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Geschichte des Fußballspielers 11/12 Jahre Lesen 16 min.

Mara und das geheimnisvolle Training im leeren Stadion

Eine Profifußballerin, Mara, trifft zwei Kinder auf dem leeren Sportplatz und bringt ihnen spielerisch Technik, Teamgeist und Verantwortung bei, während sie sich gemeinsam auf ein wichtiges Turnier vorbereiten.

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Eine Frau mit sanftem, konzentriertem Gesicht und braunem Pferdeschwanz, ruhigem, entschlossenem Ausdruck, fängt den Ball mit dem Innenrist in einer fließenden, gedämpften Bewegung; ein etwa 12-jähriger Junge mit kurzen, zerzausten Haaren und schelmischem Lächeln wirft den Ball von rechts; ein etwa 11-jähriges Mädchen mit geflochtenem Haar und staunendem Blick hält ein zerknittertes Poster „Schulturnier“ und steht neben einem Mülleimer, bereit, Flaschen aufzuheben; Hintergrund: fast leeres Stadion bei Nacht, große gelbe Scheinwerfer beleuchten strukturierten grünen Rasen, dunkle Tribünen, abgenutzte Holzbank im Vordergrund und eine offene Kabine mit trockenem Whiteboard, auf dem eine Dinosaurierskizze zu sehen ist; Hauptsituation: ruhige, warme Coaching-Szene nach dem Training — Technikübung „Abstoppen“, aufmerksame Kinder, Aufräumgesten (Flaschen sortieren, Tafel abwischen), Atmosphäre von Vertrautheit und Respekt für den Platz. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1

Mara liebte die Mitte des Feldes. Dort, wo alles zusammenläuft: Pässe, Blicke, Entscheidungen. Sie war eine ruhige, erwachsene Spielerin, eine Achse, um die sich das Spiel drehte. Wenn andere hektisch wurden, atmete sie einmal tief durch – und plötzlich sah der ganze Platz weniger gefährlich aus.

An diesem Abend war das Stadion leer. Kein Jubel, kein Pfeifen, nur der Wind, der an den Werbebanden zupfte. Mara blieb nach dem Training noch da, weil sie morgen ein wichtiges Spiel hatte. Und weil sie etwas üben wollte, das so unscheinbar wirkte wie ein Trick – aber Spiele entscheiden konnte.

„Amorti“, murmelte sie und ließ den Ball hochspringen. Der Ball stieg, drehte sich, glitzerte kurz im Flutlicht.

Da hörte sie ein Geräusch, als würde jemand in einer Tasche nach einem geheimen Schatz suchen. Mara drehte sich um.

Am Rand des Rasens standen zwei Gestalten: ein Junge und ein Mädchen, vielleicht elf oder zwölf. Beide trugen viel zu große Trainingsjacken und sahen aus, als hätten sie sich extra leise gemacht – was natürlich nicht klappte.

„Ihr wisst, dass das hier geschlossen ist, oder?“, fragte Mara, aber ihre Stimme klang eher wie ein Lächeln.

Der Junge hob die Hände. „Wir… wir wollten nur kurz gucken. Ich heiße Kian. Und das ist Leni.“

Leni nickte schnell. „Wir haben dich erkannt. Du bist Mara Feldmann. Zentral… äh… zentral irgendwas.“

„Zentralspielerin“, half Mara. „Oder einfach: die, die versucht, Ordnung in das Chaos zu bringen.“

Kian grinste. „Das können wir gebrauchen.“

„Wofür?“, fragte Mara.

Leni zog etwas aus ihrer Tasche: ein kleines, zerknittertes Poster. Darauf stand: „Schulturnier – Morgen!“ Daneben ein trauriger Strichmännchen-Ball.

„Unser Team hat morgen das Turnier“, sagte Leni. „Und unser Trainer ist krank. Wir haben Angst, dass wir nur durcheinander rennen.“

Mara sah von dem Poster zum dunklen Spielfeld und wieder zurück. Sie dachte an morgen, an ihr eigenes Spiel. Und dann an die zwei, die aussahen, als hätten sie sich Mut ausgeliehen und müssten ihn bald zurückgeben.

„Okay“, sagte sie. „Zehn Minuten. Aber nur, wenn ihr mir helft, etwas zu üben.“

„Alles!“, riefen beide gleichzeitig.

