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Geschichte ĂŒber den Tod 11/12 Jahre Lesen 7 min. VerfĂŒgbar als Hörgeschichte (1)

fips und das oma-nuss-erinnerungsbuch

Der kleine Eichhörnchen Fips muss den Verlust seiner geliebten Oma Nuss verarbeiten und findet Trost in einem Erinnerungsbuch, das ihm hilft, ihre Geschichten und die Liebe, die sie ihm gegeben hat, festzuhalten. Mit Hilfe seiner Freunde lernt er, dass Dankbarkeit und Erinnerungen das Herz heilen können.

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Ein kleiner brauner Eichhörnchen namens Fips, mit großen runden und glĂ€nzenden Augen, sitzt auf einem Baumast, sein Gesicht drĂŒckt eine sanfte Melancholie aus. Er hĂ€lt ein buntes Buch mit Zeichnungen und Geschichten in den HĂ€nden und schaut zum sternenklaren Himmel, wo ein Stern intensiv leuchtet. In der NĂ€he beobachtet eine sanfte und weise Schildkröte namens Tante Schnuppernase, mit einem grĂŒnen Panzer, der mit goldenen Mustern verziert ist, Fips mit einem tröstlichen Blick, ihr Ausdruck von ZĂ€rtlichkeit und VerstĂ€ndnis geprĂ€gt. Sie sitzt auf einem Felsen, etwas im Hintergrund, und bietet ihre stille UnterstĂŒtzung an. Der Ort ist eine verzauberte Lichtung, von Mondlicht durchflutet, umgeben von majestĂ€tischen BĂ€umen mit goldenen BlĂ€ttern, die eine friedliche und magische AtmosphĂ€re schaffen. GlĂŒhwĂŒrmchen tanzen herum und fĂŒgen der Szene einen Hauch von funkelndem Licht hinzu. Die Hauptsituation zeigt Fips, der sein Erinnerungsbuch durchblĂ€ttert, mit TrĂ€nen in den Augen, aber mit einem leichten LĂ€cheln, wĂ€hrend er sich an die glĂŒcklichen Momente mit seiner Großmutter erinnert und Trost in seinen Erinnerungen sucht, umgeben von der Schönheit der Natur. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Die Audio-Version ist kostenlos fĂŒr diese Geschichte verfĂŒgbar:

Dauer der Hörgeschichte: 06:56

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Kapitel 1: Der leere Platz neben dem Fenster

Morgens wĂ€rmten die ersten Sonnenstrahlen das Fell von Fips, dem kleinen Eichhörnchen. Fips lebte mit seiner Familie oben im Astloch einer alten Buche, direkt am Waldrand. Immer saß er am liebsten mit Oma Nuss auf dem dicken Ast rechts neben dem Fenster. Doch heute war ihr Platz leer. Der Geruch nach Moos und NĂŒssen lag noch in der Luft, aber Oma Nuss war nicht mehr da.

Fips blickte auf den leeren Fleck und spĂŒrte ein Kribbeln in der Brust, das er nicht recht einordnen konnte. „Mama, wo ist Oma? Kommt sie bald zurĂŒck?“, fragte er leise beim FrĂŒhstĂŒck, wĂ€hrend er an seiner Haselnuss knabberte.

Seine Mutter strich ihm ĂŒber die Ohren. „Oma Nuss ist gestern gestorben, mein Schatz. Sie ist nun nicht mehr bei uns.“

Das Wort „gestorben“ klang fĂŒr Fips fremd und schwer. „FĂŒr immer?“, flĂŒsterte er.

Sein Vater nickte traurig, aber sanft. „Ja, fĂŒr immer. Aber weißt du, sie hat uns ganz viel Liebe hinterlassen. Und Erinnerungen.“

Fips schwieg. Das Wort „Erinnerungen“ hing in der Luft wie ein Blatt, das noch nicht weiß, ob es fallen soll.

Kapitel 2: Der Tag im Wald

Nach dem FrĂŒhstĂŒck schlich Fips langsam aus dem Bau. Er hielt Ausschau nach seinen Freunden, den anderen Waldbewohnern. Auf dem Weg zum Bach begegnete er der Haseldrossel Lilli.

„Hey Fips, warum hĂ€ngst du heute so die Ohren?“ Lilli hĂŒpfte um ihn herum.

Fips seufzte. „Oma Nuss ist gestorben. Ich verstehe nicht, wie das sein kann. Gestern hat sie noch mit mir ĂŒber meine Sammlung von WalnĂŒssen gesprochen.“

Lilli setzte sich neben ihn. „Meine Oma Drossel ist auch schon im Himmel. Aber ich erzĂ€hle immer noch Geschichten von ihr und manchmal höre ich ihr Lied in meinem Kopf.“

Fips dachte nach. „Vielleicht kann ich auch was machen, damit Oma Nuss nie ganz verschwindet?“ Lilli lĂ€chelte: „NatĂŒrlich! Erinnerungen sind wie kleine Samen. Sie wachsen weiter, solange du sie pflegst.“

Mit diesem Gedanken hoppelte Fips neugierig weiter in den Tag.

