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Zeitreisegeschichte 9/10 Jahre Lesen 9 min. Verfügbar als Hörgeschichte

das geheimnisvolle zeitreisemedaillon

Max, Jonas, Emil und Ben entdecken ein magisches Medaillon in einer alten Villa, das sie auf aufregende Reisen in die Zukunft und die Vergangenheit fĂĽhrt, wo sie wichtige Lektionen ĂĽber Freundschaft und Zusammenarbeit lernen.

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Es gibt vier Kinder: Max, ein 9-jähriger Junge mit zerzausten braunen Haaren und runden Brillen, trägt ein blaues T-Shirt mit einem Drachen und eine beige Shorts und hält ein glänzendes Medaillon in der Hand. Jonas, ebenfalls 9 Jahre alt, hat blonde Haare und viel Energie, trägt einen roten Sweatshirt und Jeans, lächelt breit und schaut neugierig auf das Medaillon. Emil, ein 9-jähriger Junge mit kastanienbraunen Haaren und funkelnden Augen, trägt ein kariertes Hemd und Cargo-Hosen und beugt sich interessiert über das Medaillon. Ben, ebenfalls 9 Jahre alt, hat schwarze Haare und eine Mütze, trägt ein grünes T-Shirt und Shorts, steht etwas im Hintergrund mit verschränkten Armen und skeptischem Ausdruck. Die Kinder befinden sich in einem alten, staubigen Herrenhaus mit alten Ziegelwänden und Spinnweben in den Fenstern. Sonnenstrahlen fallen durch die eingestürzte Decke und beleuchten alte Gegenstände und verstreute Bücher auf dem Boden. Die Hauptsituation zeigt, wie die Kinder das geheimnisvolle, intensiv leuchtende Medaillon in Max' Hand entdecken. Sie sind alle fasziniert und ein wenig besorgt, während ein strahlendes Licht beginnt, sie zu umhüllen und den Beginn ihrer Zeitreise signalisiert. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Die Audio-Version ist kostenlos fĂĽr diese Geschichte verfĂĽgbar:

Dauer der Hörgeschichte: 10:45

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Kapitel 1: Das glitzernde Medaillon

Max, Jonas, Emil und Ben waren beste Freunde, die in einer kleinen Stadt am Waldrand lebten. Sie waren neun Jahre alt – na gut, Jonas behauptete immer, er sei schon fast zehn – und liebten Abenteuer. An diesem sonnigen Samstagnachmittag stromerten sie durch den alten Park. Die Bäume warfen lange Schatten, und aus dem Gebüsch hörte man das Zwitschern der Vögel.

„Lasst uns zur alten Villa gehen!“, schlug Emil vor und grinste frech. „Vielleicht finden wir einen Schatz!“

Ben zuckte mit den Schultern. „Da gibt's doch nur Spinnweben und Staub.“

Max aber war neugierig. „Komm schon, Ben! Stell dir vor, was wir alles entdecken könnten!“

Also liefen sie gemeinsam zur alten Villa, die am Rande des Parks stand. Die Fenster waren mit Brettern vernagelt, die TĂĽren quietschten im Wind. Doch Emil entdeckte ein loses Brett am Hintereingang.

„Hier, schaut mal!“, rief er. Sie kletterten vorsichtig durch die Lücke und fanden sich in einem dunklen Flur wieder. Staub tanzte in den Sonnenstrahlen, die durchs Dach fielen.

Jonas zog seine Taschenlampe aus der Hosentasche. „Gute Idee, Jonas!“, lobte Max.

Sie leuchteten durch die Räume und entdeckten schließlich eine kleine Tür. Hinter der Tür lag ein winziger Dachboden. Zwischen alten Büchern und zerbrochenen Uhren schimmerte etwas Goldenes.

Max bĂĽckte sich und hob ein rundes Medaillon auf. Es fĂĽhlte sich kĂĽhl und schwer an. In der Mitte waren seltsame Zeichen eingraviert.

„Was ist das?“, fragte Ben neugierig und berührte das Medaillon.

Plötzlich leuchtete es hell auf. Die Freunde zuckten zurück. Im nächsten Moment fühlten sie sich, als würden sie durch einen Tunnel gezogen. Ein Wirbel aus Farben und Licht umgab sie.

