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Geschichte über den Klimawandel 7/8 Jahre Lesen 18 min.

Kalle, der Papierkorb, und Miras Klimaspaziergang durch die grüne Stadt

Ein kleiner Papierkorb namens Kalle und das Mädchen Mira entdecken gemeinsam, wie Dachgärten, Bäume und einfache Gewohnheiten ihre Stadt grüner machen können, und lernen, dass kleine Schritte wichtig sind, um das Klima zu schützen.

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Eine kleine Hauptfigur: eine blaue Metallmülltonne auf Rollen mit klapperndem Deckel, aufgemalten Augen und gemaltem Lächeln, fröhlichem, wohlwollendem Ausdruck und stolzer Haltung auf dem Dach neben Pflanzkästen; ein etwa 9-jähriges Mädchen mit kastanienbraunen Haaren im Pferdeschwanz und rotem Rucksack, neugierig und begeistert, hockt neben der Tonne und berührt vorsichtig ein Minzblatt; ein älterer Hausmeister mit khakifarbener Jacke und Schirmmütze, mildem, geduldigem Gesicht, zeigt auf ein Schild „Regenwasservorrat“ und steht leicht zurückgesetzt hinter den Kästen; der Ort: ein urbanes Dachterrassengarten mit Holzbohlen, rechteckigen Metallkästen voller Basilikum, Minze und Kräutern, Pergola, kleiner Wasserzisterne mit Etikett, Blick auf Hausdächer und hellem Himmel; Situation: die Tonne und das Mädchen erkunden den Dachgarten, das Mädchen pflückt sanft ein Blatt, der Hausmeister erklärt, warme, pädagogische Atmosphäre im sanften Spätnachmittagslicht, lebhafte Farben und sichtbare Acrylstrukturen. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1: Kalle mag es ordentlich

Kalle war ein kleiner, blauer Papierkorb mit zwei wackeligen Rädern und einem Deckel, der beim Lachen „klapp!“ machte. Er wohnte in einem Innenhof zwischen einem Bäcker, einem Fahrradladen und einem hohen Wohnhaus. Kalle hatte einen Lieblingssatz: „Sauber ist freundlich.“

Jeden Morgen rollte er ein Stückchen vor die Bank im Hof. Dort saßen oft Kinder, die auf den Bus warteten. Kalle hörte zu, wenn sie erzählten, und er achtete darauf, dass nichts herumlag.

„Guten Morgen, Kalle!“, sagte Mira, die immer einen roten Rucksack trug.

„Guten Morgen!“, klappte Kalle fröhlich. „Bitte denkt an die Bananenschalen.“

Mira kicherte. „Du bist der einzige Papierkorb, der Bananenschalen grüßt.“

„Bananenschalen haben auch Gefühle“, meinte Kalle ernst, und sein Deckel klappte wie ein Augenzwinkern.

An diesem Tag war es ungewöhnlich warm. Die Sonne fühlte sich an, als hätte sie die Heizung zu hoch gedreht. Im Hof roch es nach warmem Asphalt und nach frischem Brot.

Herr Roschke, der Hausmeister, wischte sich die Stirn. „So früh schon so heiß“, murmelte er. „Früher war der Frühling milder.“

Mira blieb stehen. „Warum ist es denn jetzt so warm?“

Herr Roschke zuckte mit den Schultern, aber freundlich. „Das hängt mit dem Klima zusammen. Die Erde wird insgesamt wärmer. Das merkt man auch hier.“

Kalle hörte das Wort „wärmer“ und dachte an Eiswürfel, die schmelzen. Er mochte Eiswürfel. Sie machten so schön „klirr“.

In der Schule erzählte Mira später ihrer Klasse davon. Als sie am Nachmittag zurückkam, sah sie Kalle an. „Kalle, wir machen ein Projekt. Über Klima und was man tun kann. Frau Sommer sagt: beobachten, verstehen, kleine Schritte.“

Kalle rollte näher. „Kleine Schritte sind genau mein Ding. Ich habe Räder.“

Mira grinste. „Und du hast einen Deckel, der klappert, wenn du dich freust.“

„Klapp!“, sagte Kalle. „Also: Was beobachten wir?“

Mira zeigte auf die Ecke beim Fahrradständer. Dort lagen Bonbonpapiere und ein leerer Becher. „Dass manche Leute Sachen fallen lassen.“

Kalle seufzte. „Manchmal passiert das aus Versehen. Manchmal merken sie es nicht. Manchmal denken sie, jemand anderes hebt es auf.“

