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Geschichte, die Angst macht 9/10 Jahre Lesen 11 min. Verfügbar als Hörgeschichte

das geheimnis der mitternachtsglocke

Max und Lena entdecken in ihrer Schule ein geheimnisvolles Rätsel, als nachts unheimliche Glockenläuten und Schatten durch die Flure huschen. Auf der Suche nach Antworten geraten sie in ein Abenteuer, das sie an ihre Ängste und die Kraft der Freundschaft zwingt.

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Ein 10-jähriger Junge, Max, mit zerzausten braunen Haaren und weit aufgerissenen Augen vor Angst, steht vor einer alten Holztür, sein Herz schlägt schnell. Er trägt ein blaues T-Shirt und eine zerrissene Jeans, hält eine zitternde Taschenlampe in der Hand. Neben ihm steht seine beste Freundin Lena, ein 10-jähriges Mädchen mit geflochtenen blonden Haaren und neugierigen Augen, die die Tür mit einer Mischung aus Aufregung und Besorgnis betrachtet. Sie trägt einen rosa Pullover und eine Jeansshorts, bereit, ihn zu ermutigen. Der Ort ist eine alte Schule mit dunklen Ziegelwänden, staubigen Tafeln und beunruhigenden Schatten in den Ecken. Das Licht der Taschenlampe beleuchtet schwach den Flur, enthüllt seltsame Symbole an den Wänden und schafft eine geheimnisvolle Atmosphäre. Die Hauptsituation zeigt Max und Lena, die sich darauf vorbereiten, die Tür zu einem alten Labor zu öffnen, wo Schatten um sie tanzen und eine sowohl gruselige als auch faszinierende Stimmung erzeugen. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

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Dauer der Hörgeschichte: 12:29

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Kapitel 1: Die unheimliche Glocke

Maximilian, den alle nur Max nannten, schob sich das Fahrrad durch den feuchten Morgendunst Richtung Schule. In letzter Zeit lag etwas Seltsames in der Luft – ein Gefühl, als würden Schatten ihn beobachten, obwohl niemand in der Nähe war. Seit einer Woche geschehen merkwürdige Dinge in der Stadt. Straßenschilder verdrehen sich jede Nacht, Hunde bellen unsichtbare Dinge an und vor allem: In der Schule ertönt um Mitternacht die Glocke, obwohl niemand da ist.

Max kannte diese Geräusche, denn sein Vater arbeitete als Hausmeister in der alten Schule. „Bestimmt nur ein Streich von älteren Schülern,“ hatte der Vater gemurmelt, aber Max glaubte das nicht. Irgendetwas stimmte nicht.

Er trat in die Schule. Die Flure wirkten dunkler als sonst, das Licht an der Decke flackerte und ein kĂĽhler Luftzug wehte durch den Gang. Max' Herz schlug schneller. Seine beste Freundin Lena erwartete ihn schon an der TĂĽr der Klasse 5a.

„Max, hast du's auch gehört?“ flüsterte sie aufgeregt, „Gestern Nacht – die Glocke! Meine Oma wohnt direkt neben der Schule und sie hat es auch gehört. Es war... gruselig.“

Max nickte ernst. „Ich glaube, wir sollten herausfinden, was los ist. Heute Nacht schleichen wir uns nach der Schule rein und beobachten, was passiert.“

Lena schluckte. „Bist du verrückt?“

Max grinste, obwohl er selbst ziemlich aufgeregt war. „Bisschen. Aber neugierig auch. Was ist, wenn es spukt?“

Lena überlegte kurz, dann nickte sie langsam. „Okay. Aber nur, wenn du vorne gehst.“

Da wussten sie noch nicht, dass sie in dieser Nacht nicht nur einem Spuk begegnen wĂĽrden, sondern einer ganz neuen Welt.

Kapitel 2: Die Schatten auf dem Korridor

Die Schule war nachmittags wie ausgestorben. Max und Lena versteckten sich im Geräteschuppen und warteten, bis es dunkel wurde. Ihr Atem stand in kleinen weißen Wölkchen in der Luft – es war ungewöhnlich kalt für einen Frühlingsabend.

„Ich hab Taschenlampen und meine Kamera dabei,“ flüsterte Max und zeigte stolz auf seinen Rucksack.

„Und ich hab Kekse und mein Glücksradiergummi,“ ergänzte Lena und drückte den Radiergummi fest in der Hand.

Die große alte Schuluhr schlug leise acht. Schatten krochen über die Wände, als sie vorsichtig durch die Hintertür in das Gebäude schlichen. Das Licht aus ihren Taschenlampen huschte über Schließfächer und Wandtafeln. Plötzlich knackte es im Flur.

