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Geschichte über den Krieg 7/8 Jahre Lesen 8 min.

Der kleine Friedensmarkt

Lina, Jonas, Mira und Emil fragen sich, was Krieg ist, und besuchen Frau Becker in der Bibliothek, die ihnen erklärt, wie Frieden durch Zuhören und Teilen entsteht. Sie beschließen, ein Projekt zu starten, um ihren Nachbarn zu helfen und das Verständnis füreinander zu fördern.

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Es gibt vier Kinder: - Lina: ein 8-jähriges Mädchen mit langen braunen Haaren und runden Brillen. Sie trägt ein gelbes T-Shirt und eine Jeansshorts und sitzt auf einer kleinen Mauer mit einem Skizzenbuch in der Hand und zeichnet. - Jonas: ein 8-jähriger Junge mit zerzausten blonden Haaren und einem strahlenden Lächeln. Er trägt ein blaues T-Shirt und grüne Hosen und steht neben Lina, hält ein Sandwich in einer Hand und ein Buch in der anderen. - Mira: ein 8-jähriges Mädchen mit schwarzen Haaren und Zöpfen. Sie trägt ein rosa Blumenkleid und sitzt auf dem Gras, umgeben von Brettspielen, und lacht mit den anderen. - Emil: ein 8-jähriger Junge mit braunen Haaren und einer Brille. Er trägt einen roten Kapuzenpullover und graue Hosen und hockt sich vor einen kleinen Blumentopf, um mit einem konzentrierten Lächeln einen Samen zu pflanzen. Der Ort ist ein grüner Park mit majestätischen Bäumen, gepflegtem Rasen und bunten Blumen, die im Wind tanzen. Im Hintergrund steht eine rote Backbibliothek mit Bogenfenstern und einer geschnitzten Holztür. Die Hauptsituation zeigt die Kinder, die einen kleinen Friedensmarkt vorbereiten. Sie lachen und tauschen Ideen aus, umgeben von Spielen, Zeichnungen und Kuchen. Die Atmosphäre ist fröhlich und bunt und symbolisiert Freundschaft und gegenseitige Hilfe. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Ein neugieriger Nachmittag

Lina, Jonas, Mira und Emil saßen auf dem Schulhof. Die Sonne schien warm. Die Vögel sangen. Die Kinder waren fast acht Jahre alt. Sie redeten über vieles. Dann fragte Lina leise: "Was ist eigentlich Krieg?"

Jonas zuckte die Schultern. "Ich glaube, das ist, wenn Länder sehr sehr böse zueinander sind."

Mira schüttelte den Kopf. "Das klingt gruselig."

Emil schlug vor: "Lasst uns Frau Becker fragen. Sie weiß viel. Sie arbeitet in der Stadtbibliothek."

Alle fanden die Idee gut. Sie gingen zur Bibliothek. Frau Becker empfing sie mit einem Lächeln. "Hallo ihr Vier. Was führt euch her?"

Lina sagte: "Wir wollen wissen, was Krieg ist. Ohne Angst. Einfach erklärt."

Frau Becker nickte. "Gut. Kommt, setzt euch." Sie holte ein Buch mit Bildern und ein Fotoalbum. "Ein Krieg ist, wenn Menschen aufhören zu reden. Sie fangen an zu kämpfen. Häuser können kaputtgehen. Das ist traurig. Aber viele Menschen arbeiten daran, dass es friedlich wird."

"Wie kann man das arbeiten?" fragte Jonas neugierig.

"Mit Reden, mit Helfen und mit Teilen," antwortete Frau Becker. "Und manchmal müssen Menschen an einen sicheren Ort gehen. Das nennt man Flucht." Sie zeigte ein Foto von einem kleinen Jungen, der eine Puppe hielt. "Er hat ein Zuhause verloren. Aber er hat auch neue Freunde gefunden."

Die Kinder hörten zu. Sie fühlten Mitgefühl. Frau Becker stellte eine Aufgabe: "Macht ein kleines Projekt. Fragt Menschen in eurer Nachbarschaft: Wie helfen sie, damit Frieden ist? Dann erzählt mir davon."

Die Nachforschungen

Am nächsten Tag standen die Vier früh auf. Sie teilten sich in Paare. Lina und Jonas wollten ältere Menschen fragen. Mira und Emil wollten mit Nachbarn reden, die aus anderen Ländern gekommen waren.

Lina klopfte an die Tür von Herrn Müller. Er war freundlich und hatte weiße Haare. "Hallo, Kinder. Kommt herein."

Lina fragte: "Herr Müller, was tun Sie, damit es friedlich bleibt?"

Herr Müller lächelte. "Ich höre zu. Wenn jemand Sorgen hat, höre ich zu. Manchmal backe ich Kuchen und lade Nachbarn ein. Ein Kuchen macht Gespräche leichter." Er reichte Lina ein Rezeptzettel. "Und ich helfe bei der Suppenküche. Dort treffen sich Menschen und reden."

Jonas war bei Frau Ahmed. Sie backte Fladenbrot. "Wir sprechen viel und essen zusammen," sagte sie. "Wenn Menschen zusammen essen, können sie sich besser verstehen." Jonas probierte ein Stück Brot und lachte. "Das ist lecker!" sagte er. "Essen verbindet."

Mira und Emil klingelten bei der Familie Nowak. Die Kinder dort erzählten auf einfache Weise, wie sie in die Stadt gekommen waren. "Wir haben vieles vermisst," sagte der kleine Filip. "Und wir haben neue Spiele gelernt."

