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Geschichte ĂŒber den Vatertag 9/10 Jahre Lesen 7 min. VerfĂŒgbar als Hörgeschichte

ein gedicht fĂŒr papa

Max möchte seinem Papa zum Vatertag ein besonderes Geschenk machen und entscheidet sich, ein Gedicht zu schreiben. WÀhrend er kreative Ideen sammelt und sich in der Schule auf das Fest vorbereitet, entdeckt er die Bedeutung kleiner Gesten und die Freude am Schenken.

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Ein 10-jĂ€hriger Junge mit zerzausten braunen Haaren und strahlenden Augen sitzt an einem Holztisch, konzentriert und lĂ€chelnd. Er hĂ€lt einen bunten Bleistift in der rechten Hand und schaut auf ein weißes Blatt, das mit Wörtern und Zeichnungen von Raketen und Herzen gefĂŒllt ist. Neben ihm sitzt sein 6-jĂ€hriger Bruder Emil mit blonden Haaren und einem gestreiften T-Shirt, macht Grimassen und lacht, umgeben von verstreuten Spielzeugen. Im Hintergrund ein gemĂŒtliches Kinderzimmer mit Superhelden-Postern an den WĂ€nden, einem Regal voller bunter BĂŒcher und einem weichen Teppich. Die Szene zeigt den Moment, in dem Max, der Junge, ein Gedicht zum Vatertag schreibt, umgeben von einer fröhlichen und kreativen AtmosphĂ€re, voller lebendiger Farben und Energie. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Die Audio-Version ist kostenlos fĂŒr diese Geschichte verfĂŒgbar:

Dauer der Hörgeschichte: 07:31

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Kapitel 1: Die geheimnisvolle Ansage

Max saß wie jeden Montagmorgen in der dritten Reihe seines Klassenzimmers und kritzelte mit seinem Stift kleine Monster in sein Heft. Plötzlich klatschte Frau Ziegler, die Klassenlehrerin, in die HĂ€nde. „Achtung, liebe Kinder! Diese Woche ist etwas ganz Besonderes: Am Sonntag ist Vatertag! Und deshalb werden wir in der Schule ein Fest vorbereiten. Jeder von euch denkt sich ein Geschenk fĂŒr seinen Papa aus. Das kann ein Bild, ein Brief oder sogar ein Gedicht sein!“

Max riss die Augen auf. Sein bester Freund Leo stieß ihn an und flĂŒsterte: „Ein Gedicht? Ich kann doch nur Reime auf Pizza und Katze!“ Max kicherte. Aber dann wurde er nachdenklich. Er wollte seinem Papa wirklich etwas schenken, das von Herzen kam. Schließlich war Papa der Beste: Er konnte die lustigsten Grimassen schneiden, war der Meister im Pfannkuchenwerfen und baute die verrĂŒcktesten Lego-Burgen.

„Was schenkst du deinem Papa?“, fragte Lisa, die in der Pause zu ihm kam. Max zuckte mit den Schultern. „Ich weiß noch nicht. Vielleicht schreibe ich ihm einen Brief. Aber was soll ich schreiben?“ Lisa grinste. „Du findest schon die richtigen Worte!“

Kapitel 2: Die große Suche nach den richtigen Worten

Nachmittags zu Hause setzte sich Max an seinen Schreibtisch. Der Schreibtisch war eigentlich viel zu ordentlich – bis auf den Turm aus Radiergummis und die Sammlung alter Kaugummipapierchen. Er nahm ein Blatt Papier, aber die Worte wollten einfach nicht kommen.

„Lieber Papa
“, schrieb Max. Dann starrte er das Blatt an. Wie sollte es weitergehen? Plötzlich sprang sein kleiner Bruder Emil ins Zimmer und machte einen Handstand. „Guck mal, Max! Ich bin ein KĂ€nguru!“ Max musste lachen. „Du bist eher ein Purzelbaum-Papagei!“

Da kam ihm eine Idee. Vielleicht musste er gar nicht so ernst sein. Papa lachte doch immer ĂŒber seine Scherze. Also fing er an zu schreiben:

Lieber Papa,

du bist stark wie ein BĂ€r,

und manchmal auch so brummig,

doch meistens bist du wunderbar

und kitzelst mich am Bauch – so stimmig!

Er las es leise vor. Emil kugelte sich vor Lachen. „Brummiger BĂ€r! Das passt zu Papa!“

Max schrieb weiter. Er erinnerte sich an das letzte Fußballspiel, als Papa im Regen tanzte, nur um ihn aufzuheitern. Und an die Spaghetti-Schlacht in der KĂŒche. Er schrieb alles auf, was ihm einfiel. Mal reimte es sich, mal nicht – aber das war Max egal.

