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Geschichte über Neurodiversität 11/12 Jahre Lesen 16 min.

Mina und der Stärken-Parcours: Eine Geschichte über Dysorthographie

Mina und ihre Freundinnen planen für den Schulmarkt einen inklusiven „Stärken-Parcours“, bei dem sie mit kreativen Stationen zeigen, dass verschiedene Denk- und Lernweisen wertvoll sind und Fehler Lernchancen bieten.

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Fünf Personen: Mina, Mädchen, 12, braune Bobhaare, leichte Sommersprossen, runde Brille, steht links hinter dem Stand und macht kurz Pause mit der Hand an einer Wasserflasche; Leni, Mädchen, 12, blondes hoher Pferdeschwanz, breites Lächeln, rechts am Tisch mit einem großen handbemalten Schild mit bunten Pfeilen; Zara, Mädchen, 12, glattes schwarzes Haar, ruhiger Blick, vorne in der Mitte, gebeugt zu einer Besucherin und erklärt leise mit einer Karte mit Ohren-Symbol; Paula, Mädchen, 12, rote gebundene Haare, Notizbuch und Post-its sichtbar, rechts hinterm Tisch, reicht einem Besucher eine kleine „Strategie“-Karte; kleine Besucherin, ca. 9, hellbraune geflochtene Haare, sitzt links vor dem Tisch, Augen geschlossen, Hände auf den Knien und hört die Anweisung „leise hören“. Ort: Schulmarktstand auf einem hellen Holztisch mit beiger, farbfleckiger Tischdecke, Pappschildern mit bunten Symbolen (Ohr, Hand, Schildkröte, Herz), pastellfarbenen Bannern, Lichterketten, Plastikbechern und Kartenstapeln; Stimmung: warm, lebendig, inklusiver Bastelcharakter, pastellreiche Farben, weiche Formen. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1: Ideen zuerst

Mina schrieb nie einfach drauflos. Erst kamen die Ideen. Dann, ganz zum Schluss, die Rechtschreibung – weil sie Dysorthographie hatte und Buchstaben bei ihr manchmal wie unruhige Fische durcheinanderschwammen. In ihrem Heft standen deshalb zwei Spalten: links „Gedanken“, rechts „Wörter prüfen“.

Es war Montag, kurz nach der großen Pause. Im Klassenraum roch es nach Filzstiften und nassen Jacken. Frau Keller klatschte in die Hände. „Guten Morgen! In zwei Wochen ist unser Schulmarkt. Jede Gruppe gestaltet einen Stand. Ihr dürft euch aussuchen: Spiel, Essen, Info oder etwas ganz Neues.“

Mina rutschte auf ihrem Stuhl nach vorn. Ein Schulmarkt war wie ein kleines Projekt-Labyrinth: viele Wege, viele Schilder. Genau ihr Ding – solange sie die Schilder nicht alleine schreiben musste.

Neben ihr saßen drei Freundinnen, alle ungefähr zwölf: Leni, die schnell redete und noch schneller lachte; Zara, die ruhig war und alles ganz genau beobachtete; und Paula, die immer einen Plan B in der Tasche hatte, meistens als Post-it.

„Wir machen was mit Rätseln!“, flüsterte Leni sofort.

„Oder etwas, das wirklich hilft“, sagte Zara und tippte mit dem Finger auf das Arbeitsblatt. „Inklusion ist doch dieses Jahr unser Thema.“

Paula zog ein kleines Notizbuch hervor. „Wir könnten einen Stand machen: ‚Stärken finden‘. Besucher ziehen Karten mit Aufgaben, und wir zeigen Strategien.“

Mina nickte. In ihrem Kopf klickten Zahnräder. „Ja. Ein Parcours. Nicht Sport… eher… Alltag.“ Sie schrieb in die linke Spalte: Parcours – Alltag – Stärken.

Frau Keller ging herum und hörte zu. „Eure Idee?“

„Ein Stärken-Parcours“, sagte Paula. „Mit Stationen, an denen man merkt, dass jeder anders denkt und das gut ist.“

Frau Keller lächelte. „Das passt wunderbar. Denkt daran: Der Stand muss klar sein. Kurze Sätze. Gute Beschriftung.“

Mina spürte, wie ihr Bauch kurz schwer wurde. Beschriftung.

