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Geschichte von Feuerwehrmann 3/4 Jahre Lesen 6 min.

Besuch in der Feuerwache

Eine Schulklasse besucht die Feuerwehr; Herr Müller zeigt Ausrüstung, erklärt Sicherheit und übt mit den Kindern, wie man in Notfällen hilft.

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Ein lächelnder, wohlwollender Feuerwehrmann um die vierzig mit rundem Gesicht und feiner Schnurrbart, in großer gelber Reflektorjacke und rotem Helm, steigt eine Holzleiter hinab, um ein grau-weißes Kätzchen einem etwa sechsjährigen Mädchen mit blonden Zöpfen und blauem Kleid, das ein kleines buntes Bild hält, zu übergeben; ein etwa fünfjähriger Junge mit kurzen braunen Haaren und grüner Hose klatscht freudig nahe dem roten Feuerwehrauto; im Vordergrund eine große Feuerwache aus roten Backsteinen mit offener roter Tür, Morgenlicht, kleine Blumen am Bürgersteig; warme, sichere Szene in pastelligen Aquarelltönen mit weichen Konturen. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Teil 1

Die Kinder stehen vor der roten Feuerwehr. Der Mann in der gelben Jacke lächelt. Er heißt Herr Müller. Er ist Feuer­wehrmann. Heute kommt seine Klasse zu Besuch.

„Guten Morgen!“, sagt Herr Müller. „Kommt her! Schaut euch das Fahrzeug an.“

Die Kinder rennen leise. Sie zeigen auf die Leiter. Sie zeigen auf die Schläuche. Ihre Augen leuchten.

Herr Müller öffnet eine Tür. Der Motor brummt leise. „Das ist der Motor“, sagt er. „Er macht den Wagen stark.“

Ein Kind fragt: „Kann ich die Sirene hören?“

„Klar“, sagt Herr Müller und drückt kurz. Piep, piep, piep. Die Kinder lachen. Die Sirene ist laut, aber nur kurz. Alle klatschen.

Herr Müller zeigt eine Uniform. „Das ist meine Jacke. Sie schützt mich.“

Er zeigt den Helm. „Der Helm ist fest. Er schützt den Kopf.“

„Und die Stiefel?“, fragt ein Kind. „Sie sind groß und schwer“, sagt Herr Müller. „So bleibt die Feuerwehrmännin oder der Feuerwehrmann sicher.“

Die Kinder dürfen zu zweit in den Wagen steigen. Sie setzen sich auf die Sitze. Sie fühlen das Lenkrad. „Fahr nicht zu schnell“, flüstert ein Kind. Alle kichern. Herr Müller sagt: „Sicher ist wichtig.“

Teil 2

Herr Müller erklärt die Schläuche. „Mit dem Wasser löschen wir Feuer.“

Er zeigt den Wasserhahn. Er zeigt den Schlauch. Ein Kind hält den Schlauch. Das Wasser spritzt nur ein kleines bisschen. Alle jubeln.

Dann zeigt Herr Müller die Leiter. Er klettert ein Stück hinauf. „Keine Angst“, sagt er. „Ich klettere oft. Ich helfe Menschen.“

Ein Mädchen sagt: „Ich will auch helfen.“

„Jeder kann helfen“, sagt Herr Müller. „Auch du. Du kannst laut rufen, wenn du Gefahr siehst. Du kannst ruhig bleiben. Du kannst einem Freund helfen.“

Er nimmt sich Zeit. Er spricht langsam. Er spricht freundlich. Die Kinder hören zu. Sie fragen viele Dinge. Herr Müller antwortet mit einfachen Worten. Er erzählt eine kleine Geschichte.

„Einmal hat ein Kater im Baum miaut“, sagt er. „Die Menschen riefen uns. Wir kamen. Die Leiter war lang. Der Kater war ängstlich. Wir sprachen leise. Wir reichten die Hand. Der Kater schnurrte. Dann ging es ihm gut.“

Die Kinder lachen leise. Sie mögen Katergeschichten. Sie mögen sichere Enden.

Herr Müller zeigt das Erste-Hilfe-Paket. „Hier sind Pflaster“, sagt er. „Hier ist eine Decke. Wenn jemand traurig oder verletzt ist, helfen wir. Wir trösten. Wir verbinden. Wir bleiben bei einander.“

Ein Junge fragt: „Helfen Feuerwehrleute auch Tieren?“

„Ja“, sagt Herr Müller. „Tiere sind auch wichtig. Wir helfen jedem, der in Not ist.“

Die Klasse macht ein Spiel. Sie üben, den Notruf zu wählen. „Wir sagen ruhig unseren Namen“, erklärt Herr Müller. „Wir sagen, was passiert. Wir sagen wo wir sind.“

Die Kinder spielen laut und leise. Sie üben das Sagen und das Zuhören. Sie lernen, wie sie Hilfe rufen.

