Herr Mümmel saß auf seinem bunten Hocker. Er hatte große Ohren, eine runde Brille und immer ein Lächeln im Gesicht. Herr Mümmel war ein Erfinder. Aber kein gewöhnlicher Erfinder! Er dachte sich die verrücktesten Dinge aus.
Eines Morgens hüpfte er aus dem Bett und rief: „Heute baue ich etwas, das die Welt noch nicht gesehen hat! Ich erfinde... eine Mützenanziehmaschine!“ Seine Katze Minza sah ihn mit großen Augen an. „Miau?“, fragte sie. „Ja, Minza! Immer diese Mützen anziehen, das dauert! Die Maschine hilft uns dabei.“
Herr Mümmel lief in sein Erfinderzimmer. Überall lagen Schrauben, bunte Knöpfe und Federn. Er setzte sich seinen großen, roten Erfinderhut auf. „Den braucht jeder große Erfinder“, sagte er. Minza schnurrte und rollte sich auf dem Teppich zusammen.
Herr Mümmel nahm einen Kochtopf, ein Gummiband, eine alte Bürste und drei bunte Luftballons. „Das wird toll!“, rief er und zwinkerte Minza zu. Er hämmerte, klebte, drehte und spannte die Luftballons fest. Dann befestigte er die Bürste am Kochtopf und schnallte das Gummiband darum. Jetzt sah die Maschine ein bisschen aus wie ein kleiner Roboter mit einem Hut.
Die Mützenanziehmaschine war fertig! Herr Mümmel klatschte in die Hände. „Zeit für den Test! Wer will zuerst?“ Minza blinzelte und versteckte sich hinter einem Kissen. Herr Mümmel lachte. „Na gut, dann ich!“
Er setzte sich vor die Maschine. Auf dem Kopf hatte er seine Lieblingsmütze. „Bereit?“, fragte er die Maschine. Die Maschine brummte und wackelte ein bisschen. Die Bürste drehte sich um Herrn Mümmels Kopf. PLOPP! Die Mütze flog einmal durch die Luft – und landete genau auf Herrn Mümmels Nase!
„Ups!“, lachte Herr Mümmel. „Das hat noch nicht ganz geklappt.“ Minza kicherte mit: „Miau-miau!“ Herr Mümmel probierte es noch einmal. Diesmal schoss die Bürste die Mütze an Minza vorbei. Minza sprang in Sicherheit und rollte vor Lachen über den Teppich.
Immer wieder versuchte Herr MĂĽmmel es. Die MĂĽtze landete auf dem Ohr, auf der Schulter oder sogar auf dem FuĂź. Jedes Mal lachten Minza und Herr MĂĽmmel noch ein bisschen mehr.
Doch Herr Mümmel gab nicht auf. „Vielleicht braucht die Maschine mehr Schwung!“, sagte er und pustete einen Luftballon auf. Der Luftballon machte PING und die Mütze schnippte endlich – plopp! – auf Herrn Mümmels Kopf.
„Geschafft!“, rief Herr Mümmel stolz. Minza klatschte mit den Pfoten. Die Mützenanziehmaschine hatte funktioniert! Na ja, fast... denn die Mütze saß jetzt verkehrt herum und bedeckte Herrn Mümmels Augen. „Ich sehe alles, aber ein bisschen anders!“, lachte Herr Mümmel.
Herr Mümmel und Minza lachten zusammen. Sie fanden, dass die Maschine wunderbar war. Auch wenn sie ein bisschen anders war, als gedacht. „Die allerbeste Erfindung ist die, bei der man viel lacht!“, sagte Herr Mümmel.
Am Abend saßen Herr Mümmel und Minza zusammen auf dem Sofa. Herr Mümmel hatte seine Mütze jetzt wieder richtig herum auf. Er kraulte Minza am Ohr und sagte: „Vielleicht erfinde ich morgen eine Schuh-Anziehmaschine.“ Minza schnurrte ganz laut. Draußen ging die Sonne unter, und alles war ruhig und gemütlich.