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Abenteuergeschichte 5/6 Jahre Lesen 16 min.

Der Morgenstern ist verschwunden: Finos mutige Reise durchs Nebelmoor

Der neugierige Fuchs Fino macht sich mit seinen Freunden auf, den verschwundenen Morgenstern zu finden und trifft dabei auf einen traurigen Aschenvogel, dessen Angst mehr über das Verschwinden verrät, als es scheint.

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Ein junger roter Fuchs (Hauptfigur) mit bernsteinfarbenen Augen hält scheu und stolz einen kleinen goldenen Leuchtstein im Maul, dessen Licht seine Schnurrhaare streichelt; eine kleine haselnussfarbene Maus (Lila) sitzt glücklich an ihm mit den Vorderpfoten auf einer Wurzel; ein gedrungener Dachs (Brumm) mit dunklem Fell steht schützend dahinter und stützt eine Pfote auf einen Baumstamm; ein großer aschgrauer Vogel (Aschenvogel) mit zerzausten Federn sitzt zurückhaltend und blickt zu; die Szene spielt auf einem Hügel unter einer alten Eiche mit Gras, Farnen, roten Pilzen und schwebenden Glühwürmchen, der Fuchs legt den Leuchtstein in eine Mulde, die Tiere versammeln sich, Stimmung von wiedergewonnener Freundschaft, warme Beleuchtung, klare Konturen und einfache, kinderfreundliche Formen, zentrierte Komposition Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Der Ruf des Morgensterns

Im Mooswald, wo die Bäume wie grüne Riesen standen und der Wind leise Lieder durch die Blätter strich, lebte ein junger Fuchs namens Fino. Sein Fell war so rot wie eine reife Erdbeere in der Sonne, und seine Augen glänzten wie zwei kleine Bernsteinsteine.

Fino war neugierig. Er schnupperte an jedem Pilz, lauschte jedem Käfer, der über einen Ast krabbelte. Doch wenn es darum ging, vor allen anderen zu sprechen oder mutig voranzugehen, wurde sein Herz manchmal so klein wie eine Nuss.

Eines Morgens, als der Tau noch wie Glasperlen auf dem Gras lag, kam seine Freundin Lila, die Haselmaus, aufgeregt angeflitzt.

„Fino! Hast du es gehört?“, piepste sie.

„Was denn?“, fragte Fino und spitzte die Ohren.

„Der Morgenstern ist verschwunden!“

Der Morgenstern war kein Stern am Himmel. Er war ein kleiner, leuchtender Stein, der hoch oben auf dem Hügel des alten Eichenorakels lag. Wenn er leuchtete, fanden alle Tiere auch in dunklen Nächten den Weg nach Hause. Er war wie ein freundliches Auge, das über den Wald wachte.

Kurz darauf hopste auch Brumm, der junge Dachs, herbei. Seine Stirn war gerunzelt.

„Ohne den Morgenstern wird es heute Nacht finster wie in einem Topf mit Deckel“, brummte er. „Und die Kleinen verirren sich.“

Lila knetete ihre winzigen Pfoten. „Wir müssen ihn zurückholen.“

Fino schluckte. In seinem Bauch flatterten unsichtbare Schmetterlinge.

„Wir… wir?“, stammelte er.

Brumm nickte. „Du bist schnell. Du riechst gut. Und du hast ein Herz, das größer ist, als du glaubst.“

Fino fühlte, wie ihm warm wurde. Er wollte seine Freunde nicht im Dunkeln lassen.

„Gut“, sagte er leise, dann lauter: „Gut! Ich komme mit. Ich will euch beschützen.“

Sie machten sich auf den Weg. Der Wald schien ihnen zuzuwinken, aber zwischen den Bäumen lagen Schatten, die wie geheimnisvolle Türen aussahen. Fino ging vorne, Schritt für Schritt, als würde er über einen schmalen Bach aus Mut laufen.

Am Hügel des Eichenorakels angekommen, fanden sie nur eine leere Mulde. Dort, wo der Morgenstern sonst funkelte, lag jetzt ein grauer Abdruck wie ein stilles Fragezeichen.

