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Geschichte von Superhelden 5/6 Jahre Lesen 16 min.

Kapitän Kometto und der Funkel-Floh im Windpark Nordfeld

Kapitän Kometto entdeckt, dass in Wolkenfels seltsame Energie-Störungen und ein frecher Funkel-Floh die Stadt durcheinanderbringen; zusammen mit einem Jungen, einem Robo-Hund und Technikern macht er sich daran, das Rätsel zu lösen.

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Ein großer, schlanker Mann, Kapitän Kometto, lächelt beruhigend, trägt einen mit kleinen Sternen besetzten, mitternachtsblauen Mantel und ein glänzendes K auf der Brust, schwebt leicht über dem Boden in kleinen Turbinenstiefeln und streckt die Hand zu einem leuchtenden Ring; links steht der etwa 7-jährige Tim mit zerzaustem braunen Haar, erstaunt und erleichtert, hält an der Halsung seines kleinen roten Roboterhundes Wirbel, der sich gerade nicht mehr dreht; Wirbel ist metallisch mit gelenkigen Beinen, rundem Maul und rotem Halstuch, sitzt aufmerksam; im Hintergrund ein Techniker mit gelbem Helm an einer offenen Konsole, sichtlich erleichtert und mit einem leuchtenden Tablet; der Funkel-Floh, ein winziger goldener Leuchtkäfer-Roboter mit durchsichtigen Flügeln und sanften Funken, schwebt über Kabeln; Schauplatz ist der zentrale Platz von Wolkenfels bei Sonnenuntergang mit runden Pflastersteinen, einer steinernen Brunnen links, bunten Häusern, einer großen Uhrenturm-Silhouette und vereinfachten Windmühlen; die Szene ist ruhig und froh nach dem Abenteuer, warmes Abendorange, noch schwebende Funken, die Figuren versammelt wie ein Team, sichere, gemütliche Atmosphäre und kräftige, gouacheartige Farben mit sichtbaren Pinselspuren und Lichtakzenten. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Teil 1: Der Mann mit dem Blitzlächeln

In der Stadt Wolkenfels glänzten die Fenster wie Bonbons im Sonnenlicht. Über den Dächern summten kleine Liefer-Drohnen wie freundliche Bienen. Auf dem großen Platz stand ein Uhrturm, der immer ein bisschen zu laut tickte.

Und genau dort, zwischen Brunnen und Bäckerei, saß ein Mann auf einer Bank und tat so, als würde er Zeitung lesen.

Er hieß KAPITÄN KOMETTO.

Wenn du ihn gesehen hättest, hättest du ihn nicht vergessen. Er war groß und schlank, mit einem Umhang, der wie ein Nachthimmel schimmerte. Darauf glitzerten winzige Sterne, die sich bewegten, wenn er lachte. Auf seiner Brust leuchtete ein K wie ein kleiner, blauer Blitz. Seine Haare waren dunkel, ein bisschen zerzaust, und seine Brille hatte runde Gläser, die im Licht funkelten. An seinem Gürtel hingen kleine, silberne Werkzeuge, wie Spielzeuge, nur viel schlauer.

KAPITÄN KOMETTO war ein Superheld. Aber nicht so einer, der immer nur streng guckte. Er hatte ein Blitzlächeln. Und wenn jemand Angst hatte, konnte er mit ein paar Worten die Luft leichter machen.

„Alles okay, Kapitän?“, fragte Frau Mokka, die Bäckerin, und wischte Mehl von ihren Händen.

KAPITÄN KOMETTO legte die Zeitung weg. „Mehr als okay. Ich höre nur, ob die Stadt heute kitzelt.“

„Die Stadt… kitzelt?“, kicherte Frau Mokka.

„Wenn etwas nicht stimmt, kribbelt es in meinen Ohren. So wie…“ Er hielt inne. „Oh! Da ist es.“

Ein dünnes, seltsames Summen schlich durch die Luft. Nicht wie eine Drohne. Eher wie ein beleidigtes Staubsauger-Monster.

Am Brunnen stand ein kleiner Junge, Tim, und seine Augen waren rund wie Teller. Neben ihm zitterte ein Robo-Hund. Der Robo-Hund trug ein rotes Halstuch und machte „Wuff… wuff…“, aber sehr leise, als wäre ihm das peinlich.

