Kapitel 1: Die Kissen-Katastrophe
Im Zimmer von Mia raschelte es verdächtig. „Seid ihr bereit?“ flüsterte Mia und schielte zu ihren drei Freundinnen: Lotti, Nele und Samira. Lotti nickte so heftig, dass ihr Pferdeschwanz wackelte. Nele, die immer alles ganz genau machen wollte, zählte noch einmal die Kissen. Samira probierte, ob ihr Kissen wirklich so fluffig war, wie es aussah, und drückte es sich aufs Gesicht.
„Eins, zwei, drei… Angriff!“ rief Mia. Im Nu flogen Kissen durch die Luft. Lotti duckte sich, Samira sprang aufs Bett, und Nele lachte so laut, dass das Kissen an ihrem Kopf abprallte und gegen das Bücherregal segelte.
„Achtung, das Kissenmonster kommt!“ rief Samira und warf ein Kissen, das prompt im Lampenschirm steckenblieb. Alle hielten den Atem an. Dann kicherten sie los, denn der Lampenschirm sah jetzt aus wie ein riesiges Marshmallow.
„Ups“, murmelte Nele. „Soll ich das runterholen?“
Mia winkte ab. „Lass mal, die Lampe wollte bestimmt auch mal gemütlich schlafen.“ Alle prusteten los.
Kapitel 2: Die verschwundene Socke
Nach der wilden Kissenschlacht fanden die Mädchen überall Socken. „Wieso liegen hier fünf Socken? Wir sind doch vier!“, wunderte sich Lotti und hielt eine grüne Ringelsocke hoch.
„Vielleicht ist das eine Geistersocke“, schlug Samira vor und versuchte, die Socke wie eine Handpuppe tanzen zu lassen. „Ich bin die Socke aus dem Sockenland! Ich liebe es, mich zu verstecken und zu kitzeln!“
Nele kicherte. „Vielleicht ist sie einfach von Mias kleinem Bruder?“
Mia schüttelte den Kopf. „Der trägt nur Superheldensocken. Die hier sieht eher aus wie eine Gurke mit Streifen.“
Plötzlich rief Lotti: „Vielleicht hat die Socke Angst, allein zu schlafen! Wir sollten sie einfach zu den anderen Socken legen.“
Samira legte die Socke vorsichtig zu den anderen, als wäre sie ein schlafendes Kätzchen. „Nacht, kleine Socke“, flüsterte sie. Alle mussten lachen.
Kapitel 3: Das Quarkbrot-Desaster
Es war Zeit für den Mitternachtssnack. „Ich hab Quarkbrote gemacht“, verkündete Mia stolz und reichte jedem ein Brot.
Samira biss zuerst hinein und verzog das Gesicht. „Mh… irgendwie schmeckt das Quarkbrot nach Zahnpasta.“
„Oh nein!“, rief Mia. „Ich hab doch die Marmelade von meinem Bruder genommen. Vielleicht war das doch die Zahnpasta-Tube im Kühlschrank!“
Alle lachten so sehr, dass ein paar Krümel durch die Luft flogen. Lotti rief: „Jetzt haben wir alle frischen Atem, falls ein Kissenmonster kommt!“
Nele sagte: „Ich finde, Zahnpasta und Quark ist die neue Geheimzutat. Damit wird man bestimmt supermutig!“
Sie beschlossen, die Brote trotzdem zu essen. „Schmeckt ein bisschen wie Minz-Schnee“, sagte Samira und grinste.
Kapitel 4: Der vertauschte Pyjama
Nach dem Snack wollten sich die vier Mädchen bettfertig machen. Doch irgendwie war alles durcheinander. Mia zog ein Oberteil an, das viel zu klein war. Lotti hatte plötzlich einen Pyjama, der an den Beinen flatterte wie ein Segelboot im Wind.
„Das ist doch meiner!“, rief Nele und griff lachend nach dem Oberteil.
Samira hatte die Hose von Mia erwischt und stolperte fast, als sie sich die Beine darin verknotete. „Ich bin jetzt ein Pyjama-Spaghetti“, rief sie und wackelte mit den Beinen.
Lotti lachte so laut, dass sie fast umkippte. „Wir haben die Pyjamas alle vertauscht!“
Mia grinste. „Das ist jetzt unser Pyjama-Geheimcode. Wer den falschen Pyjama trägt, bekommt einen Gutenachtkuss auf die Nase!“
Alle quietschten und rannten lachend durchs Zimmer, bis endlich jeder seinen eigenen Pyjama hatte – und jeder mindestens einen Nasenkuss.
Kapitel 5: Die Gute-Nacht-Quatschparade
Die Mädchen kuschelten sich in ihre Schlafsäcke und flüsterten noch ein bisschen. „Was war heute das Lustigste?“, fragte Lotti.
„Der Lampen-Marshmallow!“, sagte Nele und kicherte.
„Die Zauberzahnpasta!“, quietschte Samira.
Mia streckte sich wie eine Katze. „Ich finde am besten, dass wir alles ausprobiert haben, egal wie komisch es war.“
Samira grinste. „Und dass wir jetzt alle frische Luft im Mund haben!“
Die Mädchen lachten, bis sie müde wurden. „Weißt du was?“, flüsterte Mia. „Ich hab noch einen Witz, aber den verrate ich erst morgen.“
„Och, gemein!“, riefen die anderen, aber sie lächelten dabei.
Draußen schnurrte der Wind ganz leise, und im Zimmer war es warm und weich, wie in einem Marshmallow-Lampen-Traum. Die Mädchen dachten an die Kissenmonster, die mutige Socke und den Pyjama-Spaghetti. Alles war gut, genau so, wie es war. Und morgen gab's noch einen Witz, ganz bestimmt.