Kapitel 3: Die Idee mit dem Tagebuch

Am Nachmittag kam Tante Schnuppernase, das weise alte Wildschwein, zu Besuch. Sie brachte Eicheln und einen Sack voller Geschichten mit.

Tante Schnuppernase hatte einen besonderen Vorschlag. „Weißt du, Fips, als mein bester Freund gestorben ist, habe ich angefangen, ein Erinnerungsbuch zu fĂŒhren. Dort habe ich alles hineingeschrieben, was ich mit ihm erlebt habe.“

Fips spĂŒrte ein bisschen Hoffnung in seinem Bauch. „Ein Erinnerungsbuch? Wie macht man das?“

„Ganz einfach! Du brauchst nur ein leeres Heft – und Zeit. Du kannst malen, sammeln oder kleine Geschichten aufschreiben. Alles, was dir an Oma Nuss wichtig war.“

Fips bekam große Augen. „Das klingt schön! Dann kann ich, wenn ich sie vermisse, in meinem Buch blĂ€ttern und mich an sie erinnern.“

Seine Mutter drĂŒckte ihm ein leeres, weiches Notizbuch in die Pfoten. „Das ist jetzt dein Oma-Nuss-Buch.“ Fips streichelte das Cover und fĂŒhlte sich zum ersten Mal ein wenig leichter.

Kapitel 4: Die ersten Erinnerungen

Am nĂ€chsten Morgen saß Fips an seinem Lieblingsplatz am Fenster. Er öffnete das Notizbuch und starrte auf die leeren Seiten. Plötzlich erinnerte er sich, wie Oma Nuss immer die allerschönsten Laubecken gebaut hatte.

Mit krakeligen Buchstaben schrieb Fips: „Oma Nuss hat mir beigebracht, wie man NĂŒsse so versteckt, dass sie den Winter ĂŒberdauern. Sie hat immer gesagt: ‘Vertrauen ist wie eine Nuss – manchmal muss man sie suchen, aber sie ist da.'“

Er malte kleine Eicheln und NussblÀtter um die Worte herum. Beim Malen kitzelte ein kleines LÀcheln seine Lippen.

Am Nachmittag lud Fips seine Freunde ein. Gemeinsam bastelten sie bunte Seiten fĂŒr das Buch: Lilli zeichnete einen Vogel, Felix Hase malte eine Karotte als „GlĂŒckwunsch fĂŒr Oma Nuss, weil sie immer so freundlich war“.

Beim Basteln erzĂ€hlten sie sich Geschichten von ihren eigenen Großeltern. Fips merkte: Nicht nur er vermisste jemanden.

Kapitel 5: Abschied und Dankbarkeit

In den nĂ€chsten Tagen fĂŒllte sich das Oma-Nuss-Buch mit Erinnerungen: lustige Anekdoten, Lieblingsrezepte, ein gepresstes Kleeblatt aus dem letzten FrĂŒhling.

Eines Abends klappte Fips das Buch zu und schaute in den Himmel. „Oma, ich danke dir fĂŒr alles“, flĂŒsterte er. „Du bist nicht weg. Du bist in all dem, was ich gemacht habe – und mache!“

Am nĂ€chsten Tag trommelte er die ganze Familie zusammen. Sie setzten sich in einem Kreis, lasen und erzĂ€hlten die schönsten Seiten aus dem Buch. Es wurde gelacht, geweint und gedrĂŒckt.

Mama sagte zum Schluss leise: „Wenn wir dankbar sind fĂŒr das, was wir hatten, tut es nicht mehr ganz so weh, dass es vorbei ist.“

Fips verstand jetzt: Dankbarkeit ist wie ein warmer Sonnenstrahl, der selbst graue Tage hell machen kann.

Kapitel 6: Ein leuchtender Stern am Himmel

Mit der Zeit wurde der Schmerz in Fips' Herz weniger. Manchmal fehlte ihm Oma Nuss ganz furchtbar, besonders abends, wenn der Wind durch das Laub wehte. Dann holte er sein Erinnerungsbuch hervor, blĂ€tterte darin und fĂŒhlte sich weniger allein.

Eines Nachts funkelte ein neuer Stern besonders hell am Himmel. Fips lĂ€chelte und flĂŒsterte: „Das bist du, Oma, stimmt's? Ich werde dich nie vergessen.“

Und wĂ€hrend andere Tiere einschliefen, spĂŒrte Fips, wie die Dankbarkeit und die Erinnerungen ihn wie eine kuschelige Decke umhĂŒllten.

So lernte Fips, dass ein Abschied zwar schmerzt, aber die schönen Erinnerungen und die Liebe fĂŒr immer bleiben. Und dass Dankbarkeit das Herz heilen kann – Tag fĂŒr Tag, Stern fĂŒr Stern.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Gestorben
Wenn jemand nicht mehr lebt.
Erinnerungen
Das, was man in der Vergangenheit erlebt hat und was man sich merkt.
BeschÀftigen
Etwas tun oder sich mit etwas auseinandersetzen.
Beigebracht
Etwas, was man von jemandem gelernt hat.
Sonnenstrahlen
Das Licht, das von der Sonne kommt.
Dankbarkeit
Das GefĂŒhl, wenn man fĂŒr etwas dankbar ist oder es schĂ€tzt.

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