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Geschichte über die Schule 9/10 Jahre Lesen 7 min.

Ein ganz besonderer Tag für Lukas

Lukas, ein ruhiger Viertklässler, liest jüngeren Kindern vor und hilft bei der Kermesse, wobei er mit Ruhe und Einfühlungsvermögen anderen Mut macht und Konflikte löst.

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Vier Jungen: Lukas, ca. 10 Jahre, kurze braune Haare, dünne Brille, hellblaues Hemd und Jeans, sitzt links hinter einem Tombolatisch und reicht lächelnd einen Preis an ein Kind; Tim, ca. 6 Jahre, zerzauste blonde Haare, rote Jacke und khakifarbene Hose, steht vor dem Tisch mit großen freudigen Augen und hält einen kleinen glänzenden Ballon; Ben, ca. 10 Jahre, blonde Haare, grünes T‑Shirt, etwas größer, steht rechts hinter dem Tisch mit verschränkten Armen und lächelt; Emil, ca. 10 Jahre, kastanienbraune Haare, gestreiftes T‑Shirt, hält eine Box mit großen Tombolalosen und steht leicht zurückgezogen bereit zu helfen. Ort: sonniger Schulhof mit hellem Betonboden, Kreidezeichnungen, bunten Girlanden und Luftballons an Bänken, gepunkteten Tischdecken, großem Baum und gelbem Schulgebäude mit weißen Fenstern. Szene: herzlicher Moment bei der Kirmes-Tombola — Lukas übergibt Tim einen Preis, die Kinder lächeln, helle, festliche Atmosphäre, lebendige Farben, sanfte Ausdrücke, Fokus auf dem Kontakt zwischen Lukas und Tim am Tisch. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1: Ein ruhiger Morgen

Lukas saß auf seinem Platz am Fenster und betrachtete das bunte Treiben im Klassenzimmer. Die Sonne warf helle Streifen auf den Boden. Es war Montagmorgen, und die Schule hatte gerade begonnen. Lukas mochte es, ruhig zu sein und einfach zu beobachten, was um ihn herum passierte. Seine Freunde Ben, Emil und Jonas waren schon dabei, sich leise über das bevorstehende Schulfest, die große Kermesse, zu unterhalten.

„Lukas, hast du schon gehört? Beim Fest dürfen wir diesmal die Tombola betreuen!“, rief Ben ihm leise zu.

Lukas lächelte schüchtern und nickte. „Das wird bestimmt lustig“, antwortete er.

Da kam Frau Berger, die Lehrerin, in die Klasse. Sie stellte fest: „Guten Morgen, Kinder! Ich habe eine kleine Aufgabe für euch: Jeder von euch liest heute einem jüngeren Kind aus der ersten Klasse eine Geschichte vor. Das hilft den Kleinen beim Lesenlernen.“

Lukas‘ Herz schlug schneller. Er liebte Bücher, aber vor anderen zu lesen machte ihn nervös. Zum Glück war Ben sofort begeistert: „Das kriegen wir hin! Ich kann laut lesen wie ein Löwe!“

Emil grinste: „Ich auch, aber ich suche mir eine lustige Geschichte aus.“

Jonas flüsterte: „Was ist, wenn mein kleiner Zuhörer einschläft?“

Lukas musste kichern. Die anderen drei waren immer ein bisschen lauter als er. Trotzdem freute er sich auf die Aufgabe, denn vielleicht konnte er jemandem mit einer schönen Geschichte eine Freude machen.

Kapitel 2: Die besondere Lesestunde

Nach der Frühstückspause wurde es ernst. Die Viertklässler holten ihre Bücher hervor und gingen in die Leseecke, wo schon die Erstklässler warteten. Lukas wurde einem kleinen Jungen namens Tim zugeteilt. Tim hatte große, neugierige Augen und ein verschmitztes Lächeln.

„Hallo, ich bin Tim“, sagte der Junge und rutschte unruhig auf dem Kissen hin und her.

Lukas setzte sich neben ihn und fragte leise: „Möchtest du eine Geschichte über Tiere hören?“

Tim nickte eifrig. Lukas schlug sein Buch auf und begann zu lesen. Seine Stimme war zuerst unsicher, aber Tim hörte aufmerksam zu, lachte an den richtigen Stellen und stellte viele Fragen. Lukas wurde immer mutiger.

„Und dann“, las er, „sprang der kleine Fuchs über den Bach und landete direkt vor seiner Mama.“

Tim klatschte in die Hände. „Der Fuchs ist mutiger als ich!“, rief er.

Lukas lächelte. „Du bist bestimmt auch mutig. Vielleicht sogar auf deine eigene Art.“

Tim überlegte und meinte dann: „Ich kann schon schwimmen, auch wenn ich manchmal Angst habe.“

Lukas nickte anerkennend. „Das ist doch mutig.“

Nach der Lesestunde kam Frau Berger vorbei. „Sehr schön gemacht, Lukas. Tim hat sich richtig wohlgefühlt.“

Lukas spürte ein warmes Gefühl in seinem Bauch. Er war stolz, jemandem mit seiner ruhigen Art geholfen zu haben.

Kapitel 3: Die Kermesse-Vorbereitungen

Die Woche verging wie im Flug, und bald war der große Tag der Kermesse gekommen. Die Klassen dekorierten ihre Stände, überall hingen Luftballons und bunte Girlanden. Lukas, Ben, Emil und Jonas sollten zusammen die Tombola betreuen.

