Kapitel 1
Im großen, bunten Schloss lebt Ritterin Ida. Ida ist mutig, stark und sehr freundlich. Sie trägt eine glänzende Rüstung. Ihr Helm ist golden und auf ihrem Schild lacht eine kleine Sonne. Ida hat einen guten Freund, das Pferd Lila. Lila ist weiß und hat eine lustige Mähne. Sie wiehert laut: „Hiii-haaa!”
Eines Morgens steht Ida auf. Sie schaut aus dem Fenster. Im Garten flattert ein Brief. Ida läuft hin und hebt ihn auf. Es steht: „Liebe Ida, im Wald ist ein kleiner Hase in Not. Hilfst du ihm?” Ida denkt kurz nach. „Ja, ich helfe!” ruft sie mutig. Sie zieht ihre Rüstung an, setzt den Helm auf und geht zum Stall.
Im Stall wartet schon Lila. „Komm, Lila! Ein Abenteuer wartet!” sagt Ida. Lila nickt und stubst Ida freundlich an. Zusammen galoppieren sie in den grünen, duftenden Wald. Die Sonne scheint warm durch die Bäume. Vögel singen Lieder. Aber der Wald ist auch groß und manchmal ein bisschen dunkel. Ida hat keine Angst. Sie ist tapfer und lächelt.
Sie reiten weiter und hören ein leises Schluchzen. „Hörst du das, Lila?”, fragt Ida. Lila nickt. Zwischen den Büschen sitzt ein kleiner brauner Hase. Er zittert und sieht traurig aus.
Kapitel 2
Ida steigt ab und geht langsam zum Hasen. Sie kniet sich hin und fragt: „Hallo, kleiner Hase! Was ist los?” Der Hase sagt: „Ich finde mein Zuhause nicht mehr. Ich habe mich verlaufen.” Ida lächelt freundlich. „Keine Sorge, ich helfe dir. Ich bin Ritterin Ida und immer für Freunde da.”
Der Hase schnuppert. „Danke, Ida.” Ida überlegt. „Weißt du noch, wo dein Zuhause ist?” Der Hase sagt: „Mein Zuhause ist bei der großen alten Eiche, wo die Blumen duften.” Ida nickt. „Ich glaube, ich kenne diesen Baum. Steig auf Lila. Wir finden deinen Weg!”
Der Hase zögert. „Ich habe Angst.” Ida streichelt den Hasen sanft. „Du bist nicht allein. Mutige Freunde helfen immer.” Der Hase lächelt und klettert vorsichtig auf Lila. „Es ist weich und warm hier”, sagt er leise.
Gemeinsam reiten sie durch den Wald. Manchmal ist der Weg voller Äste. Ida muss überlegen: „Welcher Weg ist richtig?” Sie erinnert sich an ihre Karte. Sie schaut genau und zeigt: „Wir müssen nach rechts!” Der Hase bleibt tapfer. Lila schreitet vorsichtig über Wurzeln und Steine.
Plötzlich hören sie ein Knacken. Ein kleiner, grauer Fuchs kommt aus dem Gebüsch. Ida bleibt ruhig. Sie sagt freundlich: „Hallo, kleiner Fuchs. Wir suchen das Zuhause von Hasi. Kannst du uns helfen?” Der Fuchs lächelt. „Klar, folgt mir! Ich kenne den Weg!“
Sie laufen dem Fuchs hinterher. Bald riecht es nach Blumen und sie sehen die große alte Eiche. Der Hase hüpft vom Pferd und ruft: „Das ist mein Zuhause! Danke, Ida! Danke, Lila! Danke, kleiner Fuchs!”
Kapitel 3
Ida freut sich. „Gemeinsam sind wir stark”, sagt sie und streichelt Lila liebevoll. Der Hase winkt und alle lachen. Der Fuchs macht einen Purzelbaum und ruft: „Hurra, der Hase ist daheim!”
Die Sonne geht langsam unter. Ida setzt sich unter die Eiche. Der Hase bringt ihr eine Blume. „Für dich, weil du so mutig bist.” Ida lächelt. „Danke, lieber Hase. Mut und Freunde sind das Wichtigste. Gemeinsam schaffen wir alles.”
Es wird langsam Abend. Ida, Lila und der Fuchs machen sich auf den Heimweg. Sie fühlen sich tapfer und stolz. Im Schloss angekommen, kuschelt Ida mit Lila im Stall. Sie denkt: „Heute war ein guter Tag. Ich bin froh, dass ich helfen konnte. Ehrenhaft und freundlich zu sein, ist das Schönste.”
Und so schlafen sie friedlich und träumen von neuen, mutigen Abenteuern, immer zusammen, immer voller Freude.