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Geschichte von Veterinärmedizin 5/6 Jahre Lesen 7 min.

eva und das kleine reh – ein abenteuer für mutige tierfreunde

Die junge Tierärztin Eva pflegt ein verletztes Rehkitz namens Lilo auf dem Bauernhof und erhält dabei Hilfe von Max und dem Mädchen Leni. Gemeinsam erleben sie ein fürsorgliches kleines Abenteuer zwischen Hof und Natur.

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Die Tierärztin Eva kniet lächelnd mit freundlichem Blick und braunem Pferdeschwanz, trägt eine helle, erdverschmutzte Kittelschürze und eine Leinentasche, sie streichelt vorsichtig das kleine rehkitze Lilo; links steht die etwa siebenjährige Leni mit blonden Zöpfen und einem Blumenkleid und klatscht leise, rechts sitzt der braun getigerte Hund Max schützend bei dem Korb; das rötlich gesprenkelte Rehkitze steht wackelig auf den Beinen und blickt zur aus dem Gehölz heraustretenden, schlanken, beigefarbenen Mutter; Szenerie: Morgen an der Waldrandwiese mit hohem Gras, gelben Blumen und Margeriten, Sonnenstrahlen zwischen Eichenstämmen, ferne Farm mit kleinem rotem Haus; Moment: zärtliches Wiedersehen, Eva gibt das Kitze behutsam der Mutter zurück, Leni glücklich, Max wachsam, warme, beruhigende Stimmung. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Ein besonderer Morgen auf dem Bauernhof

Die Sonne blinzelte gerade hinter den Wolken hervor, als Dr. Eva ihre Stiefel anzog und vorsichtig die Tür ihrer kleinen Tierarztpraxis auf dem Bauernhof öffnete. Eva war noch jung, aber sie liebte ihren Beruf von ganzem Herzen. Jeden Tag kümmerte sie sich um die Tiere auf dem Bauernhof: um die Kühe, die Hühner, die Schafe und sogar um Max, den alten Hofhund, der immer noch gern im Gras rollte.

Eva streichelte Max sanft über den Kopf. „Na, Max, bereit für einen neuen Tag?“ Max bellte leise und stupste Eva an, als wollte er sagen: „Los geht's!“

Doch heute war ein besonderer Tag. Denn heute sollte Eva ein Tier zurück in die Natur bringen, das sie selbst gesund gepflegt hatte: ein kleines Rehkitz namens Lilo.

Das verletzte Rehkitz

Vor ein paar Wochen hatte der Bauer Eva gerufen. „Eva! Komm schnell! Im hohen Gras liegt ein verletztes Rehkitz!“ Eva hatte sofort ihren Koffer gepackt. Sie wusste, dass Tiere oft Angst haben, wenn sie krank oder verletzt sind. Deshalb sprach sie immer ruhig und freundlich.

Eva kniete sich ins Gras und sah das kleine Reh. Es hatte große, braune Augen und zitterte am ganzen Körper. „Du brauchst keine Angst zu haben, kleine Lilo“, sagte Eva sanft. Sie untersuchte Lilos Bein. Das arme Kitz hatte sich an einem Draht verletzt. Vorsichtig hob Eva Lilo hoch und trug sie in die Praxis.

Dort reinigte sie die Wunde und verband das Bein. „Du bist tapfer, Lilo“, flüsterte Eva. „Jetzt wirst du gesund gepflegt.“ Lilo bekam leckeres Heu, frisches Wasser und jeden Tag eine sanfte Streicheleinheit von Eva.

Max, der Hund, legte sich immer vor Lilos Körbchen und passte gut auf das Kitz auf. In den nächsten Tagen wurde Lilo immer munterer. Sie fraß wieder und schaute neugierig aus dem Fenster. Eva zeigte ihr die anderen Tiere, aber am meisten mochte Lilo die kleinen Schafe, die immer so lustig meckerten.

Eva erklärt ihren Beruf

Eines Morgens kam die kleine Leni auf den Hof. Sie mochte Tiere genauso sehr wie Eva. „Was machst du eigentlich als Tierärztin, Eva?“, fragte Leni neugierig.

Eva lächelte. „Weißt du, Leni, ich helfe Tieren, wenn sie krank sind oder sich verletzt haben. Ich höre ihr Herz ab, schaue in ihre Ohren und manchmal gebe ich ihnen Medizin, damit sie wieder gesund werden. Aber ganz wichtig ist, dass ich immer freundlich mit ihnen spreche und sie beruhige. Tiere spüren, wenn man sie mag.“

Leni nickte. „Und warum hast du das kleine Reh?“

„Das ist Lilo“, sagte Eva und streichelte das Kitz. „Sie hatte ein verletztes Bein, aber zusammen mit Max habe ich sie gesund gepflegt. Bald kann sie wieder zurück in den Wald zu ihrer Familie.“

Leni lächelte. „Du bist wie eine Tier-Mama“, sagte sie. Eva lachte. „Vielleicht ein bisschen. Ich sorge mich um jedes Tier, so wie eine Mama.“

Das große Abenteuer: Die Rückkehr in die Natur

Endlich war der Tag gekommen. Lilo war wieder ganz gesund. Ihr Bein war verheilt, und sie sprang schon fröhlich im Garten herum. Eva wusste, dass es Zeit war, Lilo in den Wald zu bringen, wo sie hingehörte.

