Jeden Morgen zieht der kleine Ben seine gelbe Jacke an, bevor er mit Mama in den Park geht. Heute rascheln die Blätter unter seinen Füßen ein bisschen lauter. Der Herbst ist da, hat seine Mama gesagt. Ben liebt den Herbst, weil die Bäume in bunten Farben leuchten. Rot, orange, gelb – alles sieht aus wie ein schönes Bild.
Im Park findet Ben einen großen Haufen aus Blättern. Er freut sich und springt hinein. „Schau mal, Mama!“, ruft er. Die Blätter wirbeln um ihn herum. Mama lacht und sagt: „Du bist ein richtiger Wirbelwind!“
Plötzlich entdeckt Ben etwas auf dem Boden. Es ist eine glänzende, gelbe Kastanie. „Was ist das?“, fragt er neugierig. Mama setzt sich neben ihn und erklärt: „Das ist eine Kastanie. Im Herbst fallen sie von den Bäumen. Wir können sie sammeln und damit spielen.“ Ben lächelt und steckt die Kastanie in seine Tasche. Er fühlt sich wie ein kleiner Entdecker.
Weiter geht es über die Wiese. Der Wind pustet sanft und die Sonne kitzelt auf der Nase. Ben sieht einen Apfelbaum, dessen Äpfel in der Sonne glitzern. Neben dem Baum wächst ein kleiner Birnenbaum. Ein paar reife, gelbe Birnen hängen an seinen Zweigen. Mama pflückt eine Birne und reicht sie Ben. „Mmh, lecker“, sagt Ben, nachdem er einen Bissen genommen hat. Der Saft tropft ihm über das Kinn und er kichert.
Mama und Ben setzen sich auf eine Bank. Sie schauen den tanzenden Blättern zu und hören, wie die Vögel zwitschern. Der Herbst duftet nach Erde und reifen Früchten. Es ist ruhig und friedlich.
„Weißt du, Ben“, sagt Mama, „im Herbst bereiten sich die Bäume auf den Winter vor. Die Blätter fallen, damit die Bäume im Frühling neue bekommen können.“ Ben nickt. Er mag es, wenn Mama ihm solche Geschichten erzählt.
Als die Sonne langsam tiefer sinkt, gehen sie nach Hause. In der Küche riecht es nach frisch gebackenem Brot. Mama deckt den Tisch mit einem karierten Tuch. „Hilfst du mir, Ben?“, fragt sie. Ben hilft, die Teller und Tassen aufzustellen. Das macht er gerne, denn er fühlt sich dann wie ein großer Junge.
Bens Papa kommt aus dem Garten und bringt einen Korb voller Äpfel mit. „Schau mal, was ich gefunden habe“, sagt er und zeigt Ben einen besonders großen Apfel. Ben gluckst vor Freude.
Während sie zusammen am Tisch sitzen, erzählt Ben von seinem Tag im Park, von den Kastanien und der leckeren Birne. Mama und Papa hören ihm lächelnd zu. Der Abend ist warm und gemütlich.
Als Ben später in seinem Bett liegt, denkt er an den schönen Tag. Er kuschelt sich in seine Decke und schließt die Augen. „Gute Nacht, Herbst“, flüstert er leise.
So schläft Ben ein, glücklich und zufrieden, mit der Vorfreude auf den nächsten Tag, an dem wieder viele Abenteuer und Entdeckungen auf ihn warten. Der Herbst, denkt er, ist wirklich etwas ganz Besonderes.