Teil 1: Die kleine grüne Prinzessin
Es war einmal im tiefen, dunklen Wald ein kleiner Teich, der von riesigen Seerosenblättern bedeckt war. In diesem Teich lebte eine kleine, grüne Prinzessin. Aber diese Prinzessin war keine gewöhnliche Prinzessin. Sie war eine kleine, freundliche und fröhliche Grenouille namens Frida. Sie liebte es, von Blatt zu Blatt zu springen und mit ihren Freunden zu plaudern.
Eines Morgens, als die Sonne gerade begann, ihre goldenen Strahlen über den Teich zu schicken, sprang Frida auf ihr Lieblingsblatt und rief: „Guten Morgen, liebe Sonne! Guten Morgen, liebe Welt!“
Da hörte sie es leise plätschern. Es war ihre beste Freundin, die Ente Emma. „Guten Morgen, Frida“, schnatterte Emma. „Hast du schon gehört? Im Wald gibt es ein großes Fest! Alle Tiere sind eingeladen.“
Frida klatschte begeistert in die Hände. „Ein Fest! Wie wunderbar! Aber Emma, wie sollen wir dahin kommen? Der Weg durch den Wald ist doch so lang und gefährlich.“
Emma lächelte weise. „Keine Sorge, Frida. Wenn wir mutig und freundlich sind, finden wir den Weg. Komm, lass uns losgehen!“
Teil 2: Der Weg durch den dunklen Wald
Gemeinsam hüpften Frida und Emma aus dem Teich und machten sich auf den Weg. Der Wald war dunkel und dicht, und die Bäume warfen lange Schatten auf den Boden. Doch Frida erinnerte sich an die Worte ihrer Mutter: „Hab immer Mut und sei freundlich zu anderen, dann wirst du nie allein sein.“
Plötzlich raschelte es im Gebüsch. Ein kleiner, brauner Hase sprang hervor. „Hallo, ich bin Hoppel“, sagte er schüchtern. „Wohin geht ihr?“
„Wir gehen zum großen Fest im Wald“, erklärte Frida. „Möchtest du mitkommen?“
Hoppel zögerte. „Ich habe ein bisschen Angst im dunklen Wald“, gab er zu. „Aber wenn ihr dabei seid, fühle ich mich sicherer.“
Frida lächelte ihn an. „Keine Sorge, Hoppel. Gemeinsam sind wir stark!“
Und so setzten sie ihren Weg fort, nun zu dritt. Der Wald wurde immer dunkler, und die Geräusche der Nacht begannen, sie ein wenig zu ängstigen. Doch dann sahen sie ein Licht zwischen den Bäumen flackern.
„Was ist das?“, fragte Emma neugierig.
„Lass uns nachsehen“, schlug Frida vor.
Teil 3: Das große Fest und die Lehre des Waldes
Als sie näher kamen, sahen sie, dass das Licht von einer Gruppe Glühwürmchen kam, die fröhlich tanzten. „Willkommen, liebe Freunde!“, rief das größte Glühwürmchen. „Kommt, tanzt mit uns!“
Frida, Emma und Hoppel sprangen und tanzten mit den Glühwürmchen. Bald vergaßen sie ihre Ängste und Sorgen. Nach einer Weile fragte Frida: „Könnt ihr uns den Weg zum Fest zeigen?“
Das größte Glühwürmchen nickte. „Natürlich! Folgt uns einfach.“
So erreichten sie schließlich die Lichtung, wo das große Fest stattfand. Alle Tiere des Waldes waren da: der weise alte Bär, die schnatternden Gänse, die singenden Vögel und sogar der schüchterne Fuchs.
Der Bär hob seine mächtige Tatze und sprach: „Liebe Freunde, heute feiern wir die Freundschaft und den Mut. Seid immer mutig und freundlich, dann werdet ihr nie allein sein.“
Frida, Emma und Hoppel nickten zustimmend. Sie hatten gelernt, dass Mut und Freundlichkeit sie sicher durch den dunklen Wald geführt hatten und ihnen viele neue Freunde gebracht hatten.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute, glücklich und zufrieden im großen, freundlichen Wald.
Ende.