Mara hob den Ball. „Dann beginnt euer Crashkurs im Profifußball – und mein Test im Amorti.

Kapitel 2

Mara stellte sich in die Mitte. „Im Profifußball ist mein Job nicht nur Rennen und Schießen“, erklärte sie. „Ich muss mitdenken. Ich steuere das Tempo, gebe Sicherheit. Und ich rede viel.“

Kian blinzelte. „Aber auf dem Fernseher hört man dich nie.“

Mara lachte leise. „Zum Glück. Sonst wüssten alle, wie oft ich ‘ruhig!' rufe.“

Sie zeigte auf die Linien. „Seht ihr, hier ist das Zentrum. Wenn ich den Ball habe, muss ich entscheiden: kurz spielen, lang spielen, drehen, warten. Und ich muss merken, wer frei ist, bevor ich den Ball überhaupt bekomme.“

Leni sah sich um, als würde sie unsichtbare Spieler zählen. „Wie kann man das merken?“

„Mit Scannen“, sagte Mara. „Kopf hoch. Immer wieder gucken. Nicht starren. Wie ein Vogel, der alles sieht, ohne nervös zu sein.“

Kian stellte sich breitbeinig hin und versuchte, wie ein Adler zu gucken. „So?“

„Du siehst eher aus wie ein erschrockener Truthahn“, sagte Leni.

Kian schnappte nach Luft. „Truthähne sind auch… äh… majestätisch.“

Mara grinste. „Sehr. Jetzt helft ihr mir. Ich lasse den Ball fallen, und ihr werft ihn mir unterschiedlich zu. Mal schnell, mal hoch, mal mit Drall.“

„Drall?“, fragte Leni.

„Wenn der Ball sich dreht wie eine Münze, die nicht aufhören will“, erklärte Mara. „Und ich muss ihn mit einem Amorti stoppen.“

Sie sah ihre Schuhe an. „Amorti heißt: Ich nehme die Wucht aus dem Ball. Ich lasse ihn nicht wegspringen wie ein Flummi, sondern ich schlucke seine Energie. Als wäre mein Fuß ein Kissen.“

Kian runzelte die Stirn. „Ein Fußball-Kissen. Cool.“

„Nicht nur cool“, sagte Mara. „Sparsam. Wenn der Ball wegspringt, muss ich mehr laufen, mehr kämpfen, mehr Energie verbrauchen – und das Team auch. Im Spiel ist das wie beim Leben: Wer nicht verschwendet, hat mehr übrig.“

Leni nickte langsam. „Anti-Gaspillage. Weniger verschwenden.“

„Genau“, sagte Mara. „Auf dem Feld und außerhalb.“

Kian warf den Ball hoch. Mara setzte den Fuß, weich wie eine Feder. Der Ball fiel, bremste, blieb direkt vor ihr liegen.

„Wow“, hauchte Leni.

Mara hob eine Augenbraue. „Noch mal. Aber diesmal schneller.“

Der Ball kam hart. Mara stoppte ihn – und er sprang ihr weg, rollte Richtung Seitenlinie.

Kian juchzte. „Der Ball ist ausgebrochen!“

Mara lief ruhig hinterher und holte ihn ein. „Seht ihr? Nicht schlimm. Fehler sind Daten. Wir sammeln sie und machen's besser.“

„Können wir das auch lernen?“, fragte Leni.

„Natürlich“, sagte Mara. „Aber erst lernt ihr heute das Wichtigste: Fair-play.

Kapitel 3

Mara setzte sich auf eine Bank, die nach frischem Holz roch. „Im Profifußball gibt es Druck“, begann sie. „Fans, Medien, Tabellen. Manchmal fühlt es sich an, als wäre ein Rucksack voller Steine auf dem Rücken.“

Kian schluckte. „Und du hast trotzdem Spaß?“

„Ja“, sagte Mara. „Weil ich mich daran erinnere, warum ich angefangen habe: wegen dem Ball, dem Team, dem Gefühl, wenn ein Pass genau passt. Und weil ich nicht allein bin. Ein Profi ist nie nur eine Person.“