Kapitel 3: Die Schule wird zur Bastelwerkstatt

Am nĂ€chsten Tag wimmelte es in der Schule von buntem Papier, Glitzer, Kleber und so vielen Stiften, dass sogar ein Tintenfisch neidisch geworden wĂ€re. Frau Ziegler hatte einen Basteltisch aufgestellt. „Wer seinem Papa ein Bild malen will, hier entlang! Wer etwas schreiben möchte, setzt sich an den Schreib-Tisch!“

Max setzte sich zum Schreib-Tisch. Neben ihm saß Leo, der ein Gedicht ĂŒber seinen Papa und dessen komische Frisur schrieb. Lisa bastelte eine Karte in Form eines Herzens. Überall hörte man Gekicher, Papiergeraschel und das leise Summen von Kindern, die ihre Worte vor sich hinmurmelten.

Max las sein Gedicht noch einmal durch. Irgendwie fehlte noch etwas. Ein besonderer Schluss! Er ĂŒberlegte. Dann fiel ihm ein, wie Papa ihn immer zum Einschlafen „Raketen-Max“ nannte. Also schrieb er:

Du bist mein Held, mein Raketen-Papa,

mit dir flieg ich bis zum Mars,

mit dir ist jeder Tag ein Abenteuer,

und du bleibst mein Superstar!

Er war zufrieden. Jetzt musste er nur noch das Gedicht schön abschreiben. Mit bunten Buchstaben und kleinen Zeichnungen von Raketen und BÀren.

Kapitel 4: Die große Vatertagsfeier

Endlich war es so weit: Vatertag! Die Turnhalle der Schule war festlich geschmĂŒckt. Überall hingen bunte Girlanden, es gab Limonade und Kekse, und auf einer großen Tafel stand: „Papa, du bist der Beste!“

Die Papas kamen herein, manche trugen AnzĂŒge, andere bunte T-Shirts mit lustigen SprĂŒchen. Max suchte seinen Papa in der Menge. Da stand er, grinste breit und winkte. „Na, mein Raketen-Max?“

Frau Ziegler bat die Kinder nach vorn. Leo las sein Gedicht vor und alle lachten, als er die wilde Papafrisur beschrieb. Lisa ĂŒberreichte ihrer Karte und umarmte ihren Papa. Dann war Max dran. Er wurde ein bisschen rot, als er zum Mikrofon ging, aber als er seinen Papa sah, wurde er mutig. Er las sein Gedicht vor, mit lauter Stimme und einem kleinen Kichern, als er vom brummigen BĂ€ren erzĂ€hlte.

Am Ende klatschten alle Papas und Kinder. Papas Augen glĂ€nzten ein bisschen. „Das war toll, Max!“, rief Leo. Und Max‘ Papa nahm ihn fest in den Arm. „Du bist wirklich mein Raketen-Junge!“

Kapitel 5: Kleine Gesten, große Wirkung

Nach der Feier gingen Max und sein Papa nach Hause. Max hatte noch eine Überraschung vorbereitet: Er hatte Papas Lieblingskekse gebacken (na gut, mit ein bisschen Hilfe von Mama, aber das musste Papa ja nicht wissen). Sie setzten sich auf den Balkon, knabberten Kekse und schauten in den Himmel.

„Weißt du, Max“, sagte Papa, „dein Gedicht hat mich richtig glĂŒcklich gemacht. Ich wusste gar nicht, dass du so ein Dichter bist!“ Max grinste. „Ich wusste es auch nicht. Aber fĂŒr dich wollte ich es versuchen.“

Papa sah ihn an. „Weißt du, was das Schönste an heute war? Dass du dir so viele Gedanken gemacht hast. Es ist nicht das grĂ¶ĂŸte Geschenk oder die teuerste Sache, die zĂ€hlt. Es sind die kleinen Gesten, die zeigen, wie lieb man jemanden hat.“

Max nickte. Er fĂŒhlte sich warm und stolz. „NĂ€chstes Jahr schreibe ich ein Lied fĂŒr dich! Oder ich male ein Bild von uns auf dem Mars!“ Papa lachte. „Ich freu mich schon drauf, Raketen-Max!“

Und wĂ€hrend die Sonne langsam unterging, wusste Max, dass sein Gedicht nicht nur Worte auf Papier waren. Es war ein kleines StĂŒck Liebe, das Papa fĂŒr immer im Herzen behalten wĂŒrde. Und Max wusste: Die einfachsten Gesten sind manchmal die grĂ¶ĂŸten Abenteuer.

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Geheimnisvolle
Etwas, das man nicht leicht verstehen oder entdecken kann; mysteriös.
Ansage
Eine Mitteilung oder AnkĂŒndigung, die jemand macht.
Brummiger
Jemand, der oft mĂŒrrisch oder schlecht gelaunt ist.
Raketen-Max
Ein fantasievoller Name, der bedeutet, dass jemand schnell und abenteuerlustig ist, wie eine Rakete.
Gestalten
Etwas formen oder kreieren; es zu etwas machen.
Held
Eine Person, die mutig ist und anderen hilft; ein Vorbild.

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