Laden läuft...
Geschichte über die Trennung und die Scheidung 9/10 Jahre Lesen 5 min.

Das kleine Wolkenkaninchen und der Schirm mit zwei Farben

Das Wolkenkaninchen Luna muss lernen, mit der Veränderung umzugehen, als ihre Eltern in verschiedene Richtungen ziehen; mit Hilfe einer weisen Nachbarin, Freunden und eigenen Briefen findet sie Wege, ihre Gefühle zu benennen und Sicherheit zu schaffen.

Lade diese Geschichte als PDF herunter

Ideal zum Teilen oder Ausdrucken dieser Geschichte!

E-Book herunterladen (.epub)

Lesen Sie diese Geschichte auf Ihrem E-Reader.

Ein kleiner Wolkenhase (Hauptfigur) mit flauschigem weißem Fell, langen weichen Ohren und großen glänzenden Augen, traurig und zugleich beruhigt, trägt einen pastellfarbenen Rucksack mit hervorlugender Sicherheitskarte und einer getrockneten Sternblume; links eine wolkige Fuchsmutter mit creme-rosafarbener, weicher Silhouette und melancholisch-zärtlichem Blick, Pfote fast nach dem Hasen ausgestreckt; rechts ein blauer Wolkenfuchsvater mit schlanker Silhouette, ruhigem, etwas distanziertem Ausdruck und einer kleinen Keksdose in der Pfote; im Hintergrund auf einer Wolkenkante ein rundlicher, steinähnlicher Vogelfreund Mino in grauen und gelben Tönen mit aufmunterndem Lächeln und Daumen hoch; Ort: Bushaltestelle auf einer Wolkenstraße bei Sonnenaufgang mit sanft geformtem Boden, pastellnebliger Landschaft, einem Nebelbaum und ferner Regenbogenhaus; Szene: familiärer Abschied, Hase zwischen den getrennten Eltern, gepackter Rucksack, sichtbare aber ruhige Emotionen; Stil: einfache runde Formen, klare Konturen, helle Pastellpalette, leichte Baumwolltexturen, warmes weiches Licht, kindgerecht klare Komposition. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Das kleine Wolkenkaninchen und der Morgen, der anders war

Luna war ein kleines Wolkenkaninchen. Ihre Ohren waren lang und weich wie Watte, und wenn sie träumte, schwebte sie leise über dem Feld der Morgennebel. An diesem Morgen spürte Luna etwas Schweres im Bauch. Ihre Eltern, zwei freundliche Wolkenfüchse, sahen sich oft an und sprachen leiser. Heute aber saßen sie nicht wie sonst zusammen beim Frühstück. Sie erklärten in einfachen Worten, dass sie bald in verschiedene Himmelsrichtungen ziehen würden. „Wir bleiben deine Eltern“, sagte Mama, „aber wir werden verschiedene Wege fliegen.“ Luna hörte zu und fühlte, wie ihre Wattefüße zitterten. Sie war träumerisch, und im Kopf wirbelten Bilder: zwei Wege, zwei Häuser, zwei Lichter. Gleichzeitig wollte sie wissen, dass alles noch sicher war.

Der Regentropfenbrief

Am Nachmittag zog sich Luna in ihren Lieblingsbaum aus Nebel zurück. Ihre Pfoten fanden Papier aus feinem Dunst, und sie begann, zu schreiben. Nicht mit Tinte, sondern mit einem leisen Regentropfen, der ihre Worte glänzend machte. Sie schrieb an Papa, obwohl sie nicht sicher war, ob sie den Brief absenden würde. „Lieber Papa, manchmal ist alles schwer. Manchmal bin ich traurig und manchmal auch wütend. Ich liebe dich und Mama. Kannst du mir sagen, wann du wieder mit mir den Sternensprung übst? Ich habe Angst, dass ich einsam werde. Dein Wolkenkaninchen Luna.“ Beim Schreiben wurde Luna klar, dass sie ihre Gefühle benennen konnte. Das machte die innere Schwere ein kleines bisschen leichter.

Der Besuch bei der Regenbogenberaterin

Die Nachbarin, eine alte Regenbogenberaterin namens Mira, merkte Lunаs Sorgen. Sie lud Luna zu einer Tasse Dämmerteethé ein und hörte zu, ohne zu unterbrechen. Mira erklärte mit sanfter Stimme, dass Veränderungen Zeit brauchen. „Dein Herz ist wie ein Schirm“, sagte sie. „Er kann gleichzeitig zwei Farben halten. Du darfst beide lieben.“ Gemeinsam malten sie eine Sicherheitskarte: Adressen der Eltern, Telefonnummern, das Zeichen für das Lieblingskuschelkissen und die Zeitpunkte, an denen Mama oder Papa Luna abholen würden. Die Karte war einfach und bunt. Luna fühlte sich verstanden. Die Regenbogenberaterin zeigte auch, wo die sicheren Orte waren: das Baumhaus der Freundinnen, die Bank neben dem Fluss, und die Telefonnummern, die immer antworteten. Das gab Luna eine feste Spur im Nebel.

Das Missverständnis am Flussufer

Ein paar Tage später traf Luna ihren Freund Mino, den kleinen Kieselvogel, am Flussufer. Er hatte gehört, dass Papa umziehen würde, und sagte unbedacht: „Dann wirst du doch niemals mehr mit ihm den Käsemond teilen, oder?“ Luna fühlte, wie die Traurigkeit wieder hochkam. Doch bevor sie losplärrte, erinnerte sie sich an ihre Regentropfenworte. Sie atmete tief, zählte bis fünf und erklärte Mino ruhig, dass sich Dinge ändern könnten, aber dass Liebe nicht verloren geht. Mino hörte zu und entschuldigte sich. Sie lachten zusammen und planten einen Ausflug: den Käsemond teilen, diesmal mit zwei Decken, eine für Mama-Eben und eine für Papa-Himmel. Das Missverständnis zeigte Luna, dass Worte helfen, wenn man sie ehrlich sagt.