Leni kicherte. „Doch. Du bist doch Mara.“

„Ich bin Mara“, stimmte sie zu. „Aber hinter mir stehen Menschen: Physio, die meine Muskeln fit halten. Trainerinnen, die Pläne machen. Eine Köchin im Verein, die darauf achtet, dass wir gut essen. Und Materialleute, die Trikots waschen, Bälle aufpumpen, Netze reparieren.“

Kian sah plötzlich ehrfürchtig aus. „Das klingt wie eine kleine Stadt.“

„Fast“, sagte Mara. „Und in dieser Stadt gilt: Respekt. Auch zu Gegnern. Ohne Gegner gibt es kein Spiel. Und ohne Regeln nur Ärger.“

Leni zeigte auf den Mülleimer neben der Bank. Er war halbvoll mit Plastikflaschen. „Bei uns in der Schule liegen nach dem Training überall Flaschen rum.“

Mara verzog das Gesicht. „Schade. Das ist wie ein Pass ins Nichts. Verschwendung.“

Sie stand auf und ging zum Eimer. „Ich habe immer eine wiederverwendbare Flasche dabei. Und wenn wir nach dem Training Müll sehen, sammeln wir ihn. Nicht, weil wir müssen, sondern weil wir den Platz lieben. Rasen ist Arbeit. Natur ist Arbeit. Und Arbeit verdient Achtung.“

Kian stieß Leni an. „Wir könnten morgen nach dem Turnier aufräumen. Dann ist unser Trainer, äh… stolz.“

„Nicht nur stolz“, sagte Mara. „Ihr zeigt, dass ihr Verantwortung übernehmt. Das ist Teamgeist ohne Ball.“

Sie nahm den Ball wieder. „Jetzt: zurück zum Amorti. Ich will ihn so kontrollieren, dass ich sofort weiterspielen kann. Ein Kontakt zum stoppen, der nächste zum passen.“

„Wie ein Satzzeichen“, sagte Leni plötzlich.

Mara blinzelte. „Bitte?“

„Na“, erklärte Leni, „wenn du den Ball stoppst, ist das wie ein Komma. Du machst kurz Pause, damit der Satz weitergehen kann.“

Mara lachte. „Das ist… ziemlich gut. Okay, Professorin Leni. Werft.“

Kian warf scharf. Mara setzte den Fuß, weich, aber fest. Der Ball blieb nah. Sie passte sofort zurück.

„Komma!“, rief Leni.

Kian warf noch einmal, diesmal hoch. Mara nahm ihn mit der Innenseite, zog den Fuß leicht zurück, als würde sie den Ball freundlich einladen, nicht zu weit zu gehen. Der Ball landete still.

„Punkt!“, rief Kian.

„Punkt ist eher der Schlusspfiff“, sagte Mara. „Aber ich nehme es.“

Sie übten, bis die Luft kühl wurde und die Schatten länger. Mara spürte, wie ihre Bewegung genauer wurde. Und wie die beiden Kinder weniger angespannt aussahen.

Dann hörten sie Schritte. Langsam. Schwer. Jemand kam.

Kapitel 4

Aus der Dunkelheit tauchte der Platzwart auf, Herr Bruckner, mit einer Taschenlampe und dem Gesichtsausdruck eines Mannes, der schon tausendmal „Nein“ sagen musste.

„Was ist denn hier los?“, brummte er. Der Lichtkegel traf erst den Ball, dann Kian, dann Leni, dann Mara. Sein Blick blieb hängen. „Feldmann?“

Mara hob beide Hände. „Guten Abend, Herr Bruckner. Entschuldigung. Ich habe… noch geübt.“

Herr Bruckner schaute an ihr vorbei auf die beiden Kinder. „Und die zwei?“

Kian wurde rot. Leni presste die Lippen zusammen, als würde sie gleich ein Geständnis ablegen.

Mara ging einen Schritt nach vorn. „Sie haben sich verlaufen“, sagte sie schnell. „In Richtung… Motivation.“

Kian flüsterte: „Ich wusste nicht, dass Motivation eine Richtung hat.“

Herr Bruckner seufzte, aber seine Augen wurden weicher. „Ihr wisst, dass Regeln Regeln sind.“

„Ja“, sagte Leni, und diesmal klang sie mutig. „Wir wollten nur was lernen. Und wir räumen auch auf. Wirklich.“

Mara nickte. „Ich übernehme die Verantwortung. Zehn Minuten waren geplant. Es sind…“ Sie sah zur Uhr. „…zwanzig geworden.“

Herr Bruckner hob die Taschenlampe, als wollte er streng sein, doch sein Mundwinkel zuckte. „Zwanzig Minuten Lernen ist gefährlich. Könnte zur Gewohnheit werden.“

Kian lachte nervös.

