Kapitel 1: Ein ganz normaler Morgen
Lina, Jonas und Sophie waren beste Freunde. Jeden Morgen trafen sie sich auf dem Weg zur Schule. Lina war die Älteste und immer voller Energie, Jonas war der Denker der Gruppe, und Sophie war für ihren einfühlsamen und freundlichen Charakter bekannt. An diesem Dienstagmorgen bemerkte Sophie, dass etwas anders war. Linas Augen wirkten ein wenig traurig, auch wenn sie versuchte zu lächeln.
„Alles in Ordnung, Lina?“ fragte Sophie vorsichtig, während sie neben ihr herging.
Lina zuckte mit den Schultern. „Ja, es ist alles okay. Nur ein bisschen müde.“
Jonas, der neben ihnen lief, schaute Lina von der Seite an. Er wusste, dass sie nicht die Wahrheit sagte, aber entschied sich, sie nicht weiter zu drängen. Stattdessen erzählte er von einem lustigen Traum, den er gehabt hatte, und bald lachten sie alle zusammen.
In der Schule war der Vormittag wie immer. Mathe, Deutsch und eine lustige Kunststunde, in der sie mit bunten Farben experimentieren durften. Doch als die Schulglocke zur Mittagspause läutete, setzte sich Lina alleine auf eine Bank im Schulhof, statt mit den anderen auf die Schaukel zu gehen.
Kapitel 2: Die geheime Nachricht
Während der Pause beschlossen Jonas und Sophie, dass sie herausfinden mussten, was mit Lina los war. Sie schrieben eine kleine Nachricht auf ein Stück Papier: „Wir sind für dich da, wenn du reden möchtest. Deine Freunde, Jonas und Sophie.“
Sie überlegten, wie sie Lina die Nachricht geben könnten, ohne dass es peinlich für sie wäre. Schließlich schob Jonas die Nachricht vorsichtig in Linas Pausenbox, als sie gerade nicht hinschaute.
Am Ende des Schultages warteten sie gespannt, ob Lina etwas sagen würde. Doch Lina verabschiedete sich schnell und ging nach Hause, ohne ein Wort zu verlieren.
Auf dem Heimweg fragte Sophie: „Glaubst du, sie hat die Nachricht gefunden?“ Jonas nickte. „Ich denke schon. Wir müssen nur geduldig sein.“
Kapitel 3: Ein unerwartetes Gespräch
Am nächsten Tag schien es, als sei nichts passiert. Doch während der großen Pause kam Lina plötzlich zu Jonas und Sophie, ein wenig nervös und unsicher. „Danke für eure Nachricht“, begann sie leise. „Es ist nur… meine Eltern haben mir letzte Nacht gesagt, dass sie sich trennen.“
Sophie legte einen Arm um Lina. „Das tut mir leid, Lina. Was hast du gefühlt, als sie es dir gesagt haben?“
„Es war seltsam“, sagte Lina. „Sie haben nicht gestritten oder so. Sie haben mir gesagt, dass sie mich beide sehr lieben und dass sich nur ein paar Dinge ändern werden.“
Jonas nickte verstehend. „Du kannst immer mit uns darüber sprechen. Und wir können auch was Schönes zusammen machen, um dich aufzumuntern.“
Lina lächelte schwach. „Danke, das bedeutet mir viel.“
Kapitel 4: Änderungen und neue Routinen
In den nächsten Tagen sprachen die drei oft über Linas Situation. Lina erzählte, dass sie abwechselnd bei ihrer Mutter und ihrem Vater wohnen würde. „Es ist komisch, aber auch irgendwie okay“, gestand Lina. „Ich habe jetzt zwei Zimmer!“
Jonas fand das spannend. „Zwei Zimmer? Das klingt cool! Und vielleicht kannst du sie ganz unterschiedlich gestalten.“
„Ja, und beim Umziehen helfen wir dir natürlich“, ergänzte Sophie begeistert.
Die Freunde beschlossen, am Wochenende bei Lina zu Hause zu helfen, um ihr neues Zimmer einzurichten. Sie malten Bilder für die Wände und bastelten bunte Girlanden.
Kapitel 5: Der besondere Nachmittag
Am Samstag kam Sophie mit einem großen Sack voller bunter Stoffe, und Jonas brachte eine Kiste mit Bastelmaterial. Linas neues Zimmer sollte besonders gemütlich werden.
Sie verbrachten den Nachmittag damit, kreative Dekorationen zu basteln und aufzustellen. Linas Mutter brachte ihnen Kekse und Limonade, während sie arbeiteten. Es war ein Nachmittag voller Lachen und Kreativität.
„Ich habe so viel Spaß“, sagte Lina strahlend, während sie die Girlande über ihr Bett hängte. „Danke, dass ihr hier seid.“
„Das ist, was Freunde tun“, sagte Jonas fröhlich. „Und jetzt hast du ein Zimmer, das genau zu dir passt.“
Sophie nickte. „Und wann immer du reden möchtest, sind wir da.“
Kapitel 6: Frische Laken und neue Anfänge
Am Abend, als die Freunde nach Hause gegangen waren, saß Lina in ihrem neuen Zimmer und betrachtete die bunten Dekorationen. Es fühlte sich gemütlich und vertraut an. Ihre Eltern hatten daran gedacht, frische Laken auf ihr Bett zu legen. Sie rochen nach Lavendel und fühlten sich weich an.
Lina dachte an die letzten Tage. Es war viel passiert, doch sie wusste jetzt, dass sie ihre Freunde jederzeit um Unterstützung bitten konnte, und das gab ihr ein Gefühl von Sicherheit.
Bevor sie einschlief, lächelte Lina. Sie wusste, dass sich einiges ändern würde, aber eines blieb immer gleich: die Liebe ihrer Eltern und die Freundschaft von Jonas und Sophie. Und das war genug, um sich sicher und geliebt zu fühlen.