Kapitel 1: Die bunten Blätter im Park
Marie, Emma, Lilli und Sofia treffen sich morgens im großen Park. Die Sonne scheint weich durch die Wolken, und der Wind ist kühl auf den Wangen. In ihren Mänteln laufen die Mädchen Hand in Hand. Überall sieht der Park anders aus als im Sommer. Die Bäume tragen Blätter in Orange, Gelb und Rot. Die Blätter fallen sanft wie kleine Schmetterlinge vom Himmel. Der Boden ist bedeckt mit einem bunten Teppich aus Blättern. Es raschelt ganz laut, wenn die Mädchen durch die Blätter laufen.
Marie ruft: „Hört ihr das Rascheln? Das klingt lustig!“
Emma lacht: „Ja, und es riecht so anders! Nach Erde, nach frischer Luft!“
Lilli freut sich: „Im Herbst ist der Park am schönsten. Die Farben sind so fröhlich!“
Sofia winkt mit einem Stock: „Lasst uns einen Blätterhaufen machen!“
Alle helfen mit. Sie sammeln viele Blätter, große und kleine, runde und spitze, rote, gelbe, orangefarbene. Immer wieder lassen sie die Blätter durch die Finger rieseln. Sie lachen dabei. Lilli fährt mit ihrem Rollstuhl am Blätterhaufen vorbei, lässt die bunten Blätter fliegen und ruft: „Schaut, wie sie tanzen!“
Gemeinsam machen sie eine große, weiche Blätterschale. Sie springen vorsichtig hinein. Die Blätter kitzeln auf der Haut und duften nach Herbst. Die Mädchen kuscheln sich hinein und schauen in den Himmel. Ein Vogel fliegt vorbei. „Im Herbst fliegen die Vögel in den Süden“, sagt Emma. „Sie suchen warme Länder, weil es bald kalt wird.“
Marie nickt. „Auch wir müssen zu Hause alles warm und gemütlich machen. Komm, gehen wir los!“
Kapitel 2: Im Garten helfen
Die Mädchen laufen zu Maries Haus. Der Garten ist voller bunter Blätter. Die Blumen sehen müde aus, die Beete sind braun und leer. Die Luft ist frisch, manchmal nieselt es ein wenig. Die Mädchen ziehen sich Gummistiefel an und holen kleine Kinderschaufeln und Körbe. Sie wollen helfen, alles für den Winter vorzubereiten.
Emma sammelt die letzten Äpfel vom Gras auf. „Wir können Apfelmus machen!“, ruft sie. Marie bringt das Körbchen mit den Äpfeln in die Küche. Lilli und Sofia helfen, die Beete sauber zu machen. Sie ziehen die alten Pflanzen behutsam aus der Erde. Lilli lacht: „Die Pflanzen schlafen jetzt bis zum Frühling.“ Sofia nickt: „Wir decken sie mit Laub und Stroh zu, damit sie nicht frieren.“
Vorsichtig legen sie Laub auf die Erde. Sie fühlen das weiche, feuchte Laub mit ihren Händen. Es riecht nach Wald, es ist warm und gemütlich. Marie sagt: „Jetzt haben die Pflanzen eine Decke. Wie im Bett!“
Danach sammeln die Mädchen Zweige und Tannenzapfen. Sie stapeln Holz für den Kamin. Gemeinsam tragen sie die kleinen Äste ins Haus. Es ist spannend, wie alles vorbereitet wird. „Im Winter macht das Feuer im Kamin alles warm und wohlig“, erklärt Marie.
Lilli gießt noch schnell die letzten Blumen. „Jetzt bekommen sie einen letzten Schluck Wasser, bevor es friert.“ Alle nicken. Die Girls sind stolz, wie gut sie zusammengearbeitet haben.
Kapitel 3: Drinnen wird es gemütlich
Drinnen im Haus riecht es lecker nach Apfelmus und Zimt. Der Ofen brummt leise, und die Mädchen setzen sich zusammen an den Tisch. Sie trinken warmen Kindertee und knabbern Apfelstücke. Marie holt eine bunte Decke und legt sie über alle. „Es ist schön, zusammen zu sein“, sagt sie.
Sie basteln mit bunten Blättern, Zapfen und Eicheln kleine Herbstmännchen. Lilli schneidet Papierblätter. Sofia malt lachende Sonnen auf orangefarbene Blätter. Emma klebt alles auf ein großes Blatt Papier. „Unser Herbstbild ist ganz bunt!“, ruft sie.
Draußen trommelt der Regen leise ans Fenster. Drinnen ist es warm und hell. Die Mädchen singen Lieder über den Herbst. Sie hören das Knistern im Kamin. Sie erzählen sich Geschichten von Tieren, die Winterschlaf machen. „Die Igel schlafen jetzt in ihrem Nest“, sagt Emma. „Die Eichhörnchen haben Nüsse gesammelt“, fügt Sofia hinzu.
Die Mädchen fühlen sich geborgen. Sie wissen: Im Herbst macht man es sich zusammen schön, man hilft einander und teilt die kleinen Freuden. Jeder, ob groß oder klein, kann mithelfen und zusammen lachen.
Kapitel 4: Die Freude am Herbst teilen
Am nächsten Tag gehen die Mädchen noch einmal in den Park. Sie nehmen ihre gebastelten Herbstmännchen mit. Die Sonne scheint golden durch die Wolken. Im Park treffen sie andere Kinder. Sie zeigen stolz, was sie gebastelt haben. Die anderen Kinder freuen sich und basteln mit.
Sie sammeln zusammen Kastanien, Eicheln und noch mehr bunte Blätter. Lilli rollt mit dem Rollstuhl durch einen Laubweg, alle lachen. Sie werfen die Blätter in die Luft und fangen sie wieder auf. Sie spüren den Wind im Gesicht und das Kitzeln der Blätter auf den Händen.
Emma sagt: „Im Herbst kann jeder Spaß haben, drinnen und draußen!“ Sofia nickt: „Wir helfen uns und teilen alles. Das macht den Herbst schön.“
Am Abend gehen die Mädchen nach Hause. Sie winken dem Park zu, der jetzt ganz ruhig ist. Die Sonne geht unter und taucht die Bäume in goldenes Licht. Sie wissen: Der Herbst ist eine besondere Zeit. Es gibt viel zu sehen, zu fühlen und zu erleben.
Zusammen kuscheln sie sich zu Hause auf das Sofa, trinken warmen Tee und erzählen, was ihnen am Herbst am besten gefällt. Marie mag das Blättersammeln. Emma liebt Apfelmus. Lilli freut sich auf die Kerzen und das Basteln. Sofia mag den Wind und die bunten Farben.
Sie sind froh, dass sie zusammen sind. Sie wissen: Jeder Tag im Herbst ist besonders, wenn man ihn mit Freunden teilt. Zusammen schaffen sie alles – drinnen und draußen, im Garten, im Park und zu Hause.
Am Abend schließen sie die Augen. Sie träumen von tanzenden Blättern, warmem Feuer, duftendem Apfelmus und fröhlichem Lachen. Herbst ist schön, wenn wir gemeinsam sind.