Laden läuft...
Geschichte über die Krankheit 7/8 Jahre Lesen 9 min.

Die kleinen Heldinnen und Helden

Vier Freunde besuchen ein Gesundheitszentrum, lernen von einem Arzt, wie man mit Krankheit und Angst umgeht, und helfen einer kranken Frau im Park, wobei sie Freundschaft, Vertrauen und Mitgefühl entdecken.

Lade diese Geschichte als PDF herunter

Ideal zum Teilen oder Ausdrucken dieser Geschichte!

E-Book herunterladen (.epub)

Lesen Sie diese Geschichte auf Ihrem E-Reader.

Vier Kinder bieten einer Frau auf einer Parkbank ein "Freundschaftspaket" an: Lina, 8, braune Zöpfe, gelbes gepunktetes Kleid, links, hält eine Sonnenzeichnung, lächelnd und zärtlich; Ben, 8, blonder Kurzhaarschnitt, hellblauer Pullover, sitzt links-mittig im Rollstuhl, hält ein selbstgebasteltes, buntes Mobile und sieht die Frau wohlwollend an; Sara, 8, rötliche lockige Haare, grüne Jacke, rechts-mittig, reicht eine kleine Karte und lacht leise; Tom, 8, kastanienbraune Haare, rote Kappe, gestreiftes T‑Shirt, rechts, trägt gesunde Snacks und macht eine ermutigende Geste. Ort: kleiner Park am späten Nachmittag vor einem hellen Haus, abgenommene Holzbank rechts, gepflasterter Weg, bunte Blumen (Pfingstrosen und Margeriten), grüne Bäume, goldenes Abendlicht, ein paar Schmetterlinge. Die Frau, Frau Berger, etwa 60, graue Haare zu einem Dutt, leichter beiger Mantel, schaut mit rührendem, warmem Lächeln zu den Kindern; Atmosphäre sanft, wohlwollende Ausdrücke, warme Farben, Fokus auf Austausch und Mitgefühl. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Das Geheimnis im Pausenhof

Es war ein sonniger Morgen, als Lina, Ben, Sara und Tom auf dem Pausenhof standen. Alle waren fast acht Jahre alt und noch voller Fragen. Ben saß im Rollstuhl, aber das spielte selten eine große Rolle, wenn die anderen Kinder spielten. Heute waren sie neugierig und flüsterten miteinander.

"Habt ihr schon mal einen Arzt besucht, der richtig spannend war?" fragte Lina und blickte erwartungsvoll.

"Ich war einmal beim Zahnarzt," sagte Tom. "Der hat laute Instrumente und ein grünes Licht. Das war ein bisschen wie ein Alien."

Sara lachte. "Meine Oma ist Krankenschwester. Sie sagt, Kranksein ist wie ein Rätsel. Nur dass es oft Lösungen gibt."

Ben rollte näher. "Ich will wissen, was ein Ärztin oder ein Arzt alles machen kann. So richtig genau."

"Lasst uns heute nach der Schule Herrn Müller im Gesundheitszentrum fragen," schlug Lina vor. "Er hat uns letzte Woche ein Pflaster gegeben, als wir uns auf dem Spielplatz gestoßen hatten."

Die anderen nickten. "Ein Abenteuer!" rief Tom.

Ein Besuch im Gesundheitszentrum

Nach dem Unterricht liefen sie zusammen. Das Gesundheitszentrum war nicht weit. Es roch ein bisschen nach Seife und Blumen, und eine freundliche Frau am Empfang winkte ihnen zu.

"Hallo Kinder," sagte Frau Schmidt. "Was bringt euch hierher?"

Lina trat vor. "Wir möchten fragen, wie man Menschen hilft, wenn sie krank sind."

Frau Schmidt lächelte. "Kommt mit. Herr Müller hat gerade Zeit."

Im Behandlungsraum begrüßte Herr Müller sie herzlich. Er trug ein weißes Hemd und eine ruhige Stimme. Auf dem Tisch lagen bunte Modelle von Herzen, Lungen und kleinen Spritzen, die aussahen wie Spielzeug.

"Seid ihr Forscher?" fragte er. "Oder Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung?"

"Forscher!" riefen sie im Chor.

"Prima," sagte Herr Müller. "Fragt mich alles, was ihr wissen wollt."

"Was macht ein Arzt, wenn jemand hustet?" wollte Tom wissen.

"Zuerst höre ich zu, wie jemand atmet," erklärte Herr Müller. Er holte ein Stethoskop hervor. "Dann frage ich, seit wann der Husten da ist und ob Fieber da ist. Manchmal reicht Ruhe, manchmal braucht es Medizin."

"Und wie wissen Sie, welche Medizin?" fragte Sara neugierig.

"Durch Fragen, Untersuchungen und manchmal Tests," antwortete Herr Müller. "Tests sind wie kleine Hilfsmittel, die uns sagen, was im Körper vorgeht."

Ben zeigte auf ein Poster mit Blutbildern. "Ist das nicht ein bisschen gruselig?"

