Kapitel 1: Max, der fröhliche Sänger
Max ist ein fröhlicher Mann. Max ist ein Sänger. Er liebt Musik. Er liebt es zu singen. Jeden Tag singt Max. Er singt morgens. Er singt abends. Er singt sogar beim Zähneputzen! Max lacht dabei. Sein Lachen klingt wie Musik.
Max wohnt in einem kleinen, bunten Haus. Das Haus ist gelb. Die Tür ist rot. Die Fenster sind blau. In seinem Haus gibt es viele Instrumente. Da steht eine große Gitarre, ein kleines Klavier und viele bunte Trommeln. Max liebt seine Instrumente. Er streichelt sie oft. „Ihr seid meine Freunde!“, sagt Max und lacht.
Max hat einen großen Traum. Er will Lieder schreiben. Er will, dass alle Menschen lachen, wenn sie seine Lieder hören. Er möchte, dass die Kinder tanzen. Er möchte, dass die Omas mitsingen. Max sagt: „Musik macht fröhlich! Musik macht stark!“
Jeden Tag übt Max. Er denkt nach. Er summt. Er probiert neue Melodien. Manchmal ist es schwer. Manchmal geht es ganz leicht. Max singt: „La la la, trallala! Musik ist immer da!“
Eines Morgens wacht Max auf. Er will singen. Doch – oh nein! – kein Ton kommt aus seinem Mund. Max versucht es nochmal. Er räuspert sich. Er hüstelt. Aber seine Stimme ist ganz weg! Max flüstert: „Was ist passiert? Wo ist meine Stimme?“ Max ist traurig. Er setzt sich auf sein Bett. Er schaut aus dem Fenster.
Da klopft es an der Tür. Kinder stehen draußen. Sie heißen Emma, Ben, Lina und Tom. Sie mögen Max sehr. Sie kommen oft zu ihm. Sie möchten mit ihm singen. Sie möchten mit ihm tanzen. Heute sind sie besonders fröhlich. Sie rufen: „Max, Max, singst du ein Lied für uns?“
Max schüttelt den Kopf. „Heute kann ich nicht singen. Meine Stimme ist weg.“ Die Kinder schauen erschrocken. „Wie kann das sein?“, fragt Emma. Max lächelt traurig. „Manchmal braucht die Stimme eine Pause. Sänger müssen gut auf ihre Stimme aufpassen!“
Kapitel 2: Die Stimme braucht Ruhe
Die Kinder setzen sich zu Max. Sie wollen wissen, wie Max Sänger geworden ist. Max flüstert: „Als ich klein war, habe ich immer gesungen. Ich habe Lieder erfunden. Ich habe Musik geliebt.“
Ben fragt: „Wie macht man das, ein Lied erfinden?“ Max zeigt es. Er nimmt seine Gitarre. Er spielt eine sanfte Melodie. Dann klopft er leise auf die Trommel. „Man denkt an etwas Schönes. Dann singt man, was man fühlt. Jeder kann das! Musik ist überall!“
Lina kichert: „Kann ich auch ein Lied machen?“ Max nickt. „Natürlich, Lina! Du kannst über deinen Hund singen. Oder über die Sonne. Oder über Schokolade!“ Die Kinder lachen. Sie singen zusammen: „Hund, Sonne, Schokolade – das macht uns froh, das ist keine Frage!“
Tom fragt: „Max, was ist das Schönste am Singen?“ Max denkt nach. „Das Schönste ist, wenn Menschen zusammen singen. Wenn sie lächeln. Wenn sie fröhlich sind. Musik verbindet uns alle.“
Emma fragt: „Und was ist schwierig am Sänger-Sein?“ Max sagt: „Manchmal ist die Stimme müde. Dann muss ich leise sein. Ich muss Tee trinken. Ich muss mich ausruhen. Das ist wichtig. Die Stimme ist wie ein kleiner Schatz. Man muss auf sie aufpassen!“
Die Kinder nicken. Sie verstehen. Sie wollen Max helfen. Sie sagen: „Wir passen heute auf dich auf, Max! Wir sind ganz leise. Wir flüstern nur. Wir trinken mit dir Tee.“ Max lächelt. Die Kinder kuscheln sich zu ihm. Sie trinken warmen Tee mit Honig. Sie hören leise Musik.
