Laden läuft...
Geschichte der Raumfahrt 7/8 Jahre Lesen 10 min.

Das Relais der freundlichen Grüße

Der junge Astronaut Jonas liefert Post zu einer Relaisstation im All, löst das Rätsel verschwundener Pakete, knüpft Kontakte und erfindet einen freundlichen, berührungsfreien Gruß.

Lade diese Geschichte als PDF herunter

Ideal zum Teilen oder Ausdrucken dieser Geschichte!

E-Book herunterladen (.epub)

Lesen Sie diese Geschichte auf Ihrem E-Reader.

Junger Astronaut, lächelnd mit neugierigen Augen und kurzen braunen Haaren, in grauem Anzug mit bunten Streifen hält vorn behutsam ein kleines Geschenk und ein Band; eine etwa 35-jährige Frau (Mira) mit kurzen schwarzen Haaren und fettverschmierter Bluse lächelt und zeigt auf eine offene Luke hinter ihnen, leicht links vom Mann; zwei Kinder (Mädchen ~8, Junge ~6) lachen rechts bei einem Geländer und imitieren den neuen kontaktlosen Gruß mit bunten Bändern; ein kleiner runder Dienerroboter aus hellem Metall mit blauen Lichtern schwebt zwischen Mann und Frau und trägt ein schmales Werkzeug; Szene in einer großen Innen-Relaisstation mit gestapelten runden Modulen, bunten Leuchtfeldern, stilisierten Rohren und Kabeln, metallischen Böden mit sanften Reflexen und Bullaugen zu den Sternen; Hauptsituation: Rückgabe eines gefundenen Pakets und Erfindung eines kontaktlosen Grußes — freundliche Gesten, sichtbare bunte Bänder, strahlende Gesichter, warme, organisierte Stimmung. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Ein neuer Morgen im Himmel der Zukunft

Die Städte lagen jetzt nicht mehr nur auf der Erde. Hohe Pflanzenkuppeln, leuchtende Solarfelder und schmale Bahnwege schwebten über Böden und Meeren. Kleine Schiffe fuhr man mit leisen Magnetstraßen, und die Menschen hatten gelernt, mit Maschinen freundlich zu sprechen. In diesem Morgen gab es viel Blau: der Himmel war klar, die Schiffe glänzten metallisch, und in den Fenstern funkelte die Sonne wie ein Lächeln.

In dieser Zeit war die Post nicht mehr nur ein Brief in einem Umschlag. Briefe und Pakete reisten durch den Raum auf sicheren Wegen. Es gab Relaisstationen zwischen den Sternen — kleine, warme Orte, wo Postboten aus vielen Welten Pakete tauschten, Kaffee tranken und Geschichten erzählten. Diese Relais waren wie Leuchttürme für Nachrichten. Sie hielten den Fluss der Worte lebendig, auch zwischen weit entfernten Welten.

Jonas war ein junger Astronaut. Er mochte klare Dinge: Instrumente, Karten und den Rhythmus einer guten Route. Seine Stimme war ruhig, seine Hände geschickt. Er hatte die Aufgabe, zu einem dieser Relais zu reisen. Sein Schiff war schlank und leise. Es trug Kisten voller Briefe, kleine Pakete und eine Pflanze in einem Glas — ein Geschenk für die Station.

Bevor er losfuhr, prüfte Jonas die Anzeigen. Druck, Licht, Temperatur — alles war grün. Er dachte an die Menschen, die auf der Station wohnen würden: der alte Kurier mit dem lauten Lachen, die Mechanikerin mit den funkelnden Händen, Kinder, die die Gänge zwischen den Modulen hinunterzogen. Jonas freute sich. Neugier kitzelte ihn wie ein kleiner Vogel im Bauch.

Die Reise durch stille Räume

Das Schiff verließ die Atmosphäre wie ein Vogel, der das Nest verlässt. Außen war es leise. Innen summten die Panels leise, als würden sie Jonas ein Lied singen. Auf dem Bildschirm erschien das Bild der Relaisstation: ein Kreis aus Modulen, verbunden wie Glieder einer Kette, mit einer großen Antenne, die wie eine Hand die Signale empfing.

Die Reise dauerte einige Stunden. Jonas nutzte die Zeit, um zu lesen, die Pakete zu prüfen und mit den Stimmen der Bordcomputer zu sprechen. Er sprach nicht laut. Er sprach so, wie man einem Freund etwas Wichtiges erzählt. Hin und wieder musste er kleine Reparaturen machen: ein Schraubenkopf, der sich gelöst hatte, ein Sicherungsdraht, der neu gesetzt wurde. Diese Arbeit machte ihm Freude. Sie war praktisch und klar. Jedes Teil, das richtig saß, bedeutete Sicherheit für die Briefe und die Menschen, die darauf warteten.

An einen Moment erinnerte er sich genau: ein kleines Signal auf dem Radar. Ein Funkbrot, das Essen einer fernen Raumstation, hatte die Bahn der Relais leicht gestört. Es war nichts Gefährliches. Jonas nahm es als Rätsel. Er änderte die Flugbahn um einen kleinen Winkel, so wie man eine Seite eines Buches wendet, um weiterzulesen. Seine Hände arbeiteten ruhig, seine Augen blieben wach.

