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Geschichte des Valentinstags 5/6 Jahre Lesen 11 min.

Das Willkommensschild der Freundschaft

Zwei fünfjährige Freunde planen ein buntes Willkommensschild für die Valentinsfeier im Garten und überwinden beim Aufhängen kleine Ängste und Hindernisse, wobei Mut und Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen.

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Drei Figuren in einem Vorstadgarten bei Dämmerung: Jonas, 5 Jahre, kurz hellbraunes Haar, rote Jacke, steht links auf einer Holzleiter und befestigt mit konzentriertem Blick ein großes weißes Schild mit roten und rosa Herzen; Ben, 5 Jahre, zerzaustes blondes Haar, blau-gelb gestreifter Pullover, stabilisiert rechts die Leiter, steht auf einem Laubhaufen, hält die Leiterbasis und zieht an einer roten Schnur, lächelnd ermutigend; eine kleine getigerte Graukatze sitzt oben auf dem Schild, berührt mit der Pfote eine Ecke, neugierig mit gesträubten Schnurrhaaren; im Hintergrund ein grüner Holzzaun, Garage mit angelehnter Leiter, Laternengirlanden, gelbe Blätter und violette Blumen, warme orange Abendsonne mit langen Schatten, zarte Aquarell-Effekte für Herzen und Licht. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Erster Teil: Der Plan

Es war ein milder Februarmorgen. Die Luft roch nach Kakao und Keksen. Jonas und Ben saßen am Fenster. Draußen hingen kleine Papierherzen an den Bäumen. Die Straße sah aus wie ein Lichtermeer aus roten Punkten.

Jonas war fünf. Ben war auch fünf. Sie waren beste Freunde. Sie spielten zusammen im Sand, teilten ihren Apfel und lachten über dieselben Witze. Heute jedoch hatten sie einen besonderen Plan.

„Wir wollen ein Willkommensschild machen“, sagte Jonas und strich sich über die Nase. Seine Augen funkelten. „Für die Valentinsfeier im Garten.“

Ben nickte heftig. „Ja! Für alle. Für Mamas, Papas, Omas. Für die Katze vielleicht.“ Er kicherte. Die Katze saß auf dem Stuhl und schnurrte, als ob sie alles verstand.

Sie holten Papier, Stifte und Kleber. Sie fanden eine alte Decke, ein paar bunte Bänder und eine Holzlatte. Der Plan wurde größer und größer. Erst ein Schild, dann vielleicht Ballons, dann ein kleiner Umzug. Ihre Stimmen wurden leise vor Aufregung.

Mutter brachte belegte Brötchen. „Seid ihr beide brav?“, fragte sie. Jonas und Ben versprachen es. Sie aßen schnell und kleckerten ein wenig Saft. Saftflecken wurden später zu Punkten für eine Schatzkarte. So ging das bei ihnen oft.

Jonas schnitt ein großes Stück Papier. Es war weiß wie Schnee, aber die Sonne machte es warm. „Willkommen, Freund!“ schrieb er. Die Buchstaben waren dick und rund. Ben malte Herzen. Er benutzte Rot und Rosa. Die Herzen tanzten über die Seite.

„Es muss hoch hängen“, sagte Ben. „Damit alle es sehen.“ Jonas nickte. „Über dem Tor. So wie ein Regenbogen über der Straße.“ Sie stellten sich vor, wie Mama und Papa die Straße entlangkamen, wie die Nachbarn staunten und wie die Vögel eine kleine Melodie pfiffen.

Doch dann gab es ein Problem. Das Gartentor war hoch. Die Leiter war schwer. Die Erwachsenen waren im Haus und beschäftigten sich mit Kerzen und Kuchen. Jonas und Ben sahen die Leiter an. Sie fühlten ein Prickeln im Bauch. War das Mut? Oder war es nur die Kälte?

„Wir müssen mutig sein“, flüsterte Jonas. Ben atmete tief ein. Er stellte seine kleinen Füße fest auf den Boden. Mut, dachte er, ist wie ein warmer Mantel. Man zieht ihn an, wenn es draußen klirrt.

Sie beschlossen, einen Plan zu machen, fein wie ein Keksrezept. Jonas würde das Schild halten. Ben würde die Schnur festbinden. Sie holten eine Rolle Schnur aus der Schublade. Die Schnur war weich und roch nach Papier. Sie banden eine Schleife. Die Schleife sah aus wie ein Lächeln.

Mutter rief: „Seid ihr fertig?“ Die Jungs nickten laut, aber sie fühlten, wie ein kleiner Schatten von Unsicherheit sie streifte. Kleiner Schatten, kleiner Mut — man konnte ihn mit einem tiefen Atemzug wegpusten.

Sie gingen los. Die Sonne stand tiefer. Der Garten sah aus wie ein grünes Zimmer. Vögel hockten auf dem Zaun. Eine Amsel sang, als ob sie applaudierte. Jonas hielt das Schild, seine Finger klemmten ein bisschen. Ben hielt die Schnur. Sie tasteten sich vor.

