Kapitel 1: Die FuĂźballschuhe auf dem Dachboden
Herr Benno Blume kramte auf seinem Dachboden. Er suchte nach einem alten Fotoalbum, aber stattdessen fand er seine alten, bunt gestreiften Fußballschuhe. Sie waren etwas staubig, aber sofort lächelte Herr Blume. „Oh, meine Glücksschuhe!“, sagte er laut.
Er hielt die Schuhe ans Licht und erinnerte sich: „Mit diesen Schuhen habe ich viele Tore geschossen. Auf großen Sportplätzen, mit jubelnden Menschen. Ich war ein Fußballspieler. Ein richtiger Profi!“ Er seufzte zufrieden.
Das Klingeln an der HaustĂĽr riss ihn aus seinen Gedanken. Vor der TĂĽr standen die Nachbarskinder: Mila, Jonas und die kleine Leni. Sie hatten einen Ball unter dem Arm.
„Herr Blume, spielen Sie mit uns Fußball?“ fragte Mila neugierig.
„Können Sie überhaupt schießen?“ flüsterte Jonas, weil Herr Blume doch schon etwas älter war.
Herr Blume zwinkerte. „Ich zeig euch was! Ich war Profi-Fußballer. Wollt ihr ein paar Tricks lernen?“ Die Kinder klatschten vor Freude.
„Ja!“ riefen alle drei.
Kapitel 2: Auf dem grĂĽnen Rasen
Sie gingen zusammen zum Spielplatz. Herr Blume schnĂĽrte seine alten FuĂźballschuhe fest zu.
Die Kinder staunten. „Warum sind die so bunt?“ fragte Leni.
„Weil ich sie immer getragen habe, wenn ich sehr mutig sein wollte! Mutige Schuhe, mutige Tore! Als Fußballprofi gibt's viele aufregende Momente. Aber es ist auch harte Arbeit“, erklärte Herr Blume.
„Was muss ein Fußballprofi alles machen?“ fragte Jonas.
Herr Blume lachte. „Viel! Wir trainieren fast jeden Tag. Wir rennen, wir schießen, wir passen, wir hüpfen! Wir üben immer wieder. Das macht fit und stark.“
Er zeigte den Kindern, wie man einen Ball richtig passt. „Man benutzt den Innenfuß. So könnt ihr besser zielen. Passt auf!“
Er schoss den Ball zu Mila. Mila stoppte ihn ein bisschen tapsig, aber sie lachte. „Ich hab's fast!“
Herr Blume lobte: „Ganz toll, Mila! Weiter üben, das wird super.“
Alle übten fleißig. Immer wieder rollte der Ball, immer wieder lachten die Kinder. Herr Blume zeigte lustige Aufwärmübungen: Den Hampelmann, die „Känguru-Sprünge“ und den „Pinguin-Gang“. Sie quietschten vor Vergnügen.
Kapitel 3: Die groĂźe Fragerunde
Nach einer kleinen Pause setzten sie sich ins Gras. „Herr Blume, warum haben Sie aufgehört, Profi zu sein?“ fragte Mila neugierig.
Herr Blume nickte. „Man ist nicht für immer Fußballprofi. Irgendwann wird man älter. Aber meine Liebe zum Fußball bleibt. Jetzt möchte ich mein Wissen weitergeben. An kleine Fußballfreunde wie euch!“
„Haben Sie mal ein Tor geschossen?“ fragte Jonas mit großen Augen.
Herr Blume grinste. „Oh ja! Manchmal gewinnt man. Manchmal verliert man. Aber das Wichtigste ist: Man spielt als Team. Einer hilft dem anderen. Das ist das Tollste am Fußball.“
„Was macht ein Fußballprofi noch alles?“ fragte Leni.
Herr Blume zählte auf: „Man muss viel üben, viele Regeln kennen, und immer fair sein. Auch wenn man mal hinfällt, steht man wieder auf. Und: Man muss immer freundlich zum Gegner sein.“
Die Kinder nickten.
Leni staunte. „Das klingt anstrengend. Und lustig!“
Herr Blume lachte. „Genau, beides! Aber mit Freude macht alles mehr Spaß.“
Kapitel 4: Das kleine Spiel und ein groĂźer Traum
„Wollt ihr jetzt ein echtes Spiel ausprobieren?“ fragte Herr Blume.
„Jaaaa!“ riefen alle.
Sie machten zwei Teams: Herr Blume und Leni gegen Mila und Jonas. Herr Blume zeigte, wie man gemeinsam als Team spielt. „Ruft einander zu! Sagt laut: Pass!“ Immer wieder rief Leni: „Pass, Herr Blume! Pass!“
Sie lachten und rannten. Jonas schoss ein Tor, dann jubelten alle. Dann schoss Leni ein Tor, Herr Blume tanzte einen Freudentanz. Alle klatschten ab.
Das Spiel war spannend und lustig. Am Ende zählte keiner die Punkte. Alle waren Gewinner.
Nach dem Spiel setzten sie sich wieder in den Schatten.
„Was wollt ihr später mal werden?“ fragte Herr Blume.
Jonas sagte laut: „Ich will Fußballprofi werden!“
Mila nickte. „Ich vielleicht auch.“
Leni grinste. „Ich will Cheerleader sein und tanzen!“
Herr Blume lächelte. „Das Wichtigste ist, dass ihr Spaß habt, zusammenhaltet und freundlich bleibt. Ob Fußballprofi oder nicht – Hauptsache, ihr gebt nie auf!“
Die Kinder klatschten. Dann rief Mila: „Herr Blume, kommen Sie morgen wieder?“
Herr Blume nickte. „Natürlich! Morgen zeige ich euch noch mehr Tricks. Und ein Geheimnis verrate ich auch: Ein echtes Profi-Lächeln bringt immer Glück!“
Alle lachten, strahlten und winkten. Die alten Fußballschuhe blitzten in der Sonne. Herr Blume war glücklich, denn seine Freude am Fußball lebte immer weiter – jetzt in vielen kleinen Herzen.