Eine tiefe Stimme knarrte von oben. Die alte Eiche sprach, wie sie es manchmal tat, wenn der Wind die richtigen Wörter fand.

„Wer nimmt das Licht, trägt auch die Last“, rauschte sie.

„Wer hat ihn genommen?“, rief Lila.

„Folgt dem Duft von kalter Asche und bitterem Rauch“, antwortete die Eiche. „Doch vergesst nicht: Nicht jedes Dunkel ist böse. Manches hat nur Angst.“

Fino atmete ein. Ja, da war es: ein dünner Geruch, wie wenn ein Lagerfeuer lange aus ist. Er zog wie ein unsichtbarer Faden nach Norden, Richtung Nebelmoor.

„Da lang“, sagte Fino. Seine Stimme zitterte, aber sie hielt.

Durch Nebelmoor und Flüstersteine

Der Weg wurde matschig. Das Nebelmoor war ein Meer aus grauem Dunst, und der Boden gluckste, als würde er geheim lachen. Die Nebelschwaden kringelten sich um ihre Beine wie neugierige Schlangen aus Luft.

„Bleibt nah bei mir“, sagte Fino. „Ich rieche den Weg.“

„Du schaffst das“, murmelte Brumm, und Lila nickte so heftig, dass ihr Schwanz wackelte.

Plötzlich hörten sie ein leises „Plopp“. Lila war bis zu den Knöcheln eingesunken.

„Oh nein“, piepste sie. „Ich klebe!“

Fino sprang sofort zurück. Sein Herz machte einen großen Satz.

„Gib mir deine Pfote“, sagte er.

Er legte sich flach auf den Boden, damit er nicht auch einsank, und streckte die Vorderpfoten aus. Brumm schob von hinten einen langen Ast heran.

„Halt dich dran fest“, brummte er.

Lila klammerte sich an Finos Pfoten. Fino zog. Erst rutschte sie nur ein bisschen, dann mehr, und mit einem schmatzenden Geräusch war sie frei. Lila purzelte in Finos Fell und zitterte.

„Danke“, flüsterte sie.

Fino spürte, wie sein Mut ein kleines Stück wuchs, wie eine Knospe, die aufspringt. „Wir passen aufeinander auf“, sagte er.

Weiter vorn standen Flüstersteine: hohe, dünne Felsen, die wie eine Reihe alter Wächter aussahen. Wenn der Wind hindurchpfiff, klangen sie wie Stimmen.

„Zurück… zurück…“, wisperte es.

Lila bekam Gänsehaut. „Die Steine wollen nicht, dass wir weitergehen.“

Brumm knurrte. „Steine können mich mal.“

Fino blieb stehen. Er lauschte genauer. Zwischen dem „Zurück“ hörte er ein anderes Wort, ganz leise, wie ein verlorener Gedanke.

„…allein…“

Da verstand er: Die Steine sagten nicht „Geh weg“, sie sagten „Ich bin allein“.

Fino hob den Kopf. „Vielleicht… vielleicht hat jemand den Morgenstern genommen, weil er sich im Dunkeln fürchtet.“

Lila sah ihn groß an. „Wie wir manchmal?“

Fino nickte. „Ja.“

Hinter den Flüstersteinen entdeckten sie Spuren im Schlamm: kleine Krallenabdrücke. Nicht von einem Fuchs, nicht von einem Dachs. Zu leicht, zu zierlich. Dazu der Geruch von kalter Asche.

„Ein Rabe?“, fragte Brumm.

„Oder etwas, das fliegen kann“, sagte Fino.

Dann kam ein Mini-Rebondissement, wie Lila später sagen würde: Ein Schatten schoss über ihnen vorbei, und etwas Glänzendes blitzte kurz auf. Fino sprang erschrocken zur Seite.

„Da!“, rief Lila. „Ein Funken!“

Sie liefen, so schnell sie konnten, durch den Nebel. Der Dunst riss für einen Moment auf, und sie sahen eine Brücke aus Wurzeln, die über einen dunklen Wasserarm führte. Auf der anderen Seite stand ein Torbogen aus Steinen, und darin hing ein Windspiel aus Knochen und Muscheln, das klirrte wie ein kalter Regen.

„Da drüben“, sagte Fino. Sein Mut klopfte an, wie ein kleiner Trommler.