Mira fragte: "Was hat geholfen, als ihr neu wart?"

Frau Nowak antwortete: "Freunde. Leute, die mit uns gespielt haben. Lehrer, die uns neue Wörter beigebracht haben. Eine Frau brachte uns eine Pflanze. Sie sagte: 'Diese Pflanze wächst mit euch.'"

Die Kinder schrieben alles in ein Heft. Sie sprachen über das, was sie gelernt hatten. "Hören, teilen, einladen," zählte Lina. "Spielen, lernen, helfen," ergänzte Emil. "Das sind Friedensdinge," sagte Jonas feierlich.

Die kleine Aktion

Zurück in der Schule planten die Vier eine Aktion. Sie wollten zeigen, dass Kinder auch helfen können. "Wir machen einen Friedensmarkt," sagte Mira. "Mit Kuchen, Spielen und Briefen."

Sie malten bunte Plakate. "Kommt zum Friedensmarkt!" stand in großen Buchstaben. Sie luden alle Nachbarn ein, auch die neuen Familien. Die Klassenlehrerin, Herr Klein, half beim Organisieren. "Denkt an Musik und Spiele," schlug er vor. "Und an einen Ort für Gespräche."

Am Markt gab es einen großen Tisch mit Briefen. "Schreibt, was ihr euch für die Welt wünscht," erklärte Lina. Viele Kinder zeichneten Bilder von Parks und Schulen. Ein Junge schrieb: "Ich wünsche mir, dass alle Kinder spielen können."

Es gab eine Ecke mit Geschichten. Frau Becker las leise aus dem Fotoalbum vor. Sie erzählte, wie Leute helfend zusammengekommen waren, nachdem Schwierigkeiten passiert waren. Die Worte klangen ruhig. "Manchmal brauchen Menschen Mut und Zeit," sagte sie. "Und oft hilft ein Freund."

Mira und Emil führten Spiele für alle Kinder. "Die Regeln helfen uns, fair zu bleiben," erklärte Emil. Jonas teilte Kekse von Herrn Müller aus. Die neuen Familien setzten sich neben alte Nachbarn. Sie lachten und tauschten Rezepte und Namen aus.

Ein kleines Missverständnis entstand, als zwei Kinder um ein Spielzeug stritten. Lina ging zu ihnen. "Was ist los?" fragte sie. Die Kinder sagten durcheinander. Lina schlug vor: "Wir können abwechseln. Oder wir bauen das Spielzeug zusammen." Sie setzten sich und fanden eine Lösung. Alle klatschten. Herr Klein sagte zufrieden: "Seht ihr? Das war friedlich gelöst."

Was bleibt und wie wir helfen

Am Ende des Tages räumten alle auf. Die Kinder setzten sich auf die kleine Mauer vor der Bibliothek und sahen den Sonnenuntergang. "Das war schön," sagte Jonas. "Ich habe etwas gelernt."

"Ich auch," sagte Mira. "Frieden ist nicht nur das Fehlen von Streit. Es ist, wenn Menschen sich helfen."

Frau Becker kam mit einer Dose Kakao. "Ich bin stolz auf euch," sagte sie. "Ihr habt gezeigt, dass Kinder viel bewirken können."

Lina nahm einen Schluck Kakao. "Ich will öfter zuhören," sagte sie. "Und Kuchen backen," fügte Herr Müller lachend hinzu.

Emil schaute Filip an. "Wollen wir morgen im Park zusammen einen Baum pflanzen?" fragte er. Filip nickte eifrig.

Sie planten kleine Dinge, die Frieden bringen. Einen Nachmittag, um mit neuen Nachbarn zu spielen. Einen Tag, um alte Menschen zu besuchen. Einen Platz, an dem man Hilfe suchen kann. "Das sind kleine Türen zu Frieden," sagte Frau Becker. "Wenn wir Türen öffnen, treten Menschen ein. Dann wird es heller."

Die Kinder gingen nach Hause. Sie fühlten sich warm und mutig. Sie wussten jetzt: Krieg war etwas, das Menschen traurig machte. Aber viele Menschen arbeiteten zusammen, um das Leid zu lindern. Gespräche, Kuchen, Spielen, Zuhören, Teilen — all das kann helfen.

Am nächsten Morgen schrieb Lina in ihr Heft: "Heute helfe ich, zuzuhören und freundlich zu sein. Das macht die Welt ein kleines Stück besser." Jonas schmierte Brote. Mira übte Wörter mit Filip. Emil pflanzte eine kleine Eiche im Park. Die Wurzel war noch klein. Doch alle wussten: Mit Zeit und Pflege wird sie groß.

Und wenn einmal Sorgen kommen, erinnerten sie sich an den Markt, die Geschichten und das gemeinsame Lachen. Dann setzten sie sich zusammen, sprachen und fanden einen Weg. So lernten sie: Frieden ist Arbeit. Aber es ist auch etwas, das Kinder tun können — jeden Tag, mit kleinen Taten.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Krieg
Ein Konflikt zwischen Ländern oder Gruppen, bei dem Menschen kämpfen.
Flucht
Wenn Menschen aus einem Land oder einer Region weggehen, um in Sicherheit zu sein.
Frieden
Ein Zustand, in dem es keinen Krieg oder Streit gibt und alle friedlich miteinander leben.
Unterstützen
Jemandem helfen oder etwas für jemanden tun.
Mitgefühl
Das Gefühl, das man hat, wenn man die Sorgen oder das Leid anderer Menschen versteht und ihnen helfen möchte.
Verstehen
Etwas begreifen oder nachvollziehen können.

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