Laden läuft...
Geschichte über die Sommerferien 9/10 Jahre Lesen 7 min.

Die Bank unter der Kastanie

Lea verbringt einen Ferientag im Freizeitpark, entdeckt Ruhe unter einer Kastanie und erlebt kleine, bedeutsame Momente zwischen Hüpfburgen, Eis und Familienzeit.

Lade diese Geschichte als PDF herunter

Ideal zum Teilen oder Ausdrucken dieser Geschichte!

E-Book herunterladen (.epub)

Lesen Sie diese Geschichte auf Ihrem E-Reader.

Zehnjähriges Mädchen mit rundem Gesicht und Sommersprossen, hellbraune Haare zu zwei Zöpfen, lächelnd und leicht nach unten blickend, sitzt auf einer abgenutzten Holzlatte unter einer großen Kastanie, trägt ein hellrosa geblümtes Sommerkleid, Knie angewinkelt und weiße leicht verschmutzte Schuhe; etwa neunjähriger blonder Junge springt lachend auf einer großen bunten Hüpfburg im Hintergrund, Arme erhoben; Mutter (ca. 35) steht rechts neben einem Kinderwagen in einem hellblauen Kleid, hält eine Wasserflasche und schaut fürsorglich; Mann (ca. 50) mit kurzem grauem Bart sitzt am anderen Ende der Bank mit Fahrrad daneben und einem geöffneten Skizzenbuch auf dem Schoß; Ort: sonnendurchfluteter Sommerpark mit grünem Gras, trockenen Blättern, gesprenkelten Schatten, entfernten Zelten, Karussells und einem kleinen Teich rechts; Situation: ruhige Pause nach dem Spielen — Mädchen ruht im Schatten, Junge spielt, Mutter wacht, Mann zeichnet; Malerei mit sichtbaren Pinselspuren, dicker Farbschicht, warmer Palette (Gelb, Grün, Rosa, Hellblau) und kräftigen Kontrasten, die die Sommerwärme betonen. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1: Morgenluft und kleine Koffer

Lea schob den Reißverschluss ihres kleinen Koffers zu. Die Nähte knisterten leise. Draußen roch die Luft nach frisch gemähtem Gras und warmem Brot aus der Bäckerei. Es war der erste Ferientag. Ihre Mutter lächelte. "Heute fahren wir ans Meer", sagte sie, "aber zuerst machen wir einen Halt im Freizeitpark." Lea nickte. In ihr kribbelte etwas wie ein aufgewickeltes Gummiband. Sie mochte neue Orte. Sie mochte auch Ruhe. Zwei Dinge, die manchmal gleichzeitig schwer zu haben sind.

Im Auto zählte sie die bunten Felder. Die Sonne legte schmale Streifen auf ihr Knie. "Siehst du die Hügel?" fragte ihre Mutter. Lea nickte wieder und versuchte, die Streifen auf ihrer Haut zu fühlen. Sie atmete tief. Der Duft von Kaugummi, Melone und Benzin mischte sich. Es war Sommer. Es war gut.

Kapitel 2: Der Park mit den großen Hüpfburgen

Der Freizeitpark war laut und freundlich. Überall waren bunte Zelte, Kinderstimmen und Popcorngeruch. Doch das Interessanteste waren die riesigen Hüpfburgen. Sie sahen aus wie weiche Berge. "Komm!", rief Tom, ein Junge aus dem Nachbardorf, den Lea unterwegs getroffen hatte. "Die sind riesig!"

Lea sprang. Erst zögernd, dann mutiger. "Vorsichtig!" rief ihre Mutter. Auf der Hüpfburg gab es Rampen, Tunnel und einen hohen Hügel in der Mitte. Lea und Tom sprangen wie kleine Vögel. Lea lachte laut, ein klares, sonniges Geräusch. Manchmal fiel sie hin, kicherte und stand wieder auf. Ein Klebestreifen aus Schweiß und Salz am Nacken. Es war warm und einfach.

