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Absurde und verrückte Geschichte 3/4 Jahre Lesen 6 min.

Die singende Papierschachtel

Lina entdeckt in einem Papierwald eine geheimnisvolle Schachtel mit einer Kurbel, die beim Drehen lebendige Papierwesen und -szenen hervorgehen lässt, und zusammen mit freundlichen Papierwichteln erlebt sie verzauberte, spielerische Abenteuer.

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Ein etwa vierjähriges Mädchen mit runden neugierigen Augen und hellbraunen Zöpfen, erstaunt lächelnd, dreht eine kleine glänzende Metallkurbel; sie trägt ein rotgepunktetes Kleid und senffarbene Stiefel, sitzt auf einem Felsen aus bunten Blättern. Um eine große braune Papierbox mit kleinem quadratischem Bullauge hüpfen handgroße Papierwichtel, cremefarben mit himmelblauen Hüten, während eine perlgrau gefaltete Papierkatze mit Knopfaugen sich an ihrem Bein reibt und in Papierspiralen schnurrt; links schwimmt ein türkisfarbenes Papierfischchen mit Papierbläschen durch die Luft. Die Szene spielt in einem Wald aus stapelnden Blättern und Seiten, Bäume aus Papierrollen, leuchtende ausgeschnittene Blumen und knisternder kartonartiger Boden; aus dem Bullauge steigen Federn, Sterne und kleine Papierszenen wirbelnd auf, als die Kurbel eine bunte Schar gefaltener Wesen und Objekte freisetzt, alles texturiert mit Falten, gezeichneten Nähten und weichen Schatten. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Lina stapft durch einen Papierwald. Papierblätter rascheln wie Vögel. Papierblumen nicken. Lina lacht. Sie ist drei Jahre alt. Ihre Schuhe klappern. Klapp, klapp, klapp.

Plötzlich steht sie auf einem kleinen Felsen aus buntem Papier. Der Felsen riecht nach Klebstoff und Regenbogen. Auf dem Felsen liegt eine große Schachtel aus Papier. Die Schachtel hat ein Fenster. Aus dem Fenster gucken winzige Papierwichtel. "Hallo!" piepsen sie in einer feinen Papierstimme.

Lina beugt sich. "Hallo", sagt sie. "Was ist das?" Die Wichtel zeigen mit einem Finger aus Papier. Sie zeigen auf eine manivelle. Eine kleine, kühle Kurbel. "Dreh", sagen die Wichtel. "Dreh die Manivelle."

Lina schaut. Die Kurbel glitzert. Sie fühlt sich neugierig. Ihre Hände sind klein. Sie fasst die Kurbel. Ein kleines Geräusch, leise wie ein Kichern. "Eins, zwei", zählt Lina. Sie dreht.

Plopp! Plopp! Plopp! Papierblätter tanzen. Sie fliegen aus der Schachtel wie Butterflies. Jedes Blatt hat ein Gesicht. Ein Blatt summt, ein anderes macht Purzelbäume. "Ha!" lacht Lina. "Noch!" Die Wichtel nicken. "Dreh noch mal."

Lina dreht fester. Die Blätter werden laut. Sie klatschen: pap, pap, pap. Aus den Blättern wächst eine kleine Papierkatze. Die Katze schnurrt wie ein Blatt im Wind. "Miau", macht die Katze aus Papier. Lina streichelt sie. Die Katze schnurrt: schnurrr, schnurrr, schnurrr.

Die Manivelle macht andere Dinge. Lina dreht und dreht. Aus einem Blatt springt ein Papierfisch. Er schwimmt in der Luft wie in einem Wolkensee. "Plitsch, platsch", sagt er. Aus einem weiteren Blatt wächst ein Papierballon. Der Ballon summt "hup", und trägt eine winzige Papiermaus. Die Maus winkt: "Tschüss, tschüss."

Lina hört Musik. Die Musik kommt aus der Schachtel. Sie ist wie Keksbacken und wie Glockenspiel zusammen. "Hörst du?", fragt Lina die Papierwichtel. "Ja", sagen sie. "Die Musik mag die Kurbel. Sie mag, wenn du drehst." Lina dreht noch mal. Die Musik wird lustiger. Sie macht kleine Hüpfer: hop, hop, hop.

Die Welt auf dem Papierfelsen verändert sich langsam. Der Boden knistert wie frisches Brot. Bunte Zahlen springen aus einem Blatt und setzen sich wie kleine Steine auf den Weg. Lina zählt: "Eins, zwei, drei", und die Zahlen tanzen mit. Wieder dreht sie die Kurbel. Ein Regen aus Papiersternen fällt leise. Jeder Stern leuchtet kurz, dann macht er "puff" und wird zu Konfetti.

