Der Morgen voller Pläne
Leni wachte auf und streckte sich in ihrem warmen Bett. Die Sonne kitzelte sie an der Nase. Heute war ein ganz besonderer Tag: Muttertag! Leni grinste. Sie hatte schon seit Tagen eine Überraschung für Mama vorbereitet.
Leise schlich sie aus dem Zimmer, damit Mama noch ein bisschen schlafen konnte. In der Küche wartete schon Papa. Er zwinkerte ihr zu: „Na, bist du bereit, kleine Maus?“ Leni nickte eifrig. „Ganz bereit, Papa!“
Gemeinsam holten sie die bunten Stifte, das glitzernde Papier und die Schere hervor. Leni bastelte eine große, leuchtend bunte Karte. Sie malte ein Herz, das aussah wie das, das Mama immer auf ihren Broten aus Marmelade machte. „Mama wird sich freuen!“, flüsterte Leni stolz.
Papa bereitete währenddessen das Frühstück vor. Die Semmeln dufteten so lecker, dass Leni kurz vergaß, dass sie noch nichts essen durfte. „Erst Mama!“, erinnerte sie sich selbst und kicherte leise.
Die Überraschung im Wohnzimmer
Jetzt war alles fertig. Leni nahm die Karte in die Hand und hüpfte aufgeregt zur Wohnzimmertür. Sie schaute Papa an. „Darf ich?“ Papa nickte. Leni öffnete vorsichtig die Tür zum Wohnzimmer.
Mama saß auf dem Sofa und gähnte verschlafen. „Guten Morgen, meine Süße“, lächelte sie. Leni lief zu ihr, drückte ihr die Karte in die Hand und sagte ganz laut: „Alles Liebe zum Muttertag, Mama!“
Mama las die Karte und ihre Augen wurden ganz glänzend. „Oh, ist die schön! Danke, mein Schatz!“ Sie drückte Leni ganz fest. „Und jetzt gibt's Frühstück!“, rief Papa und brachte das Tablett mit duftenden Semmeln, Kakao und Marmelade herein.
Alle setzten sich auf den Teppich und frühstückten zusammen. Leni erzählte von ihrem Traum, in dem sie mit Mama auf einem Regenbogen gerutscht war. Mama lachte so laut, dass Leni auch lachen musste.
Die Sonnen-Terrasse und das große Lachen
Nach dem Frühstück meinte Mama: „Es ist so schönes Wetter. Wollen wir auf die Terrasse gehen?“ Leni war sofort dabei. Sie zog ihre Lieblingssocken an und hüpfte nach draußen. Die Sonne schien warm auf ihr Gesicht und sie blinzelte fröhlich.
Auf der Terrasse standen bunte Blumen und ein kleiner Tisch. Leni holte ihre Gießkanne. „Heute gieße ich die Blumen für dich, Mama!“, rief sie stolz. Mama setzte sich auf den Stuhl und lächelte. „Du bist meine große Helferin“, sagte sie.
Leni goss jede Blume ganz vorsichtig. Bei der letzten Blume spritzte ein bisschen Wasser auf Mamas Füße. „Ups!“, rief Leni erschrocken. Mama lachte. „Jetzt wachsen meine Zehen bestimmt auch!“, scherzte sie. Leni musste so sehr lachen, dass sie fast die Gießkanne fallen ließ.
Dann setzten sie sich alle zusammen in die Sonne. Papa brachte eine Decke, und Leni kuschelte sich an Mama. „Weißt du, was das Schönste an Muttertag ist?“, fragte Mama. Leni schüttelte den Kopf. „Dass wir zusammen sind“, sagte Mama leise.
Ein kleines Fest – und ein Schritt ins Morgen
Am Nachmittag malten sie zusammen noch Bilder. Leni zeichnete Mama mit einem großen Herz. Papa zeichnete Leni, wie sie mit der Gießkanne tanzt. Alle lachten und bewunderten die Kunstwerke.
Dann backte Leni mit Papa einen kleinen Kuchen. Sie kleckerte ein bisschen Mehl auf ihre Nase. „Du siehst aus wie eine kleine Bäckerin!“, lachte Papa. Leni pustete das Mehl weg und kicherte.
Als der Kuchen fertig war, setzten sie sich wieder auf die Terrasse. Sie teilten das letzte Stück Kuchen und Leni sagte feierlich: „Ich hab dich lieb, Mama. Jeden Tag. Nicht nur heute.“ Mama nahm Lenis Hand und drückte sie warm.
Die Sonne ging langsam unter und malte den Himmel orange. Leni gähnte und kuschelte sich an Mama. „Das war der schönste Muttertag“, flüsterte sie. Mama streichelte über Lenis Haare. „Mit dir ist jeder Tag besonders.“
Und als die ersten Sterne leuchteten, hüpfte Leni mit einem leichten Schritt ins Haus zurück. Morgen, dachte sie, wird bestimmt wieder ein schöner Tag – voller kleiner Überraschungen und viel Liebe.