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Geschichte des Fußballspielers 5/6 Jahre Lesen 9 min.

Mila und das unsichtbare Team am Spieltag

Mila, eine mutige Stürmerin, erlebt an einem Spieltag, wie Teamgeist, Hilfsbereitschaft und kleine Gesten von Freiwilligen, Mitspielerinnen und einem Maskottchen das Spiel und die Gemeinschaft prägen.

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Mila, erwachsene Frau, strahlend und lächelnd, brauner Pferdeschwanz, mit Ball zu ihren Füßen zeigt sie nach einem Tor auf ihre Mitspielerin; Jara, erwachsene Mitspielerin mit kurzen blonden Haaren, hebt lachend die Arme neben Mila auf dem Platz; Lina, etwa 7-jährige, klein, trägt eine dicke bunte Mütze und klatscht am Spielfeldrand; Frau Sibel, etwa 35-jährige Freiwillige, lächelnd in gelber Weste, reicht Lina einen Becher Wasser; Tom, etwa 22-jähriger Freiwilliger in roter Weste, hebt am Rand einen Ball auf; Herr Kalle, etwa 60-jähriger mit grauer Schirmmütze, schiebt einen Wagen mit Flaschen hinter dem Tor; das Stadion wirkt wie ein leuchtendes Diorama aus Bausteinen mit grünen Rasenplatten, weißen Linien, Tribünen voller bunter Minifiguren, wehenden Bannern, im Hintergrund ein blauer Bus aus Steinen bei der Ausfahrt und ein oranger Abendhimmel aus transparenten Steinen; Hauptszene: Moment nach dem Tor mit fröhlichen Emotionen, Teamgesten, applaudierenden Kindern und Helfern, klaren kontrastreichen Details und warmen kindlichen Farben. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Anfang: Ein ruhiger Morgen im Stadion

Mila wachte früh auf. Draußen war der Himmel hell wie Milch mit ein bisschen Sonne darin. Heute war Spieltag. Mila war eine Profi-Fußballerin. Und sie war Stürmerin. Das heißt: Sie versucht, Tore zu schießen.

Sie zog ihr Trainingsshirt an und band ihre Schuhe fest.

„Bereit?“, fragte sie sich leise im Spiegel.

„Bereit“, antwortete sie und lächelte.

Am Stadion roch es nach frischem Gras. Die Linien auf dem Feld waren weiß wie Kreide. Mila hörte ein Klacken, klack-klack.

Neben dem Tor stand Herr Kalle, der Platzwart. Er schob einen Wagen mit Wasserflaschen.

„Guten Morgen, Mila!“, rief er.

„Guten Morgen! Danke, dass du immer alles so schön machst“, sagte Mila.

Herr Kalle wurde ein bisschen rot vor Freude. „Ohne gutes Feld kein gutes Spiel“, sagte er.

In der Kabine hing Milas Trikot bereit. Die Nummer war groß und glänzte. Mila strich mit der Hand darüber.

„Das ist nur Stoff“, dachte sie, „aber darin steckt Teamarbeit.

Da klopfte es.

„Mila?“, rief eine Stimme. Es war Lina, ein kleines Mädchen mit einer viel zu großen Mütze.

„Hallo!“, sagte Mila. „Bist du das Maskottchen heute?“

Lina nickte. „Ich darf gleich mit den Spielern aufs Feld laufen.“

„Das ist mutig“, sagte Mila. „Wie heißt du?“

„Lina. Und… ich hab ein bisschen Bauchkribbeln.

Mila kniete sich hin. „Bauchkribbeln ist wie ein kleiner Trommelwirbel. Der sagt: Gleich passiert etwas Spannendes.“

Da kam eine Frau mit gelber Weste vorbei. „Ich bin Frau Sibel, ich helfe heute als Freiwillige. Lina, gleich geht's los.“

Mila winkte. „Danke, dass Sie helfen.“

Frau Sibel lächelte. „Wir Freiwilligen zeigen den Weg, geben Wasser aus und passen auf, dass alle sich wohlfühlen.“

Mila staunte. „Dann seid ihr wie unsichtbare Teamkollegen.“

„Genau“, sagte Frau Sibel.

Mitte: Das Spiel und der kleine Dreh

Das Stadion füllte sich. Die Fans sangen, und es klang wie Wellen im Meer. Mila lief aufs Feld. Lina lief neben ihr, ganz gerade, als wäre sie eine kleine Königin.

„Du machst das super“, flüsterte Mila.