„Wenn wir es nicht schaffen, fragt Mama“, flüsterte Ben. „Wir können es auch zusammen schaffen“, antwortete Jonas. Zusammen war ihr Lieblingswort. Zusammen war wie zwei Löffel im Müslischälchen.

Zweiter Teil: Das Hängen

Das Tor war näher als gedacht. Aber die Schnur war zu kurz. Jonas zog, Ben zog. Ein Kichern, dann Stille. „Noch ein Stückchen“, sagte Jonas. Er streckte sich so weit, dass seine Haare kitzelten. Ben sprang. Seine Füße landeten in einem kleinen Haufen aus Laub. Ein leiser Rascheln-Klang.

„Halt die Leiter!“, flüsterte Jonas und zeigte auf die schwere Leiter. Die Leiter lehnte an der Garage, treu und still. „Du kletterst, ich halte das Schild“, sagte Ben. Jonas schluckte. Höhen waren manchmal wie kalte Tropfen auf dem Kopf. Aber er dachte an die Herzen auf dem Papier. Er dachte an die Musik auf der Feier. Er dachte an Mamas Lächeln. Das machte seinen Bauch warm.

Er stellte einen Fuß auf die erste Sprosse. Die Leiter knarrte freundlich. Ben hielt die Leiter, seine Hände fühlten sich wie kleine Klammern an, aber stark. Schritt für Schritt kletterte Jonas. Die Sprossen summten leise. Die Vögel schauten neugierig. Ein Schmetterling flog vorbei und machte eine kleine Kurve.

Oben angekommen hielt Jonas das Schild hoch. Ein Windstoß spielte mit den Ecken. Das Schild wackelte. Jonas streckte die Hand aus. Er band die Schnur, aber die Schnur rutschte ab. Ein kleines Fluchen, fast wie eine Maus. Ben seufzte. „Noch mal“, sagte er und half. Sie waren ein Team. Teams haben immer zwei Herzen.

Die Nachbarskinder standen in sicherer Entfernung und klatschten mit den Händen, als ob sie bereits die Show sahen. Jonas band die Schleife wieder fester. Die Schnur hielt. Das Schild baumelte sanft. Ein Herz fiel fast vom Papier, aber es blieb kleben. Die Jungs lachten wie zwei kleine Glocken.

Plötzlich kam ein Windstoß, größer als zuvor. Ein Blatt schlug gegen Jonas' Nase und kitzelte ihn. Er nieste. Das Schild schwang. Für einen Moment fühlte er sich wie ein Vogel, der kurz fliegt. Ben hielt die Leiter fester. „Du schaffst das!“, rief er. Seine Stimme war klein, aber klar.

Jonas warf einen letzten Blick nach oben. Die Schnur hielt, das Schild war sicher wie ein kleines Boot im Hafen. Er kletterte die Leiter herunter. Unten umarmten sie sich kurz. Oben hängt nun das Schild. Es wippt leise im Wind und zeigt seine bunten Herzen.

Sie hüpften auf einem Bein und dann auf dem anderen, als hätten sie gerade ein Geheimrezept gelöst. Mamas Stimme rief zur Torte. Die Nachbarn riefen „Gut gemacht!“. Das Gefühl im Bauch der Jungen war warm und glitzernd wie Konfetti.

Doch die Geschichte hatte noch ein kleines Hindernis. Die Katze sprang auf das Schild. Nicht mit böser Absicht. Sie wollte es untersuchen. Ihre Pfote berührte das Papier und ein Herz rutschte ein Stück. „Oh nein“, sagte Ben. Er lief hinüber und hob die Katze hoch. Sie schnurrte und blickte weise. „Danke“, flüsterte Jonas. Zusammen rückten sie das Herz wieder an seinen Platz.

Das kleine Abenteuer schloss eine Seite ab, aber eine andere Seite öffnete sich. Viele Hände wollten das Schild sehen. Ihre Freunde, groß und klein, kamen herbei. Jeder gab ein Herz, ein Lächeln oder ein kleines Kompliment. Die Jungs fühlten sich wie zwei Helden mit roten Bäckchen.

Dritter Teil: Die Feier und der Vorhang

Die Sonne neigte sich. Lampions wurden angezündet. Die Luft duftete nach Zuckerwatte. Eltern trugen Tassen mit heißer Schokolade. Es gab Musik. Ein Lied, das wie eine warme Decke war. Jonas und Ben standen nebeneinander. Das Willkommensschild hing über dem Tor. Es leuchtete freundlich.

Die ersten Gäste kamen. Oma brachte selbstgebackene Plätzchen. Der Nachbar Herr Müller kam mit seinem Hund, der eine kleine Schleife trug. Die Kinder verteilten selbstgemachte Karten mit bunten Klecksen. Manche Karten waren krumm, manche nur halb gemalt — und alle waren perfekt.