Mira nickte. „Dann können wir helfen. Aber es geht auch um mehr. Frau Sommer hat gesagt: Städte verändern sich. Manche machen Dächer grün, pflanzen Bäume, sparen Energie.“

Kalle stellte sich vor, wie ein Dach mit Gras und Blumen aussieht. „Ein Dach… das lebt?“

„Ja!“, sagte Mira. „Und weißt du was? Unser Haus hat so ein Dach. Herr Roschke hat mal davon erzählt. Da oben gibt's sogar Kästen mit Kräutern.“

Kalles Deckel klappte vor Freude. „Kräuter! Das klingt nach Suppe und Sommer.“

Mira holte einen kleinen Notizblock heraus. „Ich will heute anfangen. Wir gehen hoch aufs Dach, schauen uns alles an, und dann… vielleicht besuchen wir auch andere Orte in der Stadt, die sich schon verändert haben.“

Kalle machte einen stolzen Buckel, so gut es ging. „Ich komme mit. Ich bin schließlich Teil der Sauberkeits-Abteilung.“

„Abgemacht“, sagte Mira. „Aber zuerst…“ Sie bückte sich und sammelte die Bonbonpapiere ein. „…zeigen wir, wie's geht.“

Kalle hielt still, damit sie alles hineinwerfen konnte. „Danke“, sagte er leise. „Man fühlt sich gleich leichter, wenn es ordentlich ist.“

„Ich auch“, meinte Mira. „Und wenn man mal was fallen lässt, kann man's ja wieder aufheben.“

Kalle nickte. „Fehler sind wie Krümel. Man kann sie wegfegen, ohne sich zu schämen.“

Mira lachte. „Das ist ein guter Satz für mein Projekt.“

Kapitel 2: Ein Garten über den Wolken

Der Eingang zum Dach war im Treppenhaus. Herr Roschke schloss die Tür auf. „Nur langsam“, sagte er. „Und passt auf, dass nichts runterfällt.“

Kalle rollte vorsichtig. Treppen waren nicht sein Lieblingsort. Zum Glück nahm Mira ihn am Griff und trug ihn die letzten Stufen hoch. „Du bist leichter, als du aussiehst“, flüsterte sie.

„Das liegt an meiner guten Laune“, antwortete Kalle.

Oben öffnete Herr Roschke eine schwere Tür, und plötzlich war da frische Luft. Nicht wie im Hof, sondern kühler. Kalle spürte einen Windhauch an seinem Deckel.

Das Dach war wirklich grün. Es gab kleine Wege aus Holzplanken, und daneben wuchsen Gräser, niedrige Blumen und sogar ein paar kleine Sträucher. In einer Ecke standen zwei Bänke. Ein Vogel hüpfte zwischen den Pflanzen und tat so, als hätte er hier immer gewohnt.

„Wow“, sagte Mira. „Das ist wie ein geheimer Park.“

„Nicht geheim“, brummte Herr Roschke, „aber nicht jeder geht rauf. Dabei ist es gut für das Haus.“

Mira schrieb sofort in ihren Block. „Wie denn?“

Herr Roschke zeigte auf die Pflanzen. „Die halten Regenwasser fest. Dann läuft nicht alles sofort in die Kanalisation. Und im Sommer bleibt es hier oben kühler. Weniger Hitze im Haus, weniger Klimaanlage, weniger Strom.“

Kalle drehte sich langsam im Kreis. „Also helfen Pflanzen, dass es nicht so heiß wird?“

„Sie helfen“, sagte Herr Roschke. „Sie können die Welt nicht allein retten, aber sie sind ein Teil der Lösung.“

Mira kniete sich zu einem Kasten mit Kräutern. „Hier steht Basilikum, Minze… und das da?“

„Schnittlauch“, sagte Herr Roschke.

Kalle schnupperte. Oder er tat so, denn Papierkörbe haben eigentlich keine Nase. Aber Kalle war überzeugt, dass man gute Dinge auch ohne Nase spüren kann. „Das riecht nach Abendbrot.“

Mira pflückte vorsichtig ein Minzblatt. „Nur ein kleines. Frau Sommer hat gesagt: Man nimmt nur, was man braucht.“

Herr Roschke nickte zufrieden. „Genau. Und man pflegt es. Gießen, wenn es trocken ist. Und man passt auf, dass kein Müll hier oben landet, sonst leidet der Garten.“

Kalle räusperte sich. „Ich bin bereit.“

Mira legte ihre Hand auf Kalles Deckel. „Du bist der beste Team-Partner.“

Sie setzten sich auf eine Bank. Von hier oben sah man die Stadt: Dächer, Straßen, ein kleiner Fluss, der in der Sonne glitzerte. In der Ferne stand ein neuer Gebäudekomplex mit vielen Fenstern, und an einer Wand wuchs etwas Grünes hoch.

