Teil 1: Der verschwundene Buchstabe
Tim ist fünf Jahre alt und sehr neugierig. Er liebt es, Rätsel zu lösen. Heute wacht Tim ganz aufgeregt auf, denn es ist Plakat-Tag im Dorf. Alle Kinder dürfen heute ein großes Plakat malen, das sie an das Tor vom alten Mühlengebäude hängen dürfen. Die Mühle steht am Ende der Straße. Manchmal klappert sie leise, wenn der Wind durch die Flügel pfeift. Die Sonne scheint, und die Vögel zwitschern.
Tim zieht seine Lieblingshose an und läuft schnell zum Kindergarten. Dort wartet Frau Lauber schon auf die Kinder. Sie lächelt und sagt: „Heute können wir unser Mühlenfest-Plakat malen!“ Tim freut sich sehr. Die Kinder nehmen bunte Stifte, Pinsel und Papier. Tim malt eine große, fröhliche Mühle mit bunten Flügeln.
Als alle fertig sind, betrachten sie das Plakat. Plötzlich ruft Lotte: „Da fehlt ein Buchstabe im Wort Mühlenfest!“ Tatsächlich! Das „e“ ist verschwunden. Wo kann es nur sein?
Teil 2: Die Spur der blauen Gummiminze
Tim schaut sich alles genau an. Neben dem Plakat liegen viele Sachen: bunte Stifte, Papierfetzen und eine blaue Gummi-Minz-Gummibärchen-Schachtel. Doch da sieht Tim etwas ganz Besonderes: eine kleine blaue Gummispur am Rand des Tisches.
„Hmm, das sieht aus wie Radiergummi“, denkt Tim. Er beobachtet weiter und sieht, dass am Boden kleine, blaue Krümel liegen. Tim ist sich sicher: Jemand hat mit einem blauen Radiergummi etwas ausradiert.
Er beugt sich hinunter und entdeckt einen blauen Radiergummi unter dem Tisch. „Wer hat heute einen blauen Radiergummi benutzt?“, fragt Tim laut. Mia zeigt auf ihren Schreibtisch. „Ich! Aber ich habe ihn verloren, als ich den Himmel blau gemalt habe.“ Tim nimmt den Radiergummi vorsichtig auf. Er passt genau zu den blauen Spuren.
Tim denkt nach. „Vielleicht wurde das ‚e‘ ausradiert, um Platz für ein Bild zu machen? Oder aus Versehen? Wer war als Letzter beim Plakat?“
Teil 3: Die Spur führt zur Mühle
Die Kinder wollen den Fall lösen. Sie laufen im Gänsemarsch zum Mühlengebäude. Die Sonne scheint auf das alte Holz. Der Wind dreht langsam die Mühlenflügel. Im Inneren riecht es nach Mehl und Holz. Auf dem Boden entdeckt Tim noch mehr von den blauen Krümeln. Sie führen zum schwarzen Brett, an dem das Plakat hängen soll.
Dort steht Niklas und malt an einer anderen Zeichnung. „Hallo Niklas“, sagt Tim freundlich, „hast du das Plakat gesehen?“ Niklas nickt und schaut verlegen. „Ich wollte das Wort Mühlenfest noch bunter machen. Ich habe gemerkt, dass ich das ‚e‘ zu dick geschrieben habe. Ich wollte es verbessern, aber dann ist es verschwunden! Mein blauer Radiergummi ist runtergefallen und verschwunden.“
Tim lächelt. „Das ist nicht schlimm. Fehler passieren!“ Gemeinsam überlegen sie, wie sie das fehlende „e“ wieder auf das Plakat bekommen.
Teil 4: Die Lösung und das neue Plakat
Tim, Niklas und Mia holen Filzstifte und malen das „e“ wieder an die richtige Stelle. Diesmal machen sie es größer und bunter. Alle lachen, weil das „e“ jetzt so lustig aussieht. Tim schlägt vor, eine kleine Mühle um das „e“ zu malen, damit man es nie wieder übersieht.
Dann nehmen sie das Plakat und hängen es am großen Tor der alten Mühle auf. Alle Kinder kommen und sind begeistert. Es sieht wunderbar aus. Unter dem Plakat klebt Tim eine kleine Nachricht: „Danke an alle Spürnasen. Gemeinsam haben wir das Rätsel gelöst!“
Am nächsten Tag wird das Plakat bestaunt. Alle sind stolz auf ihre Arbeit. Frau Lauber lobt die Kinder: „Ihr habt gut aufgepasst und zusammengearbeitet. Ohne euch hätten wir das ‚e‘ nie gefunden!“
Tim fühlt sich wie ein richtiger Detektiv. Und er weiß: Man muss immer genau hinschauen. Denn jedes kleine Detail kann helfen, ein großes Rätsel zu lösen.
So endet der Tag mit Lachen, fröhlichen Gesichtern und einem bunten Plakat, das alle an das Abenteuer erinnert.