„Mein Hund…“, flüsterte Tim. „Er bleibt nicht mehr stehen. Er dreht sich immer im Kreis!“

Der Robo-Hund drehte sich wirklich. Erst langsam. Dann schneller. Sein Schwanz propellerte.

KAPITÄN KOMETTO sprang auf. Sein Umhang machte „Fschuu!“ wie eine Fahne im Wind. Er kniete sich zu Tim.

„Hey, Tim. Atme mit mir. Ein… aus…“, sagte er ruhig. „Dein Robo-Hund hat wahrscheinlich Schluckauf im Motor. Das passiert den Besten.“

Tim blinzelte. „Echt?“

„Klar. Sogar ich hatte mal Schluckauf im Jet-Stiefel. Ich bin drei Minuten lang rückwärts gelaufen. Alle Tauben haben gelacht.“

Tim musste kurz kichern. Der Robo-Hund drehte sich weiter.

KAPITÄN KOMETTO nahm ein kleines Gerät aus seinem Gürtel. Es sah aus wie eine Taschenlampe, aber mit einem Smiley drauf.

„Das ist mein Freund, der Ordnungsscan“, sagte er. „Er findet, was schief ist, ohne weh zu tun.“

Er hielt es an den Robo-Hund. Ein sanftes, blaues Licht streichelte über Metallpfoten und das rote Halstuch. Auf dem Gerät blinkte ein Symbol: ein kleines Windrad.

„Windrad?“, murmelte KAPITÄN KOMETTO.

Plötzlich rannte eine Frau über den Platz. Ihre Haare standen wild ab, als hätte sie mit einem Ballon gekämpft.

„Strom!“, rief sie. „Bei uns flackert alles! Die Ampeln tanzen!“

Und wirklich: Die Ampel an der Ecke wechselte viel zu schnell von Rot zu Grün zu Gelb. Ein Fahrradfahrer hielt an, dann wieder nicht, dann doch. Er schüttelte den Kopf.

KAPITÄN KOMETTO stellte sich breitbeinig hin, so wie Superhelden das tun, wenn sie nachdenken. „Okay. Das ist nicht nur ein Robo-Hund-Schluckauf. Das ist… ein Streich aus dem Energiereich.“

Tim schluckte. „Ist das gefährlich?“

KAPITÄN KOMETTO lächelte, warm wie Kakao. „Wir passen auf. In Wolkenfels gilt: Niemand wird allein gelassen. Und niemand bekommt Angst in die Tasche gesteckt.“

Er tippte sich an die Brille. „KOMETTO an Kompagnon-KI: Sternchen, Status?“

In seinem Ohr knackte es. Eine freundliche Stimme antwortete: „Sternchen hier! Ich sehe Energie-Flattern in der Stadt. Quelle wahrscheinlich: Windpark Nordfeld.“

„Windpark!“, wiederholte KAPITÄN KOMETTO. „Das erklärt das Windrad-Symbol.“

Tim zeigte nach Norden. „Da stehen riesige Windräder. Wie… wie Riesenblumen.“

„Genau“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Und heute braucht Wolkenfels seinen Gärtner.“

Er stand auf und zwinkerte Tim zu. „Willst du deinem Robo-Hund helfen, indem du ihm einen Namen gibst, der ihm Mut macht? Namen sind wie kleine Schilde.“

Tim schaute auf den kreiselnden Hund. „Dann… heißt er Wirbel. Weil er gerade wirbelt, aber bald wieder ruhig ist.“

„Perfekt“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Wirbel, halt durch. Ich komme wieder.“

Er sprang in die Luft. Unter seinen Stiefeln öffneten sich kleine Düsen, und ein helles „Pffft!“ trug ihn über die Dächer. Sein Umhang glitzerte, als würde ein Komet durch den Tag ziehen.

Teil 2: Der Windpark und der freche Funkel-Floh

Der Windpark Nordfeld lag hinter grünen Hügeln. Dort drehten sich die Windräder hoch und weiß im Himmel. Ihre Flügel machten „Wuuusch… wuuusch…“ wie riesige Fächer. Zwischen den Türmen standen kleine Kästen und Kabel. Alles sah ordentlich aus, wie ein aufgeräumtes Kinderzimmer.

Nur heute nicht.

Heute zuckten blaue Funken um die Türme. Und ein Windrad drehte viel zu schnell, als hätte es es eilig.