Am Ende zeigt Herr Müller die große rote Tür zur Feuerwache. Er sagt: „Dies ist unser Haus. Hier schlafen wir manchmal. Hier lagern unsere Sachen. Wir sind bereit.“

Die Kinder klopfen an die Tür. Sie fühlen sich willkommen. Ein warmes Gefühl wächst in ihren Bäuchen. Es ist ein gutes Gefühl.

„Warum brennt etwas?“, fragt ein Kind.

„Feuer braucht drei Dinge“, sagt Herr Müller. „Stoff, Luft und Hitze. Wenn wir eines wegnehmen, ist das Feuer klein oder geht aus.“

„Wir können helfen, indem wir sicher sind“, erklärt er weiter. „Kerzen ausblasen. Herd ausmachen. Nicht mit Streichhölzern spielen. Das ist wichtig.“

Die Kinder nicken. Sie wollen vorsichtig sein.

Herr Müller hat eine Überraschung. Er holt Papier und Stifte. „Malt ein Bild von etwas, das Feuer sicher macht“, sagt er.

Die Kinder malen schnell. Sie malen Hände, die Wasser gießen, Eltern, die Kerzen auspusten, und kleine Häuser mit Rauchmeldern. Ein Kind malt einen großen roten Kreis mit einem Strich durch die Flamme. „Das ist ein Verbotssymbol“, sagt das Kind stolz. „Feuer nein.“

Als die Farben trocknen, hängt Herr Müller die Bilder an die Wand der Feuerwache. Er hängt das große Bild mit der durchgestrichenen Flamme in die Mitte. Alle schauen. Alle lächeln. Die Wand wird bunt und sicher.

„Das ist unser Zeichen“, sagt Herr Müller leise. „Es sagt: Wir passen auf. Wir helfen. Kein Feuer ohne Aufsicht.“

Die Kinder fühlen sich groß. Sie fühlen sich mutig und sanft zugleich. Sie lernen, dass Helfen viele Formen hat.

Am Ende nimmt Herr Müller die kleinen Hände. „Danke, dass ihr gekommen seid“, sagt er. „Danke, dass ihr zuhört. Danke, dass ihr helft.“

Die Kinder winken. Sie sagen: „Tschüss, Herr Müller!“

„Komm bald wieder“, ruft er. „Und seid vorsichtig!“

Auf dem Weg nach Hause denken die Kinder an das Bild an der Wand. Das Bild mit der durchgestrichenen Flamme bleibt im Kopf. Es ist einfach. Es ist klar. Es ist freundlich. Es sagt: Wir passen aufeinander auf.

Die Nacht fällt. Die Laternen gehen an. Die Feuerwehrwache ist ruhig. Herr Müller räumt die Stifte weg. Er schaut auf die Wand mit den Bildern. Das Bild der Kinder hängt in der Mitte. Die durchgestrichene Flamme leuchtet still. Sie erinnert alle an helfen, an Sorgfalt und an Freundschaft.

Herr Müller lächelt. Er zieht die Jacke an den Haken. Er sagt leise: „Gute Nacht.“

Die Kinder schlafen mit warmen Gedanken. Sie träumen von roten Wagen, freundlichen Helmen und kleinen Katern im Baum. Die Welt fühlt sich sicher an. Die Hilfe ist nah.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Feuerwehrmann
Eine Person, die Feuer löscht und Menschen hilft.
Fahrzeug
Ein großes Auto, das zur Feuerwehr gehört.
Leiter
Ein langer Steg mit Stufen, auf den man klettern kann.
Motor
Teil im Auto, der das Auto fahren lässt.
Sirene
Ein lauter Ton, den die Feuerwehr macht, wenn sie eilt.
Uniform
Die spezielle Kleidung, die Feuerwehrleute tragen.
Helm
Ein harter Hut, der den Kopf schützt.
Stiefel
Schwere Schuhe, die die Füße schützen.
Schlauch
Ein langer Gummi, durch den Wasser fließt.
Wasserhahn
Ein Teil, an dem man Wasser an- und ausmacht.
Erste-Hilfe-Paket
Eine Kiste mit Pflastern und Sachen, die bei Verletzungen helfen.
Pflaster
Kleber mit Polster, das kleine Wunden bedeckt.
Decke
Ein Tuch, das Wärme oder Trost bringt.
Notruf
Ein Anruf, wenn sofort Hilfe nötig ist.
Rauchmeldern
Geräte, die Alarm machen, wenn Rauch im Haus ist.
Durchgestrichenen Flamme
Ein Bild, das zeigt: Kein Feuer, das ist verboten.

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