Als sie über die Wurzelbrücke liefen, knarrte sie. Unter ihnen gluckste das Wasser, und der Nebel griff nach ihren Pfoten.

„Nicht hinschauen“, piepste Lila.

Fino schaute trotzdem. Und da sah er: Im Wasser spiegelte sich nicht sein Fuchsgesicht, sondern ein Fuchs, der winzig klein war und sich versteckte.

Er schüttelte den Kopf. „Das ist nur das Moor. Es zeigt Angstbilder.“

Brumm stapfte weiter. „Dann zeigen wir ihm eben Mutbilder.“

Auf der anderen Seite war der Geruch stärker. Er führte zu einer Höhle, die in einem Hügel wie ein offener Mund gähnte. Davor lagen Federn. Schwarz und grau.

Fino flüsterte: „Bereit?“

Lila drückte sich an ihn. „Ich habe Angst.“

„Ich auch“, gab Fino zu. „Aber ich gehe trotzdem.“

Und genau in diesem Satz fühlte er sich größer.

Die Höhle des Aschenvogels

In der Höhle war es kühl. Tropfen fielen wie leise Schritte von der Decke. Tief drinnen glomm ein schwaches Licht. Nicht wie ein fröhlicher Stern, eher wie eine müde Kerze.

Sie schlichen näher. Dann sahen sie ihn: einen großen, zottigen Vogel mit grauen Federn, als hätte er sich im Kamin gewälzt. Seine Augen waren gelb und traurig. Vor seinen Krallen lag der Morgenstern. Er leuchtete, aber nur ein bisschen, als würde er sich nicht trauen.

Der Vogel zuckte zusammen, als er die drei sah.

„Nicht!“, krächzte er. „Nicht wegnehmen! Bitte!“

Brumm stellte sich breit hin. „Du hast ihn gestohlen.“

Der Vogel duckte den Kopf. „Ich… ich habe ihn nur geborgt. Die Nacht hat mich gepackt. Sie ist wie ein Mantel, der zu schwer ist.“

Fino trat einen Schritt vor. Seine Pfoten fühlten sich an, als stünden sie auf wackeligen Steinen, aber er blieb.

„Warum brauchst du den Morgenstern?“, fragte er ruhig.

Der Vogel seufzte, und der Seufzer klang wie ein Windstoß durch verbrannte Zweige.

„Ich heiße Aschenvogel“, sagte er. „Früher flog ich über die Berge. Ich kannte jedes Sternbild. Doch eines Nachts kam ein Sturm und riss mich in das Nebelmoor. Seitdem… seitdem sehe ich im Dunkeln nur Schatten, die mich auslachen. Ich habe keinen Mut mehr.“

Lila blinzelte. „Schatten lachen gar nicht“, sagte sie vorsichtig.

„Doch in meinem Kopf schon“, krächzte Aschenvogel.

Fino sah den Morgenstern an. Er war wie ein kleines Herz aus Licht. Und er sah den Vogel, der ihn festhielt, als wäre er ein Rettungsring.

„Du hast Angst“, sagte Fino. „Das ist nicht böse. Aber unsere Freunde brauchen das Licht auch.“

Aschenvogel zog den Morgenstern näher an sich. „Ohne ihn… finde ich meine Höhle nicht. Ich verliere mich in mir selbst.“

Brumm schnaubte. „Dann komm doch raus und lerne den Weg.“

Aschenvogel schüttelte heftig den Kopf. „Draußen ist alles groß.“

Fino spürte einen neuen Gedanken, der wie ein kleiner Funke in ihm sprang. Vielleicht musste Mut nicht heißen, jemanden zu besiegen. Vielleicht hieß Mut auch, jemanden zu verstehen und trotzdem das Richtige zu tun.

Er setzte sich hin, ganz ruhig, und sagte: „Aschenvogel, wir lassen dich nicht allein. Wir können dir helfen.“

„Wie?“, flüsterte Lila.