"Vielleicht ein bisschen spannend," lachte Herr Müller. "Aber keine Sorge. Alles wird erklärt, bevor es passiert. Erwachsenen helfen immer und passen gut auf."

Die Kranke im Park

Auf dem Rückweg sahen die Kinder eine Frau auf einer Bank sitzen. Sie wirkte müde und hielt eine Tüte mit Medikamenten. Lina ging vorsichtig hin.

"Entschuldigen Sie," sagte Lina. "Geht es Ihnen gut?"

Die Frau lächelte schwach. "Ich bin müde, mein Arzt hat gesagt, ich soll mich ausruhen. Danke, dass ihr fragt."

"Brauchen Sie Hilfe?" fragte Ben. "Wir können jemanden rufen."

Die Frau nickte. "Das ist sehr lieb. Ich heiße Frau Berger. Ich habe eine Krankheit, die mich oft müde macht. Aber mein Arzt hilft mir und ich habe eine Liste mit Dingen, die ich tun kann."

"Was für eine Krankheit?" fragte Tom flüsternd.

Frau Berger setzte sich ein wenig aufrechter. "Ich habe eine Krankheit, die meinen Körper schwächt. Manchmal kann ich nicht so viel laufen. Aber ich habe viele Menschen, die mir helfen: meinen Arzt, meine Familie und meine Freunde. Und ich esse gesunde Sachen."

Sara hielt Linas Hand. "Darf ich fragen, ob Sie Ärztinnen mögen?" fragte sie dann mit einem kleinen Lächeln.

"Oh ja," sagte Frau Berger. "Mein Arzt ist wie ein Detektiv und ein Freund. Er erklärt alles. Und manchmal lachen wir auch, wenn die Wartezeit lang ist."

Ben war still. "Ich dachte, Krankheiten sind immer gruselig. Aber Sie sehen nicht so aus."

"Manchmal bin ich traurig oder müde," erklärte Frau Berger. "Aber ich habe Hoffnung. Und es ist gut, wenn Kinder fragen. Das zeigt, dass ihr mitfühlt."

Die Kinder halfen Frau Berger nach Hause und brachten ein kleines Bild, das sie in der Schule gemalt hatten. Sie schrieben darauf: Gute Besserung! Das machte Frau Berger Augen feucht, aber sie lächelte.

"Das ist das Schönste," sagte sie. "Danke euch."

Ein kleiner Unterschied, große Freundschaft

Am nächsten Tag trafen die Kinder Herrn Müller wieder. Sie erzählten von Frau Berger und fragten, wie man Freunden helfen kann, die oft krank sind.

"Zuhören, mithelfen und geduldig sein," sagte Herr Müller. "Manchmal ist das Wichtigste, einfach da zu sein."

"Und was, wenn Leute Angst haben vor Spritzen oder Tests?" fragte Tom.

"Das ist normal," antwortete Herr Müller. "Deshalb reden wir viel. Wir erklären Schritt für Schritt. Wir zeigen die Instrumente, wie ich es mit euch gemacht habe. Humor hilft auch. Ein kleiner Witz kann die Angst vertreiben."

Ben nickte. "Manchmal macht mir die Schule wehtun. Aber dann hilft mein Lehrer und meine Freunde."

"Genau," sagte Herr Müller. "Das zeigt, wie wichtig Unterstützung ist. Alle zusammen sind stark."

Die Kinder beschlossen, eine kleine Überraschung für Frau Berger zu machen: Einen Plan mit Ideen, wie man ihr im Alltag Freude bringen kann. Lina malte die Sonne, Sara schrieb lustige Witze, Tom packte gesunde Snacks und Ben bastelte ein buntes Mobile.

Vertrauen und Hoffnung

Als sie das Paket zu Frau Bergers Tür brachten, klopfte sie leise. Die Frau öffnete und ihre Augen wurden groß.

"Was habt ihr da?" fragte sie überrascht.

"Ein Freundschaftspaket," sagte Sara stolz. "Für schöne Tage und müde Tage."

Frau Berger setzte sich und betrachtete alles. "Das ist so liebevoll. Ihr habt mein Herz warm gemacht."

"Wir haben gelernt, dass Krankheit nicht nur schlecht ist," sagte Lina. "Manchmal ist sie schwierig, aber die Erwachsenen wissen oft, wie man hilft."

Frau Berger nahm ihre Hand. "Ich vertraue meinen Ärztinnen und Ärzten. Und ich vertraue auch Menschen, die helfen wollen. Ihr Kinder habt mir heute gezeigt, dass es viele Gründe gibt, nicht allein zu sein."

"Also muss man nicht nur stark sein," sagte Ben. "Man darf auch Hilfe annehmen."

"Genau," lächelte Frau Berger. "Und man darf hoffen."

Am Abend saßen die vier Freunde auf Linas Sofa und redeten. "Ich finde es schön, dass wir fragen durften," sagte Tom. "Manchmal hat man Angst, aber wenn man fragt, wird alles klarer."