Max hielt die Luft an. „War das der Wind?“

Lena schüttelte den Kopf. Ein dunkler Schatten glitt über die Wand. Er hatte keine Form – er waberte, als wäre er aus Rauch. Plötzlich flog ein Fenster auf. Ein eisiger Windstoß fegte durch den Flur, die Schulklingel begann wie von Geisterhand zu läuten.

„Max! Da!“ rief Lena und zeigte auf die Wand gegenüber. Im Licht der Taschenlampe erschien ein Schriftzug, der vorher nie dort gewesen war: „Kommt. Kommt in das Zimmer der Schatten.“

Max' Knie wurden weich. „Das Zimmer der Schatten... das ist doch der alte Musikraum. Da geht niemand mehr rein, seit Frau Krämer im letzten Jahr plötzlich verschwunden ist.“

Lena zitterte. „Wenn wir jetzt gehen, dann bleibt das Rätsel ungelöst. Wir müssen da rein, Max.“

Max schluckte, doch der Wunsch den Dingen auf den Grund zu gehen, war stärker als seine Angst.

Gemeinsam schlichen sie weiter, bis vor eine Tür, auf der ein Schild stand: „Betreten verboten! Lebensgefahr.“

Kapitel 3: Die geheime TĂĽr

Die Tür knarrte, als Max vorsichtig daran rüttelte. Sie war alt, aus dunklem Holz und mit seltsamen Symbolen übersät, die niemand in der Schule kannte. Lena hielt die Taschenlampe, ihre Hände zitterten.

„Ich hab Angst, Max.“

„Ich auch,“ gab er zu. „Aber wir sind zusammen. Und ich glaube, das ist wichtig.“

Mit einem Ruck öffnete Max die Tür. Ein kalter Luftzug fuhr ihnen entgegen. Im Inneren war es stockdunkel. Alte Musikinstrumente lagen verstaubt auf dem Boden. Ein großes, schwarzes Klavier stand in der Ecke. Die Atmosphäre war so dicht, dass Max kaum atmen konnte.

„Schau mal!“ Lena leuchtete auf das Klavier. Darauf lag ein Notenblatt, das im Schein der Taschenlampe silbern schimmerte. Die Noten darauf bildeten seltsame Muster, die Max noch nie gesehen hatte. Plötzlich erklang ein Ton, als hätte jemand über die Tasten gestrichen.

„Das war ich nicht!“ flüsterte Lena erschrocken.

Max trat näher. Da bemerkte er, dass das Notenblatt leicht leuchtete. Eine Melodie begann zu spielen – erst leise, dann immer lauter, als käme sie aus einer anderen Welt.

Die Schatten im Raum bewegten sich plötzlich. Sie tanzten im Takt der Musik. Der Raum wurde kälter. Im Lichtkegel der Taschenlampe erschien eine durchscheinende Gestalt: eine Frau mit langen, silbernen Haaren und traurigen Augen.

„Die Musik ist der Schlüssel,“ hauchte sie. „Spielt sie, und ihr findet, was verborgen ist.“

Lena schnappte nach Luft. „Das... das ist die verschwundene Frau Krämer!“

Die Gestalt lächelte traurig, dann verschwand sie langsam im Dunkel. Max sammelte all seinen Mut und setzte sich ans Klavier. Die Melodie war seltsam, aber wunderschön. Seine Finger folgten den Noten. Kaum hatte er die letzte Taste berührt, öffnete sich in der Wand hinter dem Klavier eine verborgene Tür.

„Das... das ist eine Geheimpassage!“ rief Lena überrascht.

Max stand auf. „Wir müssen da durch. Vielleicht finden wir Antworten.“

Kapitel 4: Durch das Schattenlabyrinth

Hinter der TĂĽr fĂĽhrte eine schmale Treppe nach unten. Stufen knarzten bei jedem Schritt. Die Luft roch nach Erde und alten BĂĽchern. Mit pochenden Herzen stiegen Max und Lena tiefer in die Dunkelheit.

Plötzlich standen sie vor einem Labyrinth aus dunklen Gängen. Die Wände waren mit leuchtenden Symbolen verziert – einige bewegten sich im Licht der Taschenlampen. Seltsame Schatten huschten an ihnen vorbei, als wären sie lebendig.

„Ich glaube, wir müssen dem leuchtenden Pfeil folgen!“ Lena zeigte auf ein Symbol, das wie eine kleine Flamme flackerte.

Sie folgten dem Symbol, doch immer wieder versperrten ihnen Schatten den Weg. Manchmal hörten sie Stimmen flüstern, doch die Worte waren unverständlich. Max' Herz klopfte wild.

