen, und in der Ecke stand eine Schaukel, die bei jedem Schwung „Huiii!“ sang. Auf dem Pausenbank saß ein alter Baumstumpf, der manchmal kicherte, wenn jemand sich draufsetzte. Er war eben ein Kicherstumpf.

Lilli und Mopsi trugen die Banderole über den Schulhof. Alle Kinder schauten. Ein kleiner Troll fragte: „Ist das ein Riesen-Schal?“

„Nein“, sagte Lilli, „das ist ein Willkommen. Damit fühlt sich jeder warm im Herzen.“

„Wie Suppe?“, fragte der Troll.

„Genau wie Suppe“, nickte Lilli.

Sie suchten zwei Pfosten, um das Band zu spannen. Da passierte es: Das W am Anfang der Banderole wackelte. Es wackelte, es zappelte, es machte „Wibbel-wobbel!“. Dann sprang es einfach ab! Wie ein Frosch aus Farbe!

„He!“, rief Lilli. „Komm zurück, du freches W!“

Das W hüpfte über den Boden. Es war schneller als ein Keks, der vom Teller rollt. Es sprang auf den Kicherstumpf, der vor Lachen fast umkippte. Dann sprang es weiter, direkt in eine Pfütze aus Glitzersaft.

„Das ist Zippas Zauberfarbe“, murmelte Mopsi. „Die macht Buchstaben lebendig.

Das W schüttelte sich. „Wiii!“, schien es zu sagen, obwohl es kein Mund hatte. Dann hüpfte es in Richtung Sandkasten.

Lilli rannte hinterher. Ihre Krone wippte. Ihre Zöpfe flogen. Sie sah aus wie ein fröhlicher Besen.

Am Sandkasten stand die Lehrerin Frau Funkelfeder. Sie hatte eine Brille, die immer ein bisschen schimmerte. „Prinzessin Lilli“, sagte sie, „ist das Band… lebendig?“

„Nur das W“, keuchte Lilli. „Es ist heute besonders… willkommen.“

Frau Funkelfeder lächelte. „Dann machen wir daraus eine Aufgabe. Kinder! Wer fängt das W, ohne unfreundlich zu sein?“

Alle Kinder hielten kurz inne. Ein Koboldkind wollte schon „Halt! Stehen bleiben!“ brüllen, aber Lilli hob die Hand. „Sanft“, sagte sie. „Mit Freundlichkeit. Sonst rennt es noch mehr.“

Also versuchten sie es freundlich.

„Bitte, liebes W“, sagte ein Elf. „Komm her.“

Das W hüpfte trotzdem weg.

„Würdest du vielleicht…“, begann ein Drache höflich, aber dann nieste er Rauch: „Pffft!“ Das W sprang erschrocken zur Seite.

Mopsi schlich sich an. „W“, flüsterte er, „ich kenne einen Ort, wo man nicht gekitzelt wird.“

Das W blieb kurz stehen. Es wackelte. Es dachte nach, so gut ein Buchstabe denken kann.

Lilli bekam eine Idee. Sie nahm ein Stück Kreide und zeichnete auf den Boden ein großes Herz. Dann schrieb sie hinein: „Willkommen, W.“

„Schau“, sagte sie leise, „wir wollen dich nicht fangen wie einen Ball. Wir wollen dich einladen.“

Da machte das W etwas sehr Seltsames: Es hüpfte auf das Herz, drehte sich einmal im Kreis und blieb stehen. Als wäre es plötzlich ganz müde vom Hüpfen.

„Es hat geklappt!“, jubelten die Kinder. Aber sie jubelten nicht zu laut, nur so laut wie ein Kissen „Puff“ macht.

Lilli hob das W vorsichtig hoch, als wäre es ein winziger Vogel. „Danke“, sagte sie. „Du gehörst zu uns. Ohne dich kann niemand Willkommen lesen.“

Das W zitterte kurz und klebte dann wieder an die Banderole. Plötzlich war es wieder ganz normal, nur ein bisschen glänzender.

