Kapitel 1: Die wackelige Wand und der kichernde Yeti
Also, ich bin Jolli, der Yeti. Ja, genau, der mit dem wuscheligen Fell und den riesigen Füßen, die immer zu groß für die Hausschuhe sind. Ich lebe in einer gigantischen, wackeligen Villa – die Wände tanzen Walzer, die Decke macht Liegestütze, und die Fenster blinzeln manchmal frech. Man nennt sie die „Wandernde Witzvilla“, weil sie nie stillsteht. Einmal bin ich morgens im Badezimmer aufgestanden, aber als ich die Tür öffnete, war ich plötzlich in der Küche. Da hab ich meine Zahnbürste fast in den Pudding getaucht – Igittigitt!
Ständig gibt es in meiner Villa neue Ecken zu entdecken. Die Räume verschieben sich wie ein Haufen bunter Bauklötze. Mal ist das Wohnzimmer unter dem Dach, mal mitten im Garten. Heute war ein ganz besonderer Tag, denn ich hatte von der Legende des „Magischen Lachens“ gehört. Wer diesen Zauber beherrscht, kann jeden zum Lachen bringen – sogar die grummeligste Socke. Und ich, Jolli, wollte dieses Lachen finden! Denn was gibt's Besseres, als Freunde zum Lachen zu bringen?
Mit einem lauten „Wabbel-dabbel-dudel!“ öffnete ich meine Zimmertür und stolperte – hoppla! – direkt ins Musikzimmer, das gerade auf den Kopf stand. Dort lag ein riesiges Saxofon, das wie ein Elefant trötete, wenn man es falsch herum blies. Ich musste so lachen, dass mein Bauch wackelte wie Wackelpudding. „Na los, Haus, bring mich zum Lachen-Lachen!“, rief ich, und die Wände kitzelten mich mit einem leichten Schwinger nach rechts. Plötzlich stand ich vor einer Tür, die ich noch nie gesehen hatte. Ein Schild hing daran: „Zum Geheimnis des Lachens!“
Da hüpfte mein Herz wie ein Gummiball! Ich öffnete die Tür – und fiel fast rückwärts, weil dahinter ein riesiges, glitzerndes Schwimmbad lag. Aber statt Wasser war es gefüllt mit glibberigem, buntem Wackelpudding! „Jolli, du bist im Glücksbad gelandet!“, rief ich mir selbst zu und sprang mit einem Platsch hinein. Es gluckste, schmatzte und machte lauter lustige Pupsgeräusche. Ich lachte so sehr, dass mir die Tränen kamen.
Doch plötzlich hörte ich eine Stimme, schrill wie eine quietschende Badeente: „Wer planscht denn da in meinem Pudding?“ Ich sah mich um und traute meinen riesigen Yeti-Augen nicht: Auf einem Felsen mitten im Wackelpudding saß eine Sirene mit glitzernden Schuppen und einer Frisur wie ein Regenbogen.
Kapitel 2: Die sirenenhafte Schieflage
Die Sirene zwinkerte mir zu und schnappte sich eine Gabel, als wäre sie ein Mikrofon. „Ich bin Sissi, die singende Sirene! Aber Vorsicht, ich singe extra schief, damit sich niemand erschreckt!“ Sie legte los: „Lalalaaaaa, dööööööö, blubbblubbbluuuu!“ Es klang wie ein Walross, das auf einer Trompete pupst. Ich lachte so laut, dass ein paar Wackelpudding-Blasen aus meinen Ohren kamen.
„Du bist ja lustig!“, rief ich. Sissi grinste breit. „Ich übe für das große Lacherwettbewerb-Finale! Aber keiner lacht so schön wie du, Jolli.“
„Ich suche das magische Lachen“, sagte ich, „weißt du, wo ich es finde?“ Sissi schlug einen Purzelbaum ins Puddingbad, dass die Glibberwellen überschwemmten. „Vielleicht, wenn du in den Spiegelsaal gehst! Aber pass auf, da wohnt der Grummelriese. Der lacht NIE! Er ist so grimmig, dass seine Augenbrauen sich verknoten!“
Ich schüttelte mich vor Lachen. „Augenbrauen-Knoten? Den will ich sehen!“ Sissi zeigte auf eine kleine Puddingtür. „Da lang! Und vergiss nicht, immer einen Witz parat zu haben!“
Ich pflückte mir eine Puddingnase als Reiseproviant und stapfte durch die Tür in einen funkelnden Korridor. Die Wände waren mit Lachgesichtern bemalt – eines hatte sogar einen Schnurrbart aus Spaghetti. Immer wieder hörte ich mein Echo: „Jolli, Jolli, kicher-kicher...“ Ich zog Grimassen, bis meine Wangen ganz warm wurden.