Kapitel 3: Musik macht Freude
Am nächsten Tag kommen die Kinder wieder zu Max. Sie haben bunte Tücher dabei. Sie wollen tanzen. Sie sagen: „Max, du musst nicht singen. Du kannst spielen. Wir tanzen dazu!“
Max nickt. Er nimmt seine Gitarre. Er spielt eine fröhliche Melodie. Die Kinder tanzen im Kreis. Die Tücher fliegen durch die Luft. Alle lachen. Max summt leise mit. Seine Stimme kitzelt ein bisschen. Aber er ist vorsichtig.
Plötzlich bleibt Ben stehen. „Max, warum macht Musik so viel Spaß?“ Max überlegt. Dann sagt er: „Musik ist wie eine Sonne im Herzen. Sie macht warm. Sie macht Mut. Sie macht froh. Jeder kann Musik machen. Jeder kann Musik fühlen.“
Lina fragt: „Kann Musik auch trösten, Max?“ Max nickt. „Ja, Lina. Musik kann trösten, wenn man traurig ist. Musik kann helfen, wenn man Angst hat. Musik ist wie ein Freund.“
Die Kinder setzen sich auf den Teppich. Sie hören Max zu. Max erklärt: „Als Sänger muss ich üben. Ich muss meine Stimme pflegen. Ich muss leise sein, wenn die Stimme müde ist. Und ich muss freundlich zu meiner Stimme sein.“
Emma fragt: „Wird deine Stimme wiederkommen, Max?“ Max lächelt. „Ja, bestimmt. Ich gebe ihr Zeit. Ich trinke Tee. Ich singe leise in meinem Herzen. Bald kann ich wieder laut singen!“ Die Kinder klatschen. Sie freuen sich.
Kapitel 4: Das große Lied
Ein paar Tage später kommt die Sonne durch das Fenster. Die Blumen blühen. Die Vögel zwitschern. Max wacht auf. Er fühlt sich stark. Er räuspert sich vorsichtig. Dann probiert er es: „La... la... la!“ Seine Stimme ist wieder da! Max lacht laut. Seine Stimme klingt wie ein Regenbogen.
Die Kinder kommen angerannt. Sie rufen: „Max, Max! Kannst du wieder singen?“ Max nickt. „Ja, meine Stimme ist zurück!“ Die Kinder jubeln. Sie tanzen um Max herum.
Max sagt: „Kommt, wir machen ein großes Lied. Ein Lied über Freundschaft. Ein Lied über Musik. Ein Lied über uns!“ Die Kinder freuen sich. Sie setzen sich im Kreis. Max nimmt seine Gitarre. Er spielt. Die Kinder singen mit.
Sie singen:
„Musik macht Freude, Musik macht Mut,
Mit Musik wird alles gut!
Wir singen zusammen, Tag für Tag,
Weil jeder Musik so gerne mag!“
Alle lachen. Alle klatschen. Max ist glücklich. Die Kinder sind glücklich. Musik macht alle froh.
Max sagt: „Danke, dass ihr meine Freunde seid. Danke, dass ihr bei mir wart, als meine Stimme weg war. Musik ist schön, aber Freunde sind noch schöner!“
Die Kinder umarmen Max. Sie flüstern: „Max, du bist der beste Sänger! Und der beste Freund!“ Max lächelt. Sein Herz ist warm wie die Sonne.
Und so endet der fröhliche Tag. Max weiß: Musik ist überall. Musik ist in jedem Lachen. Musik ist in jedem Herz. Und Max weiß: Wenn die Stimme mal Pause macht, ist das nicht schlimm. Denn die Musik bleibt immer da.
Ende.