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Geschichte über die Armut 7/8 Jahre Lesen 10 min.

Gemeinsam im Abenteuer des Lebens

Jonas, ein siebenjähriger Junge, lernt an einem Samstag beim Einkaufen mit seiner Mama, wie wichtig es ist, auf das Geld zu achten und andere zu helfen. Im Laufe der Woche entdeckt er, dass Freundschaft und Zusammenhalt die größten Schätze im Leben sind.

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Ein 8-jähriger Junge mit lockigem, braunem Haar, einem warmen Lächeln und funkelnden Augen schiebt einen kleinen Einkaufswagen in einem Supermarkt. Er trägt eine etwas zu große blaue Jacke und beige Hosen. Neben ihm steht seine Mutter, eine Frau in ihren Dreißigern mit braunem, zum Dutt gebundenem Haar, die aufmerksam die Preise in den Regalen betrachtet und dabei konzentriert, aber sanft aussieht. Der Supermarkt ist hell, mit ordentlich sortierten Regalen, die mit bunten Produkten gefüllt sind. Werbeplakate und Preisschilder sind an den Regalen sichtbar. Die Hauptsituation zeigt den Jungen und seine Mutter, die die Preise der Produkte vergleichen, mit Schachteln von Cerealien und Paketen von Nudeln vor ihnen. Der Junge wirkt stolz und entschlossen, während seine Mutter ihm lächelt und seine wertvolle Hilfe anerkennt. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1: Der Einkaufstag

Jonas war sieben Jahre alt und hatte dunkle Locken. Er lebte mit seiner Mama und seinem kleinen Bruder Tim in einer gemütlichen Wohnung am Stadtrand. Heute war Samstag, und Jonas liebte Samstage, denn dann gingen sie zusammen einkaufen. Das war immer ein kleines Abenteuer.

Schon morgens war Jonas aufgeregt. Er durfte Mama beim Einkaufen helfen und manchmal durfte er sogar etwas aussuchen. Aber heute war es ein bisschen anders. Bevor sie losgingen, setzte sich Mama zu Jonas an den Küchentisch. Sie hatte das Haushaltsbuch vor sich. Das war ein dickes Heft, in das sie immer alles aufschrieb: Was sie kauften, was sie bezahlten und wie viel noch übrig war.

„Jonas,“ sagte Mama sanft, „heute müssen wir ein bisschen besser auf unser Geld achten. Wir wollen nämlich am Monatsende genug übrig haben.“

Jonas schaute auf das Haushaltsbuch. Die Seiten waren voll mit Zahlen. Er verstand nicht alles, aber er wusste, dass Geld wichtig war. Er nickte tapfer. „Klar, Mama! Ich helfe dir!“

Sie zogen ihre Jacken an und gingen Hand in Hand zur Bushaltestelle. Jonas' Herz klopfte, als er daran dachte, wie stolz Mama auf ihn war, wenn er ihr half. Im Bus saßen viele andere Menschen. Manche sahen müde aus, andere lächelten.

Als sie bei dem kleinen Supermarkt ankamen, holte Mama einen Zettel aus ihrer Tasche. Jonas durfte diesmal den Einkaufswagen schieben. Das machte ihm immer Spaß, besonders wenn er vorsichtig um die Ecken lenkte.

Gemeinsam gingen sie durch die Reihen. Jonas las die Wörter auf den Schildern. „Nudeln, Reis, Milch, Brot...“ Er kannte sie schon gut. Mama zeigte ihm die Preise auf den kleinen Schildern an den Regalen. Heute war es wie ein Spiel: Wer findet das beste Angebot?

Jonas entdeckte eine Packung Cornflakes, die er sehr mochte. Er griff danach, doch Mama schüttelte leicht den Kopf. „Schau mal, Jonas, hier gibt es fast die gleichen Cornflakes, aber sie kosten weniger. Vielleicht nehmen wir heute diese?“

Jonas schaute auf die Packungen. Die billigeren sahen etwas anders aus, aber Cornflakes waren Cornflakes, dachte er. „Ich probiere sie gern, Mama! So bleibt mehr Geld für die anderen Sachen.“

Mama lächelte stolz. Jonas fühlte sich wie ein Held. Zusammen suchten sie weiter nach günstigen Marken. Bei jeder Entscheidung erklärte Mama, warum sie manche Sachen auswählten und andere nicht. Jonas lernte: Es geht nicht immer um die schönste Verpackung, sondern um das, was drin ist.