Fino schaute zu seinen Freunden. „Wir bringen den Morgenstern zurück. Aber wir kommen morgen wieder und zeigen Aschenvogel den Weg. Und… und heute Nacht kann er bei uns im Mooswald schlafen, wenn er möchte.“

Brumm riss die Augen auf. „Einen riesigen Vogel bei uns?“

Fino nickte. „Ja. Wenn wir wirklich Freunde beschützen wollen, dann auch vor der Angst. Seine und unsere.“

Aschenvogel hob langsam den Kopf. „Ihr… wollt mich mitnehmen?“

„Wenn du willst“, sagte Fino. „Aber du musst den Morgenstern zurückgeben. Er gehört dem ganzen Wald.“

Aschenvogel zitterte. Eine Feder löste sich und schwebte zu Boden wie ein grauer Schneeflocke.

„Ich habe Angst, dass ihr mich auslacht“, krächzte er.

Lila trat vor und legte ihre winzige Pfote auf eine seiner Krallen. „Ich lache nicht. Ich zittere manchmal selbst. Aber zusammen zittert man weniger.“

Brumm brummte leiser: „Und wenn jemand lacht, knurre ich.“

Fino musste kurz kichern. Das Kichern war wie ein Sonnenstrahl in der Höhle.

Aschenvogel sah den Morgenstern an, dann Fino. Schließlich schob er den Stein vorsichtig nach vorn.

„Nehmt ihn“, sagte er. „Und… danke. Ich will lernen, wieder zu fliegen. Nicht mit Flügeln vielleicht, aber mit dem Herzen.“

Fino nahm den Morgenstern behutsam ins Maul. Er war warm, und das Licht darin wurde heller, als hätte es sich gefreut. Fino spürte: Mut war ansteckend, wie Lachen.

Als sie hinausgingen, kam der nächste kleine Twist: Draußen war der Nebel dichter geworden. Der Weg zurück war kaum zu sehen. Lila schluckte. „Wir finden nie zurück.“

Fino hielt inne, schloss kurz die Augen und atmete. Der Morgenstern in seinem Maul glühte, und sein Duft mischte sich mit der kalten Asche. Zwei Fäden, die zusammen einen Pfad webten.

„Folgt mir“, sagte Fino. „Ich rieche unseren Weg. Und wenn ich stolpere, haltet ihr mich.“

Brumm nickte. „Abgemacht.“

Aschenvogel tappte hinterher. Seine Schritte waren vorsichtig, aber sie wurden mit jedem Meter sicherer.

Das Fest unter tausend Lichtern

Als die Sonne unterging, erreichten sie den Hügel des Eichenorakels. Der Wald wartete schon. Igel, Rehe, Eichhörnchen und sogar die scheuen Nachtfalter hatten sich versammelt. Ihre Augen waren groß vor Sorge.

Fino legte den Morgenstern in die Mulde. Sofort sprang sein Licht auf, wie ein kleiner Feuerball aus Freude. Es war, als würde der Hügel selbst lächeln. Goldene Strahlen liefen über das Gras, kletterten an Baumstämmen hoch und fingen sich in den Spinnweben wie glitzernde Fäden.

Ein Murmeln ging durch die Menge.

„Er ist zurück!“

„Der Morgenstern ist zurück!“

Lila sprang auf einen Stein. „Fino hat uns geführt!“

Brumm stellte sich neben sie. „Und er hat nicht nur den Stein gerettet. Er hat auch jemanden gerettet, der im Dunkeln feststeckte.“

Alle Blicke wanderten zu Aschenvogel. Er stand am Rand, als wäre er ein Fleck grauer Abend in einem bunten Bild. Er wollte sich am liebsten hinter einem Busch verstecken.

Fino trat zu ihm. „Du musst dich nicht verstecken“, sagte er leise. „Hier ist Licht. Und hier sind Freunde.“

Aschenvogel schluckte. „Ich habe den Morgenstern genommen. Ihr dürftet wütend sein.“

Da trat ein altes Reh vor, seine Geweihe wie zwei stille Äste. „Wir sind froh, dass du ihn zurückgebracht hast“, sagte es. „Und froh, dass du gekommen bist, statt allein zu bleiben.“

Die Eiche rauschte über ihnen, und ihre Blätter klangen wie Applaus.

„Wer Licht teilt, macht den Weg für viele hell“, knarrte sie.