Kapitel 2: Willkommen in der Zukunft

Mit einem leisen Plopp landeten sie auf festem Boden. Alles war anders. Die Luft roch seltsam frisch, und um sie herum summten kleine Drohnen. Die Straße bestand aus glattem, blauem Material, auf dem bunte Fahrzeuge ganz ohne Räder lautlos hin und her glitten.

„Wo sind wir?“, flüsterte Emil.

Max hielt das Medaillon fest. Es war nicht mehr golden, sondern schimmerte jetzt silbrig-blau.

Ein Roboter mit freundlichen, leuchtenden Augen rollte auf sie zu. Er hatte lange Arme, an deren Ende sich winzige Werkzeuge drehten.

„Willkommen in Neutropolis!“, sagte der Roboter mit fröhlicher Stimme. „Mein Name ist Rollo. Ihr scheint neu hier zu sein.“

Jonas staunte. „Bist du… echt?“

„Natürlich!“, lachte Rollo. „Alles ist möglich in der Zukunft.“

Die Jungs blickten sich um. Gebäude ragten bis in die Wolken, in den Parks wuchsen Bäume mit bunten Früchten, und Kinder spielten auf schwebenden Plattformen.

Ben stieß Max an. „Wie kommen wir wieder nach Hause?“

Max zuckte ratlos mit den Schultern. „Ich weiß nicht… das Medaillon vielleicht?“

Rollo sah das Medaillon und piepte. „Das ist ein Zeitreisemedaillon! Es ist sehr selten. Ihr müsst lernen, es richtig zu benutzen.“

„Wie das?“, fragte Emil.

„Ihr müsst etwas Wichtiges lernen, bevor es euch nach Hause bringt“, erklärte Rollo. „Folgt mir!“

Sie folgten Rollo zum Zentrum der Stadt. Unterwegs begegneten sie Kindern, die Roboterfreunde hatten, und Erwachsenen, die mit ihren Gedanken fliegende Fahrräder steuerten.

Max fragte: „Wie lebt man hier? Was ist anders als bei uns?“

Ein Mädchen, das mit einem flauschigen Roboterhund spielte, antwortete: „Wir achten darauf, dass wir die Natur schützen und alle freundlich miteinander umgehen. Jeder hilft jedem.“

Jonas staunte. „Und die Roboter helfen euch?“

„Ja“, sagte das Mädchen, „sie sind unsere Freunde. Aber wir müssen auch für sie sorgen.“

Ben dachte nach. „Das ist cool. Vielleicht wäre das bei uns auch gut.“

Kapitel 3: Ein Tag in Neutropolis

Rollo schlug vor, dass die Jungs einen Tag wie die Kinder in Neutropolis verbringen. Max war sofort begeistert. Seine Freunde stimmten zu.

Zuerst besuchten sie die Schule der Zukunft. Die Klassenräume waren riesig, und überall standen Bildschirme, die Wissen aus der ganzen Welt zeigten. In einer Ecke experimentierten Kinder mit kleinen Raketen.

„Hier lernt jeder das, was ihn interessiert“, erklärte Rollo. „Wollt ihr mal ausprobieren?“

Emil warf einen Ball in eine Maschine, die daraus ein Hologramm machte. Max schrieb seinen Namen auf einen Bildschirm, und schon tauchte ein 3D-Bild von ihm auf.

„Wow!“, rief Jonas. „Bei uns gibt's nur Tafeln und Kreide!“

Nach der Schule halfen sie in den Gärten. Dort wuchsen Pflanzen in bunten, schwebenden Töpfen. Die Kinder erklärten ihnen, wie wichtig es ist, Wasser zu sparen und keine Lebensmittel zu verschwenden.

Ben pflanzte eine Tomate und lachte: „So macht Gartenarbeit richtig Spaß!“

Später, im Wissenschaftslabor, zeigte Rollo ihnen, wie man kleine Roboter baut. Max und Emil schraubten begeistert an ihren eigenen Mini-Robotern. Jonas programmierte seinem Roboter einen Tanz.

„Hier passiert wirklich immer etwas Spannendes“, stellte Max fest.

Am Abend, als die Sonne unterging, trafen sich alle Kinder und Roboter auf dem großen Platz. Sie spielten zusammen Musik, lachten und erzählten Geschichten. Die Jungs fühlten sich wohl und wünschten sich fast, noch länger bleiben zu können.

Doch als Max das Medaillon betrachtete, leuchtete es plötzlich auf.