„Seht mal, wie viele Preise es gibt!“, staunte Emil und zeigte auf den Tisch voller kleiner Spielsachen und Bücher.

Ben zwinkerte: „Ich hoffe, ich gewinne den Hauptpreis!“

Jonas räumte die Lose ordentlich in eine Box. „Wir müssen gerecht sein, jeder soll die gleiche Chance haben.“

Lukas beobachtete alles aufmerksam. Er hatte sich vorgenommen, ganz ruhig zu bleiben und jedem freundlich zu helfen. Als die ersten Kinder kamen, erklärte er geduldig die Regeln.

Plötzlich hörte er ein lautes Schluchzen. Tim stand an der Seite, den Kopf gesenkt. Lukas ging zu ihm.

„Was ist los, Tim?“, fragte er vorsichtig.

Tim schniefte. „Die Großen haben gesagt, ich darf nicht mitspielen, weil ich zu klein bin.“

Lukas schüttelte den Kopf. „Hier darf jeder mitspielen. Komm, ich zeige dir, wie die Tombola funktioniert.“

Gemeinsam zogen sie ein Los. Tim gewann einen kleinen, glitzernden Ball und strahlte vor Freude.

„Danke, Lukas!“, rief er und umarmte ihn kurz.

Ben, Emil und Jonas hatten alles beobachtet. Ben sagte: „Das hast du gut gemacht, Lukas.“

Emil fügte hinzu: „Manchmal sieht man die besten Sachen erst, wenn man genau hinschaut.“

Jonas nickte zustimmend.

Kapitel 4: Der kleine Streit

Nachmittags wurde es hektischer. Immer mehr Kinder wollten an der Tombola teilnehmen. Plötzlich kam es zu einem Streit: Zwei Jungen, Max und Leo, stritten sich laut um einen Preis.

„Ich hab das Los zuerst gezogen!“, rief Max.

„Nein, ich!“, schrie Leo zurück.

Die Stimmung wurde angespannter. Ben wollte schon dazwischengehen, doch Lukas trat ruhig vor.

„Wartet mal“, sagte er. „Lasst uns schauen, wer wirklich das richtige Los hat.“ Er bat beide Jungen, ihre Lose zu zeigen. Tatsächlich war Max‘ Los die Gewinnernummer.

Leo war enttäuscht. Lukas überlegte kurz und fragte: „Wie wäre es, wenn ihr euch den Preis teilt? Ihr könntet zusammen damit spielen.“

Max zögerte, dann reichte er Leo das Spielzeug. „Na gut. Wir spielen zusammen.“

Leo nickte und grinste. „Okay, das macht vielleicht sogar mehr Spaß.“

Emil meinte leise: „Das war eine gute Idee, Lukas.“

Jonas klopfte Lukas auf die Schulter. „Du bist vielleicht nicht der Lauteste, aber du bringst immer alle zusammen.“

Lukas wurde rot, aber er freute sich sehr über das Lob.

Kapitel 5: Ein schöner Abschluss

Am Ende der Kermesse waren alle Stände abgebaut, und die Kinder saßen erschöpft, aber glücklich auf dem Schulhof. Die Sonne ging langsam unter und tauchte alles in ein goldenes Licht.

Tim kam noch einmal auf Lukas zu. „Danke, dass du mir alles erklärt hast“, sagte er. „Ich habe heute viel gelernt.“

Ben, Emil und Jonas setzten sich dazu. „Weißt du, Lukas“, sagte Ben schmunzelnd, „manchmal ist ruhig sein richtig cool.“

Emil ergänzte: „Wir sind alle verschieden, aber zusammen sind wir ein gutes Team.“

Jonas nickte: „Das stimmt. Jeder hat seine Stärken.“

Lukas lächelte. „Und wenn wir zusammenhalten, schaffen wir alles.“

Die Freunde lachten, und sogar Tim stimmte mit ein. Gemeinsam beschlossen sie, nächstes Jahr wieder bei der Kermesse mitzumachen – als Team, das Unterschiede schätzt und zusammenhält.

Die Schule lag ganz still da, und Lukas wusste: Es war ein wirklich besonderer Tag gewesen.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Bunte Treiben
Viel lebhafte Bewegung und Aktivität an einem Ort, oft mit Farben.
Tombola
Spiel, bei dem man Lose zieht und dabei Preise gewinnen kann.
Kermesse
Ein Fest mit Spielen, Ständen und Spaß, oft an der Schule.
Lesestunde
Eine feste Zeit, in der Kinder zusammen lesen oder vorgelesen bekommen.
Leseecke
Ein kleiner, gemütlicher Platz in der Schule zum Lesen.
Verschmitztes
Ein leichtes, schlaues Lächeln, das freundlich und ein bisschen schelmisch ist.
Angespannter
Wenn die Stimmung oder Menschen nervös und nicht entspannt sind.
Glitzernden
Etwas, das hell leuchtet und kleine Lichtpunkte zeigt.
Gerecht
So, dass alle die gleichen Chancen oder Regeln bekommen.
Wie im Flug
Sehr schnell, sodass die Zeit kaum bemerkt wird.
Abgebaut
Wenn etwas auseinander- oder weggeräumt wurde, am Ende aufgeräumt

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