Es war ein herrlicher Frühlingstag, an dem drei fröhliche Kinder, die sechs Jahre alt waren, beschlossen, etwas Besonderes zu tun. Die drei Freunde hießen Mila, Ben und Lara. Sie waren immer zusammen unterwegs und voller Ideen. Heute wollten sie während des Ramadans jeden Tag etwas Gutes tun.
Das erste Abenteuer
Mila hatte eine grüne Kappe auf, die sie immer trug, wenn sie auf Abenteuer ging. „Lasst uns heute etwas ganz Besonderes machen“, sagte sie fröhlich. Ben schlug vor: „Wir könnten unserem Nachbarn Herrn Müller mit seinem Garten helfen!“
Herr Müller war ein älterer Mann mit einem großen, bunten Garten voller Blumen. Die Kinder klopften an seine Tür und als er öffnete, lächelte er breit. „Oh, ihr drei, was für eine Überraschung! Was führt euch zu mir?“
„Wir möchten helfen“, erklärte Lara. Herr Müller freute sich und zeigte den Kindern, wie sie die Blumen gießen und Unkraut jäten konnten. Bald war der Garten noch schöner und Herr Müller schenkte jedem Kind eine bunte Blume. „Danke, ihr seid wahre Gartenhelfer!“ sagte er.
Die magische Katze im Park
Am nächsten Tag spazierten die Kinder durch den Park. Dort sahen sie eine Katze, die in einem Baum saß und nicht herunterkam. Sie war eine wunderschöne, schwarz-weiße Katze mit einem kleinen Glöckchen am Halsband.
„Oh nein, die arme Katze“, sagte Mila. Ben überlegte: „Wir müssen sie retten.“ Lara hatte eine Idee. „Lasst uns den Parkwächter fragen, ob er eine Leiter hat.“
Der Parkwächter, Herr Grün, war ein freundlicher Mann mit einem großen Schnurrbart. Er brachte eine Leiter und die Kinder halfen ihm, die Katze zu retten. Die Katze schnurrte dankbar und sprang in Laras Arme.
Herr Grün lachte: „Ihr habt heute eine Katze gerettet! Habt ihr einen Wunsch?“ Die Kinder überlegten und riefen dann: „Wir wünschen uns, dass die Katze wieder glücklich nach Hause findet!“
Mit einem magischen Funkeln im Blick verabschiedete sich die Katze und rannte davon.
Der lustige Kuchenbacktag
Am nächsten Tag wollten die Kinder etwas Leckeres machen. „Lasst uns einen Kuchen für die Nachbarn backen“, schlug Mila vor. Lara und Ben waren sofort begeistert. Sie gingen in Milas Küche und suchten nach Zutaten.
Es wurde ein lustiger, klebriger Tag. Mehl flog durch die Luft, und Schokolade klebte an den Nasen. „Schaut, wie klebrig meine Hände sind!“ lachte Ben.
Am Ende hatten sie einen riesigen, süßen Kuchen mit bunten Streuseln gebacken. Sie brachten ihn zu Frau Schneider, der älteren Dame, die nebenan wohnte.
„Was für ein wunderbarer Kuchen! Ihr seid echte Bäckermeister“, sagte Frau Schneider und schnitt den Kuchen an. Die Kinder freuten sich und bekamen ein großes Stück als Belohnung.
Das kleine Wunder des Ramadans
In der letzten Woche des Ramadans erlebten die Kinder ein kleines Wunder. Als sie eines Abends durch den Stadtteil spazierten, sahen sie viele bunte Lichter und hörten fröhliche Musik.
„Was ist denn hier los?“ fragte Mila gespannt. Sie folgten den Lichtern und entdeckten eine große Feier im Gemeindesaal. Eine Frau begrüßte sie freundlich. „Kommt herein, wir feiern gemeinsam das Ende des Ramadans.“
Die Kinder staunten über die vielen Gerichte, die auf den Tischen standen. Es gab köstliche Speisen aus allen Ländern und die Menschen lachten und sangen.
Plötzlich leuchteten die Lichter heller und eine sternenklare Nacht zeigte sich am Himmel. „Schaut mal die vielen Sterne!“ rief Lara fasziniert.
Die drei Freunde hielten sich an den Händen und fühlten sich glücklich. Sie wussten, dass ihre guten Taten während des Ramadans die Welt ein kleines bisschen besser gemacht hatten.
In den kommenden Tagen beschlossen Mila, Ben und Lara, weiterhin kleine gute Taten zu vollbringen, denn sie hatten gelernt, dass Freundlichkeit und Freude ansteckend sind. Und so lebten sie glücklich und voller Abenteuerlust weiter.