Lina flüsterte zurück: „Du auch.“

Der Schiedsrichter pfiff. Piiiep! Und das Spiel begann.

Mila rannte. Ihre Schritte klangen dumpf auf dem Gras. Sie spürte den Ball am Fuß, rund und lebendig.

„Pass!“, rief eine Mitspielerin.

Mila passte. Der Ball rollte wie eine schnelle Kugel.

Mila wusste: Eine Stürmerin muss nicht nur schießen. Sie muss schauen, hören, denken. Und sie muss freundlich bleiben, auch wenn es schwer ist.

Einmal stolperte eine Gegenspielerin und fiel hin. Mila war ganz nah.

Für einen Moment hätte Mila weiterlaufen können. Aber sie hielt an und reichte der Spielerin die Hand.

„Alles okay?“, fragte Mila.

Die Gegenspielerin nickte. „Danke.“

Der Schiedsrichter nickte auch. Und das Spiel ging weiter.

Dann kam der erste kleine Schreck. Ein lauter Windstoß wehte über das Feld. Ein Werbebanner am Rand flatterte wild, klapp-klapp, und ein Balljunge erschrak. Ein Ersatzball rollte einfach aufs Spielfeld!

„Oh nein!“, rief jemand von der Tribüne.

Mila sah den zweiten Ball. Wenn jemand dagegen rennt, kann es wehtun. Sie hob die Hand.

„Stopp!“, rief sie.

Auch die anderen bremsten. Der Schiedsrichter pfiff. Piiiep!

Ein freiwilliger Helfer, ein junger Mann mit roter Weste, sprintete herbei.

„Entschuldigung!“, rief er und schnappte sich den Ball.

Mila atmete auf. „Kein Problem. Danke, dass du so schnell warst.“

Der Helfer grinste. „Ich heiße Tom. Ich passe auf, dass alles klappt.“

„Du hast uns gerade geholfen“, sagte Mila. „Das ist echte Teamarbeit.“

Das Spiel ging weiter. Mila bekam eine gute Chance. Der Ball kam hoch, wie ein kleiner Mond.

„Jetzt!“, dachte Mila.

Sie sprang, traf den Ball mit dem Kopf… aber der Ball flog knapp daneben.

„Oh“, machte Mila und biss sich auf die Lippe.

Ihre Mitspielerin Jara klopfte ihr auf die Schulter. „Nächstes Mal.“

Mila nickte. „Ja. Ich bleibe ruhig.“

Kurz vor der Pause bekam Mila den Ball wieder. Sie schaute: links eine Mitspielerin, rechts eine Gegnerin, vorne das Tor.

„Wenn ich jetzt schieße, muss ich es gut machen“, dachte sie. „Aber ich bin nicht allein.“

Sie passte zu Jara, und Jara passte zurück, schnell wie ein Klatschen: klatsch-klatsch.

Mila lief los. Der Torwart kam raus, groß wie ein Schrank.

Mila schoss. Der Ball sauste… und zapp! Er war im Netz.

Tor!

Die Fans jubelten, und Mila spürte Wärme im Bauch. Sie hob kurz die Arme, nicht zu groß, nicht zu laut. Dann zeigte sie auf Jara.

„Guter Pass!“, rief Mila.

Jara lachte. „Guter Lauf!“

In der Pause trank Mila Wasser. Frau Sibel stand bei den Bechern.

„Danke“, sagte Mila und nahm einen.

„Gern“, sagte Frau Sibel. „Ihr lauft so viel. Ihr braucht Kraft.“

Mila nickte. „Und ihr braucht auch Kraft. Ohne euch gäbe es Chaos.“

Frau Sibel legte den Kopf schief. „Wie meinst du das?“

„Na, ihr zeigt den Weg, ihr helft den Kindern, ihr sammelt Müll auf, ihr beruhigt, wenn jemand weint“, sagte Mila. „Das ist wichtig.“

Frau Sibel strahlte. „Das tut gut zu hören.“

Ende: Fair-play, Dankeschön und der Busgruß

In der zweiten Halbzeit wurde es spannend. Die Gegnerinnen drückten, als wollten sie das Tor zurückholen. Mila rannte zurück und half in der Abwehr.

„Eine Stürmerin darf auch helfen“, sagte sie sich. „Ein Team ist wie eine Kette.“

Dann passierte noch etwas: Lina stand am Rand bei Frau Sibel. Plötzlich rutschte Linas Mütze über die Augen, und sie tappte nach vorn, ganz unsicher.

„Vorsicht!“, rief Frau Sibel und griff nach ihr.