Leni stupste sie an. „Du machst die coolen Aufgaben, Mina. Ich male die Schilder!“

„Und ich checke, ob alles fair ist“, ergänzte Zara.

Paula grinste. „Und ich organisiere den Kram. Teamarbeit: Mina denkt, Leni malt, Zara prüft, ich plane.“

Mina atmete aus. Ein Team war wie ein Geländer. Man konnte trotzdem selbst laufen, aber man fiel nicht so schnell.

Kapitel 2: Die Stationen entstehen

Am Nachmittag trafen sie sich bei Mina in der Küche. Draußen trommelte Regen gegen das Fenster, drinnen knisterte der Toaster. Minas Mutter stellte Apfelschnitze auf den Tisch. „Ich bin im Wohnzimmer, falls ihr was braucht.“

Mina legte ihr Heft auf. „Okay. Erst Ideen, dann Wörter.“

„Ich will eine Station mit Geräuschen!“, sagte Leni und machte „Bumm-bumm“ auf den Tisch.

Zara schüttelte den Kopf, aber sie lächelte dabei. „Nicht zu laut. Einige mögen das nicht.“

„Wie wäre es mit ‚Leise hören‘?“, schlug Mina vor und schrieb links: Leise hören – drei Dinge finden. „Man sitzt eine Minute still und notiert drei Geräusche.“

Paula nickte. „Gut, das ist realistisch. Und dann gibt's eine Strategie: Augen kurz schließen, tief atmen.“

Zara ergänzte: „Und wir schreiben dazu: ‚Wenn es dir zu viel wird, mach eine Pause.‘“

Leni kritzelte schon ein Schild. „Pause ist mein Lieblingswort.“

Mina kicherte. Dann kam die nächste Idee: „Eine Station ‚Ordnen‘. Man bekommt fünf Gegenstände und muss sie in eine sinnvolle Reihenfolge bringen, wie morgens im Bad: Zahnbürste, Handtuch, Seife…“

„Und jemand anderes ordnet nach Farben oder Größe“, sagte Zara. „Dann merkt man: Es gibt mehrere richtige Wege.“

Paula schrieb auf ein Post-it: „Mehrere Lösungen = okay.“

Mina spürte, wie ihr Kopf warm wurde vor Konzentration. Das war ihr gutes Tempo: Schritt für Schritt, klar.

„Und eine Station mit Text“, sagte Paula. „Aber so, dass es inklusiv ist.“

Mina zögerte. Text bedeutete Schilder. Schilder bedeuteten… die schwimmenden Fische. Sie sah auf ihre rechte Spalte, die noch leer war.

Leni bemerkte es. „Wir machen den Text zusammen. Du sagst, was drauf soll. Ich schreibe groß und schön.“

„Und ich lese Korrektur“, sagte Zara. „Ohne Stress.“

Mina nickte. „Dann: Eine Station ‚Anleitung verstehen‘. Es gibt einen kurzen Zettel: ‚Baue aus drei Bechern einen Turm, der nicht umfällt.‘ Und man darf nachfragen, man darf es vormachen, man darf zeichnen.“

Paula klatschte leise. „Perfekt. Das zeigt: Fragen ist schlau.“

Als sie fertig waren, lag der Tisch voll mit Zetteln, Bechern, Stiften und Apfelschnitz-Schalen. Mina schaute auf ihre linke Spalte. Viele Ideen. So viele, dass sie sich sicher fühlte.

Dann öffnete sie die rechte Spalte. Wörter prüfen. Sie schrieb langsam: „Stärken-Parcours“. Sie hielt kurz inne. „Parcours“ war so ein Wort, das gern stolperte.

„Mach dein Wörter-Navi an“, sagte Paula. Sie meinte damit Minas Strategie: erst laut sprechen, dann silbenweise schreiben, dann kontrollieren.

Mina tat es. „Par-cours.“ Sie schrieb. Zara nickte. Leni malte drum herum einen kleinen Weg mit Pfeilen.

Die Fische im Kopf wurden ruhiger, als ob sie jetzt ein Aquarium mit klarer Scheibe hätten.

Kapitel 3: Ein Missverständnis im Flur

Am nächsten Tag hingen sie nach der zweiten Stunde im Flur ihre Entwürfe ans schwarze Brett. Leni trug die Schilder, Paula das Klebeband, Zara die Liste, Mina das Heft.