„So“, sagte Frau Funkelfeder. „Jetzt hängt ihr das Willkommen auf. Und weil ihr so freundlich wart, bekommt die Klasse eine Extra-Pause.“

„Juhu!“, riefen die Kinder.

Sie spannten die Banderole über den Schulhofeingang. Der Wind spielte damit und machte „Flapp-flapp“. Die Buchstaben schaukelten, als würden sie winken.

Da kam noch ein Mini-Regenbogen vorbei, ganz klein, wie eine bunten Schleife. Er setzte sich auf das Band und blieb dort sitzen, als wäre es ein Ast.

Lilli atmete tief ein. „Jetzt fehlt nur noch eins“, sagte sie.

„Was?“, fragte Mopsi.

„Dass der Gast auch wirklich den Weg findet.“

Kaum hatte sie das gesagt, hörte man in der Ferne ein leises „Hihi-huhu“. Das klang nach Feen, die versuchen, ernst zu sein, aber es nicht schaffen.

Ende: Die Feenkönigin, die Glitzer-Verwechslung und der Tanz

Über den Schulhof wehte ein funkelnder Wind. Dann landete Feenkönigin Flirriflapp auf dem Kicherstumpf, als wäre er ein Thron. Sie war klein, aber ihre Krone war groß, und ihr Lachen war am größten.

„Willkommen!“, riefen die Kinder.

„Willkommen!“, rief Lilli.

Die Feenkönigin schaute nach oben zur Banderole. Ihre Augen wurden rund wie Bonbons. „Oh!“, sagte sie. „Ein Willkommen nur für mich? Ich werde ja ganz… flattrig vor Freude.“

Sie klatschte in die Hände. Dabei sprühte aus Versehen ein Zauberfunke. Ein winziger, frecher Funke, der aussah wie ein Sternchen mit langen Beinen. Er sprang auf die Banderole und kitzelte die Buchstaben.

„Nicht kitzeln!“, rief Mopsi.

Aber zu spät: Die Buchstaben fingen an zu giggeln. Das I machte „Iiihihi“. Das O machte „Ohoho“. Und das M… das M machte „Mmmhahaha“. Es klang wie ein Milchshake, der Witze erzählt.

Dann passierte die Glitzer-Verwechslung: Aus „WILLKOMMEN“ wurde plötzlich „WILLKOMMERN“. Ein R war dazwischen gerutscht, geschniegelt und geschniegelt, und tat so, als hätte es immer dazu gehört.

„Willkomm…ern?“, las ein Trollkind und kratzte sich am Kopf. „Heißt das, wir sollen uns… kümmern?“

„Oh nein“, sagte Flirriflapp und hielt sich den Bauch vor Lachen. „Mein Funke hat ein R dazugezaubert! Das ist ja… das ist ja…“

„Sehr komisch“, sagte Lilli, aber sie blieb freundlich. „Und vielleicht sogar gut.“

Alle schauten sie an.

Lilli zeigte auf das neue Wort. „Wenn da ein R ist, dann heißt es fast wie ‚kümmern‘. Und Kümmern ist auch Freundlichkeit. Wir können sagen: Willkommen! Und wir kümmern uns!“

Die Kinder nickten. Frau Funkelfeder nickte. Sogar Mopsi nickte, obwohl er eigentlich nur selten nickte, weil sein Hals so flauschig war.

Flirriflapp schnippte. „Dann machen wir das R nicht weg. Es bleibt als Schmunzel-R. Ein Erinnerungs-R. Für: Wir kümmern uns.“

Der freche Zauberfunke hüpfte schuldbewusst in Flirriflapps Tasche und machte dort bestimmt leise Hausaufgaben.

Nun war die Feenkönigin offiziell begrüßt. Sie erzählte den Kindern eine kleine Zaubergeschichte, in der eine Kartoffel ein Lied sang und eine Socke applaudierte. Alle lachten so sehr, dass sogar der Schulhof-Regenbogen ein bisschen wackelte.

