Teil 1: Die lustige Treppe aus Trombonen
Max ist drei Jahre alt. Er hat braune Haare, große Augen und ein Lächeln so rund wie ein Keks. Heute trägt er seine Lieblingssocken – die mit kleinen Enten drauf. Max sitzt im Wohnzimmer und spielt mit seinen Bauklötzen. Plötzlich klappert etwas hinter dem Sofa. Max krabbelt neugierig hin und kichert: „Was klappert denn da?“
Hinter dem Sofa liegt ein riesengroßer, schillernder Trombone. Nein, nicht ein, nicht zwei – ganz viele Trombonen, alle bunt und glänzend. Sie liegen aufeinander, wie leckere Spaghettis auf einem Teller. Max blinzelt und wundert sich: „Kann man darauf klettern?“
Max setzt einen Fuß auf die Trombone. Die Trombone klackert, wackelt, aber sie bleibt liegen. Also setzt Max den anderen Fuß dazu. Und, hoppla! Die Trombone verwandelt sich in eine Treppe. Eine Trombone nach der anderen schnippt nach vorne, wie Frösche, die hüpfen wollen. Max lacht. „Das ist ja ein lustiger Treppen-Trombone!“, ruft er und fängt an zu klettern.
Die Trombone-Treppe führt nach oben, nach unten, nach rechts, nach links, macht eine Schleife, dreht sich im Kreis – wie eine riesengroße Rutschbahn aus Klappern und Kichern. Bei jedem Schritt ruft Max laut: „Klick-klack, Klick-klack, ich bin ein Trombone-König!“
Teil 2: Die Überraschung mit dem geschlossenen Regenschirm
Am Ende der wackligen Treppe bleibt Max stehen. Vor ihm steht ein riesiger grüner Schirm. Er ist ganz fest zugeklappt und sieht aus wie ein zusammengerollter Wurm. Max wundert sich: „Warum steht ein Schirm auf der Trombone-Treppe?“
Der Schirm wackelt ein bisschen. Dann klappt er auf. Aber – halt! Er klappt nicht richtig auf, sondern bleibt halb zu, halb offen. Das sieht aus, als würde der Schirm gähnen. „Bist du müde, lieber Schirm?“, fragt Max und kichert.
Der Schirm antwortet leise: „Ein bisschen. Niemand hat mich heute geöffnet. Dabei macht das so Spaß!“ Max nickt und sagt: „Willst du mal aufgeklappt werden?“ Der Schirm summt: „Oh ja, bitte! Aber ganz, ganz langsam, sonst kitzelt es!“
Max hält den Griff ganz fest und dreht. Ganz langsam, ganz vorsichtig, bis es ein kleines „Plopp“ macht. Der Schirm springt auf – aber nicht nach oben, sondern nach unten! Jetzt sieht der Schirm aus wie ein Rock. Max kichert. „Jetzt bist du eine Schirm-Rock-Trombone!“
„Das war aber überraschend!“, ruft Max und hüpft ein bisschen im Kreis. Die Trombone klappert, der Schirm wackelt. Alles tanzt und dreht sich, als würden winzige Mäuse Hochzeit feiern.
Teil 3: Trombone-Klänge und Gute-Nacht-Geflüster
Max setzt sich auf die Schirm-Rock-Treppe und hört zu. Die Trombone summen eine Melodie, tief und lustig: „Klick-klack, klick-klack, bum-ba-bum!“ Der Schirm nickt mit. Max trommelt mit den Händen: „Trombone, Trombone, du bist mein Freund!“
„Willst du noch mal klettern?“, fragt die Trombone. Max schüttelt den Kopf. „Nein, jetzt bin ich müde. Aber morgen klettere ich wieder.“ Die Trombone seufzt zufrieden. „Dann ruhen wir uns alle aus.“
Max schließt die Augen für einen Moment. Der Schirm flüstert: „Ich beschütze dich, kleiner Max.“ Und die Trombone singen leise: „Klick-klack, schlaf schön, klick-klack, träum gut.“
Mama ruft: „Max, Zeit fürs Abendbrot!“ Max kichert: „Kommt ihr mit, Trombone? Kommt ihr mit, Schirm?“ Die Trombone winken, der Schirm nickt. „Immer dabei, immer mit, wir passen auf dich auf, Schritt für Schritt.“
Max hüpft von der Trombone-Treppe, setzt den Schirm liebevoll in die Ecke und winkt beiden. Die Trombone und der Schirm zwinkern – ganz echt und ein bisschen magisch.
Max läuft zu Mama. Sein Herz ist leicht, sein Kopf ist voll lustiger Trombone-Töne. Heute war ein schönes, verrücktes Abenteuer. Morgen wartet vielleicht schon das nächste Klapperkicher-Kletterspiel!
Max gähnt, ganz lang und ganz laut, wie ein müder Schirm. Die Trombone-Treppe und der Schirm schlafen auch schon. Alles ist still, alles ist warm, alles ist gut. Gute Nacht, kleiner Max.