Der gepackte Beutel und das leise Versprechen

Der Abschiedstag kam näher. Luna setzte sich auf ihr Bett aus Morgenflaum und schrieb noch einen Brief — diesmal an sich selbst. „Wenn du traurig bist, erinnere dich an die Karte. Ruf Mira oder Mino an. Du darfst auch wütend sein. Du darfst lieben.“ Dann packte sie ihren Beutel. Sie legte das Lieblingskuschelkissen hinein, die Sicherheitskarte, zwei kleine Keksdosen (eine für jeden Elternteil), eine Taschenlampe für die Nacht, und eine getrocknete Sternenblüte, die Mama ihr einmal gegeben hatte. Sie prüfte alles sorgfältig: nichts fehlte. Bevor sie das Haus verließ, legte sie den Regentropfenbrief in eine kleine Schachtel — nicht, um ihn zu verschicken, sondern um ihn zu behalten. Es half ihr, die Gefühle zu ordnen.

Als Mama ihre Pfote nahm, und Papa später die andere, fühlte Luna beide Umarmungen. Sie spürte, dass es möglich war, geliebt zu werden, auch wenn die Wege anders gingen. Ihre Karte lag sicher im Beutel, und ihre Regentropfenworte flimmerten in ihrem Herzen wie kleine Lichter. Sie dachte an das, was Mira gesagt hatte: „Dein Schirm hält beide Farben.“ Auf dem Weg zum Bus winkten ihr Freundinnen zu; Mino zeigte die Daumen hoch. Luna setzte sich, schaute aus dem Fenster, und atmete tief. Im Beutel war alles Wichtige — und sie wusste, dass sie gehört wurde, geliebt war und immer einen Ort hatte, an den sie zurückkehren konnte.

Ohne Werbung 3€ pro Monat

Möchten Sie eine unterbrechungsfreie Lektüre? Unterstützen Sie Oh My Tales, entfernen Sie alle Anzeigen und profitieren Sie ab 3€ pro Monat von weiteren enthaltenen Vorteilen.

Die Pläne und Preise ansehen
Teilen

Melden Sie ein Problem mit dieser Geschichte

Was haben Sie von dieser Geschichte gehalten?

Geben Sie Ihre Meinung ab, indem Sie dieser Geschichte je nachdem, was Sie und/oder Ihr Kind davon gehalten haben, eine Bewertung geben. Vielen Dank im Voraus!

Vielen Dank! Ihre Bewertung wurde berücksichtigt!

Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Morgennebel
Feiner Nebel am frühen Morgen, der alles leicht verschwommen macht
Watte
Weiches, flockiges Material, das sich leicht zusammendrücken lässt
Regentropfenbrief
Ein Brief, der mit einem Regentropfen geschrieben oder geschmückt ist
Regentropfen
Eine einzelne kleine Wasserperle, die vom Himmel fällt
Regenbogenberaterin
Eine Frau, die mit Farben oder Gefühlen hilft und Rat gibt
Dämmerteethé
Eine warme Kräuter- oder Früchteteemischung für die ruhige Zeit am Abend
Sicherheitskarte
Eine Karte mit wichtigen Informationen, die Schutz und Orientierung gibt
Baumhaus
Ein kleines Haus oder Versteck, das in den Ästen eines Baumes gebaut ist
Missverständnis
Wenn zwei Personen etwas unterschiedlich verstehen und sich falsch fühlen
Käsemond
Ein Bild oder Spielname im Text; hier etwas, das wie ein runder Mond aus Käse gedacht ist
Morgenflaum
Sehr weiche, leichte Schicht oder Decke am Morgen, wie Watte aus Dunst
Sternensprung
Ein fantasievolles Spiel oder Sprung, bei dem man an Sterne denkt
Regentropfenworte
Worte, die mit oder wie Regentropfen geschrieben oder gefühlt sind
Getrocknete Sternenblüte
Eine Blume, die getrocknet wurde und besonders aussieht wie ein kleiner Stern

Erstellen Sie eine magische und einzigartige Geschichte für Ihr Kind!

Erstellen Sie in nur wenigen Minuten ein personalisiertes Abenteuer, in dem Ihr Kind zum Helden wird. Mit unserem exklusiven Tool ist es einfach, kostenlos und unterhaltsam!

Eine Geschichte erstellen

Themen im Zusammenhang mit dieser Geschichte:

freundschaft einsamkeit sicherheit kaninchen himmel baumhaus

Laden Sie diese Geschichte herunter:

Lade diese Geschichte als PDF herunter E-Book herunterladen (.epub)

Als Nächstes zu lesen in Geschichten über Trennung und Scheidung für 9/10 Jahre

Erhalten Sie jeden Sonntagabend neue Geschichten!

Erhalten Sie 7 spannende und fesselnde Geschichten, die auf das Alter und die Vorlieben Ihres Kindes abgestimmt sind, jeden Sonntag um 17 Uhr*. Es ist kostenlos und garantiert spamfrei!
*E-Mail wird um 17 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) gesendet.
Wir mögen auch keinen Spam. Deshalb senden wir Ihnen nur Geschichten. Sie können sich jederzeit abmelden.