Kapitel 1: Das glitzernde Etwas
Max, Finn und Leo saßen auf dem Schulhof und kauten auf ihren Pausenbroten herum. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten, und alles war ziemlich normal – bis Max plötzlich mit dem Finger auf etwas zeigte, das so hell funkelte, dass sogar Leo, der am liebsten schlief, die Augen weit aufriss.
„Was ist das denn?“, rief Finn und sprang auf, als hätte ihn eine Ameise gebissen.
„Sieht aus wie ein Diamant, aber es bewegt sich!“, sagte Leo, der sonst nie übertreibt, außer wenn es um Essen oder Schlafen geht.
Die drei rannten zu dem glitzernden Ding. Es war kein Diamant, sondern ein winziges, glitzerndes Hüpfding, das immer wieder in die Luft sprang wie ein Flummi auf Koffein. Und direkt daneben lag – warum auch immer – ein geschlossener, quietschbunter Regenschirm.
„Den kenn ich nicht, den Schirm“, sagte Max und beugte sich näher. „Aber das Glitzerding will wohl, dass wir ihm folgen!“
Das Glitzerding hüpfte Richtung Sportplatz. Max, Finn und Leo zögerten keine Sekunde. Sie folgten dem funkelnden Flummi – und vergaßen dabei völlig, dass sie eigentlich ihre Brote aufessen wollten.
Kapitel 2: Der Sprung in die Sprungwelt
Am Rande des Sportplatzes hüpfte das Glitzerding auf einen merkwürdigen, riesigen Sprungfederhaufen zu. Die Federn glänzten silbern und waren so groß wie Feuerwehrschläuche.
„Wer baut denn so was?“, fragte Finn und stieß Leo an.
Max grinste. „Vielleicht ein Riesenkänguru?“
Plötzlich sprang das Glitzerding mitten auf die größte Feder – und zack! – schoss mit einem lauten Boing! in die Luft. Max kicherte. „Das will uns wohl zeigen, wie's geht!“
„Na, dann...“, rief Finn und hüpfte auf die Feder. Leo zuckte die Schultern und folgte, Max hinterher. Sie landeten mit einem Boing-Boing-Boing! in einer Welt, die aussah wie ein riesiger Hof voller Sprungfedern, Spiralen und Trampoline. Überall sprangen bunte Frösche, lachende Gummibälle und sogar tanzende Schrauben herum.
„Das ist ja wie in einem Comic!“, rief Leo und machte einen Purzelbaum – natürlich auf einer Sprungfeder.
Kapitel 3: Die Gerichtsverhandlung der Sprungfedern
Kaum hatten sich die Jungs umgesehen, wurden sie von einer Horde quirliger, schimmernder Federn umringt. Die größte Feder, mit Zylinder und Monokel, hüstelte und sprach:
„Willkommen im Hof der Sprungfedern! Ihr seid angeklagt, weil ihr ohne Erlaubnis gehüpft seid!“
Max lachte. „Gibt's hier echt ein Sprunggericht?“
„Aber sicher!“, antwortete die Feder und schnippte mit ihrem Spiralende. „Der Sprungrichter ist streng, aber gerecht.“
Finn flüsterte: „Was, wenn wir schuldig sind? Werden wir zu 100 Sprüngen auf einmal verurteilt?“
Leo schüttelte den Kopf. „Ich kann nicht mal bis zehn springen, ohne umzufallen!“
Da trat das Glitzerding als Zeuge auf und sagte mit einer Stimme, die wie Glöckchen klang: „Sie sind meine Freunde! Und sie haben den Schirm dabei!“
Alle Federn staunten. „Den Schirm? Den legendären Schirm der Sprungwelt?“
Max hielt den bunten Regenschirm hoch. „Den hier?“
Die Federn verneigten sich, so gut man sich als Feder verneigen kann. „Nur wer den Schirm öffnet, darf in der Sprungwelt bleiben!“
Kapitel 4: Das große Öffnen und der Sprungregen
„Na dann, Max, mach schon!“, rief Finn. Leo hüpfte vor Aufregung auf der Stelle.
Max spannte den Schirm auf. Doch anstatt Regen oder Schatten passierte etwas ganz anderes: Ein bunter Regen aus winzigen Sprungfedern prasselte auf die Jungs herab. Jede Feder kitzelte an den Ohren, am Bauch, an den Zehen.
„Hahaha! Das kitzelt!“, quietschte Finn.
Leo kugelte sich vor Lachen. Max musste so lachen, dass er fast den Schirm fallen ließ. Die Sprungfedern tanzten, klatschten und sangen ein Lied, das ungefähr so klang:
„Boing, boing, hüpf und spring,
Mit dem Schirm wird alles Swing!
Wer hier lacht und niemals weint,
Der bleibt, bis die Sonne scheint!“
Die Jungs lachten, sangen mit und hüpften noch ein paar Mal, bis ihnen schwindelig war. Das Glitzerding zwinkerte ihnen zu. „Ihr seid jetzt Ehrenfedern!“
Kapitel 5: Zurück mit einem Sprung
Nach einer Weile wurden die Sprünge langsamer, die Federn müder, und die Sonne in der Sprungwelt ging langsam unter. Das Glitzerding sagte: „Zeit, nach Hause zu hüpfen! Aber vergesst nicht: Der Schirm bringt euch immer wieder her, wenn ihr mal springen wollt!“
Die drei Jungs stellten sich auf die größte Sprungfeder, hielten sich am Schirm fest, und – Boing! – landeten sie wieder auf dem Schulhof, direkt neben ihren halb aufgegessenen Broten.
„War das ein verrückter Ausflug!“, rief Leo.
Finn kicherte: „Ich glaub, mein Bauch hüpft noch!“
Max klappte den Schirm zu und grinste. „Nächstes Mal nehmen wir noch mehr Brote mit. Springen macht hungrig!“
Sie schauten sich an, lachten und beschlossen, morgen wieder nach dem Glitzerding Ausschau zu halten – und natürlich nach dem Schirm, der alles möglich machte.
Und während die Sonne langsam unterging, fühlten sich Max, Finn und Leo ein bisschen leichter – und irgendwie so, als könnten sie jeden Moment wieder boingend in ein neues Abenteuer springen.