„Danke, ihr beiden“, sagte Mama und drückte ihre Hände. „Ihr habt den Mut gehabt, es aufzuhängen.“ Jonas und Ben sahen sich an. Mut fühlte sich an wie ein warmes Gefühl im Herzen und wie kitzelnde Schmetterlinge im Bauch. „Wir haben es zusammen gemacht“, sagte Ben stolz.

Es gab Spiele. Ein Herz-Such-Spiel, bei dem man kleine roten Herzen im Gras versteckte. Jonas fand drei Herzen. Ben fand zwei und einen kleinen Stein, der aussah wie ein Herz. Sie lachten. Sie tanzten. Ihre Füße stampften leise im Takt.

Dann kam der Höhepunkt der Feier. Die Eltern hatten eine kleine Bühne gebaut. Ein Vorhang wurde vorbereitet. Nicht für ein großes Theaterstück, sondern für einen kleinen Abschluss. Die Kinder versammelten sich. Die Lampions blinkten wie Sterne.

„Wir wollen etwas sagen“, flüsterte Jonas. Er fühlte ein bisschen Nervosität. Noch ein kleiner Knoten. Aber Ben hielt seine Hand. Hand halten half. Sie stellten sich vor den Vorhang. Die Erwachsenen setzten sich und schauten erwartungsvoll.

Jonas räusperte sich. Die Worte kamen einfach und klar. „Freundschaft ist wie ein Kuchen“, sagte er. „Man teilt sie und sie wird noch besser.“ Ben nickte und fügte hinzu: „Und kleine Mut-Momente sind wie Zuckerguss. Alle lachten. Die Lacher waren wie kleine Federn, die im Raum tanzten.

Sie zogen am Band, das den Vorhang hielt. Der Vorhang öffnete sich langsam. Dahinter war ein kleines Bild: Das Willkommensschild, viele bunte Herzen und die Katze, die gemütlich darauf schlief. Es war ein Abschlussbild, das alles sagte, ohne viele Worte.

Die Stimmung war warm. Die Kinder bekamen eine kleine Medaille aus Papier. Auf der Medaille stand ein Herz. Die Medaille fühlte sich schwer an, wie ein echtes kleines Gefühl. „Für Mut und Freundschaft“, sagte Mama mit einem Lächeln.

Die Abendluft wurde kühl. Die Laternen flackerten. Jonas und Ben saßen auf der Treppe. Sie sahen auf ihr Willkommensschild. Es wippte leise. Die Herzen strahlten. Die Katze rollte sich zusammen und schnurrte tief.

„Weißt du, was das Beste war?“, flüsterte Ben. Jonas schaute ihn an. „Dass wir es zusammen gemacht haben“, antwortete Jonas. Und sie waren sich einig. Gemeinsam sind selbst hohe Tore nicht mehr so hoch.

Die Feier endete mit einem letzten Lied. Alle sangen leise und hielten sich an den Händen. Es war warm und ein bisschen schummrig. Da war dieser Moment, wenn man weiß, dass heute etwas sehr Schönes war.

Zum Schluss zogen die Eltern den Vorhang zu. Nicht aus Traurigkeit, sondern wie ein kleines Tuch, das man über ein schönes Buch legt. Der Vorhang wurde langsam zugezogen. Dahinter blieb das Licht der Herzen. Die Katzenpfote hörte auf zu schnurren. Die Sterne draußen funkelten.

Jonas und Ben schauten zu, bis der Vorhang ganz zu war. Ihre Augen glänzten. Sie klopften einander auf die Schulter. Dann gingen sie nach Hause, mit warmen Herzen und einem Gefühl, das wie Zuckerwatte schmeckte.

Der Vorhang wurde zugezogen.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Milder Februarmorgen
Ein nicht kalter Morgen im Februar, die Luft fühlt sich weich und ruhig an.
Papierherzen
Herzen aus Papier, die man als Dekoration aufhängt oder malt.
Willkommensschild
Ein großes Papier mit Worten, das zeigt, dass Gäste willkommen sind.
Sprosse
Eine Querlatte an einer Leiter, auf die man den Fuß setzt zum Klettern.
Knarrte
Ein langes, altes Geräusch, das Holz macht, wenn man es bewegt.
Amsel
Ein schwarzer Vogel, der oft in Gärten singt.
Schnur
Ein dünnes Band aus Fäden, mit dem man Dinge zusammenbindet.
Schnurrte
Das leise Brummen einer zufriedenen Katze im Hals.
Lampions
Bunte Papierlichter, die man aufhängt und leicht leuchten.
Zuckerguss
Süße, dicke Schicht aus Zucker, die Kuchen oben hat.
Konfetti
Viele kleine bunte Papierschnipsel, die man bei Feiern wirft.
Laternen
Behälter mit Licht, die man trägt oder draußen aufhängt.

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