Plötzlich standen sie vor einer Wand, auf der stand: „Stellt euch eurer größten Angst.“

„Was ist deine größte Angst?“ fragte Lena leise.

Max dachte nach. „Ich habe Angst, dass ich allein bin – dass niemand mir helfen kann.“

Kaum hatte er das ausgesprochen, wurde alles um sie herum dunkel. Lena war verschwunden. Max fühlte sich wie in einem Alptraum. Die Schatten drängten sich um ihn, wurden immer größer, immer bedrohlicher.

„MAX!“ hörte er Lenas Stimme in der Ferne.

Er rief zurück, aber seine Stimme klang klein. Da erinnerte er sich: Lena hatte gesagt, sie seien zusammen – und das gab ihm Mut. Er drückte den Glücksradiergummi, den Lena ihm zugesteckt hatte, ganz fest in der Hand.

Mit einem lauten Ruf stieß er sich durch die Schatten, stellte sich gegen das Gefühl der Einsamkeit. Plötzlich wurde alles hell. Lena stand direkt vor ihm. Die Schatten zogen sich zurück.

„Du hast es geschafft, Max!“ rief sie erleichtert.

Kapitel 5: Das Herz der Schatten

Gemeinsam traten sie durch die letzte Tür im Labyrinth. Sie öffnete sich zu einem runden Saal, in dessen Mitte eine schwarze Kugel auf einem Podest schwebte. Blitze zuckten um sie herum, als würde sie aus purer Dunkelheit bestehen.

Im Kreis um das Podest lauerten Schattenwesen – groß, mit langen Armen und leeren Augen. Sie murmelten in einer unverständlichen Sprache. Plötzlich trat die geisterhafte Frau Krämer vor sie.

„Das ist das Herz der Schatten,“ sagte sie mit zitternder Stimme. „Solange es hier ist, bleibt der Spuk in eurer Schule.“

Max schaute Lena an. „Was müssen wir tun?“

Die Gestalt zeigte auf die Kugel. „Ihr müsst sie mit Licht füllen. Nur dann können die Schatten gehen.“

Lena zog ihre Taschenlampe hervor. „Aber das reicht doch nie!“

Max überlegte. Da fiel ihm die Melodie ein. „Vielleicht hilft die Musik!“

Er setzte sich an ein altes Klavier im Saal, das wie durch Zauberhand dort stand. Lena stellte die Taschenlampe auf die Kugel, Max spielte die Melodie vom Notenblatt. Die Musik und das Licht verbanden sich, wurden heller, schienen die Schatten zu vertreiben.

Die Kugel begann zu leuchten, erst schwach, dann immer stärker. Die Schattenwesen schrien, schrumpften zusammen und lösten sich in Nebel auf. Die schwarze Kugel zerplatzte mit einem lauten Knall – und plötzlich war alles still.

Frau Krämer lächelte. „Ihr habt den Bann gebrochen. Die Schule ist wieder sicher. Ihr habt euren Mut bewiesen – und euch gegenseitig vertraut.“

Langsam verblasste ihr Bild, während ein warmer Lichtstrahl den Saal erleuchtete. Die Geheimpassage schien sich aufzulösen.

Kapitel 6: Der neue Morgen

Max blinzelte. Plötzlich saßen er und Lena wieder im Musikzimmer, als wäre nichts geschehen. Die Sonne war aufgegangen, Vögel zwitscherten draußen.

„War das alles ein Traum?“ fragte Lena leise.

Max schaute sie lange an. In seiner Hand lag der Glücksradiergummi – und darauf war nun das Symbol des leuchtenden Pfeils aus dem Labyrinth.

„Ich glaube nicht,“ meinte Max. „Ich glaube, wir haben wirklich einen Schatten verjagt.“

Die Schule war wieder normal, keine unheimlichen Glocken, keine Schatten mehr in den Fluren. Nur Max und Lena wussten, was sie erlebt hatten.

„Weißt du was?“ sagte Lena beim Hinausgehen. „Vielleicht gibt es noch mehr Geheimnisse hier. Was meinst du?“

Max grinste. „Wir sollten besser unsere Taschenlampen immer dabei haben – sicher ist sicher!“

Sie lachten, als sie durch das Schultor liefen. Und während die Sonne die Schatten vertrieb, wussten sie: Solange sie zusammenhielten, konnten sie jedes noch so große Abenteuer bestehen – ganz egal, was die Nacht bringen würde.

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Etwas, das verborgen oder nicht bekannt ist und nur wenigen Personen bekannt ist.
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