Da kam Tom aus der Parallelklasse vorbei. Er blieb stehen und las laut: „Stärken… Par… par…“ Er verzog das Gesicht. „Was ist das für ein komisches Wort?“

Leni hob das Kinn. „Parcours. Wie ein Weg mit Stationen.“

Tom grinste schief und zeigte auf ein anderes Schild, das noch ein Entwurf war. Dort stand in großer Schrift: „Jeder kann anders denkhen“ – Leni hatte es schnell geschrieben, Mina hatte es noch nicht geprüft.

„Denkhen?“, lachte Tom. „Das ist ja falsch.“

Mina spürte, wie ihr Hals heiß wurde. Die Fische im Kopf sprangen wieder. Sie wollte etwas sagen, aber ihr Mund fühlte sich an wie zugeklebt.

Zara stellte sich neben sie, ruhig wie ein Schutzschirm. „Wir sind noch im Entwurf. Genau dafür testen wir.“

Paula nahm das Schild ab. „Danke für den Hinweis. Wir verbessern das.“

Tom zuckte mit den Schultern und ging weiter. Sein Lachen blieb kurz im Flur hängen wie ein Krümel, den man nicht sofort wegwischt.

Leni flüsterte: „Blödmann.“

Mina schluckte. „Es war mein Fehler. Ich hätte…“

„Stopp“, sagte Paula. „Das war Team-Aufgabe. Und außerdem: Fehler sind Daten. Die zeigen, wo wir nachbessern.“

Zara nickte. „Und wir machen einen Plan, damit das nicht wieder passiert. Nicht, weil du ‚schuld‘ bist, Mina, sondern weil wir schlau sind.“

Mina atmete langsam aus. „Okay. Plan.“

Sie setzten sich auf die Bank am Fenster. Draußen bewegten sich die Bäume im Wind. Mina mochte es, wenn etwas sich bewegte, aber in einem Rhythmus.

Paula zog ihr Notizbuch heraus. „Regel eins: Schilder gehen erst raus, wenn Zara Korrektur gelesen hat. Regel zwei: Wenn wir uns unsicher sind, nutzen wir Wörterbuch oder Handy-Sprachfunktion.“

Leni hob die Hand wie im Unterricht. „Regel drei: Tom darf unseren Stand nur besuchen, wenn er freundlich ist.“

Zara zog eine Augenbraue hoch. „Wir können nicht kontrollieren, wer kommt. Aber wir können kontrollieren, wie wir reagieren.“

Mina nickte. „Und ich schreibe weiterhin erst links. Dann rechts. Das hilft.“

Sie sagte das Wort noch einmal leise: „Dysorthographie.“ Es fühlte sich schwer an, aber auch ehrlich. Dann dachte sie an ihr Heft: zwei Spalten, zwei Schritte. Wie eine Brücke. Und sie merkte: Eine Brücke trägt. Auch wenn darunter Wasser fließt.

Kapitel 4: Probelauf mit echten Menschen

Am Freitag durften sie in der Aula einen Probestand aufbauen. Die Luft roch nach Holz und Turnhallenboden. Klappstühle quietschten, als die Klasse Platz machte.

Paula stellte eine Kiste auf den Tisch. „Station 1: Leise hören. Station 2: Ordnen. Station 3: Turm bauen. Station 4: Stärken-Karten.“

Leni klebte bunte Pfeile auf den Boden. „Hier entlang. Bitte nicht über meine Kunst laufen.“

„Es sind Pfeile“, sagte Zara trocken.

„Kunstpfeile“, verbesserte Leni.

Mina legte die Kärtchen aus. Auf jedem stand eine kleine Aufgabe und eine Strategie. Sie hatten extra Symbole dazu gemalt: ein Ohr, eine Hand, ein Stift, ein Herz. So konnte man auch ohne viel Lesen verstehen.

Die ersten Besucher waren zwei Fünftklässlerinnen. Sie kicherten und schauten unsicher.