Mila sah es aus dem Augenwinkel. Sie rannte kurz zum Rand, nur ein paar Schritte.

„Lina, hier bin ich“, sagte Mila und setzte der Kleinen die Mütze richtig auf.

Lina kicherte. „Jetzt sehe ich wieder!“

„Super“, sagte Mila. „Und weißt du was? Du bist heute auch ein Teil vom Team.“

Lina machte große Augen. „Ich?“

„Ja“, sagte Mila. „Du gibst uns Mut, weil du so tapfer bist.“

Das Spiel endete 2:1. Kein riesiges Ergebnis, aber ein gutes. Mila hatte ein Tor geschossen und viele Pässe gespielt. Und sie hatte geholfen. Das fühlte sich genauso wichtig an wie das Tor.

Nach dem Abpfiff gingen beide Teams in eine Reihe. Mila schüttelte Hände.

„Gutes Spiel“, sagte sie zur Gegenspielerin, die vorhin gestolpert war.

„Gutes Spiel“, antwortete sie. „Und danke nochmal.“

Dann lief Mila zur Tribüne und klatschte mit Kindern ab. Lina war auch da, mit wackelnden Knien vor Aufregung.

Mila beugte sich zu ihr. „Na, wie war dein Bauchkribbeln?“

„Jetzt ist es wie Konfetti“, sagte Lina.

Mila lachte. „Das ist das schönste Kribbeln.“

Auf dem Weg nach draußen blieb Mila bei den Freiwilligen stehen. Tom rollte gerade Bänder zusammen. Frau Sibel sammelte leere Becher ein. Herr Kalle schob den Wagen zurück.

Mila stellte sich vor sie hin, ganz ruhig.

„Ich möchte euch etwas sagen“, sagte sie laut genug, dass alle es hören konnten. „Danke. Ohne euch wäre das Spiel nicht so sicher und nicht so schön. Ihr helft, ohne Tore zu schießen, aber ihr seid trotzdem wichtig.“

Tom kratzte sich am Kopf. „Wow.“

Frau Sibel nickte. „Danke, Mila.“

Herr Kalle hob den Daumen. „Das ist fair.“

Draußen wartete der große Mannschaftsbus. Er war blau und glänzte, als hätte er sich geschniegelt. Die Fenster spiegelten den Abendhimmel.

Die Spielerinnen stiegen ein. Mila blieb kurz unten stehen. Neben ihr stand Lina mit ihrer Mutter.

„Der Bus ist riesig“, flüsterte Lina.

„Ja“, sagte Mila. „Er bringt uns zusammen nach Hause.“

Mila drehte sich noch einmal um. Da standen die Freiwilligen und winkten. Einige Kinder winkten auch. Mila hob die Hand hoch.

„Tschüss, Bus!“, rief Lina.

Mila rief mit: „Tschüss, Bus! Und danke, dass du uns trägst.“

Der Bus brummte sanft los. Mila setzte sich ans Fenster. Sie winkte, bis die Menschen kleiner wurden.

In ihrem Herzen war es warm. Nicht nur wegen des Tores. Sondern weil sie wusste: Beim Fußball gewinnt man am schönsten, wenn man zusammenhält.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Profi-Fußballerin
Eine Frau, die sehr gut Fußball spielt und das als Beruf macht.
Stürmerin
Eine Spielerin, die vorne steht und versucht, Tore zu schießen.
Trikot
Das besondere Oberteil, das Spielerinnen im Spiel tragen.
Platzwart
Die Person, die sich um das Fußballfeld und die Sachen dort kümmert.
Maskottchen
Ein Kind oder Wesen, das das Team anfeuert und mitläuft.
Freiwillige
Eine Person, die hilft, ohne dafür bezahlt zu werden.
Schiedsrichter
Die Person, die die Regeln überwacht und pfeift im Spiel.
Abwehr
Die Spielerinnen, die versuchen, Tore der anderen zu verhindern.
Torwart
Die Spielerin, die das Tor bewacht und Bälle hält.
Teamarbeit
Wenn mehrere Menschen zusammenhelfen, damit etwas gut klappt.
Bauchkribbeln
Das kitzlige Gefühl im Bauch vor etwas Aufregendem.
Werbebanner
Ein großes Tuch am Rand, das Werbung oder Bilder zeigt.
Pause
Die Zeit zwischen den Spielteilen, um sich auszuruhen und zu trinken.
Helfer
Eine Person, die anderen schnell und freundlich zur Seite steht.

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