Er dachte an die Geschichten, die Pakete erzählten: ein gebasteltes Raumschiff für ein Kind, ein Stofftier, das eine Mutter geschickt hatte, ein Gedicht in einer anderen Sprache. In Jonas wuchs die Gewissheit, dass seine Aufgabe wichtig war. Neugier machte ihn mutig. Er wollte wissen, wer was schrieb und warum. Doch er respektierte die Privatsphäre der Briefe. Neugier ist leise wie ein Kätzchen, das an einer Tür schnuppert.

Ankunft am Sternenrelais

Die Station war größer, als Jonas sie sich vorgestellt hatte. Module wie Muscheln hingen im Raum und leuchteten sanft. Eine Röhre verband die Schiffe. Kleine Drohnen flogen zwischen den Andockstellen wie Vögel. Menschen und Roboter bewegten sich ruhig. Das Relais roch nach gebrühtem Tee und warmem Metall. Jonas blieb für einen Augenblick stehen und atmete tief ein.

Er legte seine Kisten ab und meldete seine Ankunft. Die Empfangskamera nickte; eine Stimme begrüßte ihn. Er hörte ein herzliches Lachen. Eine Frau mit kurzen Haaren und einem Hemd voller Flecken kam auf ihn zu. Sie stellte sich als Mira vor und führte ihn durch die Gänge. Die Menschen hier arbeiteten zusammen, jedes Teil hatte seinen Platz, jede Aufgabe war wichtig.

Bald begann das Abenteuer. Ein Funksignal war verzögert angekommen. Einige Pakete waren nicht dort, wo die Zeichen sagten, sie sein sollten. Das Relais verwaltete Nachrichten für viele Routen. Wenn eine Nachricht sich versteckte, musste man sie suchen. Jonas bot seine Hilfe an. Er war ausdauernd und sorgfältig. Mira nickte. "Wir finden sie zusammen", sagte sie.

Sie begannen mit den Listen. Jonas prüfte die Tabellen, verfolgte die Antennenprotokolle und suchte nach dem Muster der Signale. Es war wie eine Schatzsuche, nur dass der Schatz Worte und Gefühle waren. Mit einfachen Werkzeugen, einer Taschenlampe und Geduld kletterten sie in ein kleines Modul, das wie ein Bienenstock aussah. Drinnen summte es von Elektronik; LED-Lichter blinkten wie kleine Sterne.

Jonas fand schließlich eine verborgene Fächerklappe. Dahinter lag ein Packet, das sich versteckt hatte. Es war ein kleines Bündel mit einem Lunchpaket für ein Kind, das auf einem Außenposten wohnte. Jonas hielt es vorsichtig. Er freute sich, weil er wusste, wie wichtig selbst kleine Dinge sein konnten. Die Lösung war handwerklich und warm: ein loser Anschluss, ein leicht verschobener Magnet. Jonas reparierte ihn und setzte alles wieder zusammen. Die Signale flossen wie ein Fluss.

Ein neuer Gruß

Während sie arbeiteten, bemerkte Jonas, dass Menschen und Roboter manchmal zu nahe kamen, um Dinge zu retten. Manchmal reichte bereits eine Berührung der Schulter, um jemanden Mut zu machen. Jonas dachte an seinen Weg durch die Station und an die vielen Hände in den Gängen. Er wollte einen Gruß erfinden, der freundlich und sicher war, besonders wenn jemanden die Hände schmutzig oder ein Gerät lose war.

Er nahm ein kleines Stoffbändchen aus seiner Tasche und malte mit einem Stift ein kleines Symbol: zwei Kreise, die sich nicht berühren, aber zueinander zeigten. "Ein Gruß ohne Berührung", sagte er leise. Mira lächelte. Sie verstanden die Idee sofort. Jonas zeigte, wie man die Hände leicht hebt, die Finger offen hält und das Bändchen zwischen Daumen und Zeigefinger präsentiert. Der Kreis bedeutet Nähe, aber ohne Druck. Es war freundlich, höflich und sicher.

Sie probierten den Gruß aus. Einige lachten leise, andere machten ernst. Ein Roboter hob seine Werkzeughand, und seine Kamera blinkte wie ein Auge, als ob er 'Danke' sagte. Kinder, die im Gang spielten, ahmten die Bewegung sofort nach und gaben ihr Bändchen weiter. Der Gruß reiste schnell. In dieser Station wurde er zu einem Zeichen von Achtung, das man ohne Hände weitergeben konnte.

Abschied und Umarmung

Die Pakete waren verteilt, die Listen aktualisiert. Die Station atmete zufrieden. Jonas stand im Lichthof, seine Kisten waren leerer, sein Herz war leichter. Mira legte eine Hand auf seine Schulter — zuerst eine flüchtige Berührung, dann ein Blick voller Dankbarkeit. Jonas dachte an sein neues Grußzeichen, aber diesmal spielte sein Herz anders. Es gab Momente, in denen Berührung tröstlich war. Es gab eine Zeit für Abstand und eine Zeit für Nähe.