Dann begann das Fest, wie es im Mooswald Brauch war, wenn etwas Wichtiges gut ausging. Es wurden Beeren verteilt, Honigwasser geschlürft, und die Grillen spielten Musik, als hätten sie kleine Geigen in den Beinen.

Lila tanzte mit einem Schmetterling, der trotz Nacht noch wach war. Brumm trommelte mit seinen Pfoten auf einen hohlen Baumstamm. Die Funken des Morgensterns malten helle Punkte in die Luft, als wären neue Sterne heruntergefallen, nur für diesen Abend.

Aschenvogel stand erst still. Dann kam Fino mit einem Kranz aus Farn und kleinen weißen Blüten.

„Für dich“, sagte Fino. „Damit du weißt: Du gehörst dazu.“

Aschenvogel schnupperte daran. Seine gelben Augen wurden weicher. „So riecht… Mut?“

Fino grinste. „So riecht Freundschaft.“

Später, als der Mond über den Bäumen hing wie ein silbernes Boot, setzte sich Aschenvogel zu ihnen ans Feuer.

„Ich habe gedacht, Mut ist, niemals Angst zu haben“, krächzte er.

Fino schüttelte den Kopf. „Ich hatte die ganze Zeit Angst. Mein Bauch war voller Schmetterlinge.“

Lila kicherte. „Und meiner war voller Mäusekekse.“

Brumm brummte zufrieden. „Mut ist, etwas Gutes zu tun, obwohl die Knie wackeln.“

Aschenvogel nickte langsam. „Dann will ich auch mutig sein. Ich will dem Wald dienen, nicht ihn erschrecken.“

„Das tust du schon“, sagte Fino. „Du hast uns die Wahrheit gesagt. Das war schwer.“

Die Tiere sangen ein Lied, und in dem Lied war Platz für alle: für die Schnellen und die Langsamen, für die Lauten und die Leisen, für die, die schon mutig waren, und für die, die es erst lernen.

Als das Fest zu Ende ging, brachte Fino Aschenvogel zu einer Schlafmulde aus Moos, nahe bei den anderen. Der Morgenstern leuchtete über ihnen, ruhig und freundlich.

„Fino“, flüsterte Aschenvogel, „du wolltest deine Freunde beschützen. Und du hast mich auch beschützt. Warum?“

Fino dachte kurz nach. Dann sagte er: „Weil echtes Beschützen nicht nur Krallen und Zähne sind. Es ist auch ein offenes Herz. Und ein offenes Herz ist wie eine Laterne. Es macht die Nacht kleiner.“

Aschenvogel schloss die Augen. „Dann will ich morgen lernen, meine eigene Laterne anzuzünden.“

Fino legte sich daneben, müde und glücklich. In ihm war etwas gewachsen, still und stark: das Wissen, dass Hingabe bedeutet, für andere da zu sein, auch wenn man selbst ein bisschen zittert.

Und über dem Mooswald funkelte der Morgenstern, als würde er dem kleinen Fuchs zuzwinkern und sagen: Du hast deinen Weg gefunden.

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Nebelmoor
Ein Ort mit dichtem, kaltem Nebel und nassem Boden, wo es oft matschig ist.
Flüstersteine
Hohe Steine, die im Wind leise Töne machen, wie flüsternde Wächter.
Krallenabdrücke
Kleine Spuren im Schlamm, die zeigen, wo Tiere mit Krallen gegangen sind.
Brücke aus Wurzeln
Eine natürliche Brücke, die aus den Wurzeln von Bäumen gewachsen ist.
Mulde
Eine kleine Vertiefung im Boden, wie eine Schüssel im Gras.
Knarrte
Ein altes Geräusch von Holz oder etwas Altem, das langsam quietscht.
Krächzte
Ein raues, kratziges Geräusch, das oft von Vögeln kommt.
Glomm
Ein schwaches Licht, das leise und ruhig vor sich hin brennt.
Gähnte
Wenn etwas weit aufmacht, wie ein Mund, der sich öffnet.
Geweihe
Die feste Äste am Kopf von einem Hirsch, wie ein großer Kopfschmuck.
Kalte Asche
Reste von Feuer, die nicht mehr brennen und sich kühl anfühlen.

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