Mina lächelte. „Ihr könnt einfach anfangen. Und wenn etwas schwierig ist: Das ist okay. Dann probieren wir eine andere Strategie.“

Eine der Kleinen setzte sich zur „Leise hören“-Station, drückte die Hände auf die Ohren und flüsterte: „Ich hör' mein Herz!“

Leni flüsterte zurück: „Das zählt doppelt, weil es sehr süß ist.“

Bei der „Ordnen“-Station nahm ein Junge die Gegenstände und sortierte sie nach Gewicht. „Schwer nach hinten, leicht nach vorne“, sagte er.

Zara nickte anerkennend. „Gute Idee. Andere würden vielleicht nach Größe sortieren. Beides klappt.“

Dann kam Tom. Er blieb stehen, diesmal ohne Grinsen. „Darf ich?“

Paula sagte freundlich: „Klar. Fang an, wo du willst.“

Tom nahm die Turm-Becher. Er versuchte schnell zu bauen, der Turm fiel um. Er wurde rot. „Mist.“

Mina beugte sich vor. „Willst du eine Strategie-Karte ziehen?“

Tom zog eine. Darauf stand: „Langsam ist auch schnell. Mach eine Mini-Pause, schau, was kippt.“ Daneben ein kleines Schildkröten-Symbol.

Tom schnaubte. „Schildkröte, ja ja.“ Aber er atmete aus, schaute genauer hin, stellte den unteren Becher anders. Der Turm hielt.

Er schaute Mina kurz an. „Okay. Das war… hilfreich.“

Mina spürte ein kleines, warmes Klicken in sich. Nicht Triumph. Eher: Verbindung.

Am Ende des Probelaufs kam Frau Keller zu ihnen. „Ihr habt etwas Wichtiges gezeigt: Nicht jeder macht es gleich, aber jeder kann es schaffen. Und eure Schilder sind klar.“

Mina dachte an die rechte Spalte. An das Prüfen. An Zara, die ruhig las. An Leni, die schön schrieb. An Paula, die alles zusammenhielt.

„Wir haben's zusammen gemacht“, sagte Mina.

Frau Keller nickte. „Genau so funktioniert Inklusion.

Kapitel 5: Der Markttag

Der Schulmarkt war wie ein buntes Summen. Es roch nach Waffeln, Papier, Kleber und ein bisschen nach Nervosität. Überall Stimmen, Schritte, Stände mit Plakaten.

Ihr Stand hatte einen großen, klaren Schriftzug: „Stärken-Parcours: Finde deinen Weg“. Darunter kleine Symbole und ein Satz: „Du darfst Pausen machen. Du darfst fragen. Du darfst anders sein.“

Mina stand hinter dem Tisch und spürte ihre Aufregung in den Fingern. Sie drückte sie kurz an die Tischkante, so wie sie es geübt hatte. Druck hilft. Dann lächelte sie den ersten Besuchern zu.

Eine Mutter kam mit ihrer Tochter. „Sie liest nicht so gern“, sagte die Mutter leise, als wäre es ein Geheimnis.

Zara antwortete genauso leise, aber fröhlich: „Dann sind die Symbole perfekt. Und wir erklären alles auch mündlich.“

Die Tochter zog eine Karte mit dem Ohr. „Leise hören“, las sie langsam.

„Du musst nicht lesen“, sagte Leni. „Du kannst auch einfach zuhören. Und danach erzählen.“

Die Tochter setzte sich hin. Nach einer Minute sagte sie: „Ich höre… den Kühlschrank im Nebenraum. Und Schritte. Und… jemanden, der lacht.“

„Das Lachen war meins“, gab Leni zu. „Sorry.“

Alle lachten – freundlich, nicht spöttisch. Das war ein wichtiger Unterschied. Mina fühlte ihn wie eine weiche Decke.

Später kam ein Vater, der sehr schnell sprach. „Wie lange dauert das, wir müssen gleich weiter, und—“

Paula hielt ihm eine kleine Karte hin: „Kurz-Version: Zwei Stationen. Drei Minuten.“

Der Vater blinzelte, dann nickte. „Super.“

Mina merkte: Anpassungen helfen nicht nur „einigen“. Sie helfen allen. Wie eine Rampe, die auch Kinderwagen und schwere Kisten leichter macht.