Zwischen zwei Sprüngen setzte sie sich kurz auf den Rand. Die Stimmen um sie herum waren wie ferne Glocken. Lea legte die Hand auf den weichen Plastikrand und spürte die Wärme. "Möchtest du was trinken?" fragte Tom. "Ja", sagte sie, "Wasser, bitte." Sie trank langsam. Ein Moment, in dem die Welt still wurde, nur ein kleines Innehalten. Dann sprang sie wieder. Das Hüpfparadies war ein wenig wild, ein bisschen laut — und doch, in einer Ecke, gab es Ruhe: ein schattiges Plätzchen unter einer großen Kastanie mit einer Bank, die wie ein kuscheliges Versteck wirkte.

Kapitel 3: Stille unter der Kastanie

Lea entdeckte die Kastanie, weil ihr Kopf plötzlich müde wurde. "Ich setze mich kurz", sagte sie zu Tom. Er zuckte mit den Schultern und hüpfte weiter. Lea ging zur Bank. Der Boden roch nach Erde und alten Blättern. Vögel flogen über ihr und warfen schattige Muster auf ihr Gesicht. Sie schloss die Augen. Ein leiser Wind strich über ihre Arme, kitzelte ihr Handgelenk. Die Hitze ließ nach, als ob jemand einen großen, warmen Deckel leicht anhob.

Sie dachte an das Meer, das bald kommen würde, an den Schrei der Möwen, an den Geschmack von Salz auf den Lippen. Aber jetzt war hier. Jetzt war diese Bank. Ihre Hände fanden eine kleine Rille im Holz. Sie strich mit dem Daumen darüber. "Es ist schön", flüsterte sie, obwohl niemand da war, der es hören konnte. In solcher Stille konnte sie hören, wie ihr Herz ruhig schlug. Es klang wie ein kleiner Bootsmotor, der sich bereithält.

Ein Mann mit einem Fahrrad setzte sich gegenüber. Er sah müde aus, aber freundlich. "Auch kurz Pause?", fragte er. Lea nickte. "Ja. Ich mag den Schatten." Er lächelte. "Früher habe ich als Kind in jedem Urlaub eine Bank gesucht. Dort habe ich gezeichnet und überlegt, was wirklich wichtig ist." Lea setzte sich noch ein bisschen tiefer. Wichtigkeit — ein großes Wort. Für Lea bedeutete es heute: genug Zeit, um Atem zu holen, genug Stille, um den Sommer zu schmecken.

Kapitel 4: Heimweg mit leichten Taschen

Am Nachmittag war die Hüpfburg nicht mehr so voll. Die Sonne neigte sich, und das Licht wurde weich wie Pudding. Lea und Tom aßen ein Eis. "Zitrone", sagte Tom, "und Vanille für mich." Lea wählte eine Kugel Erdbeere. Sie leckte langsam, ohne zu kleckern. Es war ein einfacher Genuss. Auf dem Rückweg zum Auto nahm Lea noch einen letzten Blick auf die Hüpfburgen. Sie sahen jetzt gemütlich aus, wie Joghurtberge, die gerade einschlafen.

Im Auto hielten ihre Eltern an einem kleinen Park mit einem Teich. Enten schwammen, plätschernde Wellen glitzerten. "Sollen wir kurz bleiben?" fragte ihre Mutter. Lea stieg aus. Der Himmel war rosa. Sie hörte Kinderleise weit entfernt. "Weißt du", sagte sie schließlich, "mir hat heute die Bank gefallen. Die Ruhe hat sich gut angefühlt." Ihre Mutter nahm ihre Hand. "Manchmal ist das Schönste, wenn man nichts Besonderes plant", sagte sie. "Wenn alles reicht, was da ist."

Als sie später in ihrem Zimmer am Meer die Vorhänge öffnete, war alles noch warm vom Tag. Die kleinen Koffer waren offene Schätze. Lea setzte sich ans Fenster. Draußen rauschte das Meer in der Ferne. Sie dachte an die Hüpfburg, an das Eis, an die Bank. Sie fühlte, wie etwas Gewichtiges und Leichtes zugleich in ihr war: eine Sache zwischen den Rippen, die sagte, dass der Tag gezählt hatte. Nicht wegen besonders großer Abenteuer, sondern wegen vieler ruhiger, echter Augenblicke.