Als sie an der Kasse standen, zählte Mama sorgfältig ihr Geld. Jonas half ihr, das Wechselgeld einzusammeln. Es war ein gutes Gefühl, gemeinsam geschafft zu haben, was sie sich vorgenommen hatten.

Kapitel 2: Das Pausenbrot

Am nächsten Tag war Jonas früh wach. Es war Montag, und er freute sich auf die Schule. Er packte seinen Ranzen und kontrollierte, ob alles drin war. In der Küche machte Mama gerade das Pausenbrot fertig. Heute gab es Brot mit Käse und ein paar Apfelschnitze. Jonas mochte das.

Tim, sein kleiner Bruder, kicherte und wollte auch mithelfen. Jonas schnitt eine kleine Scheibe Brot für Tim. Mama beobachtete sie liebevoll. „Ihr seid ein gutes Team“, sagte sie.

Auf dem Weg zur Schule dachte Jonas darüber nach, was Mama erzählt hatte. Manche Kinder in seiner Klasse hatten sehr bunte und große Brotdosen. Aber Jonas mochte seine einfache Dose. Sie war blau und hatte einen kleinen Aufkleber mit einem lachenden Bären.

In der Pause saß Jonas mit seinem Freund Max auf der Bank. Max packte eine große Brotdose aus, in der viele verschiedene Sachen waren: Kekse, ein Schokoriegel, Saft und ein belegtes Brötchen. Jonas lächelte und zeigte stolz sein Käsebrot.

„Was hast du heute dabei?“ fragte Max neugierig.

„Brot mit Käse und Apfel“, sagte Jonas. „Und du?“

Max zeigte ihm seine Kekse. „Willst du einen?“

Jonas überlegte kurz und nahm einen kleinen Keks. „Danke! Mein Apfel ist für dich, wenn du magst.“

Gemeinsam aßen sie und erzählten sich Geschichten. Es war Jonas egal, dass Max mehr dabei hatte. Am wichtigsten war, dass sie teilten und zusammen Spaß hatten.

Nach der Pause sammelte die Lehrerin die Kinder im Kreis. Heute ging es im Unterricht um das Thema „Teilen“. Die Lehrerin fragte: „Was bedeutet es, zu teilen?“

Jonas meldete sich. „Wenn man etwas hat und es einem anderen gibt, damit beide glücklich sind.“

Die Lehrerin nickte. „Genau! Es ist schön, wenn wir aufeinander achten und helfen.“

Jonas dachte: Teilen macht das Leben schöner – egal, wie viel oder wenig man hat.

Kapitel 3: Ein besonderer Besuch

Am Mittwochnachmittag klingelte es an der Tür. Jonas öffnete vorsichtig. Draußen stand Frau Mertens, die Nachbarin aus dem dritten Stock. Sie lächelte freundlich. „Hallo Jonas! Ich habe ein paar Bücher aussortiert. Vielleicht möchtest du sie lesen?“

Jonas liebte Bücher. Er freute sich riesig. „Danke, Frau Mertens!“ rief er und nahm den Stapel Bücher entgegen.

Mama kam dazu und bedankte sich. Frau Mertens erklärte: „Wenn ihr mal etwas braucht, könnt ihr immer zu mir kommen, ja?“

Jonas schaute Mama an. „Wir können auch helfen, wenn Sie mal krank sind oder den Müll nicht runterbringen können!“

Frau Mertens lachte. „Das ist nett von euch.“

Später am Abend blätterte Jonas durch die neuen Bücher. Eines handelte von einem Jungen, der das Abenteuer im eigenen Viertel suchte. Jonas erkannte: Man braucht nicht immer neue Sachen, um Spaß zu haben. Manchmal reicht es, etwas zu teilen oder zu tauschen.

