Teil 1: Die Werkstatt von Lilli
Lilli wohnt in einem kleinen, bunten Haus am Stadtrand. In ihrem Haus gibt es einen ganz besonderen Raum. Dort stehen viele Kisten, bunte Schrauben, Zahnräder und auch alte Kuscheltiere. Das ist Lillis Werkstatt. Lilli ist eine Erfinderin. Jeden Tag trägt sie ihre große, runde Brille und den blauen Kittel. Sie schaut sich alles ganz genau an.
„Hmm, was könnte ich heute erfinden?“, fragt Lilli und lächelt. Ihr Hund Hops sitzt neben ihr. Er wedelt mit dem Schwanz. „Vielleicht etwas, das Spielzeug aufräumt? Oder einen Regenschirm für den Hundeschwanz?“
Lilli nimmt ein Blatt Papier und malt. Sie beobachtet Hops, wie er durch die Werkstatt läuft. „Hops, was brauchst du denn?“ Hops bellt fröhlich. Lilli denkt nach. „Vielleicht eine Leckerli-Maschine?“
Teil 2: Das erste Ausprobieren
Lilli baut mit bunten Bausteinen. Sie schraubt, klebt, dreht und lacht. Manchmal klappt etwas nicht. Dann sagt Lilli: „Das macht nichts. Ich probiere es einfach noch einmal.“
Sie steckt einen Trichter auf ein Rohr und legt eine kleine Schale hinein. Hops beobachtet sie neugierig. „Schau, Hops! Jetzt drück ich hier drauf.“ Lilli drückt einen Knopf. Klack! Ein Leckerli rollt in die Schale. Hops freut sich und wedelt wild mit dem Schwanz.
Doch plötzlich rollt das Leckerli zu schnell. Es hüpft über den Rand. Hops ist schnell und schnappt es auf. Lilli lacht. „Das war noch zu schnell! Ich mache es langsamer.“ Sie schraubt, klopft und denkt nach. Dann probiert sie es wieder. Diesmal rollt das Leckerli ganz langsam in die Schale. Hops schaut Lilli an und bellt: „Wuff!“ Lilli lacht wieder.
Teil 3: Beobachten und Träumen
Am Abend sitzt Lilli mit Hops auf der Werkbank. Sie schaut aus dem Fenster. „Weißt du, Hops, Erfinden heißt genau hinsehen. Manchmal klappt etwas nicht. Dann kann ich es ändern. Ich kann immer wieder neu anfangen.“ Hops legt seinen Kopf auf Lillis Knie.
Lilli denkt an die vielen Ideen. „Vielleicht erfinde ich morgen einen fliegenden Ball. Oder eine Wolkendecke, die weich ist wie Zuckerwatte.“ Sie streichelt Hops sanft.
Lilli lächelt und sagt: „Es ist schön, etwas zu erfinden, das nützlich ist. Manchmal macht es die Welt weicher. Oder bringt ein Lächeln.“ Draußen wird es dunkel. Lilli schließt die Werkstatt ab. „Gute Nacht, Hops. Morgen erfinden wir wieder etwas Neues.“
Im Traum sieht Lilli bunte Maschinen, fliegende Bälle und kuschelige Wolkendecken. Vielleicht erfindet morgen ein anderes Kind wieder etwas Neues, das die Welt ein bisschen freundlicher macht.