KAPITÄN KOMETTO landete weich im Gras. „Okay, Leute“, sagte er zu den Windrädern, als wären sie Freunde. „Langsam. Niemand muss hier rennen.“

Ein Techniker kam angerannt. Er trug einen gelben Helm und hielt ein Tablet fest, als wäre es ein sehr wertvolles Brot.

„Kapitän!“, rief er. „Unsere Steuerung spielt verrückt! Die Anzeigen hüpfen, die Energie springt! Wenn das so weitergeht, bekommt die Stadt überall Flackerlicht!“

KAPITÄN KOMETTO legte eine Hand auf die Schulter des Technikers. „Du machst das gut. Du hast Hilfe gerufen. Das ist verantwortungsvoll.“

Der Techniker atmete aus. „Danke. Ich… ich dachte schon, ich wäre schuld.“

„In Wolkenfels suchen wir zuerst die Wahrheit, nicht die Schuld“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Das ist gerecht.“

Da hörte er wieder das beleidigte Summen. Es kam aus einem Kontrollkasten. KAPITÄN KOMETTO beugte sich vor. „Hallo? Wer summt da so frech?“

Die Tür des Kastens sprang auf. Heraus hüpfte etwas Kleines, Glitzerndes. Es sah aus wie ein winziger Roboter-Floh mit Flügeln aus Licht. Er machte „Bsss!“, drehte eine Pirouette und prustete ein paar Funken in die Luft, wie Konfetti.

„Ich bin der Funkel-Floh!“, quiekte er. „Ich kitzle Kabel! Ich mache Lampen verrückt! Hihi!“

Der Techniker schnappte nach Luft. „Ein… ein Saboteur?“

KAPITÄN KOMETTO blieb ruhig. „Funkel-Floh, hör zu. In der Stadt sind Kinder. Da ist ein Robo-Hund, der sich im Kreis dreht. Das ist nicht lustig für alle.“

„Doch! Für mich!“, rief der Funkel-Floh und flog im Zickzack.

KAPITÄN KOMETTO hob eine Augenbraue. „Humor ist super. Aber Humor muss fair sein. Sonst ist es nur Ärgern.“

Der Funkel-Floh machte eine freche Grimasse. „Fair? Ich will nur spielen! Die Windräder sind so groß. Ich bin so klein. Ich will auch mal wichtig sein!“

KAPITÄN KOMETTO nickte langsam. „Ah. Du willst gesehen werden.“

Der Funkel-Floh zögerte. „Vielleicht.“

„Dann mache ich dir einen Vorschlag“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Du kannst wichtig sein, ohne anderen Probleme zu machen. Hilf mir, die Energie wieder ruhig zu machen. Dann bist du ein Held.“

„Ein… Held?“, flüsterte der Funkel-Floh. Seine Flügel flackerten leiser.

„Ja“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Ein kleiner Held kann genauso groß sein wie ein großer Held. Man muss nur das Richtige tun.“

Der Funkel-Floh schwebte näher. „Und wenn ich nein sage?“

KAPITÄN KOMETTO grinste. „Dann muss ich meinen Super-Trick benutzen.“

„Welchen?“, fragte der Funkel-Floh misstrauisch.

KAPITÄN KOMETTO zog ein rundes Gerät hervor. Es sah aus wie ein Jo-Jo, nur mit einem Stern darauf. „Das hier ist mein Ruhig-Ring. Er macht keine Aua. Er macht nur… Ordnung.“

Der Funkel-Floh schluckte. „Ordnung ist langweilig.“

„Ordnung ist wie ein gut gebundener Schuh“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Dann kannst du rennen, ohne zu stolpern.“

Der Funkel-Floh kicherte trotz sich selbst. „Du redest komisch.“

„Danke“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Also: Team oder Ruhig-Ring?“

Der Funkel-Floh schaute zum Windrad, das zu schnell drehte. Er sah die Funken. Er sah den Techniker, der sich Sorgen machte. Dann seufzte er. „Okay. Team. Aber nur, wenn ich eine Aufgabe bekomme! Eine wichtige!“

„Abgemacht“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Du wirst der Funken-Fänger.“

Er zeigte auf die Kabel. „Du fliegst dort entlang und sammelst die wilden Funken ein. Ich stelle die Steuerung neu ein. Der Techniker prüft die Anzeigen. Drei Helden, ein Plan.“

Der Techniker blinzelte. „Ich… ein Held?“

KAPITÄN KOMETTO nickte. „Du hältst alles am Laufen. Ohne dich wäre die Stadt dunkel. Das ist heldenhaft.“

Der Techniker richtete sich auf. „Dann… los!“

Jetzt wurde es dynamisch. KAPITÄN KOMETTO rannte zum Hauptpult. Seine Finger flitzten über Schalter und Knöpfe. „Sternchen, gib mir den Energie-Takt!“

„Kommt!“, sagte Sternchen im Ohr. „Achtung, Welle in drei… zwei… eins…“

Eine Welle aus blauem Flackern rollte durch den Windpark, wie eine unsichtbare Wasserwelle. Die Windrad-Flügel zuckten.

