Laden läuft...
Geschichte über das Neujahrsfest 3/4 Jahre Lesen 9 min.

Die Wunsch-Box in der Silvesternacht

Der kleine Ben verbringt den Silvestertag mit seiner Familie, malt liebevoll Wünsche für seine liebsten Menschen und erlebt dabei warme, glitzernde Momente voller Freundschaft und Geborgenheit.

Lade diese Geschichte als PDF herunter

Ideal zum Teilen oder Ausdrucken dieser Geschichte!

E-Book herunterladen (.epub)

Lesen Sie diese Geschichte auf Ihrem E-Reader.

Ein 4-jähriger Junge namens Ben mit rundem Gesicht, rosigen Wangen und unordentlichem hellbraunem Haar sitzt auf einem niedrigen Stuhl, begeistert und konzentriert, schreibt mit einem silbernen, leicht funkelnden Stift bunte Zettel auf einem niedrigen Tisch; seine Mutter (ca. 30–35 Jahre, lange Haare gebunden, sanftes Lächeln, cremefarbener Pullover) steht neben ihm und legt beruhigend die Hand auf seine Schulter, der Vater (ca. 30–35 Jahre, leichte Bartstoppeln, dunkle Jacke) schließt hinter dem Tisch eine kleine goldene Kartonschachtel für die Wünsche, die Großmutter (ca. 65–75 Jahre, weißes Haar im Dutt, rote Schärpe) sitzt lächelnd im Sessel und hält eine Mandarine; das warme Wohnzimmer ist dekoriert mit einer bunten Girlande, brennender Kerze, Schale mit Mandarinen, sterngemusterten Decken, weichem Licht in Ocker-, Rot- und Cremetönen, einer dunklen Fensteransicht mit entfernten Lichtern; Stimmung: intime Silvesternacht, zarte Aquarellfarben, sichtbare Papier- und Holztexturen, leichtes Funkeln um den Stift. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Heute ist der letzte Tag im Jahr. Der kleine Ben ist vier. Er trägt warme Socken mit Sternen. In der Küche riecht es nach Apfel und Zimt. Mama stellt kleine Teller hin. Papa hängt eine bunte Girlande auf. Ben wippt auf den Zehen. Er mag diesen Tag. Alles fühlt sich glitzerig an.

Auf dem Tisch liegt ein Stapel Papier. Daneben liegen dicke Buntstifte. Gold. Blau. Rot. Und ein Stift, der silbern schimmert. Ben streicht über das Papier. Es ist ganz glatt.

„Was machen wir damit?“, fragt Ben.

Mama lächelt. „Wir schreiben Wünsche. Für die Menschen, die wir lieb haben.“

Ben sagt: „Für Oma auch? Und für Leni?“

„Für alle“, sagt Papa. „Wünsche sind wie kleine Geschenke.“

Ben nickt. Geschenke mag er sehr. Aber Wünsche sind leichter zu tragen.

Mama setzt sich zu Ben. „Du kannst malen oder schreiben. Wie du willst.“

Ben kann schon seinen Namen schreiben. Und ein paar Wörter. Manchmal sind die Buchstaben krumm. Das ist okay.

Er nimmt den blauen Stift. „Ich mache zuerst Oma.“

Auf das Papier malt er ein großes Herz. Dann schreibt er langsam: O-M-A. Er hält kurz an, schaut auf Mama, und Mama zeigt mit dem Finger. Ben schreibt weiter: „GUT“. Dann noch: „LACH“. Es wird: „Oma gut lach“.

Mama liest es leise vor. „Oma, gut lachen.“ Sie gibt Ben einen Kuss auf die Stirn. „Das ist wunderschön.“

Ben fühlt sich warm im Bauch.

Als Nächstes ist Leni dran. Leni ist seine Freundin aus der Kita. Sie baut die höchsten Türme. Manchmal fällt alles um, und dann lachen sie zusammen. Ben nimmt den roten Stift. Er malt zwei Kinder, die sich an den Händen halten. Dann schreibt er: „LENI SPIEL“. Er überlegt. Er will noch mehr sagen.

„Ich will, dass sie immer mit mir spielt“, sagt Ben.

„Dann schreib das“, sagt Papa.

Ben schreibt langsam: „MIT MIR“. Es passt gerade so auf das Blatt. Die Buchstaben sind groß wie kleine Häuser.

Papa nickt zufrieden. „Freundschaft ist ein guter Wunsch.“

Ben sagt leise: „Freundschaft ist wie zusammen schaukeln.“

„Ja“, sagt Mama. „Und wie teilen.“

Ben denkt an sein Auto, das Leni einmal halten durfte. Da war er kurz unsicher. Aber dann war es schön, weil Leni so vorsichtig war. Ben malt noch ein kleines Auto dazu. Nur zur Sicherheit.