"Das ist wunderbar", flüstert Lina. Die Stimme ist weich. Die Wichtel glucksen. "Dreh sacht", sagen sie. "Nicht zu schnell, nicht zu wild." Lina hört auf die Wichtel. Sie dreht langsam. Langsam kommt Ruhe in das Blättermeer. Langsam beruhigen sich die fliegenden Dinge.

Mit jedem Dreh erzählt die Schachtel eine kleine Geschichte. Ein Blatt zeigt ein Haus, ein Blatt zeigt einen kleinen Hund, ein Blatt zeigt einen Zuckerberg, auf dem eine kleine Biene schläft. Lina folgt den Bildern mit den Augen. Jedes Bild ist wie ein Gesicht. Jedes Gesicht lächelt.

Einmal bleibt die Kurbel schwerer. Lina sieht nach. In der Schachtel sitzt eine winzige Paper-Lampe. Sie hat Müdeaugen. "Meine Batterie", seufzt sie. "Sie ist fast leer." Lina hat Mitleid. Sie pfeift leise. Die Papierkatze bringt eine kleine, glitzernde Murmel. "Steck hier", miaut die Katze. Lina legt die Murmel in die Lampe. Pling! Die Lampe wacht auf. Sie blinkt wie eine kleine Laterne. "Danke", flüstert die Lampe. "Dreh weiter, wir sind froh."

Draußen wird der Papierhimmel goldig. Die Sonne ist ein großes, lächelndes Blatt. Die Vögel aus Papier singen ein Schlaflied, aber ein lustiges Schlaflied, das kichert. Lina fühlt sich warm. Sie ist müde und glücklich. Die Dinge auf dem Felsen machen leise Geräusche. Das Rascheln klingt wie eine Kuscheldecke.

Lina dreht einmal vorsichtig, ganz langsam. "Schau", sagt einer der Wichtel. Aus der Schachtel kommt ein kleiner Papiermond. Er hängt sanft am Himmel. Er ist rund und freundlich. Der Mond sagt mit einer Stimme wie Watte: "Gute Nacht, Lina." Lina winkt. "Gute Nacht", sagt sie.

Die Dinge auf dem Papierfelsen legen sich schlafen. Die Papierkatze rollt sich wie ein Blatt zusammen. Der Papierfisch schläft im Luftmeer. Die Zahlen kuscheln sich aneinander. Die bunten Blätter decken die kleinen Wichtel zu. Alles ist stiller. Nur die Manivelle summt noch ganz leise nach.

Lina setzt sich auf den Felsen. Sie hält die Kurbel in der Hand. Sie fühlt sich sicher. Die Wichtel legen ihr eine kleine Papierschal um die Schultern. "Wenn du kommst", flüstern sie, "drehst du, und die Schachtel singt." Lina nickt. Sie gähnt. Ein letzter, winziger Ton kommt aus der Schachtel, wie ein Kuss.

Langsam steigt Lina vom Papierfelsen. Die Blätter verabschieden sich mit einem sanften Rascheln. "Bis bald", flüstern sie. Lina winkt zurück. Ihre Schritte werden leise. Sie geht nach Hause, mit der Erinnerung an die Manivelle in der Tasche und dem leisen Lied im Ohr. Zuhause legt sie den Kopf auf das Kissen. Draußen summt der Papiermond noch einmal. Lina schläft ein. Ihr Atem ist ruhig. Die Welt lächelt.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Papierwald
Ein Wald, aber alles ist aus Papier und nicht aus echten Bäumen.
Papierblätter
Blätter aus Papier, sie rascheln und sehen wie Blätter aus.
Schachtel
Eine rechteckige Kiste aus Papier, man kann Dinge hineinlegen.
Manivelle
Ein kleines Rad oder eine Kurbel, die man dreht, damit etwas passiert.
Kurbel
Ein Griff, den man dreht, um eine Maschine oder Box zu bewegen.
Wichtel
Sehr kleine, freundliche Figuren, wie kleine Helfer oder Freunde.
Konfetti
Viele kleine bunte Papierschnipsel, die fröhlich herumfliegen.
Knistert
Ein leises, kratziges Geräusch, wie bei trockenem Papier oder Brot.
Murmel
Eine kleine runde Kugel, oft zum Spielen und Glitzern.
Laterne
Ein Licht mit einer Hülle, man kann sie tragen oder aufhängen.
Papierschal
Ein Schal, der aus Papier gemacht ist, wie eine warme Hülle ums Herz.
Schnurrt
Das leise Geräusch, das eine zufriedene Katze mit dem Hals macht.

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