Er trat zu Mira und umarmte sie. Es war eine Umarmung, die aus Ehrlichkeit bestand: zwei Menschen, die zusammengearbeitet hatten, niemand war mehr allein. Die Umarmung war warm, ehrlich und nicht zu lang. Sie sagte Danke, Auf Wiedersehen und gute Reise auf einmal. Jonas spürte den Puls der Station, die leichten Vibrationen an Miras Jacke, das Lächeln in ihren Augen.

Bevor er zurück in sein Schiff stieg, sah Jonas, wie Kinder den neuen Gruß in die Ferne winkten und die Roboter ihn mit ihren kleinen Lichtern nachahmten. Er befestigte das Bändchen an der Seite seiner Kiste. Neugier hatte ihn hierhergeführt, die Arbeit hatte ihn glücklich gemacht, und der Gruß blieb als Geschenk.

Das Schiff hob ab in den großen, blauen Raum. Jonas blickte zurück auf die leuchtende Relaisstation. Sie sah aus wie ein Punkt Freundlichkeit im weiten Himmel. Er dachte an all die Briefe, die nun weiterreisten, und an die Menschen, die sie erwarteten. Die Pflanze in seinem Glas wippte leicht im Licht.

Die Reise nach Hause war ruhig. Jonas lächelte. Er wusste, dass die Welt, so groß sie auch war, aus kleinen Gesten bestand: einem reparierten Kabel, einem gefundenen Paket, einem neuen Gruß und einer umarmten Hand. Neugier hatte ihn aufmerksam gemacht. Mut hatte ihn handeln lassen. Freundlichkeit hatte alles zusammengehalten.

Als das Schiff durch die Atmosphäre glitt, dachte Jonas an das Relais wie an ein Licht, an das neue Grußzeichen wie an eine Brücke und an die Umarmung als an ein Versprechen: dass Menschen weise und warm sein konnten, auch weit draußen im All. Heiterkeit begleitete ihn, und seine Hände ruhten vertrauensvoll auf dem Steuer.

Ohne Werbung 3€ pro Monat

Möchten Sie eine unterbrechungsfreie Lektüre? Unterstützen Sie Oh My Tales, entfernen Sie alle Anzeigen und profitieren Sie ab 3€ pro Monat von weiteren enthaltenen Vorteilen.

Die Pläne und Preise ansehen
Teilen

Melden Sie ein Problem mit dieser Geschichte

Was haben Sie von dieser Geschichte gehalten?

Geben Sie Ihre Meinung ab, indem Sie dieser Geschichte je nachdem, was Sie und/oder Ihr Kind davon gehalten haben, eine Bewertung geben. Vielen Dank im Voraus!

Vielen Dank! Ihre Bewertung wurde berücksichtigt!

Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Pflanzenkuppeln
Große, halbrunde Häuser aus Glas oder Plastik, in denen Pflanzen wachsen und geschützt sind.
Solarfelder
Flächen mit Sonnenzellen, die Licht in Strom umwandeln, damit Geräte laufen.
Magnetstraßen
Wege, auf denen Fahrzeuge mit Magneten schweben und so ohne Räder fahren.
Relaisstationen
Orte im Weltraum, die Briefe und Signale weitergeben wie eine Poststation.
Relais
Ein kleiner Stopppunkt im Funknetz, der Signale empfängt und weiterleitet.
Bordcomputer
Ein kluger Rechner im Schiff, der bei Steuerung und Kontrolle hilft.
Sicherungsdraht
Ein dünner Draht, der Teile festhält und Probleme verhindert.
Modul
Ein einzelner Abschnitt einer größeren Maschine oder Station, wie ein Raumteil.
Andockstellen
Stellen, wo Schiffe festmachen und Menschen ein- oder aussteigen können.
Außenposten
Ein kleiner Ort weit weg, wo Menschen arbeiten oder wohnen, oft im Freien.

Erstellen Sie eine magische und einzigartige Geschichte für Ihr Kind!

Erstellen Sie in nur wenigen Minuten ein personalisiertes Abenteuer, in dem Ihr Kind zum Helden wird. Mit unserem exklusiven Tool ist es einfach, kostenlos und unterhaltsam!

Eine Geschichte erstellen

Laden Sie diese Geschichte herunter:

Lade diese Geschichte als PDF herunter E-Book herunterladen (.epub)

Erhalten Sie jeden Sonntagabend neue Geschichten!

Erhalten Sie 7 spannende und fesselnde Geschichten, die auf das Alter und die Vorlieben Ihres Kindes abgestimmt sind, jeden Sonntag um 17 Uhr*. Es ist kostenlos und garantiert spamfrei!
*E-Mail wird um 17 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) gesendet.
Wir mögen auch keinen Spam. Deshalb senden wir Ihnen nur Geschichten. Sie können sich jederzeit abmelden.