Mira zeigte darauf. „Siehst du das? Eine Pflanzenwand!“

„Wie ein Kletterpulli fürs Haus“, sagte Kalle.

Mira prustete los. „Kletterpulli! Das schreibe ich auf.“

Ein paar Schritte weiter stand ein großes Fass, an dem „Regenwasser“ stand. Daneben eine Gießkanne.

„Das ist schlau“, sagte Mira. „Dann nimmt man nicht so viel Wasser aus dem Hahn.“

Herr Roschke setzte sich zu ihnen. „Viele kleine Dinge: Regenwasser sammeln, Müll trennen, weniger wegwerfen, lieber reparieren. Und in der Stadt: mehr Bäume, weniger dunkler Asphalt, mehr Schatten.“

Kalle dachte an den warmen Hof. „Dunkler Asphalt wird heiß wie eine Pfanne“, sagte er.

„Stimmt“, meinte Herr Roschke. „Deshalb gibt's auch helle Steine und mehr Grünflächen. Manche Straßen haben jetzt sogar kleine Beete.“

Mira stützte das Kinn in die Hände. „Können wir die auch ansehen? Für mein Projekt?“

Herr Roschke lächelte. „Warum nicht? Aber nicht heute Abend. Heute sollt ihr noch ruhig schlafen.“

„Nur kurz planen“, bat Mira.

Kalle klappte leise. „Planen ist wie Aufräumen im Kopf.“

Mira schrieb: „Morgen: Klimaspaziergang. Stationen: Dachgarten, Pflanzenwand, Straßenbeete, Trinkbrunnen, Fahrradstraße.“

Als sie wieder runtergingen, blieb Mira kurz stehen. Sie schaute auf Kalle. „Kalle, ich hab manchmal Angst, dass ich was falsch mache. Zum Beispiel: Ich vergesse manchmal, meine Flasche mitzunehmen und kaufe dann doch eine neue.“

Kalle rollte näher. „Dann kannst du beim nächsten Mal eine Liste machen. Oder eine Flasche in den Rucksack legen und eine zuhause lassen. Fehler sind Hinweise, keine Katastrophen.“

Mira atmete aus. „Das klingt… beruhigend.“

„Beruhigend ist gut zum Einschlafen“, sagte Kalle.

Kapitel 3: Der Klimaspaziergang durch die veränderte Stadt

Am nächsten Nachmittag war der Himmel hell, aber es wehte ein angenehmer Wind. Mira traf Kalle im Hof. Sie hatte ihren Notizblock dabei, eine Trinkflasche und ein kleines Brot vom Bäcker.

„Du hast dran gedacht!“, sagte Kalle.

Mira strahlte. „Ja. Und falls ich's morgen vergesse, bin ich trotzdem nicht schlimm. Ich lerne ja.“

„Genau“, klappte Kalle.

Sie gingen los. Kalle rollte über den Bürgersteig, Mira ging nebenher. Manchmal hob sie ihn über Bordsteinkanten, und Kalle bedankte sich jedes Mal höflich. „Service mit Sternchen“, sagte er, als wäre Mira eine Hotelangestellte. Mira lachte und sagte: „Bitte sehr, Herr Papierkorb.“

Die erste Station war eine Straße, die früher voller Autos gewesen sein sollte. Jetzt gab es dort breite Radwege, viele Fahrräder und eine Reihe junger Bäume in großen Kübeln.

Ein Mann pumpte gerade Luft in einen Reifen. „Hallo“, sagte Mira. „Warum sind hier so viele Bäume?“

Der Mann zeigte auf ein Schild: „Kühle Straße“. „Die Bäume machen Schatten“, erklärte er. „Und sie helfen bei der Luft. Außerdem sieht's schöner aus.“

Kalle flüsterte zu Mira: „Schöner ist auch wichtig. Dann passen Menschen besser auf.“

Mira schrieb das auf. Dann zeigte sie auf die Kübel. „Und was ist, wenn ein Baum krank wird?“

„Dann kümmern sich Leute drum“, sagte der Mann. „Und manchmal klappt's nicht. Dann pflanzt man einen neuen. Man lernt dazu.“

Kalle fand das tröstlich. Nicht alles musste perfekt sein, um gut zu sein.

Sie gingen weiter zu einem kleinen Platz. Dort plätscherte ein Trinkbrunnen, und nebenan stand eine Bank im Schatten. Ein Mädchen füllte ihre Flasche auf.