Es klopft an der Tür. Oma kommt rein, eingepackt wie ein großes, weiches Paket. Sie riecht nach Winter und Bonbons.

„Hallo, mein Sternchen!“, sagt Oma.

Ben rennt zu ihr. „Oma! Ich mache einen Wunsch für dich! Aber du darfst noch nicht gucken.“

Oma legt den Finger an die Lippen. „Pssst. Ich gucke nicht.“ Sie zwinkert.

Später kommt auch Tante Rina. Und Onkel Timo. Alle bringen gute Laune mit. Im Wohnzimmer steht eine Schale mit Mandarinen. Eine Kerze brennt und flackert freundlich. Ben darf die Kerze nur anschauen, nicht anfassen. Das ist in Ordnung.

Mama sagt: „Ben, möchtest du noch einen Wunsch für Papa und mich schreiben?“

Ben grinst. „Ja!“

Er nimmt den goldenen Stift. Der glitzert wie ein kleiner Sonnenstrahl. Für Mama malt er eine Blume. Dann schreibt er: „MAMA KUS“. Das zweite S fehlt, aber Ben findet es trotzdem richtig. Für Papa malt er einen großen Hut, weil Papa immer so tut, als wäre er ein Kapitän. Dann schreibt Ben: „PAPA LACH“.

Er hält die Blätter hoch. „Guckt!“

Mama und Papa schauen. Mama sagt: „Ich fühle mich jetzt schon geküsst.“

Papa macht eine tiefe Stimme. „Kapitän Papa lacht sehr!“ Und er lacht wirklich.

Ben kichert. Sein Lachen hüpft durchs Zimmer.

Dann kommt ein kleiner Moment, in dem Ben den silbernen Stift sieht. Der silberne Stift schimmert so anders. Fast ein bisschen magisch. Ben nimmt ihn. Als die Spitze das Papier berührt, macht es ein leises Krisseln, wie Schnee unter Schuhen.

Ben sagt: „Oh! Der Stift klingt.“

Oma kommt näher. „Das ist der Silvester-Stift“, sagt sie. „Der kann Wünsche besonders glänzend machen.“

„Kann er wirklich?“, fragt Ben.

„Vielleicht“, sagt Oma sanft. „Manchmal hilft Glanz beim Träumen.“

Ben mag Träume.

Er will noch einen Wunsch schreiben. Einen großen Wunsch für alle. Er malt einen Kreis, wie einen kleinen Mond. In den Kreis malt er viele Punkte. Das sollen Menschen sein. Dann schreibt er langsam: „ALLE FROH“. Er schaut auf das Wort. Es ist kurz. Es ist gut.

Mama holt einen kleinen Karton. „Wir legen die Wünsche hier hinein. Das ist unsere Wunsch-Box.

Ben legt jedes Blatt vorsichtig hinein, als wären es feine Kekse. Papa schließt den Deckel, aber nicht ganz. „Damit die Wünsche atmen können“, sagt er.

Ben nickt ernst. Wünsche brauchen Luft.

Draußen wird es dunkel. Drinnen ist es hell und warm. Sie essen kleine Häppchen. Ben darf eine Traube nehmen und noch eine. Oma erzählt von einem Silvester, als es so viel Schnee gab, dass sie eine Laterne wie einen Stern tragen musste. Ben stellt sich das vor. Eine Laterne, die mitläuft.

Später sagt Mama: „Jetzt machen wir unser Neujahrs-Ritual.“

Ben spitzt die Ohren. Rituale klingen wichtig.

Papa stellt ein Glas mit Wasser auf den Tisch. Daneben legt er einen kleinen, glatten Stein. „Jeder sagt einen guten Satz fürs neue Jahr“, erklärt er. „Dann darf der Stein kurz ins Wasser plumpsen. Plupp. Und dann ist der Satz unterwegs.“

Ben fragt: „Wohin?“

„In die Zukunft“, sagt Tante Rina.

Ben lacht. „Plupp in die Zukunft!“

Oma sagt: „Ich wünsche mir viele gemeinsame Tage.“ Plupp.

Papa sagt: „Ich wünsche mir, dass wir oft zusammen lachen.“ Plupp.

Mama sagt: „Ich wünsche mir Gesundheit und Ruhe.“ Plupp.

Dann ist Ben dran. Er hält den Stein. Er ist kalt und glatt. Ben denkt an Leni. An Oma. An Mama und Papa. An sein Herz, das so voll ist.

Ben sagt: „Ich wünsche mir Freundschaft. Und dass alle froh sind.“

Plupp.

Der Stein macht einen kleinen Kreis im Wasser. Der Kreis wird größer, dann ist er weg. Aber Ben fühlt ihn noch.

Kurz vor Mitternacht setzen sie sich ans Fenster. Draußen sind viele Lichter. Ben ist nicht müde, aber seine Augen blinzeln langsam. Mama legt eine Decke um ihn. Ben kuschelt sich an sie.