Nach einer Weile öffnete sich der Korridor zu einem riesigen Spiegelsaal. Die Spiegel verzerrten mein Bild: In einem war mein Kopf so groß wie ein Kürbis, im nächsten sah ich aus wie ein Gummibärchen auf Stelzen. Ich musste schon wieder kichern.
Aber dann hörte ich ein lautes Brummen: „Wer stört meinen Grummel?“ Da stand er – der Grummelriese! Er war doppelt so groß wie ich, hatte einen Bart wie eine Wolke und Augenbrauen, die sich wirklich zu Schleifen gebunden hatten. Er blickte finster. „Keiner lacht hier!“
Kapitel 3: Der grimmige Grummelriese und das kitzlige Missgeschick
Ich, Jolli, bin ja nicht so schnell eingeschüchtert, aber der Grummelriese war wirklich… naja, riesig! Und sein Blick war so streng, dass sogar die Spiegel beschlagen sind. Ich nahm all meinen Mut zusammen und rief: „Kennst du den hier? Warum können Yeti keine Mathe? Weil sie immer alles ab-schneien!“ Da rutschte ich fast auf meinem eigenen Lachen aus.
Der Grummelriese schnaubte. „Kein bisschen lustig“, sagte er, aber dabei zuckte sein Mundwinkel. Ich sah's genau! Also setzte ich noch einen drauf: „Was macht ein Yeti im Schwimmbad? Er planscht mit den Eiswürfeln!“
Da passierte es: Der Grummelriese musste prusten. Erst kam ein kleines Kichern, dann ein lautes Lachen, das die Spiegel wackeln ließ. Seine Augenbrauen flogen auseinander und landeten wie Raupen auf seiner Nase. Ich juchzte: „Du hast gelacht! Das heißt, du bist jetzt mein Freund!“
Plötzlich fiel der Grummelriese auf den Po – mitten in einen Spiegel, der prompt ein Kitzelmonster zeigte. „Oh nein!“, rief er, aber das Kitzelmonster sprang heraus, kitzelte erst den Grummelriesen, dann mich, dann sogar die Sirene, die plötzlich hereingerutscht kam und quietschend sang: „Kitzel-Kitzel-Kitzel-Lied!“
Wir lachten alle drei so sehr, dass die Wände tanzten und der ganze Saal sich drehte. Der Grummelriese sagte: „Ich wusste gar nicht, wie schön Lachen ist! Wollen wir Freunde sein?“ Ich rief: „Aber klar doch, du kitzlige Knuddelriese!“
Gemeinsam liefen wir durch die wackelige Villa, die sich jetzt noch mehr freute, weil überall gelacht wurde. Wir übten Witze, machten Grimassen und veranstalteten eine Lachparade durch die Küche, wo die Töpfe applaudierten und der Kühlschrank einen Wackelpudding ausspuckte.
Kapitel 4: Der groĂźe Lachwettbewerb und das magische Lachen
Endlich war es so weit: Das Finale des großen Lachwettbewerbs stand bevor! Alle Bewohner der Villa – von der tanzenden Teekanne bis zum rappenden Regenwurm – waren versammelt. Sogar die Fenster hatten sich extra weit geöffnet, damit die Sonne zuschauen konnte.
Sissi, die Sirene, begann mit ihrem schiefen Lied. „Lalalaaa, plitsch-platsch, tröööööt!“ Die Leute kicherten und kitzelten sich gegenseitig. Dann trat der Grummelriese vor und erzählte: „Was ist grummelig und rollt durch das Haus? Ein Rollmops-Riese!“ Alle brüllten vor Lachen, sogar die Spaghetti-Schnurrbärte zitterten.
Nun war ich dran. Ich stellte mich mit meinen riesigen Yeti-Füßen mitten auf die Bühne – die Bühne wackelte fröhlich mit – und sagte: „Was macht ein Yeti, wenn er einen Freund findet? Er lacht so laut, dass die Villa tanzt!“
Da geschah es: Ein goldenes, glitzerndes Lachen erfüllte die Luft. Es war das magische Lachen! Es hüpfte von einem zum anderen, ließ die Herzen hüpfen und die Sorgen verschwinden. Die Villa wurde noch bunter, die Wände schaukelten im Takt, und alle jubelten: „Jolli, Jolli, du hast das magische Lachen gefunden!“
Ich lachte und lachte, und meine Freunde lachten mit. Auch der Grummelriese, der jetzt gar nicht mehr grummelig war, sondern ein echter Knuddelriese. Wir umarmten uns alle, sogar die Sirene, die extra schief sang: „Freunde sind das beste Lachen!“
Und wisst ihr was? Das magische Lachen bleibt für immer, wenn man es miteinander teilt. Denn Lachen ist am schönsten, wenn man es zusammen macht!
Und so leben wir noch heute in unserer wackeligen, bunten, lachenden Villa. Und wenn du mal traurig bist, dann komm vorbei – wir haben immer einen Witz parat und ein magisches Lachen für dich übrig!