In der Stadt Sonnenfunke lebt ein Mann mit einem leuchtenden Umhang. Er heißt Blitzbart. Blitzbart hat ein breites Lächeln. Blitzbart hat silberne Haare wie Sterne. Er hat einen roten Anzug, der freundlich glitzert. Er hat große, warme Augen. Er hat starke Hände. Er hat ein kleines Herz, das ganz mutig schlägt.
Die Stadt Sonnenfunke ist bunt. Häuser sind blau, gelb und grün. Bäume sind rund und weich. Menschen sind fröhlich. Kinder spielen. Autos singen leise. Die Stadt ist gemütlich wie ein Kissen.
Eines Morgens hört Blitzbart ein leises Rumpeln. Rumpel. Rumpel. Er schaut nach oben. Über dem Markt steht ein hoher Kran. Der Kran wackelt. Der Kran sieht müde aus. Menschen bleiben stehen. "Oh!", sagt die Bäckerin. "Oh!", sagt der kleine Junge. Niemand hat Angst. Alle schauen Blitzbart an.
Blitzbart rennt. Er läuft so schnell wie der Wind. Er läuft über die bunten Steine. Er erreicht den Markt. Er hebt die Arme. "Ich helfe!", ruft er freundlich. Kinder klatschen. Die Katze miaut. Die Sonne lächelt.
Der Kran hat einen großen Balken. Der Balken hängt schief. Der Balken knackt leise. Der Balken braucht Halt. Blitzbart sieht genau hin. Er spürt mit seinen Händen die Vibrationen. Sein Herz sagt: Du kannst es.
Blitzbart hat ein Zauberwerkzeug. Es ist ein kleines Lichtband. Es blinkt blau und warm. Er wickelt das Lichtband um den Balken. "Komm, bitte sei stark", flüstert er. Das Lichtband summt. Es glitzert. Es umarmt den Balken wie eine warme Decke.
Die Menschen helfen mit. Die Bäckerin reicht eine Kiste. Der kleine Junge hält eine Schaufel. Ein Polizist zeigt den Weg. Alle sind ruhig. Alle sind mutig. Alle lächeln.
Der Balken wackelt noch. Wackel. Wackel. Blitzbart zieht das Lichtband fester. Er benutzt seine starken Hände. Er benutzt seine warmen Worte. "Bleib ruhig", sagt er. "Wir halten dich." Das Lichtband leuchtet heller. Es wird stark wie ein Baumstamm.
Plötzlich fällt ein seichter Regen. Tropfen klopfen leise. "Plitsch, platsch", sagen die Autos. Der Regen macht alles frisch. Blitzbart singt leise ein Lied. Das Lied klingt wie ein kleines Trommeln. Das Lied macht Mut. Kinder singen mit. Die Bäckerin wiegt ihren Kopf. Der kleine Junge klatscht im Takt.
Blitzbart spürt ein Knistern. Er spürt eine neue Kraft. Er stellt sich breit wie ein Fels. Er legt seine Hände an den Kran. Der Kran hört das sanfte Drücken. "Danke", murmelt der Kran. Der Kran beruhigt sich. Der Balken bleibt ruhig. Die Menschen atmen auf. Alle seufzen glücklich.
Ein Vogel fliegt vorbei. "Zwitscher", sagt der Vogel. Er setzt sich auf den Balken. Er zwinkert Blitzbart zu. Blitzbart kichert. "Hallo, kleiner Freund", sagt er. Die Kinder lachen.
Blitzbart hebt nun den Balken ganz sacht. Nicht zu hoch. Nicht zu schnell. Ganz sacht. Er spricht: "Langsam, langsam." So wie man ein Baby wiegt. Der Balken rutscht in die Mitte. Lichtband und Hände halten ihn zusammen. Klick. Klick. Er sitzt wieder richtig.
Die Bauarbeiter jubeln. "Hurra!", rufen sie. Die Bäckerin wirft kleine Kekse. Die Kinder fangen sie mit Freude. Blitzbart nimmt eine Kekskrume. Er lächelt und teilt. Teilen macht warm im Bauch.
Die Bürgermeisterin kommt. Sie hat eine feste Stimme, aber ein Herz wie Honig. "Blitzbart", sagt sie, "du bist unser Held." Blitzbart schüttelt den Kopf. "Ich bin nur ein Freund", sagt er. "Ein Freund mit starken Händen."
Der Tag wird heller. Die Sonne kommt hervor. Sie scheint warm und rund. Die Stadt strahlt. Menschen kehren zu ihren Aufgaben zurück. Kinder spielen weiter. Die Katze putzt sich das Fell. Alles ist wieder sicher und still.
Abends sitzt Blitzbart auf einem kleinen Hügel. Er sieht die Lichter der Stadt. Lichter glitzern wie kleine Sterne. Er legt das Lichtband neben sich. Es flackert sanft. Ein kleines Kind kommt zu ihm. "Danke", flüstert das Kind. Blitzbart nimmt seine Hand. "Gern geschehen", sagt er. "Ich passe auf euch auf."
Blitzbart denkt nach. Er denkt an den schiefen Balken. Er denkt an die helfenden Hände. Er denkt an das Lichtband, das wie eine Decke war. Er fühlt Wärme in seinem Herzen. Er fühlt soliden Frieden.
In jener Nacht träumt Blitzbart von neuen Abenteuern. Er träumt von hohen Brücken, die geleuchtet werden wollen. Er träumt von kleinen Katzen, die einen Schlafplatz suchen. Er träumt von Kindern, die lachen. Er träumt von einer Stadt, die sicher und fröhlich bleibt.
Am nächsten Morgen geht Blitzbart wieder zur Arbeit. Er hilft hier, er hilft dort. Manchmal stabilisiert er einen Wackelkasten. Manchmal richtet er einen leuchtenden Laternenmast auf. Immer ist er freundlich. Immer ist er mutig.
Die Menschen in Sonnenfunke lernen etwas Wichtiges. Sie lernen, dass jeder helfen kann. Jeder, der eine Hand reicht, ist ein kleiner Held. Jeder, der freundlich spricht, macht stark. Die Stadt wird warm durch viele Hände. Die Stadt wird sicher durch viele Lächeln.
Und so lebt Blitzbart weiter. Er bleibt wachsam. Er bleibt freundlich. Er bleibt lustig. Er ist ein Held mit Silberhaaren, warmen Augen und einem roten Anzug, der freundlich glitzert. Er stabilisiert, tröstet und teilt Kekse.
Wenn die Stadt mal wieder ein leises Rumpeln hört, wissen alle: Blitzbart ist da. Sie wissen: Es gibt immer eine helfende Hand. Sie wissen: Es gibt Lichtbänder und Lieder. Sie wissen: Alles wird gut.
Die Nacht fällt weich. Die Sterne singen. Die Stadt schläft sicher. Blitzbart sieht zu. Er legt das Lichtband um den Hügel. Es glitzert wie eine Schlafdecke. Er flüstert: "Gute Nacht, Sonnenfunke." Die Stadt antwortet leise: "Gute Nacht, Blitzbart."