Am frühen Morgen packte Eva eine kleine Decke und etwas Futter ein. Leni durfte mitkommen, und auch Max trottete brav hinterher. Gemeinsam gingen sie zum Waldrand. Die Sonne strahlte durch die Bäume, und die Vögel zwitscherten fröhlich.

Eva setzte sich neben Lilo ins Gras. „Jetzt bist du wieder stark, kleine Lilo. Gleich kannst du zurück zu deiner Familie.“ Lilo blickte Eva mit ihren großen, braunen Augen an. Es war, als wollte sie sich bedanken.

Plötzlich raschelte es im Gebüsch. Ein anderes Reh tauchte auf, vielleicht Lilos Mama. Lilo blökte leise und sprang ein paar vorsichtige Schritte auf das große Reh zu. „Hab keine Angst, Lilo. Du schaffst das“, flüsterte Eva.

Lilo drehte sich noch einmal um und schnupperte an Evas Hand. Dann hüpfte sie fröhlich zu ihrer Mama. Die beiden verschwanden langsam zwischen den Bäumen.

Leni klatschte in die Hände. „Tschüss, Lilo! Pass gut auf dich auf!“

Eva wischte sich eine kleine Träne aus den Augen. Sie war glücklich, denn sie wusste, dass sie Lilo geholfen hatte. Max legte den Kopf auf Evas Schoß und sah sie liebevoll an.

Ein neues Versprechen am Morgen

Auf dem Rückweg zum Hof erzählte Eva Leni noch mehr aus ihrem Alltag. „Manchmal ist es nicht leicht, Tierärztin zu sein“, sagte sie. „Die Tiere können nicht sprechen, aber sie zeigen mir, was sie brauchen. Ich muss genau hinsehen und viel Geduld haben.“

Leni nickte. „Ich möchte auch mal Tieren helfen, wenn ich groß bin!“

Eva lächelte und drückte Leni die Hand. „Das kannst du bestimmt, Leni. Du hast ein großes Herz.“

Zurück auf dem Bauernhof warteten schon die anderen Tiere auf Eva. Die Kühe muhten leise, die Hühner gackerten und Max sprang fröhlich herum.

Als die Sonne langsam unterging, stand Eva noch einmal am Fenster ihrer Praxis. Sie dachte an Lilo und den stillen Wald. Sie wusste, dass sie am nächsten Morgen wieder früh aufstehen würde, um sich um ihre Tiere zu kümmern. Und vielleicht würde sie Lilo eines Tages am Waldrand wiedersehen.

Mit einem Lächeln und einem leisen Versprechen an alle Tiere, immer gut auf sie aufzupassen, schloss Eva die Tür. Die Tiere auf dem Bauernhof schliefen friedlich ein. Und Eva wusste: Jeder Tag als Tierärztin ist ein kleines Abenteuer voller Liebe und Fürsorge.

Denn wer Tiere liebt, der bekommt immer etwas Schönes zurück – manchmal sogar nur ein dankbares Augenzwinkern am Morgen.

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Blinzelte
Die Augen kurz öffnen und wieder schließen, wie ein kurzes Zwinkern.
Vorsichtig
Langsam und mit Bedacht handeln, um nichts kaputt zu machen.
Tierarztpraxis
Der Ort, wo eine Tierärztin oder ein Tierarzt Tiere untersucht und heilt.
Verletzt
Wenn ein Tier oder Mensch Schmerz hat, weil etwas wehgetan hat.
Koffer
Eine Tasche mit hartem Rand, in die man Dinge für unterwegs legt.
Zitterte
Klein und schnell mit dem Körper beben, weil man Angst oder Kälte hat.
Wunde
Eine Stelle am Körper, an der die Haut offen oder kaputt ist.
Draht
Ein dünner Metallfaden, oft starr und manchmal scharf an den Enden.
Verband
Ein Stoff, den man um eine Wunde legt, damit sie sauber bleibt.
Streicheleinheit
Wenn man ein Tier oder jemanden sanft streichelt, damit er sich besser fühlt.
Waldrand
Die Grenze zwischen dem offenen Feld und dem Wald.
Raschelte
Ein leises, kratzendes Geräusch, das Blätter oder Papier machen.
Gebüsch
Dichtes, niedriges Gestrüpp mit vielen Zweigen und Blättern.
Muhten
Das tiefe, lange Geräusch, das Kühe machen.
Gackerten
Das laute, kurzes Geräusch, das Hühner machen.

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Themen im Zusammenhang mit dieser Geschichte:

wald rettung freundlichkeit bauernhof tierarzt

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