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Zirkusgeschichte 5/6 Jahre Lesen 6 min.

Das Megafon der Fantasie

Max und Emil entdecken ein stummes Megafon im Zirkus, das ihre farbenfrohen Wünsche Wirklichkeit werden lässt und sie dabei helfen, einen spektakulären Regenbogen für das Publikum zu erschaffen. Während sie ihre Fantasie entfalten, erleben sie eine aufregende Reise voller Überraschungen und Freude.

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Es gibt zwei Hauptfiguren: Max, ein 5-jähriger Junge mit zerzausten braunen Haaren und funkelnden Augen, trägt ein rotes T-Shirt und eine blaue Shorts. Er hält ein großes, buntes Megaphon in seinen Händen und lächelt aufgeregt. Emil, ebenfalls 5 Jahre alt, hat blonde Haare und eine runde Brille. Er trägt ein bunt gestreiftes Hemd und grüne Hosen und springt freudig neben Max mit erhobenen Armen. Die Hauptsituation spielt auf einer großen Zirkusfläche, umgeben von Zuschauern, die staunen. Der Boden ist mit glitzerndem Konfetti bedeckt. Im Hintergrund erhebt sich ein rot-gelb gestreiftes Zelt unter einem blauen Himmel, während helle Lichter die Szene beleuchten. Max und Emil stehen in der Mitte der Fläche, umgeben von einem strahlenden Regenbogen aus lebhaften Farben, bereit für ihre große Zirkusnummer, während bunte Künstler und Tiere sie umgeben und eine fröhliche Atmosphäre schaffen. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Anfang

Der Zirkus war bunt wie ein Bonbon. Die Zeltplane glitzerte in Rot, Blau und Gelb. Max und Emil hielten sich an den Händen. Sie waren fast fünf Jahre alt. Ihre Augen waren groß wie Teller. "Wir machen das große Finale", flüsterte Max. "Ein Regenbogen-Finale!", rief Emil und hüpfte.

Hinter der Manege roch es nach Popcorn und Zuckerwatte. Die Artisten zogen Kostüme an. Ein Clown probte Grimassen. Eine Akrobatin übte Sprünge. Zwei kleine Katzen schnurrten in einer Kiste. Der Zirkusdirektor, ein Mann mit einem großen Hut, trat heran. Er gab Max ein seltsames Ding. "Für dich", sagte er. Es war ein Megafon. Es sah wichtig aus. Aber es war stumm. Wenn Max hineinsprach, kam kein Ton. Das Megafon war leise wie ein Kätzchen.

Max hielt das stumme Megafon in den Händen. "Was macht es?", fragte Emil. Der Direktor lächelte geheimnisvoll. "Es hört zu", sagte er. "Und manchmal zeigt es, was du dir vorstellst."

Max und Emil sahen sich an. Ihre Köpfe funkelten vor Ideen. "Dann machen wir den Regenbogen", sagte Max bestimmt. "Und alle sollen 'ooooh' sagen!", lachte Emil.

Mitte

Die beiden Jungen liefen durch die Kulissen. Hinter den Vorhängen war es wuselig. Ein Jongleur verlor eine Keule. Ein Elefant schnupfte laut. "Aaaaah!" machten die Kinder, und alle lachten. Die Zirkusleute halfen beim Aufräumen. Max flüsterte ins stumme Megafon: "Ich wünsche mir rote Luftballons." Nichts war zu hören. Aber plötzlich schwebten rote Luftballons von der Decke. "Oooh!", staunte das Publikum hinter der Bühne.

Emil klatschte in die Hände. "Probier blau!", sagte er. Max seufzte und sie stellten sich vor, wie blaue Seifenblasen tanzten. Das Megafon blieb still. Dann schwebten blaue Seifenblasen durch die Luft und berührten die Nasenspitzen von zwei Artisten. Alle kicherten. "Hahaha!", rief der Clown und machte eine Grimasse, die wie ein Kissen aussah.