Doch Lilli merkte: Ein paar der jüngeren Kinder standen am Rand. Sie hatten sich nicht getraut zu rufen. Ihre Stimmen waren klein wie Mäusepfoten.

Lilli ging zu ihnen. „Ihr müsst nicht laut sein, um freundlich zu sein“, sagte sie sanft. „Ihr könnt auch einfach lächeln.“

Die Kinder lächelten. Lilli lächelte zurück. Es fühlte sich an, als würde jemand eine warme Decke über alle Herzen legen.

Flirriflapp sah das und wurde einen Moment ganz still. Dann sagte sie: „Prinzessin Lilli, dein Willkommen ist nicht nur ein Band. Es ist eine Brücke.

„Eine Brücke?“, fragte Lilli.

„Ja“, sagte die Feenkönigin. „Eine Brücke von ‚Ich traue mich nicht‘ zu ‚Ich bin dabei‘.“

Frau Funkelfeder klatschte leise. „Das ist die beste Magie“, sagte sie.

Die Sonne stand nun tiefer. Der Schulhof wurde ruhiger. Die Schaukel sang nur noch ein kleines „Hui“. Der Kicherstumpf kicherte nur noch ein „Hih“.

„Zum Abschluss“, sagte Flirriflapp, „gibt es in Kicherfunkel doch sicher einen… Willkommensschritt?“

Lilli grinste. „Oh ja. Den gibt es.“

Sie stellte sich unter die Banderole, direkt unter dem glänzenden W und dem Schmunzel-R. Die Kinder stellten sich daneben. Mopsi setzte sich auf Lillis Schuh, damit er auch dabei war, aber nicht zu sehr.

Lilli zählte: „Eins, zwei, drei…“

Und dann machten alle den Kicherfunkel-Tanz: erst ein Schritt nach links wie ein vorsichtiger Pudding, dann ein Schritt nach rechts wie eine stolze Ente, dann ein kleines Drehen, als wäre man ein Kreisel, der „Piuu“ macht. Zum Schluss legten sie die Hände aufs Herz und verbeugten sich freundlich.

Der Wind spielte mit der Banderole. Sie flatterte und schien zu winken: Willkommen. Willkommen. Willkommen.

Und weil im Königreich Kicherfunkel alles, was freundlich ist, ein bisschen zurückfreundlich ist, glitzerte die Luft wie Zucker. Lilli sah die Kinder an, die Feenkönigin, die Lehrerin, Mopsi und sogar das freche R.

„Wir kümmern uns“, sagte Lilli leise.

„Wir kümmern uns“, murmelten die Kinder.

Dann tanzten sie noch einmal, ganz langsam, bis der Tag weich wurde und das Lachen wie ein ruhiger Bach nach Hause floss.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Bastelwagen
Ein Wagen mit Bastelsachen wie Papier, Schere und Farben.
Banderole
Ein langes Band mit einem Text, das man aufhängt.
Pfosten
Ein stabiles Holz- oder Metallstück, an dem man etwas befestigt.
Pfütze
Wasser auf dem Boden nach dem Regen, da kann man platschen.
Glitzerkekse
Kekse mit glänzender Zucker-Deko, die funkelt und süß ist.
Zauberfarbe
Eine Farbe, die in der Geschichte besondere, magische Dinge macht.
Lebendig
So, als wäre etwas wirklich am Leben und könnte sich bewegen.
Schulhof
Der Platz vor oder neben der Schule, wo Kinder spielen.
Brücke
Etwas, das zwei Orte verbindet, damit man hin- und hergehen kann.
Willkommensschritt
Ein besonderer Schritt oder Tanz, den man zur Begrüßung macht.
Glitzer-Verwechslung
Wenn Glitzer-Zauber etwas anders macht als gedacht.
Kümmern
Sich um jemanden sorgen und helfen, wenn er das braucht.

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