„Wann ist das neue Jahr da?“, murmelt Ben.

„Gleich“, flüstert Mama.

In der Ferne sieht Ben bunte Funken am Himmel. Sie sind weit weg und ganz leise. Nur Licht, wie Blumen aus Glitzer. Ben staunt. Es ist wie ein kurzer Zauber, aber ohne Angst. Nur schön.

„Da!“, sagt Ben.

„Ja“, sagt Papa leise. „Willkommen, neues Jahr.“

Alle stoßen mit Saft an. Ben darf auch. Sein Becher klackt gegen Mamas Glas. „Klick“, macht es. Ben findet, das klingt nach „Hallo“.

Oma nimmt die Wunsch-Box und stellt sie auf ein Regal. „Da bleibt sie. Und wir schauen später mal wieder hinein“, sagt sie.

Ben nickt. Er ist zufrieden. Seine Wünsche sind unterwegs. Zu Oma. Zu Leni. Zu allen.

Mama trägt Ben ins Bett. Ben hält noch kurz Mamas Hand. „Mama“, flüstert er, „Freundschaft bleibt, oder?“

Mama streicht ihm über die Haare. „Ja. Freundschaft bleibt. Und wir helfen ihr, indem wir freundlich sind.“

Ben lächelt im Dunkeln. „Dann bin ich freundlich.“

„Das bist du“, sagt Mama.

Ben schließt die Augen. In seinem Kopf glitzern noch kleine Funken. Er hört im Haus leises Lachen, ganz nah. Das neue Jahr fühlt sich an wie eine warme Decke. Und Ben schläft ruhig ein, mit einem Herzen voller Wünsche.

Ohne Werbung 3€ pro Monat

Möchten Sie eine unterbrechungsfreie Lektüre? Unterstützen Sie Oh My Tales, entfernen Sie alle Anzeigen und profitieren Sie ab 3€ pro Monat von weiteren enthaltenen Vorteilen.

Die Pläne und Preise ansehen
Teilen

Melden Sie ein Problem mit dieser Geschichte

Was haben Sie von dieser Geschichte gehalten?

Geben Sie Ihre Meinung ab, indem Sie dieser Geschichte je nachdem, was Sie und/oder Ihr Kind davon gehalten haben, eine Bewertung geben. Vielen Dank im Voraus!

Vielen Dank! Ihre Bewertung wurde berücksichtigt!

Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Girlande
Eine lange Kette mit bunten Papierstücken zum Aufhängen und Feiern.
Wippt
Wackelt leicht nach vorne und hinten, wie beim Tanzen auf den Zehen.
Zehen
Die kleinen Teile am Ende des Fußes, fünf an jeder Seite.
Stapel
Viele Dinge liegen übereinander, wie ein Turm aus Papier oder Büchern.
Buntstifte
Stifte mit Farbe, mit denen Kinder malen und Bilder machen.
Silbern
Hat die Farbe von Silber, glänzend und hell wie Metall.
Glatt
Ohne Unebenheiten, so dass man leicht mit der Hand darübergleiten kann.
Wunsch-Box
Eine Kiste, in die man Wünsche legt, damit sie aufbewahrt werden.
Ritual
Eine besondere Handlung, die man immer gleich macht, zum Beispiel zum Feiern.
Laterne
Ein Licht in einem Behälter, das man tragen kann, wenn es dunkel ist.
Plupp
Ein kurzes, lustiges Geräusch, wenn etwas ins Wasser fällt.
Flackert
Das Licht bewegt sich leicht und wird manchmal heller, manchmal dunkler.
Häppchen
Ein kleines Stück Essen, das man mit der Hand essen kann.
Mandarinen
Kleine, süße Orangen, die man schälen kann und in Stücke teilt.

Erstellen Sie eine magische und einzigartige Geschichte für Ihr Kind!

Erstellen Sie in nur wenigen Minuten ein personalisiertes Abenteuer, in dem Ihr Kind zum Helden wird. Mit unserem exklusiven Tool ist es einfach, kostenlos und unterhaltsam!

Eine Geschichte erstellen

Laden Sie diese Geschichte herunter:

Lade diese Geschichte als PDF herunter E-Book herunterladen (.epub)

Als Nächstes zu lesen in Geschichten über Silvesterfeier für 3/4 Jahre

Erhalten Sie jeden Sonntagabend neue Geschichten!

Erhalten Sie 7 spannende und fesselnde Geschichten, die auf das Alter und die Vorlieben Ihres Kindes abgestimmt sind, jeden Sonntag um 17 Uhr*. Es ist kostenlos und garantiert spamfrei!
*E-Mail wird um 17 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) gesendet.
Wir mögen auch keinen Spam. Deshalb senden wir Ihnen nur Geschichten. Sie können sich jederzeit abmelden.