Der Platzwart zeigte auf den Mülleimer. „Wenn ihr schon da seid: Die Flaschen da drin gehören in die richtigen Tonnen. Und die Kabine hat ein Whiteboard, das nach dem letzten Teammeeting voller Kritzeleien ist. Wer will, kann es wegwischen.“

Leni hob sofort die Hand. „Ich! Ich liebe saubere Tafeln.“

Mara spürte Wärme im Bauch. „Das ist fair“, sagte sie. „Wir nehmen, wir geben zurück.“

Sie gingen zusammen Richtung Kabinen. Im Gang roch es nach Liniment und nassem Gras. Kian staunte über die Trikotschränke, als wären sie Schatzkisten.

„Ist Profifußball immer so… ordentlich?“, fragte er.

Mara schüttelte den Kopf. „Auf dem Platz ist Chaos. Aber hinter den Kulissen hilft Ordnung. Dann bleibt im Kopf Platz für Kreativität.“

In der Kabine zeigte Herr Bruckner auf das Whiteboard. Darauf standen Pfeile, Namen, sogar eine kleine Zeichnung von einem Dinosaurier mit Ball.

„Wer hat den Dino gemalt?“, fragte Kian.

Herr Bruckner räusperte sich. „Äh. Taktische Metapher.

Leni grinste und nahm den Schwamm. „Keine Sorge, Herr… Bruckner. Ich wische vorsichtig. Ohne Verschwendung von Wasser.“

Mara zeigte auf den Eimer mit Putzwasser. „Nur ein bisschen. Ein Schwamm muss nicht schwimmen.“

„Anti-Gaspillage!“, sagte Kian, als wäre es ein Mannschaftsruf.

Sie sortierten die Flaschen, wischten die Bank sauber, sammelten ein paar Klebebandreste ein. Kleine Handgriffe, aber sie fühlten sich an wie ein gemeinsamer Pass.

Als Leni das Whiteboard wischte, wurden die Pfeile blasser, der Dino verschwand zuerst am Schwanz, dann am Kopf, bis nur noch ein milchiger Schatten übrig war.

„Fertig“, sagte sie stolz.

Mara betrachtete das fast leere Board. Ein kleines bisschen Schrift blieb noch, wie eine Erinnerung, die gleich auch weg sein würde.

Ein seltsamer, ruhiger Moment – als hätte jemand den Lärm des Tages leiser gedreht.

Kapitel 5

Zurück auf dem Platz standen sie noch einmal im Kreis. Der Wind war kälter, aber Mara fühlte sich wach. Sie nahm den Ball in die Hände.

„Ihr habt heute mehr gelernt, als ihr denkt“, sagte sie. „Nicht nur Amorti. Sondern wie man als Team handelt.“

Kian fragte: „Was machen Profis vor einem Spiel? Außer üben?“

Mara zählte an den Fingern ab. „Wir schlafen genug. Wir essen so, dass wir Energie haben. Wir schauen uns manchmal Videos an, um Gegner zu verstehen. Wir machen Warm-up, damit die Muskeln nicht überrascht werden. Und wir sprechen ab, wer was macht, damit niemand allein raten muss.“

Leni nickte. „Also… Plan statt Panik.“

„Genau“, sagte Mara. „Und wenn im Spiel etwas schiefgeht, bleiben wir respektvoll. Keine Schuldspiele. Wir helfen uns. Wie beim Aufräumen eben.“

Kian scharrte mit dem Schuh. „Kannst du uns einen Tipp geben, damit wir morgen nicht wie Hühner… äh… Truthähne rumlaufen?“

Mara überlegte kurz. Dann legte sie den Ball auf den Rasen. „Ein einfacher Tipp: Sprecht in kurzen Worten. Ein Wort pro Idee. ‘Zeit'. ‘Dreh'. ‘Mann'. ‘Ruhig'. So bleibt der Kopf frei.“

„Ruhig“, wiederholte Leni.