"Ich mag so einen Tag", flüsterte sie in das Kissen. "Einen Tag, der reicht." Draußen blinkte eine Sternlampe auf. Lea zog die Decke bis zum Kinn und lächelte. Der Sommer roch nach Salzwasser und Sonnencreme, nach Gras und den letzten Blüten. Sie war zufrieden. Das war das gute Leben: wenig Lärm, viel Freude, und der Mut, sich auch mal an eine Bank zu setzen.

Und als sie einschlief, wusste sie eines sicher: Morgen würde ein neuer Tag mit kleinen Wundern kommen — und sie würde ihm mit offenen Augen und ruhigem Herz begegnen.

Ohne Werbung 3€ pro Monat

Möchten Sie eine unterbrechungsfreie Lektüre? Unterstützen Sie Oh My Tales, entfernen Sie alle Anzeigen und profitieren Sie ab 3€ pro Monat von weiteren enthaltenen Vorteilen.

Die Pläne und Preise ansehen
Teilen

Melden Sie ein Problem mit dieser Geschichte

Was haben Sie von dieser Geschichte gehalten?

Geben Sie Ihre Meinung ab, indem Sie dieser Geschichte je nachdem, was Sie und/oder Ihr Kind davon gehalten haben, eine Bewertung geben. Vielen Dank im Voraus!

Vielen Dank! Ihre Bewertung wurde berücksichtigt!

Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Reißverschluss
Ein Band mit Zähnen, das Kleidung oder Koffer mit Ziehen öffnet und schließt.
Knisterten
Ein leises, raschelndes Geräusch, das beim Bewegen von Stoff oder Papier entsteht.
Nähte
Stellen, wo Stoff mit Faden zusammengenäht ist, damit etwas hält.
Ferientag
Ein Tag in den Ferien, an dem man nicht zur Schule geht und frei ist.
Freizeitpark
Ein Ort mit Fahrgeschäften und Spielen, wo Menschen Spaß haben.
Hüpfburgen
Große, aufgeblasene Spielgeräte, auf denen Kinder springen können.
Zögernd
Langsam handeln, weil man unsicher ist oder erst nachdenkt.
Rampen
Schrägen, über die man nach oben oder unten gehen oder laufen kann.
Klebestreifen
Ein schmales Stück Klebeband, das zwei Dinge zusammenhält.
Kastanie
Ein großer Baum mit stacheligen Früchten, oft in Parks zu finden.
Rille
Eine schmale, kleine Furche oder Vertiefung auf einer Oberfläche.
Bootsmotor
Der Motor, der ein Boot antreibt und es auf dem Wasser bewegt.
Innehalten
Kurz aufhören und still sein, um zu ruhen oder nachzudenken.

Erstellen Sie eine magische und einzigartige Geschichte für Ihr Kind!

Erstellen Sie in nur wenigen Minuten ein personalisiertes Abenteuer, in dem Ihr Kind zum Helden wird. Mit unserem exklusiven Tool ist es einfach, kostenlos und unterhaltsam!

Eine Geschichte erstellen

Themen im Zusammenhang mit dieser Geschichte:

freundschaft natur familie baum

Laden Sie diese Geschichte herunter:

Lade diese Geschichte als PDF herunter E-Book herunterladen (.epub)

Erhalten Sie jeden Sonntagabend neue Geschichten!

Erhalten Sie 7 spannende und fesselnde Geschichten, die auf das Alter und die Vorlieben Ihres Kindes abgestimmt sind, jeden Sonntag um 17 Uhr*. Es ist kostenlos und garantiert spamfrei!
*E-Mail wird um 17 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) gesendet.
Wir mögen auch keinen Spam. Deshalb senden wir Ihnen nur Geschichten. Sie können sich jederzeit abmelden.