Die Proben waren voller kleiner Überraschungen. Die Akrobatin übte einen Salto. Ein Hund sprang über einen Hula-Hoop-Reifen und landete in einer Kiste mit bunten Tüchern. Ein Musiker spielte auf einer kleinen Trommel. Max und Emil gaben jedem eine kleine Idee. Sie flüsterten ins Megafon: "Gelbe Blumen." "Grüne Lichter." "Violettes Konfetti!" Jedes Mal erschien etwas Neues. Manchmal waren die Dinge winzig, manchmal groß wie ein Karton. Manchmal sprangen kleine Schmetterlinge am Rand der Manege herum. Jedes Mal rief das Publikum "ooooh" und dann "hahaha", weil die Überraschungen so lustig waren.

Die Jungen lernten zu planen. "Zuerst rot", sagte Max. "Dann orange, gelb, grün, blau, indigo, violett", zählte Emil. Sie banden bunten Stoff an Stangen. Sie baten die Fakire, ihre Lampen sanft zu leuchten. Die Clowns bliesen Seifenblasen. Die Akrobaten hielten farbige Tücher. Alles wurde vorbereitet wie ein großes Puzzle aus Farbe.

Am Abend war alles stiller. Die Lichter waren gedimmt. Die Zuschauer saßen bereit. Max und Emil standen hinter dem Vorhang. Das stumme Megafon fühlte sich warm in Max' Händen an. Sein Herz klopfte wie Trommeln. "Wir machen es zusammen", flüsterte Emil. Max nickte.

Ende

Die Musik begann leise. Ein Trommelwirbel. Der Vorhang öffnete sich. Die Manege war dunkel. Dann flüsterte Max ins Megafon: "Regenbogen, komm!" Wieder blieb es stumm. Aber etwas anders geschah. Die ganze Zirkustruppe schloss die Augen und dachte an eine Farbe. Die Clowns dachten an Rot. Die Akrobatin an Orange. Der Hund an Gelb, so schien es. Die Musiker bliesen sanfte Töne, die wie Farbpinsel klangen.

Langsam, ganz langsam, wuchs ein Streifen Farbe in der Luft. Rot wie ein Apfel. Orange wie ein Sonnenhut. Gelb wie ein Lächeln. Grün wie ein Blatt. Blau wie ein Teich. Indigo wie ein tiefer Himmel. Violett wie ein Veilchen. Die Farben trafen sich in der Mitte der Manege und banden sich zu einem großen, leuchtenden Regenbogen. Das Licht glitzerte. Kleine Glitzerpartikel fielen wie Sterne. Das Publikum sagte erst "ooooh" und dann lachte es: "hahaha!", weil zwei kleine Jungs inmitten des Regenbogens hüpften.

Das Megafon war nicht laut. Es brauchte keine Stimme. Es brauchte Träume. Max und Emil sprangen mit den Akrobaten. Sie hielten die bunten Enden des Regenbogens. Alle Hände hielten, zogen und strichen die Farben glatt. Es fühlte sich wie Kitzeln an. Es fühlte sich wie ein Traum an, den man teilen kann.

Als der Regenbogen hoch über der Manege prangte, erstrahlte eine große Schrift aus Licht: Danke. Es war ein großes, leuchtendes Danke. Die Buchstaben glühten in allen Farben. Max und Emil hielten sich fest aneinander. Ihre Bäuche kribbelten vor Glück. Die Zuschauer standen auf und klatschten. Die Clowns verbeugten sich. Der Direktor winkte mit seinem Hut.

"Das war für die Fantasie", flüsterte Max. "Das war für uns alle", sagte Emil. Auf der Piste funkelten noch ein paar Konfetti-Sterne. Dann sangen alle ein leises Lied. Am Ende schien alles warm und bunt. Ein großes, leuchtendes Danke hing in der Luft, wie ein Stern. Max und Emil sahen es an und wussten: Manchmal reicht ein stummes Megafon und eine große Fantasie, um die Welt bunt zu machen.

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Zeltplane
Der große Stoff, aus dem das Zirkuszelt gemacht ist.
Akrobatin
Eine Person, die im Zirkus Kunststücke macht, wie springen oder sich verbiegen.
Manege
Der Bereich im Zirkus, wo die Vorstellungen stattfinden.
Fakire
Künstler, die spezielle Tricks machen, oft mit Körperbeherrschung und Gleichgewicht.
Konfetti
Kleine bunte Papierschnipsel, die bei Feiern geworfen werden.
Trommelwirbel
Ein schneller, rhythmischer Klang, der mit Trommeln gemacht wird, oft um Spannung zu erzeugen.

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