Lina, drei Jahre alt, spielt mit ihrem Bruder Max und ihrer Schwester Mia. Sie lachen. Sie laufen. Heute finden sie etwas Lustiges unter dem Sofa. Es ist rund. Es ist bunt. Es glänzt.
„Was ist das?“, fragt Lina.
Max sagt: „Das ist eine Zauberkugel!“
Mia ruft: „Oh! Sie macht uns unsichtbar!“
Alle drei kichern. Max hält die Kugel hoch. „Jetzt bin ich unsichtbar!“, sagt Max. Er schleicht durchs Zimmer. Mia lacht. Lina ruft: „Wo bist du, Max?“
Max piekst Lina am Rücken. „Hier bin ich!“, sagt er. Alle lachen.
Mia nimmt die Kugel. „Jetzt kann ich fliegen!“, ruft sie. Sie springt ganz hoch auf das Sofa. „Flieg, Mia, flieg!“, ruft Lina. Mia landet weich. Sie lacht.
Jetzt ist Lina dran. Sie hält die Kugel ganz fest. „Ich bin jetzt eine Katze! Miau, miau!“, ruft Lina. Sie krabbelt auf allen Vieren. Max und Mia lachen laut.
Max sagt: „Ich bin ein Hund! Wau, wau!“ Er bellt und läuft um den Tisch. Lina miaut. Mia klatscht in die Hände. Alle machen Quatsch.
Plötzlich rollt die Kugel unter den Tisch. „Oh nein!“, ruft Mia. Alle krabbeln hinterher. Sie stoßen mit den Köpfen zusammen. „Aua!“, sagt Max. Aber alle lachen.
Mama kommt ins Zimmer. „Was macht ihr da?“, fragt sie. Lina zeigt die Kugel. „Zauberkugel!“, sagt sie.
Mama lächelt. „Ihr seid meine Zauberkinder“, sagt sie.
Max sagt: „Noch mal unsichtbar!“ Mia ruft: „Noch mal fliegen!“ Lina miaut noch einmal. Alle lachen.
Dann kuscheln sich die drei Geschwister zusammen. Sie halten die Kugel fest. Sie sind müde. Sie sind froh.
Max flüstert: „Morgen zaubern wir wieder.“
Lina nickt. Mia gähnt.
Alle schlafen ein, Arm in Arm. Die Zauberkugel liegt in ihrer Mitte.