„Das ist praktisch“, sagte Mira. „Dann muss man keine Einwegflaschen kaufen.“

„Und man spart Plastik“, ergänzte Kalle.

Das Mädchen drehte sich um. „Ihr sprecht mit eurem… Papierkorb?“

Mira nickte. „Das ist Kalle. Er mag es sauber und er weiß viel über Müll.“

Kalle klappte freundlich. „Hallo! Bitte sag deiner Bonbonfolie, sie soll später bei mir vorbeischauen.“

Das Mädchen giggelte. „Mach ich. Ich heiße Lena.“ Sie zeigte auf die Bank. „Wollt ihr euch kurz setzen?“

Sie setzten sich. Mira trank einen Schluck und fragte: „Hast du hier schon Veränderungen gemerkt?“

Lena überlegte. „Letzten Sommer war es auch heiß. Aber hier auf dem Platz war es besser als in unserer Straße. Da gibt's kaum Bäume.“

Mira schrieb: „Schatten macht's erträglicher.“

Kalle sagte: „Und Grünflächen sind wie Pausen für die Stadt.“

Lena schaute Kalle erstaunt an. „Das ist ein schöner Satz.“

Sie verabschiedeten sich und gingen zur nächsten Station: eine Wand an einem neuen Gebäude. Von unten bis oben wuchsen Pflanzen in Kästen, als würde das Haus einen grünen Schal tragen.

Mira staunte. „Das sieht aus wie ein riesiger Garten.“

Ein Arbeiter stand mit einer Leiter da und prüfte Schläuche. Mira fragte: „Warum macht ihr das?“

Der Arbeiter wischte sich die Hände ab. „Die Pflanzen helfen, die Wand kühl zu halten. Und sie bieten Insekten einen Platz. Außerdem nehmen sie etwas CO₂ aus der Luft auf. Nicht alles, aber etwas.“

Kalle wiederholte leise: „Nicht alles, aber etwas.“ Er mochte diesen Satz. Er klang nach ehrlicher Hoffnung.

Mira fragte weiter: „Ist das schwer zu pflegen?“

„Man muss dranbleiben“, sagte der Arbeiter. „Gießen, kontrollieren, manchmal austauschen. Einmal haben wir zu viel gegossen, und ein paar Pflanzen mochten das nicht. Dann haben wir gelernt: weniger ist manchmal besser.“

Mira sah Kalle an. „Fehler sind Hinweise.“

Kalle klappte. „Genau.“

Als sie zurück Richtung Hof gingen, kamen sie an einem kleinen Beet vorbei, das direkt am Gehweg lag. Darin wuchsen Blumen, und ein Schild sagte: „Bitte treten Sie nicht hinein. Bienen danken es Ihnen.“

Mira beugte sich vor. „Da ist eine Biene!“

Kalle flüsterte: „Sie arbeitet. Wir stören sie nicht.“

Mira nickte und ging einen Schritt zurück. „Man kann helfen, ohne anzufassen.“

Auf dem Heimweg passierte es dann: Mira wollte ihren Notizblock in den Rucksack stecken, und dabei rutschte ihr das Brot aus der Hand. Es fiel auf den Boden und rollte genau in eine kleine Pfütze.

Mira erstarrte. „Oh nein.“

Kalle hielt an. Sein Deckel klappte nicht, er war still. Mira hob das Brot hoch. Es war nass und hatte ein bisschen Dreck dran.

„Ich bin so doof“, sagte Mira leise.

Kalle rollte näher und sagte sanft: „Stopp. Du bist nicht doof. Du bist Mira. Und du hast das nicht extra gemacht.“

Mira schluckte. „Aber jetzt ist es kaputt.“

Kalle überlegte. „Wir können es nicht mehr essen, das stimmt. Aber wir können etwas daraus machen. Wir bringen es zu mir… und dann?“

Mira sah ihn an. „In den Müll?“

„Nicht einfach irgendwohin“, sagte Kalle. „Bei uns gibt's eine braune Tonne für Bio. Daraus wird Kompost. Kompost hilft Pflanzen zu wachsen.“

Mira atmete aus, ein kleines bisschen erleichtert. „Also wird aus meinem Fehler… Erde?“

„So ungefähr“, sagte Kalle. „Und du kannst dir merken: Wenn du Brot trägst, hältst du es mit beiden Händen. Oder du packst es ein.“

Mira nickte. „Okay. Ich lerne.“

Kalle klappte jetzt doch, ganz leise. „Und ich bin stolz auf dich.“

Kapitel 4: Ein ruhiger Abend und ein Plan für morgen

Zurück im Hof war es schon später. Die Sonne stand tiefer, und die Hitze des Tages ließ langsam nach. Mira brachte das nasse Brot zur Bio-Tonne und warf es hinein. „Tut mir leid, Brot“, murmelte sie.