„Ruhig bleiben!“, rief KAPITÄN KOMETTO. „Ich bin hier!“

Er warf den Ruhig-Ring. Er surrte durch die Luft und zeichnete einen runden, sanften Lichtkreis um das schnelle Windrad. Der Kreis glühte warm, wie eine Nachtlampe. Das Windrad bremste. „Wuuusch… wuuusch…“ wurde wieder gleichmäßig.

Der Funkel-Floh flog los. „Funkel-Fänger-Modus!“, rief er und schnappte die Funken ein, als wären es Glühwürmchen. Jeder Funke, den er fing, wurde in seiner kleinen Brust zu einem friedlichen Glitzern.

Der Techniker rief Zahlen. „Spannung sinkt! Frequenz stabil!“

KAPITÄN KOMETTO drückte den letzten Knopf. „Und… Reset!“

Für einen Moment war es still. Dann drehte sich alles normal. Der Wind sang wieder nur sein einfaches Lied.

Der Funkel-Floh schwebte keuchend vor KAPITÄN KOMETTO. „Ich… ich hab's geschafft.“

„Du hast geholfen“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Das war gerecht und mutig.“

Der Funkel-Floh schaute auf seine Flügel. Sie leuchteten jetzt nicht mehr wild, sondern klar und ruhig. „Komisch. Das fühlt sich… gut an.“

„Weil du nicht nur gesehen wirst“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Du hast etwas Gutes getan.“

Da knackte Sternchen im Ohr. „Kapitän, Meldung aus der Stadt: Robo-Hund Wirbel dreht sich langsamer. Ampeln normal. Lichter stabil.“

KAPITÄN KOMETTO atmete aus. „Wolkenfels ist sicher.“

Der Techniker wischte sich die Stirn. „Danke, Kapitän.“

„Danke euch“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Heldenarbeit ist Teamarbeit.“

Teil 3: Eine Medaille, die leise leuchtet

Als KAPITÄN KOMETTO zurück in die Stadt flog, war der Himmel orange wie Marmelade. Auf dem Platz standen viele Menschen. Tim war auch da, mit Wirbel, dem Robo-Hund. Wirbel stand endlich still. Sein rotes Halstuch wehte stolz.

Tim rief: „Kapitän! Schau! Wirbel kann wieder sitzen!“

Wirbel machte ein fröhliches „Wuff!“ und setzte sich geschniegelt hin. Dann legte er den Kopf schief, als würde er fragen: „War ich brav?“

KAPITÄN KOMETTO lachte. „Sehr brav. Und du auch, Tim. Du hast nicht aufgegeben.“

Tim strahlte. „Ich hab ihm gesagt, er ist stark. So wie du.“

Da kam die Bürgermeisterin von Wolkenfels. Sie trug eine blaue Schärpe und hielt eine kleine Schachtel aus Holz.

„KAPITÄN KOMETTO“, sagte sie, „heute hast du unsere Stadt beschützt. Du hast Menschen beruhigt. Du hast gerecht gehandelt. Und du hast sogar einem kleinen Störenfried einen guten Weg gezeigt.“

Hinter ihr schwebte, halb versteckt, der Funkel-Floh. Er hatte sich eine winzige Kappe aus einem Blatt gebastelt und sah sehr ernst aus.

Die Bürgermeisterin öffnete die Schachtel. Darin lag eine Medaille. Sie war nicht aus Gold, nicht aus Silber. Sie war aus einem besonderen Material, das im Licht leise schimmerte, wie ein Stern, der nicht laut sein muss. Darauf stand: „Für Mut und Gerechtigkeit“.

„Diese Medaille ist symbolisch“, sagte die Bürgermeisterin. „Sie erinnert uns daran, dass ein Held nicht nur stark ist. Er ist auch freundlich. Und er hilft, ohne zu erschrecken.“

Sie legte KAPITÄN KOMETTO die Medaille um. Das Band war weich und blau.