Kapitel 4: Eine Reise in die Vergangenheit

Ein weiterer Lichtblitz, ein weiteres Gefühl, als ob sie durch einen Wasserstrudel gezogen würden – und schon standen Max, Jonas, Emil und Ben auf einer staubigen Straße. Über ihnen knatterte ein alter Doppeldecker am Himmel. Pferdekutschen fuhren an ihnen vorbei, und die Menschen trugen seltsame Kleidung.

„Wo sind wir jetzt?“, fragte Jonas.

Ein Junge mit Hosenträgern und Mütze winkte ihnen zu. „Ihr seht aber komisch aus. Seid ihr aus Amerika?“

Die Freunde lachten. „Nein, wir… sind irgendwie zu Besuch“, antwortete Ben ausweichend.

Der Junge hieß Paul und zeigte ihnen stolz seine Stadt. Sie waren in den 1920er Jahren gelandet! Die Häuser waren aus Backstein, Autos waren selten, und die meisten Menschen gingen zu Fuß.

„Bei uns gibt's noch keine Computer“, erklärte Paul. „Aber wir haben Bücher und Zeitungen. Und ich kann Fahrrad fahren ohne Hände!“

Paul führte sie zum Markt, wo bunte Stände mit frischem Obst, Gemüse und Spielzeug aufgebaut waren. Ein Verkäufer schenkte ihnen einen Apfel.

„Man muss teilen können“, sagte Pauls Mutter freundlich.

An der Schule erklärten die Lehrer viel mit Kreide und Tafeln. Die Kinder mussten ordentlich sitzen und durften erst sprechen, wenn sie aufgerufen wurden. Aber in der Pause spielten sie gemeinsam Fangen und Verstecken.

Jonas flüsterte zu Max: „Ganz schön streng hier, aber auch irgendwie witzig.“

Am Nachmittag halfen sie Paul, Wasser vom Brunnen zu holen und Holz fĂĽr den Kamin zu stapeln. Dabei lernten sie, wie wichtig es ist, zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu helfen.

Emil seufzte: „Hier ist alles viel einfacher, aber auch anstrengender.“

Als die Sonne unterging, zogen die Freunde das Medaillon hervor. Es begann erneut zu leuchten.

Kapitel 5: Die Entscheidung

Die Jungs fanden sich plötzlich zurück im alten Dachboden der Villa wieder. Alles war wie zuvor: Staub, Spinnweben, Sonnenstrahlen. Das Medaillon lag still in Max' Hand, wieder golden und warm.

Sie schauten sich an. Jonas war der Erste, der sprach: „Das war verrückt! Erst die Zukunft, dann die Vergangenheit…“

Ben nickte. „Und überall haben wir was gelernt. In der Zukunft hilft man sich mit Technik und achtet auf die Natur. In der Vergangenheit musste jeder hart arbeiten, aber man hat immer geholfen.“

Emil dachte nach. „Ich glaube, das Medaillon wollte, dass wir verstehen, wie wichtig es ist, aus der Vergangenheit zu lernen, damit wir die Zukunft besser machen.“

Max lächelte. „Und dass wir da, wo wir leben, auch was verändern können. Jeder kann helfen, egal in welcher Zeit.“

Sie kletterten aus der Villa und liefen nach Hause. Doch das Medaillon nahmen sie mit – als Erinnerung an ihre Reise und als Versprechen, sich immer gegenseitig zu helfen.

Am Abend, als sie von ihren Abenteuern erzählten, wusste keiner der Erwachsenen, dass ihre Geschichten wirklich passiert waren. Doch die vier Freunde schauten sich an und wussten: Sie hatten etwas erlebt, das sie nie vergessen würden.

Und vielleicht, nur vielleicht, würde das Medaillon eines Tages wieder leuchten…

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Medaillon
Ein rundes SchmuckstĂĽck, das oft eine besondere Bedeutung hat und manchmal ein Geheimnis birgt.
Villa
Ein großes, schönes Haus, oft in einem Garten oder Park gelegen.
Dachboden
Der Raum unter dem Dach eines Hauses, oft zur Aufbewahrung von alten Sachen genutzt.
Hologramm
Ein dreidimensionales Bild, das mit Licht erzeugt wird und aussieht, als ob es im Raum schwebt.
Brunnen
Ein Ort, an dem Wasser aus der Erde sprudelt oder gefördert wird, oft in Parks oder Städten zu finden.
Zeichen
Symbole oder Buchstaben, die etwas darstellen oder eine Bedeutung haben.

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