Am Nachmittag war der Stand so voll, dass Mina kurz das Gefühl hatte, in einem Geräuschmeer zu stehen. Die Fische im Kopf wurden wieder unruhig. Sie erinnerte sich an ihre eigene Strategie-Karte: „Mini-Pause. Atmen. Blick auf einen festen Punkt.“

Sie zeigte Zara kurz zwei Finger – ihr Zeichen für Pause. Zara nickte sofort und übernahm das Erklären. Mina ging einen Schritt zur Seite, trank einen Schluck Wasser, schaute auf das Fensterlicht. Ein, aus. Ein, aus. Dann wurde es wieder machbar.

Als sie zurückkam, sagte Leni leise: „Du bist wie ein Leuchtturm. Du bleibst stehen, auch wenn's stürmt.“

Mina musste grinsen. Ein Leuchtturm hatte auch Licht und Struktur. Und er zeigte anderen den Weg, ohne selbst herumrennen zu müssen.

Kurz vor Schluss kam Tom noch einmal. Er legte eine Münze in die Spendenbox und sagte: „Euer Stand ist… gut. Und das mit den Karten… könnte man in jedem Unterricht gebrauchen.“

Paula hob die Schultern. „Sag das Frau Keller.“

Tom kratzte sich am Kopf. „Mach ich vielleicht.“

Mina nickte ihm zu. Mehr musste nicht sein.

Kapitel 6: Ein ruhiger Heimweg

Als der Schulmarkt abgebaut war, trugen sie die Kiste mit den Karten zusammen zum Ausgang. Draußen war die Luft frisch. Der Himmel war hellgrau, aber ruhig. Kein Wind, nur ein paar Blätter, die über den Gehweg rutschten.

„Ich bin müde“, stöhnte Leni, „aber auf die gute Art.“

Paula zählte mit dem Finger. „Wir haben alle Stationen geschafft. Niemand ist untergegangen. Und wir haben 38 Euro für die Klassenfahrt gesammelt.“

Zara sagte: „Und wir haben gesehen, dass ‚anders‘ nicht ‚falsch‘ heißt.“

Mina hielt ihr Heft fest. Links standen die Ideen, rechts die geprüften Wörter. Zwei Spalten, ein Weg. Sie dachte daran, wie schwierig Schilder für sie manchmal waren, und wie leicht es wurde, als sie Hilfe annahm und ihre Schritte beibehielt. Der Leuchtturm in ihr leuchtete nicht allein. Er hatte ein ganzes Team als Fundament.

Sie gingen zusammen zur Bushaltestelle. Der Bus kam pünktlich, die Türen zischten leise. Drinnen war es warm, und die Sitze fühlten sich weich an.

Mina setzte sich ans Fenster. Die Stadt glitt langsam vorbei: ein Bäcker, der schon schloss; ein Fahrrad, das an einem Zaun lehnte; Laternen, die noch nicht leuchteten. Neben ihr tuschelten Leni und Paula über das nächste Projekt. Zara schaute nach draußen und sagte nur: „Schön ruhig.“

Mina atmete ein und aus, ganz gleichmäßig. Der Bus rollte sanft, wie auf einer glatten Spur. In ihrem Kopf schwammen die Fische heute in Formation, nicht wild durcheinander. Und der Weg nach Hause fühlte sich friedlich an.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Dysorthographie
Eine Lernschwäche beim Schreiben, bei der Buchstaben oft vertauscht werden.
Inklusion
Wenn alle Menschen in einer Gruppe mitmachen können, auch mit Unterschieden.
Parcours
Ein Weg mit verschiedenen Stationen oder Aufgaben zum Ausprobieren.
Strategie
Ein geplanter Weg, um eine Aufgabe zu lösen oder besser zu schaffen.
Entwurf
Eine erste Version von etwas, die noch verändert werden kann.
Korrektur
Das genaue Lesen und Verbessern von Texten, um Fehler zu finden.
Probelauf
Ein Test, um zu prüfen, ob etwas gut funktioniert.
Symbole
Einfache Bilder oder Zeichen, die eine Bedeutung zeigen.
Aula
Ein großer Raum in der Schule für Versammlungen und Veranstaltungen.
Rechtschreibung
Die Regeln, wie Wörter richtig geschrieben werden.
Klappstühle
Stühle, die man zusammenklappen kann, um sie zu verstauen.
Mini-Pause
Eine sehr kurze Pause, um kurz zu atmen und sich zu sammeln.
Stärken-Parcours
Ein Parcours, bei dem man seine eigenen guten Fähigkeiten entdeckt.

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