Mama setzte sich zu Jonas aufs Sofa. Gemeinsam lasen sie ein Kapitel. Tim kuschelte sich dazu und lauschte gespannt. Jonas fühlte sich geborgen. Sie waren vielleicht keine reiche Familie, aber sie hatten einander. Und sie hatten Freunde und Nachbarn, die halfen.

Kapitel 4: Das Projekt in der Schule

In der nächsten Woche hatte die Klasse von Jonas ein besonderes Projekt. Es ging um das Thema „Zusammenhalt“. Jeder sollte erzählen, wie man anderen helfen kann.

Jonas überlegte lange. Dann meldete er sich. „Ich habe letzte Woche im Laden geholfen, eine günstigere Marke zu wählen, damit wir zu Hause noch genug Geld haben. Manchmal kann man auch mit kleinen Sachen helfen.“

Die Lehrerin lobte ihn. „Sehr gut, Jonas! Es ist wichtig, dass wir alle aufeinander achten. Manche Familien haben weniger Geld, aber sie können trotzdem viel geben: Liebe, Zeit, Unterstützung.“

Ein anderes Mädchen, Aylin, erzählte, dass sie manchmal mit ihrer Mutter im Secondhand-Laden einkaufen geht. „Dort gibt es schöne Kleider, die schon jemand getragen hat. Das ist gut für den Geldbeutel und die Umwelt.

Max berichtete, dass er einmal bei einer Sammelaktion geholfen hat. „Wir haben Spielsachen gesammelt für Kinder, die nicht so viel haben.“

Alle Kinder hörten gespannt zu. Nach und nach verstanden sie: Jeder kann etwas tun, damit es anderen besser geht. Das Wichtigste war, freundlich und offen zu sein.

Am Ende des Projekttages bastelte die Klasse ein großes Plakat. Darauf schrieben sie: „Wir halten zusammen!“

Jonas malte ein Herz daneben. Er wusste: Zusammen ist man stark.

Kapitel 5: Ein ganz normaler, besonderer Tag

Am Freitag war Jonas nach der Schule draußen auf dem Spielplatz. Tim spielte im Sand, Mama redete mit einer anderen Mutter. Jonas baute mit den anderen Kindern eine große Sandburg. Sie lachten, schaufelten und fanden bunte Steine zum Verzieren.

Ein Junge kam dazu – Jonas kannte ihn nur vom Sehen. Er traute sich nicht recht, mitzumachen. Jonas winkte ihn heran. „Willst du auch mitbauen?“

Der Junge nickte schüchtern und setzte sich dazu. Gemeinsam bauten sie weiter. Es war egal, wer wie viele Spielsachen oder schöne Kleidung hatte. Alle halfen zusammen.

Abends gingen sie müde, aber glücklich nach Hause. Mama machte Nudeln – die günstigen, die Jonas ausgesucht hatte. Alle aßen zusammen und erzählten von ihrem Tag.

Jonas dachte nach. Er hatte gelernt: Es ist nicht schlimm, wenn man nicht alles hat, was andere haben. Das Wichtigste ist, dass man zusammenhält, teilt und sich gegenseitig hilft. So fühlt sich jeder stark und sicher. Und manchmal, wenn man freundlich ist und offen auf andere zugeht, entstehen die besten Freundschaften.

Am Ende kuschelte sich Jonas ins Bett. Er war froh und zufrieden. Denn auch wenn nicht alles perfekt war, so war es doch reich an Liebe, Zusammenhalt und kleinen Abenteuern. Und das machte ihn glücklich – heute, morgen und jeden Tag.

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Haushaltsbuch
Ein Buch, in dem man aufschreibt, wie viel Geld man hat und was man kauft.
Angebot
Ein Preis, der günstiger ist als der normale Preis.
Geteilt
Wenn man etwas mit jemandem zusammen gibt oder benutzt.
Besonders
Etwas, das anders oder wichtiger ist als andere Dinge.
Umwelt
Die Natur und die Umgebung, in der wir leben.
Sammelaktion
Eine Veranstaltung, bei der man Dinge sammelt, um anderen zu helfen.

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