Kapitel 1: Der erste Schultag naht
Lina ist fünf Jahre alt. Sie hat braune Locken, lustige Sommersprossen und ein großes, neugieriges Lächeln. Heute ist Lina sehr aufgeregt, denn morgen beginnt die Schule! Lina hüpft durch ihr Zimmer. „Mama, Mama! Morgen gehe ich in die Schule! Ich bin schon groß!“, ruft sie laut.
Mama lächelt und streicht Lina über die Haare. „Ja, meine Kleine. Morgen beginnt ein neues Abenteuer. Du wirst viele neue Freunde finden und viel lernen.“ Papa kommt mit Linas Schulranzen ins Zimmer. „Schau mal, Lina! Dein Ranzen ist gepackt. Hast du alles dabei?“, fragt er. Lina nickt und zählt laut: „Federmäppchen, Brotdose, Trinkflasche, Hausschuhe… Ja, alles ist da!“
Lina setzt sich auf ihr Bett. Ihr Herz klopft schnell. „Mama, ich bin ein bisschen nervös,“ flüstert sie. Mama nimmt Lina in den Arm. „Das ist ganz normal, Lina. Die Schule ist neu. Aber du bist nicht allein. Alle Kinder sind ein bisschen aufgeregt am ersten Tag. Weißt du was? Wir machen einen Plan!“ Mama holt einen Zettel und einen Stift. Sie malen zusammen einen lachenden Stundenplan. „So vergisst du nichts und weißt immer, was als Nächstes kommt“, erklärt Mama.
Lina fühlt sich gleich besser. „Ich kann das schaffen!“, ruft sie mutig. Papa gibt ihr einen Kuss auf die Stirn. „Du bist tapfer, Lina. Und wenn du Fragen hast, sind deine Lehrer und Freunde immer für dich da.“
Kapitel 2: Willkommen in der Schule
Endlich ist es soweit. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern. Lina trägt ihr Lieblingskleid und ihren neuen Schulranzen. Mama hält ihre Hand. „Bist du bereit?“, fragt sie. Lina nickt und strahlt. Vor dem Schulgebäude stehen viele Kinder. Manche lachen, manche sind still, manche halten die Hand ihrer Eltern.
Lina sieht Mia, ein Mädchen aus der Nachbarschaft. „Hallo Mia!“, ruft Lina und winkt. Mia lächelt schüchtern. „Ich bin auch ein bisschen nervös“, sagt sie leise. „Wollen wir zusammen gehen?“ Lina nimmt Mias Hand. „Zusammen sind wir mutiger!“, sagt sie fröhlich.
Im Klassenzimmer begrüßt Frau Schneider alle Kinder. Sie hat eine rote Brille und ein freundliches Gesicht. „Guten Morgen, liebe Kinder! Willkommen in der Schule! Heute lernen wir uns kennen. Wir machen tolle Spiele und malen Bilder von unseren Familien.“
Lina setzt sich neben Mia. Sie schaut sich um. Alles ist bunt und fröhlich. Es gibt viele Bilder an den Wänden und eine große Tafel. Frau Schneider lächelt und spricht: „Wer möchte erzählen, wie er heißt und was er gern macht?“ Lina hebt die Hand. „Ich heiße Lina und ich male gern bunte Blumen.“ Die anderen Kinder klatschen. Mia erzählt, dass sie gern tanzt. Bald lacht die ganze Klasse.
Kapitel 3: Die ersten Workshops
Nach der Pause gibt es einen besonderen Workshop. Frau Schneider sagt: „Heute üben wir, wie wir miteinander sprechen und zusammenarbeiten. Das ist wichtig in der Schule.“ Die Kinder setzen sich in einen Kreis. Sie spielen das Spiel „Ich bin… und ich mag…“. Lina sagt: „Ich bin Lina und ich mag Katzen.“ Mia sagt: „Ich bin Mia und ich mag Eis.“ Alle lachen und wiederholen die Namen. So lernen sie sich besser kennen.
Danach gibt es einen Organisationstag. Die Kinder bekommen kleine Kästchen für ihre Stifte und Hefte. Frau Schneider zeigt, wie man die Sachen ordentlich einräumt. „Wenn alles seinen Platz hat, findest du alles schnell wieder“, erklärt sie. Lina freut sich. Sie legt ihr Heft und ihre Stifte ganz ordentlich hinein. „So verliere ich nichts!“, sagt sie stolz.
Frau Schneider erzählt: „Jeder von euch kann ein Ziel für dieses Jahr aufschreiben. Was möchtest du lernen oder ausprobieren?“ Lina denkt nach. Sie malt ein Bild von sich mit vielen Freunden. „Ich möchte viele Freunde finden und gut aufpassen“, sagt sie. Mia malt sich beim Tanzen. Alle Kinder haben tolle Ideen.
Kapitel 4: Freude, Mut und neue Freunde
Am nächsten Tag fühlt sich Lina schon viel sicherer. Sie weiß jetzt, wo ihr Platz ist und wie der Tagesablauf funktioniert. In der Pause spielt sie mit Mia und Paul fangen. Sie lachen und rennen über den Schulhof. „Schule macht Spaß!“, ruft Lina. Paul sagt: „Zusammen ist alles leichter!“
Nach dem Unterricht holt Mama Lina ab. „Wie war dein Tag?“, fragt sie. Lina erzählt alles: Von Frau Schneider, den Workshops, Mia und Paul, den neuen Stiften und ihrem Ziel. Mama hört aufmerksam zu. „Ich bin stolz auf dich, Lina. Du bist mutig und freundlich. Das ist das Wichtigste.“
Abends beim Zubettgehen denkt Lina nach. Sie fühlt sich glücklich. Sie weiß, dass sie viele neue Dinge lernen wird. Sie weiß, dass sie Freunde hat und immer fragen kann, wenn sie etwas nicht versteht. Und sie weiß, dass Mama, Papa, ihre Freunde und Frau Schneider immer für sie da sind.
Lina schließt die Augen. Sie freut sich schon auf morgen, auf neue Spiele, neue Wörter und neue Abenteuer. Die Schule ist ein besonderer Ort. Hier kann Lina wachsen, lachen und träumen. Und das macht sie sehr, sehr glücklich.