"Ja," fügte Sara hinzu. "Und Humor hilft. Ich werde jetzt immer einen Witz dabei haben."

"Ich auch," sagte Ben. "Und ich weiß jetzt, dass Ärzte nicht nur Instrumente haben, sondern auch Herzen."

Lina gähnte. "Ich hoffe, Frau Berger wird bald mehr Energie haben. Und ich hoffe, dass wir immer helfen können."

Sie legten ihre Köpfe zusammen, lachten leise und versprachen, aufeinander zu achten. Draußen ging die Sonne unter, und ein warmes Gefühl von Vertrauen und Hoffnung breitete sich aus.

Am nächsten Morgen schickte Frau Berger eine Karte mit einem kleinen Dank. Darauf stand: Danke, ihr kleinen Heldinnen und Helden. Ihr habt mir Mut gemacht. Und sie malte eine Sonne, die fast so strahlte wie Linas Bild.

Die Kinder lernten in diesen Tagen, dass Krankheit ein Teil des Lebens sein kann, aber mit Unterstützung, Erklärungen und Freundschaft lässt sie sich viel leichter tragen. Sie lernten auch, dass Erwachsene wie Ärztinnen, Pfleger und Lehrer vertrauenswürdig sind und dass es gut ist, Fragen zu stellen.

Und so gingen Lina, Ben, Sara und Tom jeden Tag mit einem kleinen Hoffnungslächeln in die Schule — bereit, Fragen zu stellen, Hilfe zu geben und aufeinander zu achten.

Ohne Werbung 3€ pro Monat

Möchten Sie eine unterbrechungsfreie Lektüre? Unterstützen Sie Oh My Tales, entfernen Sie alle Anzeigen und profitieren Sie ab 3€ pro Monat von weiteren enthaltenen Vorteilen.

Die Pläne und Preise ansehen
Teilen

Melden Sie ein Problem mit dieser Geschichte

Was haben Sie von dieser Geschichte gehalten?

Geben Sie Ihre Meinung ab, indem Sie dieser Geschichte je nachdem, was Sie und/oder Ihr Kind davon gehalten haben, eine Bewertung geben. Vielen Dank im Voraus!

Vielen Dank! Ihre Bewertung wurde berücksichtigt!

Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Pausenhof
Der Platz vor der Schule, wo Kinder spielen und Pause machen.
Rollstuhl
Ein Stuhl mit Rädern, der Menschen hilft, sich zu bewegen.
Gesundheitszentrum
Ein Ort, wo Ärzte und Pfleger Menschen behandeln.
Empfang
Der Platz im Gebäude, wo man begrüßt und angemeldet wird.
Behandlungsraum
Ein Zimmer, in dem Ärztinnen und Ärzte Patienten untersuchen.
Stethoskop
Ein Instrument, mit dem man Herz und Lunge abhört.
Instrumente
Werkzeuge, die Ärzte für Untersuchungen und Behandlungen nutzen.
Untersuchungen
Untersuchen, um herauszufinden, was im Körper los ist.
Tests
Manche Prüfungen, die zeigen, welche Krankheit oder Ursache da ist.
Blutbilder
Bilder oder Ergebnisse von Bluttests, die dem Arzt helfen.
Medikamenten
Tabletten oder Säfte, die helfen, wieder gesund zu werden.
Spritzen
Eine Nadel mit Flüssigkeit, die manchmal in den Körper kommt.
Vertrauen
Glauben, dass Menschen helfen und man sich sicher fühlt.
Hoffnung
Das Gefühl, dass etwas Gutes passieren kann.
Wartezeit
Die Zeit, die man warten muss, bis man dran ist.
Unterstützung
Hilfe von anderen, wenn man sie braucht.
Mobile
Ein hängender Schmuck mit Formen, der Kinder gern ansehen.
Detektiv
Eine Person, die Hinweise sucht, um ein Rätsel zu lösen.

Erstellen Sie eine magische und einzigartige Geschichte für Ihr Kind!

Erstellen Sie in nur wenigen Minuten ein personalisiertes Abenteuer, in dem Ihr Kind zum Helden wird. Mit unserem exklusiven Tool ist es einfach, kostenlos und unterhaltsam!

Eine Geschichte erstellen

Themen im Zusammenhang mit dieser Geschichte:

freundschaft schule vertrauen hoffnung rollstuhl

Laden Sie diese Geschichte herunter:

Lade diese Geschichte als PDF herunter E-Book herunterladen (.epub)

Als Nächstes zu lesen in Geschichten über Krankheit für 7/8 Jahre

Erhalten Sie jeden Sonntagabend neue Geschichten!

Erhalten Sie 7 spannende und fesselnde Geschichten, die auf das Alter und die Vorlieben Ihres Kindes abgestimmt sind, jeden Sonntag um 17 Uhr*. Es ist kostenlos und garantiert spamfrei!
*E-Mail wird um 17 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) gesendet.
Wir mögen auch keinen Spam. Deshalb senden wir Ihnen nur Geschichten. Sie können sich jederzeit abmelden.