Mara sah sie an. „Ruhig heißt nicht langsam. Ruhig heißt klar.“

Sie ging ein paar Schritte zurück. „Und jetzt will ich meinen Amorti-Test. Ich brauche einen Pass, der so unangenehm ist, dass er mich herausfordert. Kian, du wirfst. Leni, du sagst mir im richtigen Moment ein Kommando. Ein Wort.“

Kian rieb sich die Hände. „Unangenehm kann ich.“

Er warf den Ball flach und schnell. Leni rief: „Ruhig!“

Mara machte den Schritt, der früher zu hart gewesen wäre. Diesmal gab ihr Fuß nach, als hätte er ein eigenes Gehirn. Der Ball bremste. Kein Sprung. Kein Chaos. Er blieb da, bereit für den nächsten Satz.

Mara passte zurück, sauber, direkt.

Kian riss die Arme hoch. „Komma!“

„Jetzt noch einmal“, sagte Mara. „Höher. Und ein bisschen Drall.“

Kian warf. Der Ball kam tückisch, drehte sich, als hätte er eigene Pläne. Leni rief: „Zeit!“

Mara nahm den Ball mit der Innenseite, zog den Fuß zurück, weich wie eine Tür, die sich leise schließt. Der Ball landete still vor ihr. Sie musste nicht hinterherjagen. Sie stand bereits da, wo sie sein wollte.

Mara atmete aus. „Das war's.“

Herr Bruckner, der am Rand stand, klatschte einmal. Ein einziges Klatschen, wie ein Stempel. „Sieht gut aus, Feldmann.“

Mara nickte dankbar. „Danke.“

Leni schaute auf die Kabine. „Das Whiteboard ist jetzt ganz leer. Irgendwie… schade.“

Mara legte den Arm um Lenis Schulter, leicht, damit es nicht zu erwachsen wirkte. „Leer heißt: bereit. Morgen könnt ihr euren eigenen Plan draufschreiben. Und wenn er nicht klappt, wischt ihr ihn weg und versucht es neu.“

Kian hob den Ball hoch. „Wie ein neues Spiel.“

„Wie ein neuer Pass“, sagte Mara. „Und jetzt ab nach Hause. Schlaf ist auch Training.“

Sie begleiteten die beiden bis zum Tor. Die Nacht war still, aber nicht einsam. Als Kian und Leni gingen, drehten sie sich noch einmal um.

„Mara?“, rief Leni.

„Ja?“

„Danke. Und… wir räumen morgen wirklich auf.“

Mara hob die Hand zum Abschied. „Das ist Profi-Mentalität.“

Als das Tor zufiel, blieb Mara einen Moment stehen. Sie sah zurück zum Feld, zum leeren, sauberen Rand, zur Kabine mit dem frisch gewischten Board.

Ein Tableau effacé, dachte sie. Eine weggewischte Tafel.

Und trotzdem war etwas geblieben: ein Gefühl von Ordnung mitten im Chaos. Genau dort, wo Mara am liebsten spielte.

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Amorti
Ein Technikbegriff im Fußball: den Ball weich stoppen, so dass er nicht wegspringt.
Flutlicht
Helle Lampen im Stadion, die das Feld nachts gut beleuchten.
Gestalten
Hier: Personen oder Figuren, die man sieht, oft etwas geheimnisvoll.
Anti-Gaspillage
Französisch: wenig verschütten oder verschwenden, Dinge sparsamer benutzen.
Physio
Kurz für Physiotherapeut/in, die Muskeln und Verletzungen behandelt und hilft.
Whiteboard
Glattes Brett zum Schreiben mit Stift, das man leicht wieder wegwischen kann.
Warm-up
Kurze Übungen vor dem Sport, damit Muskeln warm und weniger verletzungsgefährdet sind.
Liniment
Medizinische Flüssigkeit oder Salbe, die nach dem Sport Muskeln beruhigt.
Materialleute
Personen, die Ausrüstung pflegen, Bälle aufpumpen und Trikots reparieren.
Profifußball
Fußball, bei dem Spieler bezahlt werden und auf hohem Niveau spielen.
Fair-play
Sich an Regeln halten, respektvoll spielen und ehrlich sein im Sport.
Taktische Metapher
Bildliche Erklärung für Taktik; ein Vergleich, um Spielideen zu zeigen.

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