Kalle sagte: „Es bekommt ein zweites Leben. Das ist doch schön.“

Mira setzte sich auf die Bank, und Kalle rollte daneben. Im Fenster über ihnen sah man warmes Licht. Jemand spielte leise Klavier, nur ein paar Töne, als würde das Haus summen.

Mira blätterte durch ihren Notizblock. „Heute hab ich viel gesehen. Bäume, Trinkbrunnen, Pflanzenwand, Beete. Die Stadt kann sich ändern.“

„Ja“, sagte Kalle. „Und du kannst mitmachen. Nicht mit Riesensachen, sondern mit deinen Händen und deinem Kopf.“

Mira dachte nach. „Ich kann… öfter mit dem Fahrrad fahren. Ich kann meine Flasche mitnehmen. Und ich kann auf Müll achten. Und ich kann Papa fragen, ob wir zu Hause den Strom sparen, wenn wir Licht ausmachen.“

Kalle nickte. „Und du kannst anderen davon erzählen. Ohne zu schimpfen. Eher so: ‚Guck mal, das klappt gut.‘“

Mira lächelte. „Und wenn jemand einen Fehler macht…“

„Dann kann man helfen, ihn zu verbessern“, sagte Kalle. „Ohne gemein zu sein.“

Mira sah Kalle an. „Du bist wirklich ein guter Begleiter.“

„Ich bin ein Papierkorb“, sagte Kalle stolz. „Begleiten ist eine Art von Sammeln. Ich sammle Dinge ein, damit es ordentlich wird. Und heute habe ich auch Gedanken gesammelt.“

Mira lachte leise. „Dann bin ich wohl dein Notizblock.“

Sie hörten noch einen Moment zu, wie der Wind durch die Blätter eines Hofbaums strich. Es war ein beruhigendes Geräusch, wie leises Flüstern.

Mira stand auf. „Ich gehe jetzt rein. Morgen erzähle ich in der Schule vom Dachgarten und von allem. Und vom Satz: Nicht alles, aber etwas.“

Kalle klappte sanft. „Und vergiss nicht: Fehler sind Hinweise.“

Mira nahm ihre Flasche aus dem Rucksack, stellte sie schon neben die Tür, damit sie sie morgen gleich sieht, und winkte Kalle zu. „Gute Nacht, Kalle.“

„Gute Nacht, Mira“, sagte Kalle. „Schlaf warm, aber nicht zu warm.“

Mira kicherte und verschwand im Haus.

Kalle blieb noch einen Augenblick im Hof. Es war sauberer als am Morgen, und das fühlte sich gut an. Er dachte an das grüne Dach, an die Bäume in Kübeln und an die Wand mit Pflanzen, die wie ein Schal aussah.

„Die Stadt lernt“, flüsterte Kalle. „Und Mira lernt auch. Und ich… ich klapp ein bisschen leiser, damit der Hof schlafen kann.“

Dann rollte er an seinen Platz, schloss zufrieden den Deckel und lauschte der ruhigen Nacht, die sich wie eine weiche Decke über alles legte.

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Innenhof
Ein Platz zwischen Häusern, oft offen, wo Menschen sitzen oder spielen können.
Hausmeister
Eine Person, die sich um das Haus und Reparaturen kümmert.
Klima
Wie das Wetter über viele Jahre an einem Ort ist.
Kanalisation
Rohre unter der Erde, die Regen und Abwasser wegtragen.
Regenwasser
Wasser, das vom Himmel fällt und gesammelt oder genutzt wird.
Klimaanlage
Ein Gerät, das Luft kühlt, damit ein Raum nicht so heiß ist.
Pflanzenwand
Eine Wand, die mit vielen Pflanzen bepflanzt ist.
Kompost
Verrotteter Pflanzen- und Essensabfall, der als Erde für Pflanzen dient.
Bio-Tonne
Eine Tonne für Küchenabfälle, die später zu Kompost wird.
Trinkbrunnen
Ein Ort mit fließendem Wasser, aus dem man trinken kann.
Asphalt
Der dunkle Belag auf Straßen und Wegen, der sehr heiß werden kann.
Insekten
Kleine Tiere wie Bienen und Käfer mit meist sechs Beinen.
CO₂
Ein Gas in der Luft, das beim Verbrennen entsteht und das Klima beeinflusst.
Dachgarten
Ein Garten auf dem Dach eines Hauses mit Pflanzen und Bänken.

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