KAPITÄN KOMETTO berührte sie kurz. „Danke“, sagte er. „Aber ich teile sie.“

Er kniete sich zu Tim. „Tim, du hast Wirbel getröstet. Das war Mut.“

Tim riss die Augen auf. „Ich?“

„Ja“, sagte KAPITÄN KOMETTO. Dann winkte er den Techniker heran, der auch in der Menge stand. „Und du hast im Windpark nicht aufgegeben. Du hast Verantwortung übernommen.“

Der Techniker wurde rot. „Ich hab nur… gearbeitet.“

„Arbeit kann heldenhaft sein“, sagte KAPITÄN KOMETTO.

Und dann sah er zum Funkel-Floh. „Und du“, sagte er sanft, „hast dich entschieden, fair zu sein.“

Der Funkel-Floh schwebte hervor. „Ich… ich hab die Funken gefangen“, piepste er. „Und ich kitzle jetzt nur noch… meine eigene Nase.“

Die Leute lachten freundlich.

KAPITÄN KOMETTO nahm die Medaille ab, hielt sie hoch und sagte: „Diese Medaille gehört der ganzen Stadt. Sie gehört jedem, der das Richtige tut, auch wenn es ein bisschen schwer ist. Gerechtigkeit bedeutet: Wir passen aufeinander auf.“

Tim hob die Hand. „Auch auf kleine Funkel-Flöhe?“

„Gerade auf die“, sagte KAPITÄN KOMETTO. „Denn jeder kann lernen.“

Der Funkel-Floh strahlte. Nicht wild. Warm.

Später, als die Menge sich auflöste, blieb Tim noch kurz bei KAPITÄN KOMETTO.

„Kapitän“, flüsterte Tim, „hattest du heute Angst?“

KAPITÄN KOMETTO setzte sich neben ihn auf die Bank. Der Uhrturm tickte nun ganz normal.

„Manchmal klopft mein Herz schneller“, sagte er ehrlich. „Das ist wie ein kleiner Trommler. Aber dann denke ich: Ich bin nicht allein. Und ich weiß, was richtig ist. Dann wird der Trommler ruhig.“

Tim nickte langsam. „Ich glaube, ich kann das auch.“

„Das kannst du“, sagte KAPITÄN KOMETTO und tippte Tim leicht an die Stirn. „Hier drin ist schon ein kleiner Held. Und in deinem Bauch ist das Mut-Licht.“

Wirbel machte „Wuff!“ als wäre er einverstanden.

KAPITÄN KOMETTO stand auf. Seine Medaille schimmerte leise. „Wolkenfels kitzelt jetzt nur noch vor Freude“, sagte er.

„Bis zum nächsten Abenteuer?“, fragte Tim.

KAPITÄN KOMETTO zwinkerte. „Ganz bestimmt. Und denk dran: Gerecht sein ist eine Superkraft.“

Dann sprang er hoch. Der Umhang glitzerte, die Düsen flüsterten „Pffft“, und der Mann mit dem Blitzlächeln flog über die Stadt, während unten die Lichter ruhig und freundlich leuchteten.

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Umhang
Ein großes Tuch, das jemand über den Schultern trägt und hinten hängt.
Schimmerte
Es sieht leicht hell und glänzend aus, wie leises Funkeln.
Werkzeuge
Dinge, mit denen man etwas repariert oder baut, zum Anfassen.
Kompagnon-KI
Ein kluger Computer-Freund, der hilft und Dinge hört.
Energie-Flattern
Wenn der Strom unruhig wird und Lichter oder Geräte zucken.
Windpark
Viele große Windräder, die mit Wind Strom machen.
Steuerung
Das Gerät oder Panel, das eine Maschine oder Anlage lenkt.
Techniker
Eine Person, die Geräte kennt und sie reparieren kann.
Spannung
Wie stark der Strom fließt; zu viel ist gefährlich.
Frequenz
Wie schnell etwas immer wieder passiert, zum Beispiel Wellen.
Reset
Alles neu starten, damit ein Gerät wieder normal funktioniert.
Medaille
Eine kleine runde Platte, die man für etwas Gutes bekommt.
Gerechtigkeit
Wenn alle fair behandelt werden und gleiche Chancen haben.
Verantwortung
Wenn jemand auf etwas achtet und dafür sorgt, dass es gut geht.

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